Nahost-Konflikt: Israel unter Raketenbeschuss aus Iran und Libanon

Iran - Israels Norden ist erneut unter Raketenbeschuss aus dem Iran und dem Libanon gekommen: Die israelische Armee teilte am Sonntagmorgen mit, es seien Raketen vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden.

In der Nacht wurden mehrere Drohnen in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgefangen. Eine davon stürzte in eine Öleinrichtung in Fudschaira.
In der Nacht wurden mehrere Drohnen in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgefangen. Eine davon stürzte in eine Öleinrichtung in Fudschaira.  © Altaf Qadri/AP/dpa

Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen.

Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet", auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden.

Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen.

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Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

15. März, 10.17 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle im Westen des Irans

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte Angriffswelle im Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

Seit Beginn des Krieges vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört.

15. März, 9.14 Uhr: Saudi-Arabien meldet Drohnenangriffe - Iran dementiert

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht.

Der Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. "Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken", hieß es.

15. März, 8.56 Uhr: Pentagon veröffentlicht Namen von Todesopfern

Das Verteidigungsministerium der USA hat die Namen der sechs Besatzungsmitglieder veröffentlicht, die beim Absturz eines Tankflugzeugs im Irak vor wenigen Tagen ums Leben gekommen sind. Demnach waren drei der Opfer (31 bis 34 Jahre) Teil der US-Luftwaffe, die drei anderen (28 bis 38) Teil der Air National Guard.

Das Flugzeug war am Donnerstag unter bislang unklaren Umständen abgestürzt. Die Zahl der Toten Amerikaner im Nahost-Konflikt stieg damit auf insgesamt 13.

Während das US-Militär mitteilte, der Absturz sei nicht auf feindlichen Beschuss oder sogenanntes Friendly Fire zurückzuführen, proklamierte die pro-iranische Allianz Islamischer Widerstand im Irak, den Flieger mit einer Rakete abgeschossen zu haben.

15. März, 8.44 Uhr: Iran nimmt Emirate unter Beschuss

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen. 

Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die "terroristische Aggression" zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen.

Die Emirate übten Zurückhaltung und suchten gleichzeitig nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die gesamte Region, fügte Gargasch hinzu. 

15. März, 7.24 Uhr: Iran richtet sich an seine "brüderlichen Nachbarn"

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in der Nacht auf X, Teheran rufe "seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist." 

Zuvor hatte bereits das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung die Golfstaaten aufgefordert, US-Stützpunkte zu schließen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, die jedoch für den Krieg gegen den Iran genutzt würden.

14. März, 22.23 Uhr: Iran meldet Raketenangriff auf US-Militär in Saudi-Arabien

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben am Samstagabend einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen, auf dem US-Streitkräfte stationiert sind. Auf dem Stützpunkt in der Nähe der Hautstadt Riad seien unter anderem US-Kampfjets stationiert, erklärten die Revolutionsgarden. Zudem lagere das US-Militär dort große Mengen an Treibstoffvorräten für seine Flugzeuge.

Von Saudi-Arabien wurde der Angriff offiziell nicht bestätigt. Das Verteidigungsministerium hatte jedoch kurz zuvor mitgeteilt, dass sechs ballistische Raketen mit Ziel al-Chardsch abgefangen worden seien. Dort befindet sich der Stützpunkt Prinz Sultan.

Die iranischen Revolutionsgarden wollen einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen haben. (Archivbild)
Die iranischen Revolutionsgarden wollen einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen haben. (Archivbild)  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

14. März, 22.13 Uhr: Schweiz lehnt zwei Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge ab

Die Schweiz hat mit Verweis auf ihre Neutralität zwei im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gestellte Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge abgelehnt.

"Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen", erklärte die Regierung am Samstagabend. Deshalb seien "zwei Gesuche im Kontext des Kriegs im Iran" abgehlehnt worden. Im Gegenzug seien auf Antrag der USA ein Wartungsflug sowie zwei Überfluggesuche für Transportflugzeuge genehmigt worden.

14. März, 22.02 Uhr: Bodentruppen töten laut Israel Dutzende Hisbollah-Milizionäre

Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung Times of Israel zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

Die Einsätze hätten bereits vergangene Woche in der Region von Rab El Thalathine westlich der israelisch besetzten Golanhöhen begonnen. In dem Ort sollten militärische Anlagen der Hisbollah zerstört und Bewaffnete der Miliz vertrieben werden, schrieb die Zeitung.

