Nahost-Konflikt: Neue Angriffe angekündigt - Trump will Iran "windelweich" prügeln

Nahost - Der Konflikt im Nahen Osten hat inzwischen auch Europa erreicht. Mehrere Drohnen wurden über dem EU-Staat Zypern abgefangen.

In Teheran sind nach israelischen Angaben bereits über 600 Bomben eingeschlagen.
In Teheran sind nach israelischen Angaben bereits über 600 Bomben eingeschlagen.  © Mohsen Ganji/AP/dpa

Während die israelische Armee ihre Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon ausgeweitet hat, ist inzwischen auch Europa zur Zielscheibe geworden.

Ein britischer Militärstützpunkt auf Zypern wurde am Montag von Drohnen ins Visier genommen. Diese konnten jedoch abgefangen werden. Ob diese Drohnen aus dem Iran kamen, oder möglicherweise von der Hisbollah-Miliz im weniger entfernten Libanon abgefeuert wurden, war dagegen noch unklar.

Als Reaktion auf die Angriffe musste der Flughafen der Stadt Paphos evakuiert werden. Die griechische Marine entsendete zudem Kriegsschiffe nach Zypern.

Wegen Nahost-Konflikt: Landespolizei verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen
Israel Krieg Wegen Nahost-Konflikt: Landespolizei verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen

Auch im Iran schlagen weiterhin Raketen ein, ebenso in Israel. Zunehmend scheint die iranische Armee auch die Energieinfrastruktur im Nahen Osten unter Beschuss zu nehmen. In Katar wurde infolge iranischer Drohnenangriffe bereits die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) gestoppt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

2. März, 17.44 Uhr: US-Militär weist Meldungen über versenkten Flugzeugträger zurück

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat iranische Meldungen über einen angeblich versenkten US-Flugzeugträger zurückgewiesen.

"Der einzige getroffene Flugzeugträger ist die Shahid Bagheri, ein iranischer Drohnenträger. US-Streitkräfte griffen das Schiff innerhalb weniger Stunden nach Beginn der Operation Epic Fury an", teilte CENTCOM mit.

2. März, 17.38 Uhr: US-Präsident Trump will Iran "windelweich" prügeln

US-Präsident Donald Trump (79) will die Angriffe auf den Iran noch verstärken.

"Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen", sagte er in einem Interview dem Sender CNN. "Die große Welle kommt bald." Trump sagte, die Attacken liefen bislang sehr gut. "Wir prügeln sie windelweich." Er bekräftigte sein Ziel, den Krieg in etwa vier Wochen zu beenden. "Wir sind dem Zeitplan sogar voraus." Bislang hätten die USA 49 iranische Anführer ausgeschaltet. "Sie wissen nicht einmal, wer sie derzeit anführt."

Als größte Überraschung nannte Trump die Angriffe des Irans auf die arabischen Staaten in der Region und deren Reaktion. "Sie wollten sich nur sehr geringfügig beteiligen. Und jetzt bestehen sie darauf, einbezogen zu werden."

Teile Teherans liegen bereits in Schutt und Asche.
Teile Teherans liegen bereits in Schutt und Asche.  © Vahid Salemi/AP/dpa

2. März, 17.28 Uhr: Auswärtiges Amt schickt Chartermaschinen in Golfregion

Hoffnung für einen Teil der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber auf eine baldige Rückkehr in die Heimat: Das Auswärtige Amt bereitet die Rückholung von Kranken, Kindern und Schwangeren aus der Konfliktregion vor.

Sie will dazu gecharterte Maschinen in die Hauptstädte Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman) schicken, wie Außenminister Johann Wadephul in Berlin ankündigte. Grundsätzlich sieht die Bundesregierung jedoch die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Verantwortung, ihre Kunden nach Deutschland zurückzubringen.

Das Bereitstellen von Flugzeugen für besonders vulnerable Gruppen sei das Mittel zweiter Wahl, sagte Wadephul. "An allererster Stelle müssen natürlich die Reiseverkehrsunternehmen hier eintreten. Und an dritter Stelle, wenn all das nicht reichen sollte, dann würden wir gegebenenfalls auf die Bundeswehr zurückgreifen." Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hatte zuvor erklärt: "Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl."

