Nahost-Konflikt: Große Schäden an Flüssiggasanlage nach iranischem Raketenangriff

Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds "South Pars" gedroht.

Der US-Präsident Donald Trump (79) drohte dem Iran erneut.  © JIM WATSON / AFP

Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls der Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff "mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat".

Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde - solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

Israel habe das "South Pars"-Gasfeld am Mittwoch "aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten" angegriffen, schrieb Trump weiter. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er.

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Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen. Leider habe der Iran "ungerechtfertigt und unfair" Katars Flüssiggasanlagen angegriffen. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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19. März, 8.17 Uhr: Bei Luftangriffen im Nordirak wurden zwei Kämpfer getötet

Bei Luftangriffen im Nordirak wurden am frühen Donnerstagmorgen zwei Kämpfer der ehemaligen paramilitärischen Koalition Hashed al-Shaabi getötet, wie aus zwei Erklärungen der Gruppe hervorgeht.

Laut Angaben der Volksmobilisierungskräfte (PMF), die heute Teil der regulären irakischen Streitkräfte sind, richteten sich die beiden Angriffe gegen ihre Stellungen in der Region Ninive, wo sich die Stadt Mosul befindet, sowie gegen einen Militärflughafen in der Provinz Salah al-Din.

Die Gruppe machte Israel und die Vereinigten Staaten für den Anschlag verantwortlich.

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19. März, 7.57 Uhr: Iran richtet drei Männer nach Protesten hin

Der Iran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt.

Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein.

Ihr Urteil sei wegen "Mord und operativer Handlungen" seitens der USA und Israel gefallen, hieß es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile im Iran durch Erhängen vollstreckt. 

19. März, 5.40 Uhr: Große Schäden an Flüssiggasanlage nach iranischem Raketenangriff

Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden.

Am frühen Donnerstagmorgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu "bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden" führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. 

Das Innenministerium erklärte wenig später, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden.

Nach einem iranischen Raketenangriff wurden zahlreiche Flüssiggasanlagen in Katar stark beschädigt.  © Abedin Taherkenareh/dpa

19. März, 5.25 Uhr: Neue Angriffe auf Schiffe im Nahen Osten

Vor der Küste von Katar und im Golf von Oman ist jeweils ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden.

Nach dem Angriff im Persischen Golf rund acht Kilometer vor dem wichtigen katarischen Gashafen Ras Laffan seien alle Besatzungsmitglieder wohlauf und in Sicherheit, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.

Bei dem Vorfall südlich des Eingangs zur Straße von Hormus im Golf von Oman brach infolge des Beschusses an Bord ein Feuer aus, wie UKMTO mitteilte.

Der Angriff ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 

19. März, 4.08 Uhr: Abu Dhabi schließt Öl- und Gasanlage nach Angriff wegen Trümmerteilen

Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen.

Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu "Vorfällen" geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit. 

Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten.

19. März, 2.49 Uhr: Saudischer Außenminister betont, dass iranische Angriffe aufhören müssen

Saudi-Arabien hat den Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten aufgefordert.

Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan (51) laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Außenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad.

Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. "Ich hoffe, dass sie die Botschaft des heutigen Treffens verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen", wurde der saudische Minister zitiert.

Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan (51) fordert den Iran zu einem Angriffsstopp auf.  © Fayez Nureldine / AFP

19. März, 2.26 Uhr: Iran greift wichtiges Gas-Industriegebiet in Katar an

Der Iran hat nach katarischen Angaben erneut ein Industriegebiet in dem Golfstaat angegriffen, in dem sich wichtige Anlagen zur Produktion und Verschiffung von Flüssiggas befinden.

Der Zivilschutz bekämpfe einen Brand im Industriegebiet Ras Laffan, teilte das Innenministerium auf der Plattform X mit. Es gebe keine Verletzten.

Das Verteidigungsministerium in Doha erklärte am frühen Morgen, der Iran habe Ras Laffan mit ballistischen Raketen angegriffen. Es gebe Schäden. Die Behörde nannte zunächst keine Einzelheiten zur Zahl der vom Iran eingesetzten Raketen und zu möglicherweise von der Flugabwehr abgefangenen Projektilen. 

Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend mit Raketen angegriffen worden. Betreiber Qatar Energy sprach daraufhin auf der Plattform X von Bränden und großen Schäden.

19. März, 1.25 Uhr: Katar weist Irans Militärattaché aus

Der Golfstaat Katar hat die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen.

Sie seien aufgefordert, Katar innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, teilte das Außenministerium mit. Es verwies auf wiederholte "Aggressionen" des Irans gegen Katar. 

19. März, 0.46 Uhr: Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf Energieanlagen in Nahost

Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump (79) und dem Emir von Katar (45) zum Iran-Krieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors.

Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron (48) auf der Plattform X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden.

"Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden", erklärte er weiter. 

18. März, 22.30 Uhr: Israelische Armee greift nach eigenen Angaben erstmals Ziele im Nordiran an

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs Ziele im Nordiran angegriffen.

"Die israelischen Streitkräfte (...) haben damit begonnen, erstmals Ziele im Norden des Irans anzugreifen", erklärte die Armee am Mittwochabend. Israelischen Medienberichten zufolge wurden unter anderem iranische Marineschiffe in der Hafenstadt Bandar Anzali am Kaspischen Meer angegriffen.

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