Nahost-Konflikt: Ein Toter bei Beschuss in Israels Norden

Iran - US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

Trump will den Iran zur Öffnung der für den Ölmarkt wichtigen Straße von Hormus zwingen.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Aus Teheran folgte prompt eine Gegenwarnung: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.

Damit droht der vor drei Wochen von den USA und Israel begonnene Krieg zu eskalieren - mit unabsehbaren Folgen für die Region und die gesamte Weltwirtschaft.

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Minen in der Straße von Hormus? Trump droht dem Iran

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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22. März, 22.28 Uhr: Israel warnt vor wochenlangen Kämpfen im Nahostkrieg

Israel warnte seine Bürger davor, dass es noch wochenlang zu Kämpfen mit dem Iran kommen werde, nachdem Washington und Teheran einander mit der Zerstörung von Kraftwerken bzw. der Blockade von Öl- und Gasexporten gedroht hatten.

Die Rhetorik der gegenseitigen Vergeltung kam zu einem Zeitpunkt, als der Krieg, der von Drohnen- und Raketenangriffen im gesamten Nahen Osten geprägt war, die Energiepreise in die Höhe trieb und Befürchtungen um die Weltwirtschaft auslöste, in seine vierte Woche ging.

US-Präsident Donald Trump (79) drohte damit, die iranischen Kraftwerke lahmzulegen, falls die Straße von Hormus nicht für die Schifffahrt geöffnet wird – der Iran hingegen versprach, die Seestraße vollständig zu schließen, sollte Trump sein Ultimatum wahr machen, und unterband damit den wenigen verbliebenen Schiffsverkehr.

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22. März, 22.13 Uhr: Israels Armee kündigt Ausweitung von Bodeneinsätzen im Libanon an

Israels Armee hat eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. "Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen", erklärte Armeechef Ejal Samir (59).

Es handelt sich um einen "langwierigen Einsatz". Die Armee bereite sich nun darauf vor, "die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben". Der Armeesprecher Effie Defrin (54) ergänzte, die Ausweitung der Bodeneinsätze würde in der kommenden Woche beginnen.

"Wir werden unsere Kontrolle am Boden ausweiten und unsere Manöver intensivieren, um direkte Angriffe auf unsere Ortschaften zu verhindern", kündigte Defrin an.

22. März, 21.18 Uhr: Neue Siedlergewalt im besetzten Westjordanland

Israelische Siedler haben nach palästinensischen Medienberichten erneut Dörfer im besetzten Westjordanland angegriffen. Im Umkreis der palästinensischen Städte Dschenin und Nablus seien Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt worden.

Es sei erheblicher Sachschaden entstanden. In einem Dorf südlich von Nablus sei das Gebäude des Dorfrats in Brand gesetzt worden. Nach Angaben der palästinensischen Hilfsorganisation Roter Halbmond wurden bei den verschiedenen Vorfällen insgesamt sieben Palästinenser verletzt.

Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, in der Nacht seien Soldaten und Polizeikräfte in mehrere palästinensische Dörfer im Westjordanland entsandt worden, "nachdem Meldungen eingegangen waren, dass israelische Zivilisten Brandstiftungen an Gebäuden und Eigentum begangen sowie Störungen in der Gegend verursacht hatten".

22. März, 21.09 Uhr: Ein Toter bei Beschuss in Israels Norden

Bei einem Vorfall im Norden Israels ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Fahrzeuge seien in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

"Wir kamen am Einsatzort an und sahen zwei Fahrzeuge in Flammen stehen", erzählte ein Sanitäter. "Während der Löscharbeiten der Feuerwehrkräfte entdeckten wir einen Mann auf dem Fahrersitz. Wir führten medizinische Untersuchungen durch – er zeigte keine Lebenszeichen, und wir mussten seinen Tod feststellen."

Der libanesische TV-Sender Al-Manar berichtete, eine Raketensalve sei vom Libanon aus in Richtung Misgav Am abgefeuert worden.

Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete einen Toten. (Archivfoto)  © GIL COHEN-MAGEN / AFP

22. März, 20.40 Uhr: Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus‑Ultimatum

Schah-Sohn Reza Pahlavi (65) hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump (79) an den Iran ein Umdenken gefordert.

Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X.

"Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben", erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten.

22. März, 19.50 Uhr: Drei Angriffe zielen auf irakische Kämpfer südlich von Bagdad

Drei Angriffe südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad richteten sich am späten Sonntagabend gegen Kämpfer der ehemaligen paramilitärischen Koalition Hashed al-Shaabi, wie lokale Behörden mitteilten.

Das Bündnis, auch bekannt als Volksmobilisierungskräfte (PMF), ist Teil der regulären irakischen Streitkräfte, umfasst aber auch einige pro-iranische Gruppen.

"Einheiten der PMF wurden Ziel von Drohnen- und Luftangriffen, wobei es drei Angriffe an verschiedenen Orten gab", hieß es in einer Erklärung einer lokalen Notfall-Krisenzelle.

22. März, 18.56 Uhr: Weitere Länder sollen sich dem Iran-Krieg anschließen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat weitere Länder dazu gedrängt, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen.

"Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert", sagte Netanjahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.

22. März, 17.13 Uhr: Iran droht mit vollständiger Schließung der Hormus-Meerenge

Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump (79) mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen.

Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde dann vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die iranischen Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Iran-Kriegs bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Einzelne Schiffe konnten die Meerenge aber auch passieren.

Wird die Straße von Hormus bald endgültig dicht gemacht?  © Altaf Qadri/AP/dpa

22. März, 16.14 Uhr: Iran droht nach Trump-Ultimatum mit Vergeltung

Mit einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump (79) an den Iran droht eine weitere Ausweitung des Krieges am Persischen Golf.

Sofern der Iran nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig öffne, würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten!", kündigte Trump in der Nacht zum Sonntag mitteleuropäischer Zeit an.

Der Iran konterte: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.

22. März, 15 Uhr: Israel greift wichtige Brücke im Süden des Libanons an

Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben eine wichtige Brücke angegriffen, die den Südlibanon mit dem restlichen Teil des Landes verbindet.

Die Brücke al-Kasmijeh sei beschossen worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Die israelische Armee teilte kurz zuvor mit, es habe eine Angriffswelle gegen Hisbollah-Infrastruktur im Süden des Libanons begonnen.

Israels Verteidigungsminister Katz hatte am Vormittag angekündigt, man habe die Armee angewiesen, "sofort alle Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören, die Terroraktivitäten dienen". So solle verhindert werden, dass Mitglieder der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz und Waffen in den Süden gelangen.

Außerdem solle das Militär die Zerstörung von Häusern im libanesischen Grenzgebiet zu Israel beschleunigen, um eine Bedrohung israelischer Grenzorte zu verhindern.

Israel greift laut libanesischen Angaben eine zentrale Brücke an, die den Südlibanon mit dem restlichen Teil des Landes verbindet.  © Mohammad Zaatari/AP/dpa

22. März, 14.58 Uhr: Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

Mehr als drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs durch die USA und Israel gehen die iranischen Angriffe in der Golfregion weiter.

"Die Flugabwehrsysteme reagieren derzeit auf eine Bedrohung durch Raketen. Bitte bleiben Sie an einem sicheren Ort und folgen Sie offiziellen Kanälen für Warnungen und neue Informationen", teilte die Katastrophenschutzbehörde in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, mit.

Die Emirate reagierten nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher auf Beschuss mit 345 Raketen, 15 Marschflugkörpern und mehr als 1.700 Drohnen. Zwei Angehörige der Streitkräfte und sechs Zivilisten kamen seit Kriegsbeginn ums Leben. 160 weitere Menschen wurden im Land verletzt.

Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium erklärte, im Osten des Landes, wo unter anderem die meisten Ölfelder liegen, seien mehrere Drohnen abgefangen worden. In der Nähe von Riad sei eine Rakete abgefangen worden, zwei weitere seien in offenem Gelände niedergegangen.

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