Nahost-Konflikt: Israel will Sturz islamistischer Revolutionäre

Iran - Auch eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran feuert die Islamische Republik weiter Raketen auf Israel.

In der Nacht zum Samstag gab es erneute Raketen-Angriffe auf Israel.
In der Nacht zum Samstag gab es erneute Raketen-Angriffe auf Israel.  © Baz Ratner/AP/dpa

In der Nacht zum Samstag meldete die israelische Armee einen weiteren Angriff aus dem Iran, die Luftabwehr war im Einsatz.

Bald darauf gab die Armee wieder Entwarnung, die Bevölkerung dürfe die Schutzräume wieder verlassen, hieß es.

Bereits zuvor hatte die Armee wiederholt Raketenangriffe des Irans gemeldet. Israels Luftwaffe begann in der Nacht ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Nahost-Konflikt: Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe - Putin will vermitteln
Israel Krieg Nahost-Konflikt: Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe - Putin will vermitteln

Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von gewaltigen Bränden an Teherans internationalem Flughafen Mehrabad.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

7. März, 8.47 Uhr: Israel will den Sturz der islamistischen Revolutionäre

Zu den Zielen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des US-Präsidenten Donald Trump im Iran-Krieg heißt es am Samstag in der "Neuen Zürcher Zeitung":

"Netanjahus Endziel ist klar: der Sturz der islamistischen Revolutionäre und ein Regimewechsel, auf den er seit fast zwei Jahrzehnten so beharrlich hinarbeitet. Nach dem Scheitern der Defensivstrategie gegen die Hamas setzt er ganz auf die Offensive."

"Zudem sicherte er sich die Unterstützung Trumps. Beides zahlt sich heute aus. Noch nie haben die Streitkräfte der beiden Länder so eng kooperiert wie in diesem Krieg. Netanjahu, eigentlich ein zaudernder Taktiker, entpuppt sich als echter Stratege."

Der Krieg zwischen Israel und dem Iran scheint nicht zum Stillstand zu kommen.
Der Krieg zwischen Israel und dem Iran scheint nicht zum Stillstand zu kommen.  © Oren Ziv/dpa

7. März, 8.07 Uhr: In Kurdistan seien gezielt "separatistische Gruppen" angegriffen worden

Die iranischen Revolutionsgarden gaben bekannt, dass sie "separatistische Gruppen" in der irakischen Region Kurdistan ins Visier genommen haben.

"Drei Standorte separatistischer Gruppen in der irakischen Region Kurdistan wurden heute Morgen angegriffen", teilten die Revolutionsgarden in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung mit.

"Sollten separatistische Gruppen in der Region (Kurdistan) irgendeinen Schritt gegen die territoriale Integrität Irans unternehmen, werden wir sie zerschlagen."

7. März, 7.40 Uhr: USA und Israel verstärken Angriffe auf Iran - Ölpreis steigt

Ungeachtet stark gestiegener Ölpreise intensivieren die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran.

"Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden", sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem Sender Fox Business mit Blick auf die Nacht zum Samstag.

Auch Israels Luftwaffe flog Armeeangaben zufolge eine weitere "breite Welle" Angriffe in Teheran.

7. März, 7.28 Uhr: 80 Kampfflugzeuge haben Teheran und Zentraliran angegriffen

Das israelische Militär gab bekannt, dass am Samstag mehr als 80 Kampfflugzeuge eine Angriffswelle auf iranische Militärstützpunkte, Raketenwerfer und andere Ziele in Teheran und Zentraliran durchgeführt haben.

"Über 80 Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben eine weitere Angriffswelle gegen Infrastruktur des iranischen Terrorregimes durchgeführt", teilte das Militär in einer Erklärung mit.

7. März, 7.13 Uhr: Iranische Drohnenangriffe auf israelische und US-amerikansiche Stützpunkte

Die iranische Armee teilte am Samstag mit, dass ihre Marine eine Welle von Drohnenangriffen gestartet habe, die sich gegen Israel sowie US-Stützpunkte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait richteten.

"Die iranische Marine hat amerikanische Stützpunkte und besetzte Gebiete mit einer massiven Welle von Drohnenangriffen ins Visier genommen", erklärte die Armee in einer von der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA verbreiteten Stellungnahme.