2. März, 17.26 Uhr: Evakuierung auf Zypern wird fortgesetzt

Der Bezirk rund um den von Drohnen attackierten britischen Militärstützpunkt in Akrotiri auf Zypern wird weiterhin evakuiert.

Nach Angaben des Innenministeriums soll die Sicherheitslage am Dienstag erneut überprüft werden. Bis dahin sollen die Evakuierungsmaßnamen fortgesetzt werden. Der heimische Zivilschutz sei dabei, Notfallunterkünfte für die betroffene Bevölkerung zu errichten.

Über dem britischen Luftwaffenstützpunkt in Akrotiri wurden am Dienstag zwei Drohnen abgefangen.
Über dem britischen Luftwaffenstützpunkt in Akrotiri wurden am Dienstag zwei Drohnen abgefangen.  © Petros Karadjias/AP/dpa

2. März, 17.18 Uhr: Zahlreiche Hisbollah-Stellungen angegriffen

Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben nach eigenen Angaben über 70 Stellungen der Hisbollah im Südlibanon angegriffen.

Im Zuge der jüngsten Angriffswelle seien dabei Waffendepots, Abschussrampen und Abschussvorrichtungen getroffen worden: "Die angegriffenen Ziele sollten von der Terrororganisation genutzt werden, um verschiedene Terroranschläge gegen die israelischen Streitkräfte und Bürger des Staates Israel zu propagieren und durchzuführen", begründeten die IDF die Militärschläge.

2. März, 17.13 Uhr: US-Präsident Trump will US-Bodentruppen im Iran nicht ausschließen

US-Präsident Donald Trump (79) erklärte gegenüber dem US-Magazin "New York Post", dass er einen Einsatz von Bodentruppen im Iran nicht ausschließen wolle.

"Wenn sie notwendig wären", würde Trump demnach auch Soldaten ins Land schicken. Er fügte aber hinzu, dass Bodentruppen "wahrscheinlich" nicht benötigt würden, um den Krieg zu beenden.

US-Präsident Donald Trump (79).
US-Präsident Donald Trump (79).  © Matt Rourke/AP/dpa

2. März, 17.08 Uhr: Katar holt zwei iranische Kampfjets vom Himmel

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Katar konnten am Montag zwei iranische Kampfjets abgeschossen werden.

Bei dem Kampfflugzeugen habe es sich demnach um zwei Maschinen des Typs "SU24" aus der Sowjet-Zeit gehandelt. Ebenfalls berichtete das Verteidigungsministerium von sieben abgefangenen ballistischen Raketen sowie fünf abgewehrten Drohnen.

2. März, 16.57 Uhr: Bundeskanzler Merz kündigt deutsche Beteiligung bei Atomübungen an

Nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron (48) infolge der Eskalation in Nahost eine Aufstockung des Atomarsenals angekündigt hatte, gab Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) am Montagnachmittag bekannt, dass Deutschland sich künftig an Nuklearübungen beteiligen wolle.

"Emmanuel Macron und ich haben eine nukleare Steuerungsgruppe eingesetzt, in der wir uns zu Fragen der Absicherung koordinieren. Noch in diesem Jahr wollen wir konkrete Schritte gehen, unter anderem mit einer konventionellen Beteilungng an französischen Nuklearübungen", teilte der Kanzler mit.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

2. März, 16.51 Uhr: Iran feuert nächste Raketensalve auf Israel

Der Iran habe erneut Raketen auf Israel abgefeuert, wie die israelischen Streitkräfte (IDF) mitteilten.

Das Verteidigungssystem arbeite daran, die Bedrohung abzuwehren, die Bevölkerung sei bereits gewarnt worden.

2. März, 16.46 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate wehren 148 Drohnen ab

Allein am Montag haben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) insgesamt 148 Drohnen aus dem Iran abgefangen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Hinzu kämen sechs Marschflugkörper sowie neun ballistische Raketen. Seit Kriegsbeginn seien ingesamt 147 ballistische Raketen und 689 Drohnen auf das Land gefeuert worden. Davon seien 44 Drohnen auch tatsächlich am Boden eingeschlagen. Das Verteidigungsministerium meldete insgesamt drei Todesopfer sowie 68 Leichtverletzte.

