Nahost-Konflikt: Iran weit von endgültiger Einigung mit USA entfernt

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Israel/Iran - Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen.

Iran kontrolliert den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. (Archivbild)
Iran kontrolliert den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf (64) in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim.

Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt."

Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.

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Kurz zuvor hatte sein Land die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Meerenge wieder rückgängig gemacht. Seither geht der Iran in der Meerenge militärisch gegen Schiffe vor. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

19. April, 7.08 Uhr: Hisbollah-Chef - bleiben trotz Waffenruhe einsatzbereit

Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz sieht die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe als Erfolg seiner Schiiten-Organisation.

Die Feuerpause wäre nicht ohne den Kampf seiner Miliz im Südlibanon erreicht worden, sagte Naim Kassim laut einer am Abend veröffentlichten Mitteilung. Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. In der Nacht zum Freitag trat die Waffenruhe in Kraft. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind dabei selbst nicht Konfliktpartei. 

19. April, 7.06 Uhr: Iran fordert Aufhebung der US-Seeblockade

Das US-Militär hatte mitgeteilt, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die Irans Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen. Ghalibaf nannte die US-Blockade töricht und ignorant.

"Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zweifellos eingeschränkt sein", sagte der Parlamentspräsident in dem Interview. Daran bestehe kein Zweifel. 

US-Präsident Donald Trump (79) hatte sich öffentlich von Irans Kehrtwende unbeeindruckt gezeigt. Teheran gehe seit Jahren so vor – "damit können sie uns nicht erpressen", hatte er am Samstag Journalisten im Weißen Haus gesagt. Beide Seiten würden weiter verhandeln. "Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut", sagte der Republikaner. Anfang April hatten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. 

19. April, 7.05 Uhr: Iran - Weit von endgültiger Einigung mit USA entfernt

Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen.

Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf (64) in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt."

Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.

Irans Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf (64). (Archivbild)
Irans Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf (64). (Archivbild)  © Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

18. April, 20.14 Uhr: Schüsse auf Schiffe - Indien bestellt iranischen Botschafter ein

Nach dem mutmaßlichen Beschuss zweier indisch beflaggter Handelsschiffe in der Straße von Hormus hat das Außenministerium in Neu-Delhi den iranischen Botschafter einbestellt.

Bei dem Treffen am Abend (Ortszeit) sei dem Diplomaten die "tiefe Besorgnis Indiens über den Schießvorfall" übermittelt worden, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Behörde sprach konkret von Schüssen auf die Handelsschiffe. Weitere Details wurden nicht genannt.

Indien habe betont, wie wichtig ihm die Sicherheit der Handelsschifffahrt und der Seefahrer sei, hieß es. Iran habe früher die sichere Durchfahrt mehrerer Schiffe mit Ziel Indien gewährt. Neu-Delhi rufe den iranischen Botschafter auf, Teheran die Position Indiens zu übermitteln und Schiffen die Fahrt nach Indien durch die Straße von Hormus wieder zu erleichtern.

Zuvor hatte der Verfolgungsdienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, iranische Revolutionsgarden hätten in der Meerenge zwei Schiffe gewaltsam zurückgedrängt. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker gewesen, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiere.

Wie der indische Sender NDTV unter Berufung auf Informationsquellen berichtete, wurden die Schiffe "Jag Arnav" und "Sanmar Herald" von Kanonenbooten attackiert. Niemand sei verletzt worden, auch sei kein Sachschaden entstanden. Die Schiffe hätten jedoch umkehren müssen.

Indien fordert vom Iran sichere Durchfahrt für Handelsschiffe, nachdem laut Berichten zwei Frachter von Kanonenbooten attackiert wurden.
Indien fordert vom Iran sichere Durchfahrt für Handelsschiffe, nachdem laut Berichten zwei Frachter von Kanonenbooten attackiert wurden.  © Asghar Besharati/AP/dpa

18. April, 17.48 Uhr: Kreuzfahrtschiff durchfährt Straße von Hormus

Wie Daten von Tracking-Webseiten zeigen, hat das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 4" des Anbieters "TUI" die Straße von Hormus durchfahren.

Vier weitere Kreuzfahrtschiffe haben zudem ihre Durchfahrt begonnen. Zudem haben Schifffahrtsdaten zufolge während der vorübergehenden Öffnung der Straße von Hormus mehrere Tanker die Meerenge passiert.

Der Iran hatte die Durchfahrt für eine begrenzte Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen auf Basis vorheriger Vereinbarungen erlaubt, teilten die iranischen Revolutionsgarden mit.

Ein Kreuzfahrtschiff des Anbieters "TUI" hat die Straße von Hormus durchquert. (Symbolfoto)
Ein Kreuzfahrtschiff des Anbieters "TUI" hat die Straße von Hormus durchquert. (Symbolfoto)  © Lana Dörrer/privat/dpa

18. April, 17.46 Uhr: Vertriebene im Libanon kehren weiter in Häuser zurück

Im Libanon kehren durch Kämpfe vertriebene Anwohner im Zuge der aktuell geltenden Waffenruhe weiter in ihre Häuser zurück.

Unter anderem im besonders stark zerstörten Süden würden Familien zurückkehren, berichtete der Fernsehsender LBC. Armee und Rettungskräfte versuchten dort, Straßen von Trümmern zu befreien.

Eine schnelle Entspannung deutet sich aber nicht an. Im Süden gibt es weiter Gefahren wegen Landminen und nicht explodierten Sprengsätzen. In einem Ort im Süden wurde nach offiziellen Angaben eine zuvor vertriebene Frau samt ihrem Kind getötet, als sie die Schäden an ihrem Haus prüfen wollte.

Auch in Beirut können viele Menschen trotz der Waffenruhe nicht zurück, weil ihre Häuser stark beschädigt sind oder weil es keinen Strom gibt.

18. April, 16.25 Uhr: Trump zeigt sich unbeeindruckt - "Damit können sie uns nicht erpressen"

US-Präsident Donald Trump lässt sich nach eigenen Angaben nicht von der iranischen Blockade der Straße von Hormus unter Druck setzen.

Teheran gehe seit Jahren so vor – "damit können sie uns nicht erpressen", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Trump betonte, dass beide Seiten weiterhin verhandelten.

"Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut", sagte er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben.

US-Präsident Trump zeigt sich in der Öffentlichkeit unbeeindruckt, dass der Iran die Öffnung der Straße von Hormus rückgängig gemacht hat.
US-Präsident Trump zeigt sich in der Öffentlichkeit unbeeindruckt, dass der Iran die Öffnung der Straße von Hormus rückgängig gemacht hat.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

18. April, 14.57 Uhr: US-Streitkräfte setzen Seeblockade weiter durch

Das US-Militär setzt nach eigenen Angaben die Seeblockade in der Straße von Hormus und in der Nähe der Meerenge weiter durch.

Seit Beginn der Maßnahme hätten 23 Schiffe auf Anweisung der US-Streitkräfte ihren Kurs geändert oder seien umgekehrt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Seeblockade richtet sich gegen Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel.

18. April, 14.54 Uhr: Französischer Soldat bei UN-Mission im Libanon getötet

Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) bestätigte den Tod des Soldaten bei X und teilte mit, dass drei weitere Kameraden verwundet und evakuiert worden seien. "Alles deutet darauf hin, dass die Hisbollah für diesen Angriff verantwortlich ist", schrieb Macron. Er forderte die libanesische Regierung auf, die Verantwortlichen sofort festzunehmen.

Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden. (Symbolbild)
Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden. (Symbolbild)  © Ali Hashisho/XinHua/dpa

18. April, 14.27 Uhr: Israels Armee meldet Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Waffenruhe mit dem Libanon mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen.

Sie hätten gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär am Nachmittag mit. Demnach gab es mehrere solcher Vorfälle.

Israels Armee hat mehrere Zwischenfälle im Libanon gemeldet. (Archivbild)
Israels Armee hat mehrere Zwischenfälle im Libanon gemeldet. (Archivbild)  © Ariel Schalit/AP/dpa

18. April, 14.14 Uhr: Revolutionsgarden stoppen Tanker in der Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist es nach Angaben eines Schiffsverfolgungsdienstes zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen.

Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert.

Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) gab auf der Plattform X bekannt, dass sich zwei Schnellboote der Revolutionsgarden-Marine einem Tanker genähert und Schüsse abgegeben hätten, teilte UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Besatzungsmitglieder seien nicht verletzt worden. Auch Sachschäden seien nicht entstanden.

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild)
Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

18. April, 10.15 Uhr: Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig.

Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt.

Titelfoto: Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

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