Nahost-Konflikt: Iran prüft neuen US-Verhandlungsvorschlag

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (79) dringt im Konflikt mit dem Iran auf einen diplomatischen Durchbruch – und fährt dabei einen Schlingerkurs.

US-Präsident Trump setzt den Einsatz in der Straße von Hormus überraschend nach nur einem Tag wieder aus.
US-Präsident Trump setzt den Einsatz in der Straße von Hormus überraschend nach nur einem Tag wieder aus.  © Matt Rourke/AP/dpa

Erst kündigte er am Dienstagabend (Ortszeit Washington) in einem Schritt zur Deeskalation überraschend an, den am Montag begonnenen US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus "für kurze Zeit" auszusetzen.

Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe "große Fortschritte" für ein "umfassendes und abschließendes" Abkommen gegeben.

Wenig später, in einem weiteren Post vom Mittwochmorgen (Ortszeit US-Ostküste) drohte Trump dem Iran aber erneut mit Militärschlägen, falls dieser US-Vorschlägen nicht zustimme.

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Nach gegenseitigen Angriffen in der Straße von Hormus seit Montag waren Befürchtungen gewachsen, die seit rund einem Monat geltende und von Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängerte Waffenruhe könnte scheitern.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

6. Mai: 17.12 Uhr: US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt Mittelmeer in Richtung Heimathafen

Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" hat das Mittelmeer nach Angaben der Website MarineTraffic und laut Augenzeugenberichten über die Straße von Gibraltar verlassen.

Bilder in Onlinenetzwerken vom Mittwoch zeigten, wie der weltweit größte Flugzeugträger mit Dutzenden Kampfjets an Bord die Meerenge in Richtung Westen durchquerte. Das Schiff hatte die Golfregion vergangene Woche verlassen, nachdem es zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran beteiligt war.

6. Mai: 17.09 Uhr: Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte vorerst weiter in Gewahrsam - UNO fordert Freilassung

Zwei Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte sind vor einem israelischen Berufungsgericht damit gescheitert, ihre Freilassung aus dem verlängerten Gewahrsam zu erreichen.

Das Bezirksgericht in Beersheba habe die Entscheidung der unteren Instanz bestätigt, wonach der Spanier Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Ávila bis Sonntag festgehalten werden dürften, sagte ihr Anwalt am Mittwoch. Die UNO hatte Israel aufgefordert, die beiden Männer "unverzüglich und bedingungslos" freizulassen.

6. Mai: 15.56 Uhr: Iran prüft neuen US-Verhandlungsvorschlag

Inmitten neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump (79) prüft der Iran einen neuen US-Verhandlungsvorschlag. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte der iranischen Nachrichtenagentur Isna, nach Prüfung des Vorschlages werde der Iran seine Position dazu an den Vermittlerstaat Pakistan übermitteln. Über Inhalte des Vorschlages machte Baghai demnach keine Angaben.

Indes wies Baghai einen US-Medienbericht der Nachrichtenwebseite "Axios" über einen möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den Kriegsparteien als überzogen zurück.

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai dämpft die Erwartungen.
Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai dämpft die Erwartungen.  © Shadati/XinHua/dpa

6. Mai: 10.50 Uhr: Schiff französischer Reederei in Hormus-Meerenge angegriffen

Ein Schiff der französischen Reederei CMA CGM ist in der Straße von Hormus angegriffen worden.

Mitglieder der Crew wurden verletzt und evakuiert, teilte das Unternehmen mit Sitz in Marseille mit. Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter "San Antonio" wurde bei dem Angriff am Dienstag demnach beschädigt.

Nähere Details zu dem Angriff während der Durchfahrt der Meeresenge nannte die Reederei nicht - auch nicht zur Frage, wer dafür verantwortlich war. Auch zum Zustand der Verletzten gab das Unternehmen keine Auskunft.

Ein europäischer Frachter ist in der Straße von Hormus angegriffen worden.
Ein europäischer Frachter ist in der Straße von Hormus angegriffen worden.  © Boris Horvat/AFP/dpa

6. Mai, 10.48 Uhr: Weitere Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Trotz einer geltenden Waffenruhe greifen Israel und die Hisbollah-Miliz im Libanon sich weiterhin gegenseitig an.

Israel griff mit Kampfflugzeugen und Drohnen im südlichen Libanon an, wie NNA berichtete. Der Ort Maifadun sei dabei auch mit Artillerie beschossen worden. Dabei habe es zwei Tote gegeben. Auch in der Bekaa-Ebene im Osten meldete die NNA zwei Tote nach einem israelischen Luftangriff.

Israel müsse wegen Verstößen der Hisbollah gegen die Waffenruhe "energisch" gegen die Miliz vorgehen, erklärte ein israelischer Armeesprecher. In den vergangenen 24 Stunden seien rund 25 Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah ins Visier genommen worden, darunter Waffenlager.

Die Hisbollah teilte in der Nacht mit, sie habe im Süden des Landes israelische Soldaten mit einer Drohne und eine neue Stellung der Bodentruppen mit Raketen angegriffen.

