Nahost-Konflikt: Iran kann laut Netanjahu kein Uran mehr anreichern

Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds "South Pars" gedroht.

Der US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran erneut gedroht.  © JIM WATSON / AFP

Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls der Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff "mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat".

Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde - solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

Israel habe das "South Pars"-Gasfeld am Mittwoch "aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten" angegriffen, schrieb Trump weiter. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er.

Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen. Leider habe der Iran "ungerechtfertigt und unfair" Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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19. März, 21.33 Uhr: Iran kann laut Netanjahu kein Uran mehr anreichern

Nach knapp drei Wochen Krieg kann der Iran laut israelischem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. "Der Iran ist schwächer denn je", sagte er in Jerusalem nach Angaben der Times of Israel. Die Angriffe auf den Mullah-Staat würden aber weitergehen, "so lange dies notwendig ist".

Netanjahu bekräftigte auf der Pressekonferenz die Ziele der Militärkampagne, die Israel und die USA gestartet haben. Es gehe darum, die Bedrohung auszuschalten, die von den nuklearen Ambitionen und von den ballistischen Raketen des Irans ausgehen würden. Damit werde man die Bedingungen dafür schaffen, dass sich das iranische Volk die Freiheit nehmen kann, "sein Schicksal selbst zu gestalten".

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Benjamin Netanjahu (76) sieht den Iran extrem geschwächt. Aber nicht geschwächt genug, um den Krieg zu beenden.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/AP/dpa

19. März, 21 Uhr: Internationale Energieagentur beginnt mit Freigabe ihrer Öl-Notvorräte

Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben mit der wegen des Iran-Kriegs beschlossenen Freigabe eines Teils ihrer Ölreserven begonnen.

Die freigegebenen Reserven werden "größtenteils aus Rohöl bestehen", die Beiträge in Europa "vorrangig in Form raffinierter Produkte", teilte die IEA am Donnerstag mit.

19. März, 20.39 Uhr: Vertrauen zum Iran muss laut Katar wiederhergestellt werden

Katar sieht die Beziehungen zum Iran nach dessen wochenlangen Angriffen am Golf als stark beschädigt an. "Nach diesem feindlichen Akt ist es notwendig, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen", sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman (45). "Das iranische Volk und uns verbinden Geografie, Nachbarschaft und Geschichte."

Der Regierungschef rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen "gefährlichen Strudel" gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit "für alle Länder in der Region" gefährden.

Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman (45) will keine weitere Eskalation.  © Kay Nietfeld/dpa

19. März, 19.32 Uhr: Moskau wirft Israel "gezielten" Angriff auf russisches TV-Team vor

Russland wirft Israel einen "gezielten" Angriff auf ein russisches Fernsehteam im Südlibanon vor. Ein Reporter und ein Kameramann seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte die zum Staatssender RT gehörende Videoagentur Ruptly am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa schrieb bei Telegram, das als Presse gekennzeichnete Team sei "vorsätzlich und gezielt" angegriffen worden. Der israelische Botschafter in Moskau werde einbestellt.

Die israelische Armee erklärte, auf veröffentlichtem Filmmaterial sei ein Journalist in einem Gebiet zu sehen, für das "eine ausdrückliche Warnung ausgegeben" worden sei. Der Angriff in dem Gebiet sei erfolgt, "nachdem seit den Warnungen ausreichend Zeit verstrichen war". Die israelische Armee geht derzeit massiv gegen die pro-iranische Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon vor.

Kreml-Herrscher Putin (73) ist längt in den Nahost-Krieg involviert.  © Pelagiya Tikhonova/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

19. März, 19.14 Uhr: Trump-Forderung an Kongress könnte Ukraine-Kosten übersteigen

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) könnte seine Regierung den Kongress um deutlich mehr Geld bitten als der Iran-Krieg kostet. Der Finanzbedarf gehe "über das hinaus, worüber wir im Zusammenhang mit dem Iran sprechen, denn wir leben in einer äußerst instabilen Welt", sagte Trump am Donnerstag in Washington. Die "Washington Post" hatte berichtet, seine Regierung wolle vom Kongress 200 Milliarden Dollar (rund 174 Milliarden Euro) fordern. Das wäre mehr als die gesamten bisherigen Ukraine-Hilfen der USA.

