Nach Hamas-Angriff: Gedenkstätte Buchenwald besorgt um KZ-Überlebende in Israel

Weimar - Die Gedenkstätte Buchenwald ist angesichts der massiven Hamas-Angriffe auf Israel in Sorge um dort lebende Überlebende des NS-Konzentrationslagers bei Weimar.

Die Hamas haben bei ihrem Angriff eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Hunderte Menschen kamen bislang ums Leben.
Die Hamas haben bei ihrem Angriff eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Hunderte Menschen kamen bislang ums Leben.  © Ilia Yefimovich/dpa

Einige von ihnen lebten in Tel Aviv und in Orten entlang des Gaza-Streifens und seien somit unmittelbar bedroht, sagte Jens-Christian Wagner (57), Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Seit Beginn der Angriffe am Samstag habe die Gedenkstätte bislang keinen Kontakt mit ihnen.

"Wir versuchen Kontakt aufzunehmen und zu helfen, so weit das möglich ist." Es sei "furchtbar", dass Holocaust-Überlebende ausgerechnet in Israel bedroht würden. "Israel ist ja der Ort, an den sie gegangen sind, um in Sicherheit zu sein."

In Weimar weht als Zeichen der Solidarität mit Israel seit Sonntag die israelische Flagge am Rathaus, wie die Stadt mitteilte. Oberbürgermeister Peter Kleine (51, parteilos) verurteilte den Terror gegen Israel. "Es ist umso bedrückender, dass sich durch den Angriff auch die Überlebenden des KZ Buchenwald und ihre Angehörigen in akuter Gefahr befinden und gezwungen sind, in Schutzräumen Unterschlupf zu finden", teilte er mit.

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Es sei wichtig, dass die Stadt Weimar aus ihrer historischen Verantwortung heraus den Schulterschluss mit dem Staat und den Menschen in Israel demonstriere. Weimar bemüht sich seit einiger Zeit um eine Partnerschaft mit einer israelischen Stadt.

Bei dem Großangriff der islamistischen Hamas, die von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft wird, wurden in Israel bislang rund 300 Menschen getötet. Dutzende Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt, darunter auch Frauen, Kinder und alte Menschen.

Titelfoto: Ilia Yefimovich/dpa

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