6. Mai, 10.46 Uhr: Papst bekräftigt nach Trump-Kritik Ablehnung von Atomwaffen

Nach der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump an Papst Leo XIV. wegen des Iran-Kriegs hat das Oberhaupt der katholischen Kirche seine Ablehnung von Atomwaffen bekräftigt.

Es sei die Mission der Kirche, das Evangelium und den Frieden zu predigen, sagte er vor seiner Residenz in Castel Gandolfo bei Rom zu Journalisten.

Wenn ihn jemand dafür kritisieren wollen, dass er das Evangelium verkünde, dann sei das die Wahrheit, sagte Leo. "Die Kirche spricht sich seit Jahren gegen alle Atomwaffen aus, da gibt es also keinen Zweifel. Und ich hoffe einfach, dass man mir Gehör schenkt um des Wortes Gottes willen."

Trump hatte in einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt gesagt, der Pontifex gefährde "viele Katholiken und viele Menschen". Er warf ihm vor, dieser halte es für in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffe besitze. Leo hat sich wiederholt gegen den von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieg ausgesprochen und zu einer Waffenruhe und Dialog aufgerufen.

Die jüngste verbale Attacke von US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo fiel scharf aus. Nun reagiert der Pontifex selbst.
Die jüngste verbale Attacke von US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo fiel scharf aus. Nun reagiert der Pontifex selbst.  © Gregorio Borgia/AP/dpa

6. Mai, 6.17 Uhr: Iran kündigt Mechanismus für Transit durch Straße von Hormus an

Der Iran will sich mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle über die von ihm blockierte Straße von Hormus sichern.

Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde.

Unklar blieb zunächst, wie die Regeln aussehen und wie der Iran auf Verstöße reagieren könnte. Laut Press TV ist der Mechanismus in der Straße von Hormus bereits in Betrieb.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Dienstag Schiffe davor gewarnt, die Meerenge über nicht genehmigte Routen zu passieren, sonst werde eine "entschlossene Reaktion" darauf folgen.

6. Mai, 6.15 Uhr: USA legen UN-Resolution vor - Iran soll Angriffe stoppen

Zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus haben die USA gemeinsam mit verbündeten Golfstaaten eine UN-Resolution entworfen.

Darin fordern die Parteien den Iran dazu auf, von weiteren gewaltsamen Eskalationen in der Meerenge abzusehen, wie US-Außenminister Marco Rubio mitteilte. Teheran solle aufhören, Schiffe anzugreifen, die Meerenge zu verminen und Mautgebühren für eine Durchfahrt zu erheben.

An dem Entwurf seien Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar beteiligt gewesen.

"Die Islamische Republik Iran hält die Weltwirtschaft weiterhin als Geisel", sagte Rubio in der Mitteilung. Um eine sichere Schiffsdurchfahrt wieder zu ermöglichen, solle Teheran die Anzahl und die Standorte der verlegten Seeminen offenlegen und helfen, diese zu beseitigen.

Zudem solle ein humanitärer Korridor eingerichtet werden. Über die Resolution solle in den kommenden Tagen abgestimmt werden.

Zwischen dem Iran und den USA spitzt sich der Konflikt um die Straße von Hormus erneut zu. Eine neue UN-Resolution soll für mehr Sicherheit sorgen.
Zwischen dem Iran und den USA spitzt sich der Konflikt um die Straße von Hormus erneut zu. Eine neue UN-Resolution soll für mehr Sicherheit sorgen.  © Meysam Mirzadeh/Tasnim News Agency/AP/dpa

5. Mai, 22.27 Uhr: Israels Luftwaffenchef will bei Bedarf gesamte Luftwaffe in Richtung Osten verlegen

Israel ist nach den Worten seines neuen Luftwaffenchefs Omer Tischler (51) im Falle einer fortgesetzten Bedrohung durch den Iran zum Einsatz seiner gesamten Kampfflugzeugflotte bereit. "Wir beobachten die Entwicklungen im Iran genau und sind bereit, die gesamte Luftwaffe bei Bedarf nach Osten zu verlegen", sagte Tischler bei der Übernahme des Postens von seinem Vorgänger Tomer Bar am Dienstag.

Israels Luftwaffe werde "weiterhin entschlossen, kraftvoll und verantwortungsbewusst gegen Bedrohungen in jedem Bereich, in jeder Phase und gegen jeden Feind vorgehen", betonte er.

5. Mai, 20.53 Uhr: Irans Militär dementiert Angriffe und droht Emiraten

Irans Militärführung hat Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate dementiert. Es seien in den vergangenen Tagen keinerlei Raketen oder Drohnen auf Ziele in den Emiraten abgefeuert worden, sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija laut einer Mitteilung, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

Gleichzeitig drohte der Militärsprecher den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Golfstaat sei zu einem "Stützpunkt der Amerikaner und Zionisten" und zum "Feind der islamischen Welt" geworden. Sollten von seinem Boden aus Angriffe gegen den Iran erfolgen, würden die Angreifer dies bereuen.

Titelfoto: Shadati/XinHua/dpa

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