"Es ist ein kleiner Preis, um sicherzustellen, dass wir ganz oben bleiben", sagte Trump bei einem Auftritt mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi im Oval Office weiter. Er antwortete damit auf die Frage einer Journalistin, ob der Bericht der "Washington Post" zutreffe und warum die USA so viel Geld bräuchten, wenn der Iran-Krieg nach Trumps Worten doch so gut wie beendet sei.

US-Präsident Donald Trump (79) will auf einmal immense Summen in den laut ihm so gut wie abgeschlossenen Iran-Krieg investieren.  © Alex Brandon/AP/dpa

19. März, 18.13 Uhr: Weltschifffahrtsorganisation (IMO) arbeitet an Evakuierungsplänen für Straße von Hormus

Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) arbeitet an Evakuierungsplänen für die durch den Iran-Krieg in der Straße von Hormus festsitzenden Schiffe und Seefahrer. Der erste Ansprechpartner seien nun die Länder der Region, um Gespräche darüber zu beginnen, wie eine Evakuierungsroute eingerichtet werden könnte, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez nach einer Dringlichkeitssitzung.

"Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen", sagte Dominguez. "Wir sprechen von der Straße von Hormus, die etwa 30 Kilometer breit ist."

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

19. März, 17.25 Uhr: Katar warnt nach iranischem Angriff auf Gaskomplex vor Folgen für weltweite Energieversorgung

Katar hat nach dem iranischen Angriff auf den größten Gaskomplex des Landes vor massiven Folgen für die gesamte Welt gewarnt. Der Angriff auf das Erdgas-Industriegebiet in Ras Laffan habe "erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung", sagte der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am Donnerstag vor Journalisten.

Dass der Iran Anlagen in Ras Laffan attackiert habe, sei zudem ein "eindeutiger Beleg" dafür, dass Teheran - anders als behauptet - nicht nur US-Interessen in der Golfregion ins Visier nehme. "Es gab immer wieder Behauptungen seitens des Iran, diese Angriffe richteten sich gegen amerikanische Interessen", sagte Regierungschef al-Thani und fügte an: "Diese Behauptung wird zurückgewiesen und kann nicht akzeptiert werden."

19. März, 17.19 Uhr: Reaktion auf Israel laut Iran "nur ein Bruchteil" der Schlagkraft

Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnt vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen.

Auf der Plattform X erklärte er, Irans Reaktion auf den israelischen Angriff habe nur einen Bruchteil der Schlagkraft ausgeschöpft. "Der EINZIGE Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation", so Araghtschi.

19. März, 17.15 Uhr: Laut Libanon mehr als 1000 Tote nach israelischen Angriffen

Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1000 Tote.

Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1001 Menschen getötet und 2584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon.

Beirut: Nach einem israelischen Angriff im Zentrum von Beirut, Libanon, ist vor einem Gebäude eine Explosion zu sehen.  © Hussein Malla/AP/dpa

19. März, 17.11 Uhr: Offenbar Raffinerie von Haifa in Israel bei iranischem Angriff getroffen

Im Norden Israels ist die Öl-Raffinerie von Haifa laut israelischen Medienberichten bei einem iranischen Angriff getroffen worden.

Über der Anlage in der Hafenstadt stieg dicker dunkler Rauch auf, wie Bilder zeigten, die von dem Sender Kan 11 am Donnerstag verbreitet wurden. Im Onlinedienst X schrieb der Sender, dass es aber keinen Anlass zur Sorge wegen eines möglichen Austritts gefährlicher Stoffe gebe. Zuvor hatte die israelische Armee vor einem Angriff mit iranischen Raketen gewarnt.

19. März, 16.53 Uhr: Iran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen

Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmaßliche Spione festgenommen. Ihnen würden "Vaterlandsverrat" sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr.

Die Festgenommenen sollen demnach "Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten" an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden. Zudem seien mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter.

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