Nahost-Konflikt: Iranische Militärattaché soll Saudi-Arabien verlassen

Iran - Die USA erwägen laut Präsident Donald Trump ein Zurückfahren ihrer Angriffe im Iran, senden aber zugleich US-Medienberichten zufolge Tausende weitere Soldaten in die Region.

US-Präsident Donald Trump hat für seine NATO-Verbündeten derzeit nur verächtliche Worte übrig.  © Alex Brandon/AP/dpa

Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele im Krieg zu erreichen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Die Nato-Verbündeten bezeichnete er als "Feiglinge", weil sie den USA nicht bei der Sicherung der Straße von Hormus geholfen hätten.

Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger, schrieb der Republikaner.

Jetzt, da der Kampf militärisch "GEWONNEN" sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen.

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"Das wäre für sie so einfach und mit nur geringem Risiko verbunden. FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!", schrieb Trump weiter.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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21. März, 22.09 Uhr: Viele Verletzte bei weiterem Einschlag in Israel

In Israel sind bei weiteren iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad rund 30 Menschen verletzt worden.

Die Verletzungen seien verschieden schwer, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete von schweren Zerstörungen. Es gebe zudem Vermisste.

Die Such- und Rettungskräfte des israelischen Heimatfrontkommandos seien auf dem Weg zu den Einschlagstellen im Süden Israels, hieß es von der israelischen Armee.

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21. März, 21.54 Uhr: Iranische Militärattaché soll Saudi-Arabien verlassen

Saudi-Arabien hat am Samstag einen iranischen Diplomaten und drei Mitglieder seines Teams angewiesen, das Land zu verlassen.

In einer Erklärung, in der die "wiederholten iranischen Angriffe" verurteilt wurden, sate Riad, man habe "beschlossen, den Militärattaché der Botschaft der Islamischen Republik Iran sowie drei Mitglieder der militärischen Mission der Botschaft zur Persona 'non grata' zu erklären".

Sie erhielten 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen, teilte das Außenministerium in einer in den sozialen Medien veröffentlichten Nachricht mit.

Saudi-Arabien betonte, dass die iranische Militärattaché das Land verlassen soll.  © AFP

21. März, 20.19 Uhr: G7 fordert "sofortigen und bedingungslosen" Stopp der Angriffe

Die Spitzengesandten der G7-Staaten und der Europäischen Union forderten ein "sofortiges und bedingungsloses" Ende der iranischen Angriffe auf Verbündete im Nahen Osten.

"Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes", erklärten die Außenminister Kanadas, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten sowie der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik in einer gemeinsamen Erklärung.

21. März, 20.09 Uhr: Berlin in Reichweite iranischer Raketen

Der iranische Raketenangriff auf die Insel Diego Garcia zeigt nach Worten des israelischen Generalstabschefs, dass auch europäische Hauptstädte wie Berlin im Bedrohungsradius liegen.

Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert.

Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. 

21. März, 19.39 Uhr: Mehrere Verletzte nach Raketeneinschlag in Israel

Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel am frühen Abend sind mindestens 40 Menschen verletzt worden.

Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels seien ein zehnjähriger Junge und eine Frau, die durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete mittelschwer verletzt worden seien, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. 

Die "Jerusalem Post" berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt. 

Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte der Iran seinerseits einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.

Nur wenige Kilometer neben dem Raketeneinschlag in Israel befindet sich ein Atomreaktor.  © Epa/epa/dpa

21. März, 17.11 Uhr: EU drängt auf reduziertes Gasspeicherziel

Die Europäische Kommission forderte am Samstag die EU-Mitgliedstaaten auf, ihr Ziel für die Befüllung der Erdgasspeicher in den kommenden Monaten zu senken, um den durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Preisdruck zu mindern.

EU-Energiekommissar Dan Jørgensen (50) schickte einen Brief mit der Bitte, "das Füllziel so früh wie möglich in der Füllsaison auf 80 Prozent zu senken, um den Marktteilnehmern Sicherheit und Vertrauen zu geben“, gegenüber dem üblichen Ziel von 90 Prozent.

21. März, 16.02 Uhr: US-Militär hat bereits "gut 8000 iranische Ziele" angegriffen

Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 8000 Ziele angegriffen.

Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. "Dies ist die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg", fügte er hinzu.

Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Straße von Hormus zu bekämpfen. Anfang der Woche habe das US-Militär mehrere 5000-Pfund-Bomben auf eine unterirdische Anlage an der iranischen Küste abgeworfen und zerstört.

