Nahost-Konflikt: Huthi-Ministerpräsident durch israelischen Angriff getötet

Israel - Die US-Regierung hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (89) wenige Wochen vor der UN-Vollversammlung in New York mit Visa-Sanktionen belegt.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (89). (Archivbild)
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (89). (Archivbild)  © Wolfgang Kumm/dpa

Aus dem US-Außenministerium wurde der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass Abbas und etwa 80 weitere Repräsentanten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) von den Sanktionen betroffen seien.

In ihren Fällen werden bestehende Visa widerrufen und keine neuen mehr erteilt. In einer Mitteilung des Außenministeriums ist auch die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) aufgeführt.

Bereits Ende Juli hatten die USA Visa-Sanktionen gegen die PLO und die PA verhängt. Neu ist, dass nun auch bereits erteilte Einreisegenehmigungen eingezogen werden.

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Die Organisation und die Behörde müssten zunächst "Terrorismus konsequent ablehnen", ehe sie als Partner im Friedensprozess in Betracht gezogen werden könnten, begründete das US-Außenministerium die Entscheidung.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

30. August, 20.52 Uhr: Tausende demonstrieren in Tel Aviv für Ende des Gaza-Kriegs

Bei einer Großdemonstration in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv haben Tausende Menschen für ein rasches Ende des Gaza-Kriegs und die Freilassung der Geiseln aus der Gewalt der Hamas protestiert.

Zahlreiche Menschen versammelten sich auf dem "Platz der Geiseln" im Zentrum der Stadt und forderten die Regierung auf, einem Deal für eine Waffenruhe und der Befreiung der Verschleppten zuzustimmen.

30. August, 19.56 Uhr: Israels Militär greift ranghohen Hamas-Funktionär in Gaza an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Funktionär der islamistischen Terrororganisation Hamas in der Stadt Gaza angegriffen.

Es war zunächst unklar, um wen genau es sich handelte. Israelische Medien berichteten jedoch übereinstimmend, Ziel des Angriffs sei der langjährige Sprecher des militärischen Arms der Hamas, der Kassam-Brigaden, gewesen. Dieser ist unter seinem Kampfnamen Abu Obeida bekannt. Er gilt als einer der bekanntesten Vertreter der Hamas. Bei Auftritten und Videobotschaften zeigt er sich nur vermummt.

30. August, 18.50 Uhr: Huthi-Ministerpräsident durch israelischen Angriff getötet

Im Jemen sind durch einen israelischen Luftangriff vor wenigen Tagen der Ministerpräsident der Huthi-Miliz und mehrere ihrer Minister getötet worden.

Ahmed al-Rahaui und die Minister seien in der Hauptstadt Sanaa zu Tode gekommen, teilte die vom Iran unterstützte Organisation mit. Bei dem Angriff auf eine Versammlung der Miliz seien auch weitere Mitglieder verletzt worden.

Die Huthi-Regierung in Sanaa und im Norden des Jemens, den die Miliz seit rund zehn Jahren kontrolliert, werde ihre Arbeit dennoch fortsetzen, hieß es.

Der Tod von Ahmed al-Rahaui durch Israels Bombardierung im Jemen ist symbolisch ein schwerer Rückschlag für die Miliz. (Archivbild)
Der Tod von Ahmed al-Rahaui durch Israels Bombardierung im Jemen ist symbolisch ein schwerer Rückschlag für die Miliz. (Archivbild)  © Str/AP/dpa

30. August, 10.18 Uhr: Deutschland will EU-Israel-Sanktionen nicht zustimmen

Deutschland wird dem Vorschlag der EU-Kommission zur Sanktionierung Israels wegen der katastrophalen humanitären Lage im Gazastreifen vorerst nicht zustimmen.

Die vorgesehene Einstellung von Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms Horizon Europe sei eine Maßnahme, die vermutlich keinen Einfluss auf die politische Willensbildung und auf das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen hätte, erklärte Außenminister Johann Wadephul (62, CDU) bei einem EU-Treffen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Außenminister Johann Wadephul (62, CDU) am Samstag bei einem EU-Treffen in Dänemark.
Außenminister Johann Wadephul (62, CDU) am Samstag bei einem EU-Treffen in Dänemark.  © Ansgar Haase/dpa

30. August, 7.14 Uhr: USA belegen Palästinenserpräsident mit Visa-Sanktionen

Die US-Regierung hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (89) wenige Wochen vor der UN-Vollversammlung in New York mit Visa-Sanktionen belegt.

