Nahost-Konflikt: Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe - Putin will vermitteln

Nahost - Der Konflikt im Nahen Osten hat inzwischen auch Europa erreicht. Mehrere Drohnen wurden über dem EU-Staat Zypern abgefangen.

In Teheran sind nach israelischen Angaben bereits über 600 Bomben eingeschlagen.
In Teheran sind nach israelischen Angaben bereits über 600 Bomben eingeschlagen.  © Mohsen Ganji/AP/dpa

Während die israelische Armee ihre Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon ausgeweitet hat, ist inzwischen auch Europa zur Zielscheibe geworden.

Ein britischer Militärstützpunkt auf Zypern wurde am Montag von Drohnen ins Visier genommen. Diese konnten jedoch abgefangen werden. Ob diese Drohnen aus dem Iran kamen, oder möglicherweise von der Hisbollah-Miliz im weniger entfernten Libanon abgefeuert wurden, war dagegen noch unklar.

Als Reaktion auf die Angriffe musste der Flughafen der Stadt Paphos evakuiert werden. Die griechische Marine entsendete zudem Kriegsschiffe nach Zypern.

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Israel Krieg Wegen Nahost-Konflikt: Landespolizei verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen

Auch im Iran schlagen weiterhin Raketen ein, ebenso in Israel. Zunehmend scheint die iranische Armee auch die Energieinfrastruktur im Nahen Osten unter Beschuss zu nehmen. In Katar wurde infolge iranischer Drohnenangriffe bereits die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) gestoppt.

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2. März, 21.38 Uhr: Iran hat laut US-Militär keine Schiffe mehr im Golf von Oman

Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman.

Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. "Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei." US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen.

2. März, 21.17 Uhr: Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe - Putin will vermitteln

Mehrere Golfstaaten haben die Welle von Vergeltungsangriffen des Iran im Nahen Osten als völkerrechtswidrig verurteilt. Die iranischen Angriffe seien eine "äußerst schwerwiegende" Verletzung des internationalen Rechts, erklärten die sechs Länder des Golf-Kooperationsrats Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Jordanien am Montag beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die Angriffe Teherans bedrohten die regionale Stabilität.

Die Lage in der Region war nach russischen Angaben auch Thema mehrerer Telefonate des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) mit mehreren Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten. Wie der Kreml mitteilte, sprach Putin am Montag mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman sowie mit den Staatenlenkern der Emirate, Katars und Bahrains.

Im Gespräch mit seinem emiratischen Kollegen Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan bot Putin demnach unter anderem an, die Bedenken Abu Dhabis hinsichtlich iranischer Vergeltungsschläge an Teheran weiterzuleiten. Zudem wolle er zur Stabilisierung der Lage in der Region beitragen.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) bietet seine Hilfe an.
Der russische Präsident Wladimir Putin (73) bietet seine Hilfe an.  © Wjatscheslaw Prokofjew/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

2. März, 20.40 Uhr: Iranischer Militärsprecher: Hunderte Raketen und Drohnen abgefeuert

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion abgefeuert.

Ein Militärsprecher sagte der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews laut Übersetzung, es seien 500 militärische Ziele Israels sowie der USA angegriffen worden. Als Beispiele nannte er Geheimdienstzentren, Kommunikationszentralen und Waffendepots. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Der Sprecher kündigte an, die Angriffe weiter auszuweiten.

Das israelische Luftabwehrsystem feuert, um vom Iran auf Israel gerichtete Raketen abzufangen.
Das israelische Luftabwehrsystem feuert, um vom Iran auf Israel gerichtete Raketen abzufangen.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

2. März, 20.25 Uhr: Kuwaits Armee meldet erstes Todesopfer seit Irans Angriffen

Das Militär des Golfstaats Kuwait hat das erste Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet.

Ein Marinesoldat sei heute im Dienst bei einem "Militäreinsatz" ums Leben gekommen, teilte der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau der Soldat ums Leben kam, wurden nicht genannt.

2. März, 20.16 Uhr: Iran beschuldigt Israel und die USA zweier Angriffe auf Atomanlage Natans

Der Iran hat Israel und die USA beschuldigt, seine Atomanlage in Natans angegriffen zu haben. Die "kriminellen Regime" der USA und Israel hätten "bei zwei brutalen Angriffen am Sonntagnachmittag" die Atomanlage Natans attackiert, erklärte der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammad Eslami, am Montag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna in einem Brief an die Internationale Atomenergiebehörde IAEA.

Die IAEA hatte zuvor erklärt, dass es "keine Hinweise" darauf gebe, dass bei den am Samstag begonnenen Angriffen der USA und Israels auf den Iran dessen Nukleareinrichtungen getroffen oder beschädigt worden seien. IAEA-Chef Rafael Grossi sagte am Montag bei der Eröffnung einer Sondersitzung des Gouverneursrats der UN-Organisation, die Bemühungen, die iranischen Atomaufsichtsbehörden zu kontaktieren, würden weitergehen - bisher ohne Erfolg.

