Nahost-Konflikt: Iran meldet Explosionen an Tankern in Straße von Hormus

Nahost - Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. Der Angriff richtete sich gegen die Insel Gheschm in der Straße von Hormus, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Beamte berichtete.

Medienberichten zufolge plant die US-Regierung neue Attacken gegen den Iran - allerdings erst nach den Wahlen am Dienstag.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Der "Axios"-Reporter Barak Ravid schrieb in den sozialen Medien, ein US-Kampfflugzeug habe am Montag (Ortszeit USA) eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei.

Auch die Sender CNN und CBS berichteten über die "begrenzten" Angriffe auf die Insel. Bewohner der Insel Gheschm und der Hafenstadt Bandar Abbas hätten diese gemeldet, hieß es.

Eine Anfrage beim zuständigen Regionalkommando des US-Militärs blieb zunächst unbeantwortet. Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump (80) noch einen Rückgang der Ölpreise gefordert und das damit begründet, dass viele der Auffassung seien, der Krieg mit dem Iran gehe zu Ende. Der Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump.

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit

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3. November, 12.50 Uhr: Iran meldet Explosionen an Tankern in Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben Explosionen an drei Tankern in der Straße von Hormus gemeldet.

Die Schiffe seien in den frühen Morgenstunden auf Seeminen aufgefahren, hieß es in einer Erklärung der IRGC. Die Angaben ließen sich nicht verifizieren. Stellungnahmen von unabhängigen Stellen blieben zunächst aus. 

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Wieder berichtet der Iran von Explosionen an Schiffen in der Straße von Hormus.  © Altaf Qadri/AP/dpa

3. November, 8.43 Uhr: Iran richtet erneut zwei Männer nach Massenprotesten hin

Im Iran sind im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres abermals zwei Männer exekutiert worden.

Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massendemonstrationen an der Tötung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.

Die Männer, Amirhossein Maleki und Amirhossein Ebrahimi, seien am frühen Morgen gehängt worden, hieß es weiter. Am späten Montagabend sollen die Angehörigen der beiden Männer zu einem letzten Besuch in ein Gefängnis der Stadt Isfahan berufen worden sein, berichtete die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO).

Laut iranischer Justiz sollen die Männer Teil einer Gruppe gewesen sein, die an der Tötung der Polizeibeamten beteiligt gewesen sein sollen. Im August waren bereits andere angebliche Mitglieder dieser Gruppe öffentlich gehängt worden. Menschen hatten damals spontan dagegen protestiert. 

Der oberste iranische Richter Gholamhossein Mohseni-Esche’i (70).  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

3. November, 7.45 Uhr: Angriffe in Saudi-Arabien: Asien-Cup wird verschoben

Wegen der Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien hat der asiatische Fußballverband AFC den geplanten Asien-Cup verschoben.

Statt vom 7. Januar bis 5. Februar 2027 soll das Turnier vom 23. Dezember 2027 bis 21. Januar 2028 in Saudi-Arabien stattfinden, wie die AFC mitteilte.

"Das Organisationskomitee des Asien-Cups hat beschlossen, das Turnier angesichts der aktuellen außergewöhnlichen Umstände zu verlegen, die sich aus den Entwicklungen in der Region ergeben - darunter erhebliche logistische Schwierigkeiten und Reisebeeinträchtigungen", erklärte der Verband. 

Die Verschiebung sei im "Interesse aller teilnehmenden Mannschaften, Offiziellen, Zuschauer und sonstigen Beteiligten notwendig", hieß es weiter. Der Zeitplan werde dem Weltverband FIFA zur Genehmigung vorgelegt.

3. November, 7 Uhr: US-Militär greift Ziel auf iranischer Insel Gheschm an

Erneut sind US-Angriffe auf iranischem Boden gemeldet worden. Im Visier des Militärs stand offenbar eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel Gheschm in der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Der "Axios"-Journalist Barak Ravid teilte auf X mit, dass ein US-Kampfjet die Stellung am Montag attackiert habe. Zuvor soll von dort eine Rakete auf ein amerikanisches Flugzeug abgefeuert worden sein. Demnach hätten Bewohner der Insel sowie der nahe gelegenen Hafenstadt Bandar Abbas von Explosionen berichtet.

Eine offizielle Bestätigung des zuständigen US-Regionalkommandos lag zunächst nicht vor.

Anwohner der iranischen Hafenstadt Gheschm berichteten von Explosionen.  © Farshid-M. Bina/dpa

2. November, 15.03 Uhr: Gouverneur von Hebron - Israels Armee zieht ab

Gut eine Woche nach Beginn des israelischen Militäreinsatzes im Raum Hebron zieht die Armee nach Angaben des Gouverneurs aus der Stadt im Westjordanland ab.

Palästinensische Sicherheitskräfte hätten die vollständige Kontrolle in dem Gebiet, sagte Gouverneur Chalid Dudin vor Journalisten. Rund 3300 Anwohner, die durch den Einsatz vertrieben wurden, könnten nun sicher in ihre Häuser zurückkehren. Ihre Häuser seien weitgehend zerstört, sagte Dudin, und kündigte schnelle Schritte zum Wiederaufbau an.