Laut Bericht umfassten die Ziele den Stützpunkt Al Minhad der VAE und einen weiteren in Kuwait sowie eine "strategische Einrichtung" in Israel.

Die Angriffe zwischen dem Iran und Israel/USA dauern weiter an.
Die Angriffe zwischen dem Iran und Israel/USA dauern weiter an.  © ATTA KENARE / AFP

6. März, 22.19 Uhr: Raketenangriff auf Flughafen von Bagdad - Explosionen im Nordirak

Am siebten Tag des Iran-Kriegs ist der Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad mit Raketen angegriffen worden. Auf den Airport seien mehrere Raketen gefeuert worden, erklärte die irakische Regierung am Freitagabend.

Ein Sicherheitsvertreter teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, zwei Raketen seien auf dem Gelände des nahe dem Flughafen gelegenen US-Militärstützpunkts Camp Victory eingeschlagen. Opfer gab es demnach nicht. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Saraja Awlijaa al-Dam (Wächter des Blutes), die nach eigenen Angaben zu einem pro-iranischen Netzwerk gehört.

Unterdessen wurde die Stadt Erbil von Explosionen erschüttert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Demnach war ein lauter Knall zu hören, bevor über einem Hotel Rauch aufstieg. Aus Sicherheitskreisen hieß es, über der Stadt seien Drohnen abgefangen worden, deren Trümmer nahe dem Hotel niedergegangen seien.

6. März, 22.10 Uhr: EU-Ratspräsident warnt vor Eskalation in Nahost

Nach dem Drohnenangriff auf Zypern hat EU-Ratspräsident António Costa (64) die verstärkte Militärpräsenz europäischer Staaten in der Region gelobt.

Die rasche Reaktion Griechenlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens, die unter anderem Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge entsandt hatten, sei ein "kraftvolles Beispiel für europäische Unabhängigkeit und unerschütterliche Solidarität", sagte er beim traditionellen Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus.

Er zeigte sich von der Lage in Nahost besorgt. Der Iran sei aber für die Ursachen verantwortlich, die zur aktuellen Situation geführt hätten, sagte er. Die Vergeltungsmaßnahmen des Irans und seiner Verbündeten in der Region "untergraben den internationalen Frieden und die Sicherheit", sagte Costa. Zugleich warnte er vor einer weiteren Eskalation.

EU-Ratspräsident António Costa (64) sieht den Iran-Krieg mit gemischten Gefühlen.
EU-Ratspräsident António Costa (64) sieht den Iran-Krieg mit gemischten Gefühlen.  © Felix Hörhager/dpa

6. März, 21.43 Uhr: Baku wirft Teheran geplante Terroranschläge vor

Der Geheimdienst der Südkaukasusrepublik Aserbaidschan hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Terroranschläge verhindert.

Zur Destabilisierung der Lage seien Angriffe auf die Ölpipeline Baku - Tiflis - Ceyhan, die Botschaft Israels in Aserbaidschan, eine Synagoge und einen hohen jüdischen Geistlichen im Land vorbereitet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag unter Berufung auf eine Mitteilung des Geheimdienstes.

6. März, 21.40 Uhr: Israel setzt Angriffe im Libanon fort - mehrere Tote

Bei landesweiten israelischen Angriffen im Libanon auf Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz sind nach libanesischen Angaben am Freitag erneut mehrere Menschen getötet worden.

Das Gesundheitsministerium meldete, dass bei einem Angriff in Nabi Sheet im Osten des Landes neun Menschen getötet wurden. 17 weitere seien verletzt worden. Von Israels Militär gab es dazu zunächst keine Angaben.

Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon fort. (Archivbild)
Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon fort. (Archivbild)  © Marwan Naamani/dpa

6. März, 21.16 Uhr: Italien schickt Marineschiff nach Zypern

Italien hat angesichts der jüngsten Drohnenangriffe auf Zypern ein Marineschiff in Richtung der Mittelmeerinsel geschickt.

Die Fregatte habe den Hafen der süditalienischen Hafenstadt Tarent verlassen und solle in wenigen Tagen das Gebiet von Zypern erreichen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. An Bord befinden sich etwa 160 Besatzungsmitglieder.

Titelfoto: Oren Ziv/dpa

Mehr zum Thema Israel Krieg: