Nahost-Konflikt: Hamas will in Gaza künftig Polizei spielen

Nahost - Die islamistische Hamas strebt eine Übernahme von 10.000 eigenen Sicherheitskräften in eine künftige palästinensische Verwaltung für den Gazastreifen an.

Die islamistische Hamas strebt eine Übernahme von 10.000 eigenen Sicherheitskräften in eine künftige palästinensische Verwaltung für den Gazastreifen an.
Die islamistische Hamas strebt eine Übernahme von 10.000 eigenen Sicherheitskräften in eine künftige palästinensische Verwaltung für den Gazastreifen an.  © Abed Rahim Khatib/dpa

Ein mit der Angelegenheit betrauter Hamas-Funktionär sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe unter Beteiligung internationaler Vermittler eine entsprechende Vereinbarung mit den USA. Alle Kandidaten würden einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen.

Eine unabhängige Bestätigung liegt derzeit nicht vor. Israel hat bislang jede Beteiligung der Hamas an einer künftigen Regierung im Gazastreifen abgelehnt.

Als Grund für die Übernahme führte der Hamas-Funktionär an, die eigenen Polizisten seien mit der Realität im Küstenstreifen am besten vertraut. Zudem werde vermieden, dass entlassene Polizisten sich zu radikalen Gruppen zusammenschließen.

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27. Januar, 16.54 Uhr: Hamas will in Gaza künftig Polizei spielen

Die islamistische Hamas strebt eine Übernahme von 10.000 eigenen Sicherheitskräften in eine künftige palästinensische Verwaltung für den Gazastreifen an.

Ein mit der Angelegenheit betrauter Hamas-Funktionär sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe unter Beteiligung internationaler Vermittler eine entsprechende Vereinbarung mit den USA. Alle Kandidaten würden einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen.

27. Januar, 7.15 Uhr: Alle Geiselleichen übergeben - wie geht es in Gaza weiter?

Mit der Rückführung der letzten getöteten Geisel der islamistischen Hamas aus dem Gazastreifen nach Israel ist der Weg frei für die Wiedereröffnung eines wichtigen Grenzübergangs.

Mit der Öffnung der Grenzstelle Rafah zwischen Ägypten und dem Küstengebiet wären die Voraussetzungen zum Eintritt in die zweite Phase des von den USA vorangetriebenen Friedensplans erfüllt. Diese Phase sieht die Entwaffnung der Hamas vor. Die palästinensische Terrororganisation hat dies bisher abgelehnt. Sollte es keine Einigung geben, könnte der Krieg wieder ausbrechen.

Die letzte Hürde zur Öffnung des Grenzübergangs zwischen Gaza und Ägypten ist ausgeräumt. Wann er öffnet, ist unklar. Ebenso die Frage, ob der Übergang zur nächsten Phase des Friedensplans gelingt.
Die letzte Hürde zur Öffnung des Grenzübergangs zwischen Gaza und Ägypten ist ausgeräumt. Wann er öffnet, ist unklar. Ebenso die Frage, ob der Übergang zur nächsten Phase des Friedensplans gelingt.  © Abed Rahim Khatib/dpa

27. Januar, 7.13 Uhr: Hisbollah will "angemessen" im Fall von Iran-Angriff reagieren

Im Falle eines Angriffs auf den Iran will die proiranische Hisbollah im Libanon nach eigenen Aussagen "angemessen" reagieren.

Eine Bedrohung gegen den Iran stelle zugleich eine Bedrohung für die Schiitenorganisation im Libanon dar, sagte Hisbollah-Chef Naim Kassim in einer Fernsehansprache.

"Wir haben die volle Befugnis, alles zu tun, was wir zur Bekämpfung (der Aggression) für angemessen halten", sagte er weiter. Die Hisbollah würde dazu nicht schweigen. Es sei die Pflicht der Gruppe, der Bedrohung mit "allen notwendigen Maßnahmen" zu begegnen.

26. Januar, 13.13 Uhr: Angriffe und Tote trotz Waffenruhe in Syrien

Trotz einer bestehenden Waffenruhe zwischen der Übergangsregierung in Syrien und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kommt es nach Angaben beider Seiten weiter zu gegenseitigen Angriffen.

Die SDF meldeten, dass bei einem "Massaker" südöstlich der Stadt Kobane fünf Zivilisten getötet worden seien.

Regierungstruppen hätten mit Artillerie, Panzern und Drohnen angegriffen. Dabei habe es auch fünf Verletzte gegeben. Alle Opfer gehörten zu einer Familie, hieß es.

Die Staatsagentur Sana berichtete unterdessen unter Berufung auf die syrische Armee, dass die SDF bereits am Sonntag mehr als 25 Sprengdrohnen auf Stellungen der Regierungstruppen abgefeuert hätten.

