Irrer Friedens-Plan um Cristiano Ronaldo: Gelingt ihm, was der Politik nicht gelingt?

Riad - Er weiß blind, wo das Tor steht, doch kann er auch Frieden zwischen zwei verfeindeten Nationen stiften? Das chronisch angespannte Verhältnis zwischen Israel und Saudi-Arabien könnte sich dank Fußballstar Cristiano Ronaldo (38) in naher Zukunft bessern. So zumindest lautet ein nun veröffentlichter Plan der neuen israelischen Regierung.

Frenetischer Torjubel eines ganz Großen: Kann Fußballstar Cristiano Ronaldo (38) als Friedensstifter nun auch abseits des Platzes für großes Kino sorgen?
Frenetischer Torjubel eines ganz Großen: Kann Fußballstar Cristiano Ronaldo (38) als Friedensstifter nun auch abseits des Platzes für großes Kino sorgen?  © Hussein Malla/dpa

Ein bisschen Frieden! Diesen Wunsch hegen die meisten Menschen auf der Welt, auch in Israel und Saudi-Arabien.

Wenn es nach Informationen des israelischen TV-Senders "Kan 11" geht, soll dieses schwierige Unterfangen nun mit tatkräftiger Hilfe des portugiesischen Fußballstars Cristiano Ronaldo gelingen.

Die neue israelische Regierung um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (73) möchte dem Bericht zufolge in Ronaldo eine Art Friedensvermittler installieren und sich Ronaldos große Reichweite und internationale Popularität in den sozialen Medien (554 Mio. Instagram-Follower) zunutze machen.

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Erklärtes Ziel sei es außerdem, die öffentliche Meinung beider Länder zu normalisieren.

Trotz aller Euphorie über diesen ungewöhnlichen Vorschlag (noch ist ungewiss, ob Ronaldo überhaupt schon kontaktiert wurde) darf zumindest an seiner praktischen Umsetzung gezweifelt werden. Zu dieser nüchternen Analyse gelangt auch die israelische Reporterin Gili Cohen (31):

"Ich glaube nicht, dass der Frieden zwischen den beiden Ländern von Ronaldo abhängt. Da gibt es schon noch ein paar Dinge, die wichtiger sind."

Der fünfmalige portugiesische Weltfußballer hatte in der Vergangenheit allerdings öfter für israelische Firmen geworben. Ob ihn diese Tätigkeit als Friedensstifter qualifiziert, steht auf einem anderen Blatt ...

Titelfoto: Hussein Malla/dpa

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