Diese sei von Teheran genutzt worden, um etwa Raketenwerfer und andere Ausrüstung zu lagern, die eine "erhebliche Gefahr" für die internationale Schifffahrt dargestellt hätten.

Nach rund drei Wochen hat das US-Militär bereits 8000 Ziele im Iran angegriffen.  © Jung Yeon-je / AFP

21. März, 13.34 Uhr: Israels Verteidigungsminister kündigt Verstärkung der Iran-Angriffe an

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine weitere Verstärkung der Angriffe Israels und der USA im Iran angekündigt.

Ziele seien dabei die iranische Führung und die Infrastruktur, auf die sie sich stütze, sagte Katz nach Angaben seines Büros nach einer Beratung mit ranghohen Militärs im Armeehauptquartier in Tel Aviv.

"In dieser Woche wird die Intensität der Angriffe (...) deutlich zunehmen", sagte er. In Israel beginnt die neue Woche jeweils sonntags. Man sei entschlossen, den Kampf gegen den iranischen Machtapparat fortzusetzen, "seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist", sagte Katz.

Israels Verteidigungsminister Katz kündigt eine deutliche Intensivierung der Angriffe auf iranische Ziele an.  © Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa

21. März, 13.32 Uhr: Angriff auf Atomanlage im Iran – IAEA fordert Zurückhaltung

Nach einem weiteren Angriff auf die iranische Atomanlage Natans hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) militärische Zurückhaltung von den Kriegsparteien gefordert.

Es gelte, jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Plattform X. Der Iran habe der IAEA in Wien über den Angriff informiert, es seien jedoch keine erhöhten radioaktive Strahlungswerte gemeldet worden, hieß es.

21. März, 11 Uhr: Iran meldet Angriff auf Atomanlage Natans

Der Iran hat einen weiteren Angriff auf seine Atomanlage Natans gemeldet.

Die unterirdische Urananreicherungsanlage ist eine der wichtigsten im Land. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim trat kein radioaktives Material aus. Für die Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung der Anlage bestehe keine Gefahr.

Schon Anfang dieses Monats hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten bereits im Juni 2025 Irans Atomanlagen bombardiert und stark beschädigt.

Nach dem Angriff auf Natans gibt es laut iranischen Angaben keinen Austritt radioaktiver Stoffe.  © Hasan Sarbakhshian/AP/dpa

21. März, 9.55 Uhr: Neue gegenseitige Angriffe Israels und des Irans

Drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs setzen Israel und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe fort.

In der Nacht und am Morgen gab es nach israelischen Militärangaben Raketenangriffe aus dem Iran auf Israel. Rettungskräfte seien unterwegs zu mehreren Einschlagsorten im Großraum Tel Aviv, teilte die Armee mit. Es gab Bilder der Zerstörung, aber keine Berichte zu Verletzten.

Die israelische Armee griff in der Nacht erneut Ziele im Iran und im Libanon an. Am Morgen teilte das Militär mit, israelische Bodentruppen hätten im Südlibanon mehrere bewaffnete Mitglieder der proiranischen Hisbollah-Miliz beschossen.

Ein Hisbollah-Mitglied sei bei einem Schusswechsel getötet worden. Drei weitere seien durch Panzerfeuer ums Leben gekommen. Auch aus der Luft sei die Gruppe beschossen worden.

Erneute Angriffe zwischen Israel und Iran: Das israelische Militär meldet Einschläge im Großraum Tel Aviv.  © Maya Levin/AP/dpa

21. März, 7.14 Uhr: Nach eindringlicher Warnung - Iran greift US-britischen Militärstützpunkt an

Der Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen.

Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das "Wall Street Journal" und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten.

Demnach feuerte der Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab, doch keines der beiden habe die Anlage getroffen. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.

Zuvor hatte die iranische Führung den britischen Premierminister Keir Starmer gewarnt, dass sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA nicht ohne Folgen bleiben werde.

Die große Mehrheit der Briten wolle mit dem israelisch-amerikanischen Krieg nichts zu tun haben, schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, "dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden". Der Iran werde "sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen".

Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnte Großbritannien, dass die Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA nicht ohne Folgen bleiben werde - dann folgte ein Angriff.  © Khalil Hamra/AP/dpa

21. März, 7.12 Uhr: USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen

Die USA haben im Iran-Krieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich derzeit auf Schiffen befindet.

Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt. Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.

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