Dabei seien vier Armeefahrzeuge zerstört worden. Nach Armeeangaben wurden bei SDF-Angriffen auch Zivilisten verletzt

Die Lage in Syrien spitzt sich weiter zu.
Die Lage in Syrien spitzt sich weiter zu.  © Baderkhan Ahmad/AP/dpa

26. Januar, 7.40 Uhr: Israel stimmt Rafah-Öffnung für Personenverkehr zu

Nach Abschluss der Suchaktion nach dem letzten vermissten Israeli im Gazastreifen plant Israel, den Grenzübergang Rafah für den eingeschränkten Personenverkehr nach Ägypten wieder freizugeben.

Ein Sprecher der Kassam-Brigaden, des militärischen Arms der Hamas, hatte zuvor gesagt, dass die Miliz den Vermittlern im Gaza-Friedensprozess alle Informationen übergeben habe, die zur Auffindung der Leiche nötig seien.

Die "Times of Israel" zitierte einen US-Beamten, wonach man davon ausgehe, dass Israels Einsatz noch mehrere Tage dauern werde. Demnach könnte der Grenzübergang Rafah bis zum Ende dieser Woche wieder geöffnet werden.

Unklar ist jedoch, ob damit auch die Rückkehr geflüchteter Palästinenser wieder möglich wird, die in Ägypten gestrandet sind.

Hamas-Kämpfer suchen nach den Überresten einer israelischen Geisel.
Hamas-Kämpfer suchen nach den Überresten einer israelischen Geisel.  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

25. Januar, 12.44 Uhr: Bis zu 30.000 Tote an zwei Protesttagen im Iran

Bei den Massenprotesten im Iran könnten nach Informationen des "Time-Magazin" allein an zwei Tagen bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein.

Das Magazin beruft sich auf zwei ranghohe Beamte des iranischen Gesundheitsministeriums. Demnach sollen am 8. und 9. Januar so viele Menschen von iranischen Sicherheitskräften getötet worden sein, dass die staatlichen Behörden mit der Bergung und Beseitigung der Leichen überfordert gewesen seien. Laut den Beamten gingen Leichensäcke aus und statt Krankenwagen seien Lastwagensattelauflieger genutzt worden.

25. Januar, 12.40 Uhr: Israel gab USA Beweise über Exekutionen im Iran

Israel hat den USA laut einem Medienbericht Geheimdienstinformationen über Hinrichtungen von Demonstranten im Iran übermittelt.

Dadurch sei die US-Führung an belastende Beweise gegen die Führung in Teheran gelangt, berichtete die Zeitung "Israel Hajom". Die Sorge vor einem neuen Krieg ist jüngst gestiegen, auch weil die USA starke Militärkräfte in der Region zusammenziehen.

Der US-Geheimdienst verfüge über "eindeutige Augenzeugenberichte über Hinrichtungen, die mit verschiedenen Methoden durchgeführt wurden", hieß es in dem Bericht. Israel sei an der Beschaffung dieser Informationen beteiligt gewesen.

25. Januar, 12.39 Uhr: Weiter Uneinigkeit über Rafah-Öffnung

Israel hat nach Medienberichten weiter Vorbehalte gegen die angekündigte Öffnung des Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Ägypten.

Das sogenannte Sicherheitskabinett will heute über das Thema beraten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Samstagabend mit dem US-Gesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, über die zweite Phase des Gaza-Friedensplans gesprochen.

Israel hat nach Medienberichten weiter Vorbehalte gegen die angekündigte Öffnung des Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. (Archivbild)
Israel hat nach Medienberichten weiter Vorbehalte gegen die angekündigte Öffnung des Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. (Archivbild)  © Gehad Hamdy/dpa

24. Januar, 15.26 Uhr: Erneut tödlicher Zwischenfall im Gazastreifen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben erneut mehrere Palästinenser im Gazastreifen getötet.

Wie die Armee mitteilte, identifizierten Streitkräfte im nördlichen Gazastreifen mehrere "Terroristen", die die sogenannte gelbe Linie überschritten und eine Sprengladung angebracht hätten. Sie hätten eine "unmittelbare Bedrohung" dargestellt und seien nach ihrer Identifizierung von der Luftwaffe "eliminiert" worden.

Palästinenser tragen den Leichnam von Mohammad Zawara (15), der nach Angaben der Gesundheitsbehörden bei einem israelischen Angriff getötet wurde, zum Shifa-Krankenhaus.
Palästinenser tragen den Leichnam von Mohammad Zawara (15), der nach Angaben der Gesundheitsbehörden bei einem israelischen Angriff getötet wurde, zum Shifa-Krankenhaus.  © Yousef Al Zanoun/AP/dpa

24. Januar, 11.39 Uhr: Aktivisten legen neue Opferzahlen zu Irans Protestwelle vor

Bei den Massenprotesten im Iran könnten deutlich mehr Menschen getötet worden sein als bislang bekannt.

Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA meldete nach eigenen Angaben 5137 bestätigte Todesopfer. Zusätzlich prüft HRANA 12.904 weitere Fälle. Außerdem sollen mindestens 7402 Menschen schwer verletzt worden sein.

Titelfoto: Abed Rahim Khatib/dpa

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