"Das Ministerium verurteilte diesen militärischen Angriff auf das Schärfste und betrachtete ihn als eklatante Aggression und eklatanten Verstoß gegen die nationale Souveränität und das Völkerrecht", hieß es dazu in einer Mitteilung.

2. März, 16.40 Uhr: Iran-Krieg lässt Spritpreise immer weiter steigen

Der Iran-Krieg macht Sprit teurer.

Am Montag stiegen die Preise an den Tankstellen kräftig, nachdem sie bereits übers Wochenende leicht zugelegt hatten, wie der ADAC mitteilt. Am Nachmittag war Superbenzin der Sorte E10 um 7,3 Cent teurer als zum gleichen Zeitpunkt am Freitag, dem letzten Tag vor der Eskalation. Bei Diesel waren es sogar 8,1 Cent.

Schon am Sonntag hatten die Kraftstoffe im bundesweiten Tagesdurchschnitt die höchsten Werte seit dem Frühjahr 2024 erreicht. Übers Wochenende war der Anstieg aber mit 1,6 Cent bei E10 und 1,3 Cent bei Diesel noch zurückhaltend ausgefallen. Am Montag nahm er dann allerdings immer mehr Fahrt auf. Bei Diesel könnte dadurch der höchste Tagesdurchschnittspreis seit 2023 erreicht werden.

Die Spritpreise könnten noch weiter anziehen. (Symbolbild)
Die Spritpreise könnten noch weiter anziehen. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa

2. März, 16.35 Uhr: Atomanreicherungsanlage im Iran getroffen

Laut dem iranischen UN-Botschafter Reza Najafi, wurde im Zuge der US-israelischen Angriffe eine Atomanreicherungsanlage nahe der Stadt Natanz in der Provinz Isfahan getroffen, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtete.

Die Anlage sei bereits am Sonntag bombardiert worden, erklärte Najafi am Montag.

Die Anreicherungsanlage in Natanz. (Archivbild)
Die Anreicherungsanlage in Natanz. (Archivbild)  © Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa

2. März, 16.12 Uhr: Flugbetrieb in Dubai soll wieder aufgenommen werden

Nach offiziellen Angaben soll der Flugbetrieb am Dubai International Airport (DXB) und am Dubai World Central – Al Maktoum International Airport (DWC) ab Montagabend eingeschränkt wieder aufgenommen werden.

Die Betreiber von "Dubai Airports" riefen Reisende dazu auf, nur dann zum Flughafen zu kommen, wenn sie von ihrer jeweiligen Fluggesellschaft zuvor kontaktiert worden sind. Mehrere Airlines, darunter "Emirates" und "flydubai" haben für den Abend bereits eine Reihe von Flügen angekündigt.

Auch Dubai wurde bereits von iranischen Drohnen getroffen.
Auch Dubai wurde bereits von iranischen Drohnen getroffen.  © Altaf Qadri/AP/dpa

2. März, 16.04 Uhr: Tausende Libanesen auf der Flucht

Nach israelischen Luftangriffen im Libanon sind tausende Menschen aus den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut geflohen.

Autos, beladen mit Matratzen, Kindern und Habseligkeiten, verließen in langen Kolonnen die betroffenen Viertel, wie eine dpa-Reporterin beobachtete. Auch am Nachmittag griff das israelische Militär erneut in denen als Dahija bekannten Vororten Beiruts an. Anwohner berichteten von mindestens vier Angriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von einem weiteren Angriff in der Küstenstadt Tyrus.

Aus Kriegsangst fliehen tausende Menschen aus dem Libanon.
Aus Kriegsangst fliehen tausende Menschen aus dem Libanon.  © Hassan Ammar/AP/dpa

2. März, 15.56 Uhr: Bisher 18 verwundete US-Soldaten

Nach Angaben eines Sprechers des US-Zentralkommandos (CENTCOM) seien im Zuge der Militäroperation gegen den Iran bereits 18 US-Soldaten verwundet worden, wie CNN berichtete.

Zuvor vermeldete CENTCOM bereits den Tod von vier US-Soldaten. Nach CNN-Informationen seien alle vier infolge eines iranischen Angriffs in Kuwait gestorben.

Titelfoto: Vahid Salemi/AP/dpa

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