Nahost-Konflikt: Iran greift erneut an, Raketenalarm in Israel

Iran - Israels Luftwaffe flog erneut Angriffe im Iran. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee am Sonntag auf Telegram mit.

Ein riesiger Feuerball war in der Nacht zum Sonntag in Teheran zu sehen.
Ein riesiger Feuerball war in der Nacht zum Sonntag in Teheran zu sehen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert.

In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten.

Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, die Bombardierung einer Ölraffinerie.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

8. März, 8.44 Uhr: Explosionen erschüttern die iranische Provinz Yazd

Staatsmedien zufolge erschütterten vor wenigen Minuten Explosionen die iranische Provinz Yazd, eine der ältesten Städte im Iran.

Weitere Informationen wurden von den örtlichen Behörden noch nicht bekannt gegeben.

8. März, 8.03 Uhr: Sri-lankisches Krankenhaus entlässt 22 Gerettete

Sri Lanka hat am Sonntag 22 iranische Besatzungsmitglieder aus dem Krankenhaus entlassen, die nach der Versenkung ihres Kriegsschiffs durch ein US-amerikanisches U-Boot aus Rettungsflößen geborgen worden waren, teilten Beamte mit.

Die Besatzung wurde seit Mittwoch im Karapitiya-Krankenhaus in der südlichen Hafenstadt Galle behandelt, nachdem die "IRIS Dena" kurz vor den Hoheitsgewässern Sri Lankas torpediert worden war.

8. März, 7.53 Uhr: Chinas Außenminister kritisiert Krieg im Iran

Chinas Außenminister Wang Yi (72) hat den US-israelischen Angriff auf den Iran kritisiert.

Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum "Gesetz des Dschungels" zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des dort tagenden Nationalen Volkskongresses.

China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. "Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat", sagte Wang.

8. März, 7.47 Uhr: Iran greift erneut an, Raketenalarm in Israel

Der Iran hat Israel am Sonntag erneut mit Raketen attackiert. Der israelischen Armee zufolge reagierte die Luftabwehr im Land am Sonntagmorgen auf mindestens vier Angriffswellen binnen fünf Stunden.

In weiten Teilen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst, unter anderem in den Großstädten Tel Aviv, Haifa und Beerscheba. Auch in den Grenzregionen zum Libanon im Norden des Landes ertönte Luftalarm.

Die Bürger wurden nach Armeeangaben aufgerufen, sich in Schutzräume oder Bunker zu begeben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die meisten der vom Iran abgefeuerten Raketen abgefangen.

Ertönt Raketenalarm, suchen die Menschen in Israels Städten unter anderem Zuflucht in U-Bahn-Stationen oder - wie hier in Tel Aviv - in Tiefgaragen.
Ertönt Raketenalarm, suchen die Menschen in Israels Städten unter anderem Zuflucht in U-Bahn-Stationen oder - wie hier in Tel Aviv - in Tiefgaragen.  © OLYMPIA DE MAISMONT / AFP

8. März, 7.26 Uhr: Angriff trifft südlichen Vorort von Beirut im Libanon

Aufnahmen von AFPTV zeigten am Sonntag Rauchwolken über den südlichen Vororten von Beirut (Libanon).

Die mutmaßlichen Luftangriff zielten auf ein Gebiet, in dem vor allem die libanesische militante Gruppe Hisbollah ihre Kontrolle ausübt.

Einige Stunden zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, Angriffe auf die "Hisbollah-Infrastruktur" in diesem Gebiet gestartet zu haben.

In der Nacht zum Sonntag wurde ein Vorort in Beirut (Libanon) angegriffen.
In der Nacht zum Sonntag wurde ein Vorort in Beirut (Libanon) angegriffen.  © Fadel ITANI / AFP

7. März, 21.32 Uhr: Israels Militär meldet Angriffe auf iranische Ölreserven

Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen.

Ein Sprecher sagte, dies sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden.

Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt Teheran. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.

