Ex-Tagesschau-Sprecher erlebt Nahost-Eskalation aus nächster Nähe

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Tel Aviv - Israel hat gemeinsam mit den USA einen militärischen "Präventivschlag" gegen den Iran durchgeführt – die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ex-Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber (46) erlebte die Eskalation in Israels Hauptstadt Tel Aviv aus nächster Nähe.

Ex-Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber (46) erlebt die Nahost-Eskalation in Israels Hauptstadt Tel Aviv aus nächster Nähe.
Ex-Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber (46) erlebt die Nahost-Eskalation in Israels Hauptstadt Tel Aviv aus nächster Nähe.  © Instagram/constantinschreiber

Der Journalist, der als Global Reporter für Axel Springer aus dem Nahen Osten berichtet, veröffentlichte auf seinem Instagram-Kanal ein Video, in dem er Einblicke in die teils dramatischen Geschehnisse vor Ort gewährte.

"So kurz nach sieben, etwa viertel nach sieben gab es Raketenalarm. Und das ist insofern ungewöhnlich gewesen, als man normalerweise zuerst über die Sicherheitsapp eine Warnung bekommt, dass Raketen im Anflug sind. Die gab es diesmal nicht", verdeutlichte der 46-Jährige.

Wenn Raketenalarm zu hören sei, habe man "ungefähr 60 bis 90 Sekunden, bis tatsächlich potenziell Raketen einschlagen", erklärte Schreiber. Entsprechend sei um ihn herum "richtig Panik" ausgebrochen. "Also weil dann weiß man, jetzt wird es wirklich ernst", so der gebürtige Cuxhavener.

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Er habe in Windeseile einen Rucksack gepackt und sei mit vielen anderen Menschen zu einem nahe gelegenen öffentlichen Schutzraum gegangen. Dort sei jedoch erneut Panik ausgebrochen, weil die automatische Öffnung, die bei einem Raketenalarm eigentlich ausgelöst werde, nicht funktioniert habe.

Constantin Schreiber gibt Einblicke in dramatische Geschehnisse in Tel Aviv

Constantin Schreiber meldet sich nach Raketenalarm aus Schutzbunker

Am Samstagmorgen gab es Explosionen in Irans Hauptstadt Teheran. Kurz darauf heulte der Raketenalarm in Tel Aviv auf.
Am Samstagmorgen gab es Explosionen in Irans Hauptstadt Teheran. Kurz darauf heulte der Raketenalarm in Tel Aviv auf.  © Uncredited/AP/dpa

Als Schreiber, wie in dem Video zu sehen, wenige Minuten nach dem Raketenalarm erneut bei dem Schutzraum vorbeiging, war dieser aber schließlich offen. "Ah, jetzt ist die Tür auch auf, na toll", kommentierte der Journalist.

In Israel rechne man fest mit einem Gegenschlag des Irans [der mittlerweile auch erfolgt ist, Anm. d. Red.], betonte der 46-Jährige. "Deswegen habe ich auch gerade gesehen, dass die Nachbarin bei mir schon ihre Matratze in den Sicherheitsraum, in den Safe-Room gebracht hat. Das wird wahrscheinlich ein langes Wochenende."

In einem zweiten Video meldete sich der Niedersachse wenig später aus dem Inneren des Schutzraumes, in den er sich - wie viele andere - zurückgezogen hatte. Schreiber berichtete von "angefassten" Menschen, während im Hintergrund der Raketenalarm zu hören war.

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Immerhin: Ein Hund, der mit seinen Besitzern ebenfalls Schutz unter der Erde gesucht hatte, sorge für ein wenig Erheiterung. "Ein kleiner Stimmungsaufheller", bekräftigte der Reporter.

Ein weiteres, drittes Video zeigte den 46-Jährigen später bei einem erneuten Gang zum Schutzbunker. "Alarm Nr. 10 heute", schrieb Schreiber dazu. Erneut habe die Sicherheitsapp eine Warnung verschickt, berichtete er, ehe kurz darauf erneut die heulenden Sirenen zu hören waren.

Erstmeldung: 10.25 Uhr. Zuletzt aktualisiert: 13.57 Uhr

Titelfoto: Fotomontage: Uncredited/AP/dpa, Instagram/constantinschreiber

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