Nach einem tödlichen Angriff auf israelische Soldaten beginnt die Armee einen großen Einsatz im Westjordanland. Tausende werden vertrieben. Nach palästinensischen Angaben ziehen die Truppen jetzt ab.  © Mamoun Wazwaz/dpa

2. November, 11 Uhr: Erneut Tanker im Persischen Golf attackiert

Im Persischen Golf ist ein weiterer Tanker angegriffen worden. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde das Schiff rund 133 Kilometer östlich der saudi-arabischen Küstenstadt Ras al Khafji von zwei "unbekannten Geschossen" getroffen.

Verletzte habe es nicht gegeben. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Erst am Freitag war im Persischen Golf ein katarischer Tanker attackiert worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur QNA berichtete. Auch dazu hatte sich niemand bekannt. 

1. November, 12.37 Uhr: Zehn Palästinenser bei Angriffen in Gaza getötet

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind laut einem Medienbericht mindestens zehn Palästinenser getötet worden, darunter ein Minderjähriger.

Fünf Menschen seien bei einem Drohnenangriff im Gebiet al-Mawasi westlich von Chan Junis getötet worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Es habe auch mehrere Verletzte gegeben. 

Drei weitere Palästinenser seien bei einem anderen Angriff israelischer Truppen westlich der Stadt Gaza getötet worden, darunter auch ein Minderjähriger. Insgesamt seien seit dem Morgengrauen zehn Palästinenser im Gazastreifen bei Angriffen ums Leben gekommen.

Zu den weiteren zwei Toten meldete Wafa keine weiteren Details. Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, man habe "mehrere Mitglieder bewaffneter Gruppen im Norden und Süden des Gazastreifens angegriffen". 

Trotz der seit Oktober 2025 geltenden Waffenruhe kommt es im Gazastreifen immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen.  © Abed Rahim Khatib/dpa

1. November, 10.14 Uhr: Opposition warnt vor neuem Krieg mit Iran unter Netanjahu

Der israelische Oppositionspolitiker Jair Golan (64) hat eindringlich vor einem neuen Krieg mit Iran unter der Führung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) gewarnt.

Netanjahu fehle das Vertrauen der Öffentlichkeit, um eine solche militärische Auseinandersetzung zu führen, schrieb der Vorsitzende der linksliberalen Demokraten auf der Plattform X und forderte die rasche Bildung einer alternativen Regierung.

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Konfrontation mit dem Iran steige, schrieb Golan weiter. Israel befinde sich inzwischen in einer Situation wiederkehrender militärischer Konfrontationen mit dem Iran.

Israels Sicherheit dürfe nicht zum "Werkzeug in Netanjahus Kampf um sein politisches Überleben" werden.

1. November, 7.25 Uhr: Israels Präsident kündigt Gespräche zur Bildung der Regierung an

Israels Präsident Izchak Herzog (66) beginnt am Mittwoch seine Konsultationen zur Regierungsbildung mit den in die Knesset gewählten Parteien.

Traditionell wählt der Präsident den Kandidaten aus, dem er die besten Chancen auf eine parlamentarische Mehrheit einräumt, anstatt automatisch den Vorsitzenden der größten Partei zu benennen. 

Dies wäre der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77), dessen rechtskonservative Likud-Partei mit 27 von 120 Sitzen als stärkste Fraktion aus der Parlamentswahl am Dienstag hervorging. Der Oppositionskandidat Gadi Eisenkot (66) kam mit seiner neu gegründeten Partei Jaschar auf 21 Sitze. 

Da weder das regierende Bündnis noch der Oppositionsblock die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen erreichten, führt das Wahlergebnis zu einer parlamentarischen Pattsituation. 

Keines der politischen Lager in Israel erreicht die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Nun liegt die Initiative beim israelischen Präsidenten Izchak Herzog (66).  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

31. Oktober, 15.30 Uhr: Chamenei droht mit "geografisch uneingeschränkter Antwort"

Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei hat die USA vor neuen Angriffen auf sein Land gewarnt und mit Vergeltung gedroht.

"Auf jede Art von Bedrohung muss eine sofortige, wirkungsvolle und geografisch uneingeschränkte Antwort folgen", erklärte Chamenei vor führenden iranischen Militärkommandanten, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Erklärung hervorging. Sollte "der Feind" den Iran attackieren und neue Auseinandersetzungen provozieren, werde Teheran "den Zeitpunkt und die Bedingungen für ihr Ende festlegen".

Auch die iranische Armee warnte vor den Folgen neuer US-Angriffe. Sollte US-Präsident Donald Trump "erneut zu regionalen Abenteuern aufbrechen, werden die Flammen des Krieges zweifellos ein weitaus größeres geografisches Gebiet erfassen", erklärte Armeesprecher Mohammed Akraminia im Onlinedienst X.

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