Ein Öllager südlich der iranischen Hauptstadt steht in Flammen.
Ein Öllager südlich der iranischen Hauptstadt steht in Flammen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

7. März, 21.29 Uhr: Trump nennt im Iran-Krieg gefallene US-Soldaten "Helden"

US-Präsident Donald Trump (79) nimmt am Samstag an der Überführung der sechs im Iran-Krieg gestorbenen US-Soldaten teil.

Im Vorfeld bezeichnete er die Getöteten als "großartige Helden".

Er versprach in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein "Minimum" begrenzen würden. Die sechs Soldaten kamen nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait ums Leben.

7. März, 19.32 Uhr: Offenbar Zwischenfall an Wolkenkratzer in Dubai

Irans Angriffe in den Golfstaaten halten an.

In der emiratischen Metropole Dubai habe es einen weiteren "Zwischenfall" gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Nach einem abgewehrten Angriff seien Trümmerteile in die Fassade eines Gebäudes an der Marina gestürzt, hieß es zunächst. Später wurde mitgeteilt, dass durch auf ein Auto abstürzende Trümmerteile in einem nordöstlich davon gelegenen Stadtviertel ein Mensch getötet worden sei.

Im Internet kursierten Videos, die zeigen, wie Rauch aufsteigt an einem Wolkenkratzer. Es soll sich um einen bekannten, fast 400 Meter hohen und bewohnten Wolkenkratzer handeln, der zu den höchsten Gebäuden der Stadt zählt. Die Behörden vermeldeten nicht, welches Gebäude betroffen war.

Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium teilte mit, eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet in Nähe der US-Militärbasis nahe der Hauptstadt Riad niedergegangen. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben.

7. März, 19.22 Uhr: USA sehen Iran hinter Drohnenangriff in Aserbaidschan

Auch die US-Regierung sieht den Iran hinter einem Drohnenangriff auf Aserbaidschan am Donnerstag.

Es handele sich dabei um eine eklatante Verletzung der Souveränität des Landes und eine "unnötige Eskalation der Aggression" des Irans, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington laut einer Mitteilung. "Angriffe auf das Gebiet unserer Partner sind inakzeptabel und werden mit entschlossener Unterstützung der USA für diese Partner beantwortet werden", hieß es darin.

7. März, 19.18 Uhr: Emiratischer Präsident - "Wir befinden uns im Krieg"

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid (65), hat sich angesichts der iranischen Angriffe mit eindringlichen Worten an sein Volk gewandt.

"Wir befinden uns im Krieg", sagte Mohammed dem Fernsehsender Abu Dhabi TV bei einem Besuch Verletzter im Krankenhaus in der Hauptstadt.

Er habe auch eine Botschaft an die Feinde: "Die Emirate haben ein dickes Fell und bitteres Fleisch, wir sind keine leichte Beute." Das Land sei zwar "attraktiv, wunderschön und ein Vorbild", davon dürften sich die Gegner der Emirate aber nicht täuschen lassen. "Ich verspreche allen, dass wir stärker denn je (aus diesem Krieg) hervorgehen werden."

Der Emiratische Präsident Mohammed bin Sajid (65) hat eine wichtige Botschaft an sein Volk gerichtet.
Der Emiratische Präsident Mohammed bin Sajid (65) hat eine wichtige Botschaft an sein Volk gerichtet.  © Susan Walsh/AP/dpa

7. März, 19.15 Uhr: Iranischer Kleriker äußert sich zu Ernennung von neuem Führer

Im Iran deutet ein einflussreicher Kleriker eine baldige Wahl des Nachfolgers für den getöteten Religionsführer Ali Chamenei (†86) an.

Ajatollah Hassan Mosafari, ein Mitglied des für die Wahl zuständigen Expertenrates, sagte laut der Nachrichtenagentur Fars, man sei zuversichtlich, dass die Ernennung eines neuen Führers in den kommenden 24 Stunden erfolgen werde. Zugleich bat er darum, keine Gerüchte zu verbreiten, warum die Wahl bislang nicht erfolgt sei.

Titelfoto: OLYMPIA DE MAISMONT / AFP

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