Nahost-Konflikt: Israel meldet 85 Angriffe im Libanon

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Israel/Iran - Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen scheinen die USA und der Iran erneut auf die diplomatische Karte zu setzen.

Die Gefechte in der Straße von Hormus sind vorerst beendet. (Archivfoto)
Die Gefechte in der Straße von Hormus sind vorerst beendet. (Archivfoto)  © -/kyodo/dpa

Die Regierung in Washington wartet auf Teherans Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs.

Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut "Wall Street Journal" bereits in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weiteren Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert.

US-Präsident Donald Trump sagte am Freitagabend in Washington, seine Regierung erwarte noch am selben Abend eine Rückmeldung des Irans. Auf die Frage, ob die Iraner die Verhandlungen hinauszögerten, antwortete Trump: "Das werden wir bald herausfinden."

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Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio gesagt, er erwarte die iranische Antwort und hoffe, dass es sich um ein ernsthaftes Angebot handeln werde. Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

9. Mai, 20.29 Uhr: Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.

Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an.

Bewohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.
Bewohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

9. Mai, 18.20 Uhr: Acht Tote bei israelischen Angriffen im Süden des Libanons

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden.

Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilte das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.
Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

9. Mai, 17.07 Uhr: Iranisches Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online

Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten.

Ein Parlamentssprecher erklärte laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde "aufgrund der aktuellen Lage" online statt.

9. Mai, 13.20 Uhr: Israel fordert Evakuierung von neun Dörfern im Südlibanon

Die israelische Armee hat die Einwohner von neun Dörfern und Ortschaften im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert.

Ein Armeesprecher erklärte auf der Plattform X, die Menschen müssten ihre Häuser zu Ihrer eigenen Sicherheit verlassen und sich mindestens 1000 Meter von den Dörfern und Ortschaften entfernt in offenes Gelände begeben. Laut Armee besteht Lebensgefahr für Personen, die sich in der Nähe von Kämpfern, Stützpunkten und Waffenlagern der Hisbollah-Miliz aufhalten.

Die Armee begründete ihren Einsatz mit Verletzungen einer geltenden Waffenstillstandsvereinbarung durch die Hisbollah-Miliz. Sie kündigte an, mit aller Härte vorgehen zu wollen.

Rauchschwaden ziehen nach einem israelischen Luftangriff über das südlibanesische Dorf Kfar Tebnit.
Rauchschwaden ziehen nach einem israelischen Luftangriff über das südlibanesische Dorf Kfar Tebnit.  © Stringer/dpa

9. Mai, 7.24 Uhr: Krieg bald beendet? Trump erwartet Antwort von Teheran

US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.

"Ich erhalte angeblich heute Abend einen Brief, also werden wir sehen, wie das läuft", sagte Trump am Freitag vor dem Weißen Haus zu Journalisten. Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio erklärt, Washington erwarte für den Freitag eine iranische Reaktion auf den Vorschlag. "Ich hoffe wirklich, dass es ein ernsthaftes Angebot ist", sagte Rubio dazu bei einem Besuch in Rom.

Die iranische Regierung prüfte eigenen Angaben zufolge einen neuen Verhandlungsvorschlag der USA.

US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.
US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.  © Jose Luis Magana/AP/dpa

9. Mai, 3 Uhr: Neue Iran-Sanktionen treffen chinesische Firmen

Wenige Tage vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen neue Iran-Sanktionen der USA auch mehrere chinesische Unternehmen.

Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, teilte das US-Finanzministerium mit. Weitere betroffene Unternehmen kommen unter anderem aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

8. Mai, 21.36 Uhr: Gefechte in Straße von Hormus laut Irans Militär beendet

Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt.

"Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.

8. Mai, 18.22 Uhr: Mindestens ein Toter nach nächtlichen US-Angriffen

Nach den US-Luftangriffen auf Ziele entlang der Küste ist iranischen Angaben zufolge mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.

Ein Regierungsvertreter der Küstenstadt Minab berichtete laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim über Opfer, nachdem ein Frachtschiff im Meer getroffen worden war. Zehn von 15 Besatzungsmitgliedern seien verletzt worden. Für den Rest der Crew wurde eine Suchaktion eingeleitet. Ein Mitglied wurde am Freitag schließlich tot geborgen.

8. Mai, 16.42 Uhr: USA wollen zwei Tanker unter iranischer Flagge angegriffen haben

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt.

Zwei solche Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Von einem US-Kampfflugzeug seien an diesem Freitag Schüsse auf die Schiffe abgefeuert worden, um zu verhindern, dass sie die US-Seeblockade brechen würden, hieß es.

US-Präsident Trump (79) fährt seinen Schlingerkurs gegen den Iran weiter.
US-Präsident Trump (79) fährt seinen Schlingerkurs gegen den Iran weiter.  © Matt Rourke/AP/dpa

8. Mai, 15.32 Uhr: Iranische Medien melden neue Explosionen am Persischen Golf

Nach nächtlichen Feuergefechten am Persischen Golf haben iranische Medien erneut Explosionen an der Südküste gemeldet.

Nahe der Stadt Sirik in der Provinz Hormusgan seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Mehr. Der Grund dafür war zunächst unklar, wie es in dem Bericht hieß.

Titelfoto: Mohammed Zaatari/AP/dpa

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