Aus dem US-Außenministerium wurde der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass Abbas und etwa 80 weitere Repräsentanten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) von den Sanktionen betroffen seien.

Mit den nun verhängten Einschränkungen ist ein Besuch Abbas' bei den UN äußerst unwahrscheinlich geworden. (Archivbild)
Mit den nun verhängten Einschränkungen ist ein Besuch Abbas' bei den UN äußerst unwahrscheinlich geworden. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

26. August, 21.30 Uhr: Türkei bricht Handelsbeziehungen zu Israel ab

Die Türkei hat ihrem Außenminister zufolge alle Handelsbeziehungen zu Israelabgebrochen und ihren Luftraum für israelische Flugzeuge gesperrt.

Die Türkei "erlaubt weder Containerschiffen, die Waffen und Munition nach Israel transportieren, unsere Häfen anzulaufen, noch lassen wir Flugzeuge in unseren Luftraum einfliegen", sagte Hakan Fidan in einer Parlamentssitzung zum Gaza-Konflikt in Ankara. Kein anderes Land habe seine Handelsbeziehungen zu Israelvollständig abgebrochen.

26. August, 21.29 Uhr: Ranghoher IS-Terrorist im Gazastreifen getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Vertreter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Gazastreifen getötet.

Mohammed Abd al-Aziz Abu Subaida sei bei einem Angriff im Gebiet des Flüchtlingslagers Bureidsch im Zentrum des abgeriegelten Küstenstreifens in der vergangenen Woche getötet worden, teilte das Militär bei Telegram mit.

29. August, 16.37 Uhr: Israel "mit großer Intensität" am Stadtrand Gazas im Einsatz

Die israelische Armee hat nach Angaben eines Sprechers erste Schritte ihrer Offensive auf die Stadt Gaza begonnen.

Derzeit gehe das Militär "mit großer Intensität" in den Außenbezirken der größten Stadt des Gazastreifens vor, teilte Avichay Adraee auf X in arabischer Sprache mit. Er sprach von "vorbereitenden Einsätzen".

Nach einem israelischen Luftangriff während einer Militäroperation im Viertel Al Sabra in Gaza-Stadt steigt Rauch auf.
Nach einem israelischen Luftangriff während einer Militäroperation im Viertel Al Sabra in Gaza-Stadt steigt Rauch auf.  © Omar Ashtawy/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

29. August, 16.34 Uhr: Deutsche Welle berichtet von Angriff auf eigene Mitarbeiter

Israels Armee soll nach Angaben der Deutschen Welle (DW) Reporter des Senders im Westjordanland angegriffen haben.

"Ein DW-Team wurde am Dienstag bei Dreharbeiten in Ramallah vom israelischen Militär mit Waffen bedroht und gezielt mit Tränengas beschossen – trotz klarer Kennzeichnung als Presse", teilte der deutsche Auslandssender mit. Die Reporter hätten Tränengas abbekommen, seien aber unversehrt geblieben. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall.

29. August, 13.39 Uhr: Armee nimmt mit Israelin verheirateten Palästinenser fest

Israels Armee hat einen Bericht bestätigt, wonach Soldaten kürzlich einen herzkranken Palästinenser, der mit einer jüdischen Israelin verheiratet ist, zeitweise festgenommen und verhört haben.

Der Mann sei vier Tage lang "ohne Verdacht oder Haftbefehl" festgehalten worden, berichtete die israelische Zeitung "Haaretz". Zeitweise soll er auch mit Handschellen gefesselt gewesen sein.

Das israelische Militär teilte auf Anfrage mit, der Mann sei in der vergangenen Woche in einem Dorf im Westjordanland festgenommen worden. Die Armee habe dort nach Waffen gesucht und dabei eine "unbekannte unterirdische Infrastruktur unter dem Haus des im Bericht erwähnten Verdächtigen" gefunden.

Titelfoto: Str/AP/dpa

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