Nahost-Konflikt: Trotz Waffenruhe - Kuwait und Emirate melden Beschuss aus Iran!

Iran - Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an.

US-Präsident Donald Trump (79) will die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen.
US-Präsident Donald Trump (79) will die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen.  © Alex Brandon/AP/dpa

In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung. US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Straße kurz zuvor zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.

Trump hatte damit gedroht, andernfalls den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen.

Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt. Auch Israel will sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte.

Mehr als 40 Schiffe betroffen: Reeder von Merz-Absage zu Hormus-Einsatz enttäuscht
Israel Krieg Mehr als 40 Schiffe betroffen: Reeder von Merz-Absage zu Hormus-Einsatz enttäuscht

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

8. April, 12.52 Uhr: Stimmen in Israel nach Waffenruhe - "Sind wieder beim Ausgangspunkt"

Trotz der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg herrscht bei einigen Israelis Ernüchterung.

"40 Tage Krieg und wir sind wieder beim Ausgangspunkt", sagt ein 34-Jähriger der Deutschen Presse-Agentur in Tel Aviv. Seit Beginn der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar sei kaum etwas erreicht worden.

8. April, 12.27 Uhr: Trotz Waffenruhe - Kuwait und Emirate melden Beschuss aus Iran!

Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet.

Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen. 

Iran greift laut Kuwait weiter an. (Archivfoto)
Iran greift laut Kuwait weiter an. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa

8. April, 11.20 Uhr: Israels Armee - "Feuer im Einsatz gegen den Iran eingestellt"

Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat auch Israels Armee bestätigt, die Angriffe auf Ziele im Iran ausgesetzt zu haben.

"Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben das Feuer im Einsatz gegen den Iran eingestellt", teilte das Militär am Vormittag mit. Dies erfolge auf Anweisung der politischen Führung. Die Armee sei aber darauf vorbereitet, auf Verstöße gegen die Vereinbarung "defensiv zu reagieren". 

8. April, 10.54 Uhr: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf

Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet.

Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.

Im Persischen Golf kam es offenbar zu Explosionen - trotz Waffenruhe.
Im Persischen Golf kam es offenbar zu Explosionen - trotz Waffenruhe.  © Farshid-M. Bina/dpa

8. März, 10.11 Uhr: Irak öffnet Luftraum wieder für Flugverkehr

Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat der Irak seinen Luftraum wieder geöffnet.

Die Lage habe sich stabilisiert und die Bedingungen seien wieder normal, teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde am Morgen mit. Mit sofortiger Wirkung dürften alle zivilen Flüge wieder aufgenommen werden, einschließlich Überflüge und Start- und Landungen auf irakischen Flughäfen.

8. März, 10.01 Uhr: Internet trotz Waffenruhe im Iran weiter gesperrt

Die Bevölkerung im Iran bleibt auch nach Verkündung der Waffenruhe weiter vom Internet abgeschnitten.

"Die Zensurmaßnahme aus Kriegszeiten hält weiterhin an, obwohl sowohl die Regierungen der USA als auch Irans jeweils den Sieg für sich beanspruchen", schrieb die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X. Die iranische Bevölkerung werde derweil erneut im Dunkeln gelassen, hieß es dort.

8. April, 8.32 Uhr: Merz fordert "dauerhaftes Ende des Krieges"

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) begrüßt die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus und will weitere diplomatische Bemühungen unterstützen.

"Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen", erklärte Merz.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

8. April, 7.10 Uhr: Trump rechnet nach Einigung auf Waffenruhe mit Geldsegen

US-Präsident Donald Trump (79) rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine Waffenruhe und der Öffnung der Straße von Hormus mit einem großen wirtschaftlichen Gewinn.

"Es wird viel Geld verdient werden", frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. "Ein großer Tag für den Weltfrieden!", schrieb er. "Der Iran will es, er hat genug! Und alle anderen auch!" Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen. "Es wird viele positive Maßnahmen geben!"

8. April, 6.29 Uhr: Zehn-Punkte-Plan Basis für weitere Verhandlungen

Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges ist nach Ansicht von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28) eine Grundlage für weitere Verhandlungen.

"Die Worte von Präsident (Donald) Trump sprechen für sich: Dies ist eine praktikable Verhandlungsgrundlage, und diese Verhandlungen werden fortgesetzt", teilte sie auf Anfrage mit.

Leavitt betonte, dass die Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus Trump zu verdanken sei. Dieser habe gemeinsam mit dem US-Militär "den Iran dazu gebracht", die Meerenge wieder zu öffnen.

8. April, 6.03 Uhr: UN fordert Einhaltung der Waffenruhe

Nach der Verkündung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran fordern die Vereinten Nationen die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf.

Dies sei nötig, "um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen", teilte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres mit.

Guterres begrüße zwar die zweiwöchige Waffenruhe – zugleich fordere er "alle Konfliktparteien im Nahen Osten auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Neben den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Iran ist auch Israel direkt am Krieg beteiligt.

Titelfoto: Farshid-M. Bina/dpa

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