Nahost-Konflikt: Iran teilt gegen USA aus und weist Pläne zu Kriegsende zurück

Iran - Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Das Vermittlerland Pakistan habe dem Iran den Entwurf übermittelt. Dessen Militärführung reagierte schroff.

Hat der Krieg im Iran bald ein Ende?
Hat der Krieg im Iran bald ein Ende?  © Mati Hashemi/AP/dpa

Dem israelischen Sender N12 zufolge soll der Iran dabei unter anderem zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben. Zudem müsse der Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgegeben werden.

Meldungen, der Iran habe den Plänen zum Teil zugestimmt, scheinen sich aufgelöst zu haben. "Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt", sagte der Sprecher des zentralen iranischen Hauptquartiers Chatam al-Anbija.

Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. "Weder jetzt noch irgendwann sonst."

Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord
Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

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25. März, 9.30 Uhr: Israel greift erneut den Libanon an - mehrere Tote

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind NNA zufolge mindestens neun Menschen getötet worden.

Vier Tote habe es bei einem Angriff auf das Dorf Adlun gegeben, zwei weitere bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh. Zudem seien bei einem Angriff im Südlibanon mindestens drei weitere Menschen getötet worden.

Die israelische Armee teilte ihrerseits mit, Bodentruppen im Südlibanon hätten "ein Waffenlager zerstört". Zudem habe die Luftwaffe "mehrere Terroristen" getötet.

In der Erklärung hieß es überdies, dass "Soldaten Kommandozentralen der Hisbollah zerstört haben, in denen sich zahlreiche Waffen befanden". Die Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten Angriffe auf israelische Truppen im Südlibanon und in Nordisrael verübt.

Auch im Norden der libanesischen Hauptstadt Beirut waren Schäden zu verzeichnen.
Auch im Norden der libanesischen Hauptstadt Beirut waren Schäden zu verzeichnen.  © Hassan Ammar/AP/dpa

25. März, 9.11 Uhr: Treibstofflager am Flughafen Kuwait attackiert

Am internationalen Flughafen von Kuwait ist bei einem Drohnenangriff ein Treibstofflager getroffen worden und in Brand geraten.

Notfallpläne und Feuerwehr seien sofort aktiviert worden, hieß es unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde. Große Schäden oder Verletzte seien nicht zu verzeichnen.

Die Behörden machten keine Angaben zum mutmaßlichen Angreifer. Allerdings attackiert das iranische Militär seit Beginn des Iran-Kriegs mit Raketen und Drohnen immer wieder Ziele in den Staaten des Persischen Golfs.

Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing in der Nacht mehrere Drohnen ab, zudem auch eine ballistische Rakete, wie das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mitteilte.

Die Rauchsäule über dem Flughafen ist deutlich zu erkennen. Allerdings soll sich der Schaden nach dem Angriff in Grenzen halten.
Die Rauchsäule über dem Flughafen ist deutlich zu erkennen. Allerdings soll sich der Schaden nach dem Angriff in Grenzen halten.  © Uncredited/AP/dpa

25. März, 9.05 Uhr: Tote nach Luftangriffen im Nordwesten des Irans

Bei einem Luftangriff im Nordwesten des Irans sind einem Bericht zufolge sieben Zivilisten ums Leben gekommen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, wurden in den frühen Morgenstunden in der Millionenmetropole Tabris Dienstwohnungen von Bahnmitarbeitern Ziel der israelisch-amerikanischen Angriffe.

Unter den Trümmern suchen Helfer demnach nach weiteren Opfern. Bereits in der Nacht zu Dienstag wurde die Stadt bombardiert.

25. März, 8.56 Uhr: Iran teilt gegen USA aus und weist Pläne zu Kriegsende zurück

Irans Militärführung hat Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt.

"Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt", sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.

"Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen", sagte der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das "Vorgehen gegen das iranische Volk" müsse aus den "verdorbenen Köpfen" der Amerikaner verschwinden, sagte er.

Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. "Weder jetzt noch irgendwann sonst."

Allem Anschein nach sind die iranischen Revolutionsgarden nicht bereit, den Forderungen der US-Regierung nachzukommen. (Archivfoto)
Allem Anschein nach sind die iranischen Revolutionsgarden nicht bereit, den Forderungen der US-Regierung nachzukommen. (Archivfoto)  © Vahid Salemi/AP/dpa

25. März, 6.42 Uhr: Teheran kontert US-Pläne für Beendigung des Iran-Kriegs

Das "Wall Street Journal" berichtete über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte.

Darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren.

Eine schnelle Einigung auf eine Waffenruhe scheint eher unrealistisch: Der Iran ist keineswegs besiegt, sondern weiter imstande, Israel wie auch die Staaten im Persischen Golf anzugreifen und die Straße von Hormus zu blockieren.

Irans Regierung in Teheran blickt den US-Plänen sicher mit gemischten Gefühlen entgegen und dürfte Trumps Wunschzettel wohl kaum erfüllen wollen.
Irans Regierung in Teheran blickt den US-Plänen sicher mit gemischten Gefühlen entgegen und dürfte Trumps Wunschzettel wohl kaum erfüllen wollen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

25. März, 6.25 Uhr: US-Regierung legt 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vor

Der Iran solle laut Medienberichten unter anderem zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben. Zudem müsse der Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgegeben werden.

Mehreren Punkten des US-Plans soll der Iran aufgeschlossen gegenüberstehen. Eine Reaktion Israels als ebenso beteiligte Kriegspartei stand zuletzt noch aus.

Die US-Regierung um Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran einen Plan vorgelegt, wie der Krieg ein Ende finden könnte.
Die US-Regierung um Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran einen Plan vorgelegt, wie der Krieg ein Ende finden könnte.  © Alex Brandon/AP/dpa

25. März, 6.18 Uhr: Iran lockert Regeln für Durchfahrt durch die Straße von Hormus

Laut der iranischen UN‑Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.

Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist für weite Teile der Schifffahrt faktisch blockiert. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest.

24. März, 22.30 Uhr: Macron fordert Iran auf, sich an Kriegs-Ende zu beteiligen

Der französische Präsident Emmanuel Macron (48) rief nach einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian (71) den Iran dazu auf, sich "in gutem Glauben" an Gesprächen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten zu beteiligen.

"Ich habe den Iran aufgefordert, sich in gutem Glauben an Verhandlungen zu beteiligen", schrieb Macron auf X und erklärte, er habe auch ein Ende der "inakzeptablen" Angriffe auf Länder in der Region gefordert und die "Freiheit der Schifffahrt" in der lebenswichtigen Straße von Hormus wiederhergestellt, deren faktische Abriegelung durch iranische Streitkräfte die globalen Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben hat.

24. März, 21.47 Uhr: Irak nimmt vier Personen nach Raketenangriffen fest

Der Irak hat vier Personen im Zusammenhang mit einem früheren Raketenangriff auf einen Militärstützpunkt im benachbarten Syrien festgenommen, teilten Beamte mit.

"Unsere Sicherheitskräfte, unterstützt durch Geheimdiensterkenntnisse, rückten an und konnten vier der Täter festnehmen", hieß es in einer kurzen Erklärung aus dem Büro des Premierministers. Die Verdächtigen seien im Rahmen der Ermittlungen den "zuständigen Behörden" übergeben worden.

Der Angriff am Montag richtete sich gegen einen Militärstützpunkt im Nordosten Syriens in der Provinz Hasaka, der bis vor Kurzem US-Truppen zusammen mit einer internationalen Anti-Dschihadisten-Koalition beherbergt hatte.

Mitglieder der irakischen Hashed al-Shaabi, einem Bündnis verschiedener Fraktionen, die mittlerweile in die reguläre Armee integriert sind. (Archivfoto)
Mitglieder der irakischen Hashed al-Shaabi, einem Bündnis verschiedener Fraktionen, die mittlerweile in die reguläre Armee integriert sind. (Archivfoto)  © AHMAD AL-RUBAYE / AFP

24. März, 21.26 Uhr: Iranisches Atomkraftwerk in Buschehr attackiert

Die iranische Atomenergieorganisation beschuldigte am Dienstag die USA und Israel, ihr Atomkraftwerk Buschehr angegriffen zu haben. Ein Projektil sei auf dem Gelände gelandet, habe aber keinen Schaden angerichtet.

"Der amerikanisch-zionistische Feind hat das Gelände des Atomkraftwerks Buschehr erneut angegriffen“, erklärte die Organisation in einer Stellungnahme und fügte hinzu, dass "ein Geschoss innerhalb des umzäunten Bereichs des Atomkraftwerks Buschehr eingeschlagen ist".

"Erste Berichte deuten darauf hin, dass dieser Vorfall keine finanziellen oder technischen Schäden oder Personenschäden verursacht hat und die verschiedenen Bereiche des Kraftwerks unbeschädigt sind."

Titelfoto: Vahid Salemi/AP/dpa

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