IAEA-Chef Rafael Grossi.
IAEA-Chef Rafael Grossi.  © Heinz-Peter Bader/AP/dpa

2. März, 19.54 Uhr: Iranische Angriffe in Golf-Region: Abu Dhabi meldet Drohnentreffer in Öllager

Am dritten Tag der iranischen Angriffe in der Golfregion ist in Abu Dhabi ein Kraftstofflager von einer Drohne getroffen worden.

In dem Lager mit Öltanks in Musaffah brach infolge des Drohnenangriffs ein Feuer aus, wie die Behörden in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate am Montag mitteilten. Die Situation sei unter Kontrolle, der Betrieb sei nicht beeinträchtigt worden. Auch Verletzte gab es demnach keine.

2. März, 19.39 Uhr: Öltanker in Hafen in Bahrain von Geschossen getroffen - ein Toter

Ein Öltanker ist in einem Hafen in Bahrain von Geschossen getroffen worden, ein Werftarbeiter wurde getötet. Der unter US-Flagge fahrende Tanker "Stena Imperative" sei von zwei "unbekannten Geschossen" im Hafen von Bahrain getroffen worden, erklärte das private Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech am Montag.

Alle Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit und hätten das Schiff verlassen. Der schwedische Eigentümer Stena Bulk erklärte, dass keine Besatzungsmitglieder verletzt worden seien. Der Schaden werde geprüft.

Nach Angaben des Unternehmens wurde allerdings ein Werftarbeiter als tot gemeldet. Die Behörden hätten zudem angegeben, dass zwei Werftarbeiter verletzt worden seien, hieß es weiter. Stena Bulk untersuche noch die Ursachen des Vorfalls.

2. März, 19.20 Uhr: Iranische Revolutionsgarden: Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen Öltanker mit mutmaßlichen Verbindungen zu den USA in der Straße von Hormus angegriffen.

"Der Tanker 'Athe Nova', einer von amerikanischen Verbündeten in der Straße von Hormus, brennt weiterhin, nachdem er von zwei Drohnen getroffen wurde", erklärten die Revolutionsgarden am Montag.

2. März, 19.18 Uhr: Rutte bezeichnet US-Angriffe auf den Iran als "sehr wichtig"

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als "sehr wichtig" bezeichnet.

"Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun, denn dadurch wird die Fähigkeit des Iran, sich nukleare Kapazitäten und ballistische Raketen zu beschaffen, eingeschränkt und geschwächt", sagte Rutte dem ARD-Studio Brüssel am Montag. "Es ist wirklich entscheidend, dass der amerikanische Präsident diese Maßnahme ergriffen hat", fügte er mit Verweis auf US-Präsident Donald Trump hinzu.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) lobt - wenig verwunderlich - die USA.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) lobt - wenig verwunderlich - die USA.  © Marijan Murat/dpa

2. März, 19.13 Uhr: Israel greift weiter im Libanon an

Das israelische Militär hat erneut in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Mindestens sechs Einschläge waren über Beirut zu hören, wie dpa-Reporterinnen meldeten.

Nach ersten Berichten lokaler Medien wurde ein Gebäude in direkter Nähe des proiranischen Fernsehsender Al-Majadin getroffen. In der Gegend befindet sich auch die iranische Botschaft. Der Sender musste zwischenzeitlich den Sendebetrieb einstellen.

Die israelische Armee teilte mit, auf ein weiteres hochrangiges Mitglied der Hisbollah gezielt zu haben. Das Militär erklärte darüber hinaus, auch im Südlibanon mehr als 70 Einrichtungen der Hisbollah angegriffen zu haben.

Rauch steigt nach israelischen Luftangriffen in einem südlichen Vorort von Beirut auf.
Rauch steigt nach israelischen Luftangriffen in einem südlichen Vorort von Beirut auf.  © Hassan Ammar/AP/dpa

2. März, 19.09 Uhr: Einsatz im Iran notfalls länger als geplant

Für US-Präsident Donald Trump (79) könnte die US-Offensive im Iran notfalls auch länger andauern.

Zwar liege man "deutlich vor unseren Zeitprojektionen", sagte Trump. Ursprünglich habe man mit vier bis fünf Wochen gerechnet. Zugleich betonte er jedoch, das Militär habe die "Fähigkeit, weit länger zu gehen". "Was immer nötig ist, wir werden es tun", sagte der Präsident bei seiner ersten Pressekonferenz seit den US-Angriffen auf den Iran am Samstag.

Titelfoto: Wjatscheslaw Prokofjew/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

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