Rettungskräfte inspizieren eine Wohnung, die bei einem israelischen Luftangriff beschädigt wurde. Dichter Rauch füllt das Gebäude in der südlichen Hafenstadt Sidon.
Rettungskräfte inspizieren eine Wohnung, die bei einem israelischen Luftangriff beschädigt wurde. Dichter Rauch füllt das Gebäude in der südlichen Hafenstadt Sidon.  © Mohammad Zaatari/AP/dpa

14. März, 21.13 Uhr: Erneut Drohnenangriffe auf den Flughafen von Kuwait

Der internationale Flughafen in Kuwait ist am Samstagabend erneut mit Drohnen angegriffen worden.

Wie die Luftfahrtbehörde des Golfstaates mitteilte, wurde der Flughafen "von mehreren Drohnen ins Visier genommen, die sein Radarsystem trafen". Es sei niemand verletzt worden.

14. März, 19.32 Uhr: Irans Außenminister nach US-Angaben über Verletzung: "Kein Problem" mit Chamenei

Nach US-Angaben über eine Verletzung des neuen obersten Führers des Irans hat der Außenminister des Landes betont, dass es "kein Problem" bei Modschtaba Chamenei (56) gebe.

"Es gibt kein Problem mit dem neuen obersten Führer", sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag dem US-Sender MS Now. "Er erfüllt seine Pflichten gemäß der Verfassung und wird dies auch weiterhin tun."

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) hatte am Freitag erklärt, Chamenei - hier auf einem Archivbild - sei "verletzt und wahrscheinlich entstellt".
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) hatte am Freitag erklärt, Chamenei - hier auf einem Archivbild - sei "verletzt und wahrscheinlich entstellt".  © Vahid Salemi/AP/dpa

14. März, 19.08 Uhr: Türkei warnt Israel vor "neuem Völkermord" im Libanon

Angesichts des militärischen Vorgehens Israels im Libanon hat die Türkei vor einem "neuen Völkermord" gewarnt.

"Wir sind offen besorgt, dass (der israelische Ministerpräsident Benjamin) Netanjahu unter dem Vorwand des Kampfes gegen die Hisbollah auf einen neuen Völkermord zusteuert", sagte am Samstag der türkische Außenminister Hakan Fidan (57). Die internationale Gemeinschaft müsse "so schnell wie möglich handeln" und Israel Einhalt gebieten.

Der türkische Außenminister Hakan Fidan (57) wählt drastische Worte.
Der türkische Außenminister Hakan Fidan (57) wählt drastische Worte.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

14. März, 18.17 Uhr: Israel meldet 400 Angriffswellen gegen Iran in zwei Wochen

Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in den ersten beiden Wochen des Iran-Krieges rund 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen beteiligten Kampfjets geflogen. Hauptziele im Zentrum und Westen des Irans seien Anlagen für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei seien Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet gewesen sein sollen. Zudem seien Luftverteidigungssysteme und Waffenlager angegriffen worden.

Bei einem Angriff in Teheran seien am Freitag zwei hochrangige Geheimdienstoffiziere des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija getötet worden. Dieses übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Eine Straße voller Rauch nach einer Explosion in Teheran
Eine Straße voller Rauch nach einer Explosion in Teheran  © Mohsen Ganji/AP/dpa

14. März, 16.05 Uhr: Trump drängt andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen

US-Präsident Donald Trump (79) hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt.

"Viele Länder, insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Sperrung der Straße von Hormus betroffen sind, werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um die Straße offen und sicher zu halten", schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er hofft demnach darauf, dass auch "China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder" Schiffe entsenden.

Brauchen die USA jetzt schon Hilfe? Trump (79) hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt.
Brauchen die USA jetzt schon Hilfe? Trump (79) hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

14. März, 15.48 Uhr: Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg in "entscheidender Phase"

Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges tritt der Konflikt nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz (70) in seine "entscheidende Phase ein".

Diese werde "so lange andauern wie nötig", sagte Katz am Samstag. Die US-Armee flog nach Angaben von US-Präsident Donald Trump massive Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg. Nach Angaben der örtlichen Behörden lief der Exportbetrieb jedoch uneingeschränkt weiter. Unterdessen erschütterten neue Explosionen die Golfregion.

Israels Verteidigungsminister Katz sagte vor Armeevertretern, der von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte "globale und regionale Kampf" gegen den Iran werde intensiver. An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, "entschlossen zu kämpfen", um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne "der Iran gerettet" werden.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) schwört seine Landsleute weiter auf den Krieg ein.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) schwört seine Landsleute weiter auf den Krieg ein.  © Ariel Hermoni/Israeli Ministry of Defense/dpa

14. März, 15.26 Uhr: Zwei Verletzte bei Raketenangriff aus Iran auf Südisrael

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind in der Stadt Eilat im Süden des Landes zwei Menschen verletzt worden.

Ein 12 Jahre alter Junge sei schwer verletzt, ein 39 Jahre alter Mann sei mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In der Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen.

Titelfoto: Altaf Qadri/AP/dpa

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