Nahost-Konflikt: Israel meldet ersten Raketenbeschuss aus Jemen seit Beginn des Kriegs

Iran - Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat ist israelischen Angaben nach aus dem Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert worden.

Huthi-Anhänger rufen während einer Kundgebung gegen Israel und den Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran Slogans.
Huthi-Anhänger rufen während einer Kundgebung gegen Israel und den Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran Slogans.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

Die Flugabwehr sei im Einsatz, teilte die israelische Armee am frühen Morgen auf Telegram mit. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge erfolgreich abgefangen, Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz. Sie hatte die "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt. Zuletzt wurde befürchtet, die Miliz werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen.

Die Huthi-Miliz hatte bereits in der Vergangenheit im Roten Meer und dem sich südlich anschließenden Golf von Aden immer wieder Handelsschiffe attackiert.

Nahost-Konflikt: Minen in der Straße von Hormus? Trump droht dem Iran
Israel Krieg Nahost-Konflikt: Minen in der Straße von Hormus? Trump droht dem Iran

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

28. März, 10.18 Uhr: Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter

Auch vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter.

Das Medienbüro der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi meldete, dass in Folge von herabfallenden Raketenteilen mehrere Brände entfacht worden seien. Dabei seien insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Die Trümmerteile seien nach dem Abfangen ballistischer Raketen abgestürzt.

Auch im Oman wurde ein Verletzter gemeldet. Zwei Drohnen hätten den Hafen von Salalah im Westen des Landes attackiert, meldet die omanische Nachrichtenagentur ONA. Dabei sei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden. Zudem seien geringe Schäden entstanden.

Die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, dass der Flughafen in der Hauptstadt Kuwait-Stadt von mehreren Drohnen angegriffen worden sei. Es habe keine Verletzten gegeben. Es sei jedoch ein erheblicher Schaden am Radarsystem des Flughafens entstanden.

28. März, 7.16 Uhr: Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage

US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung anderer Nato-Partner durch die USA infrage gestellt.

"Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?", sagte Trump in Miami. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. "Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die Nato einfach nicht da war."

Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?", fragte er.

Der Krieg im Iran hatte bereits zuvor für Spannungen im transatlantischen Verhältnis gesorgt. Trump und andere Vertreter der US-Regierung werfen den Nato-Partnern Untätigkeit vor. Zudem kritisierten die USA, Militärstützpunkte von Verbündeten nicht oder zu spät nutzen zu dürfen.

Der US-Präsident Trump (79) teilt nahezu täglich gegen die Nato-Partner aus. Jetzt geht er noch einen Schritt weiter.
Der US-Präsident Trump (79) teilt nahezu täglich gegen die Nato-Partner aus. Jetzt geht er noch einen Schritt weiter.  © Mary Altaffer/POOL AP/AP/dpa

28. März, 7.14 Uhr: Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert.

Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien - und kam dann auf Deutschland zu sprechen: "Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: 'Das ist nicht unser Krieg'."

Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.

Der US-Präsident Donald Trump (79, r.) und Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).
Der US-Präsident Donald Trump (79, r.) und Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

28. März, 7.12 Uhr: US-Präsident nennt Straße von Hormus "Straße von Trump"

US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus "Straße von Trump" genannt.

Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: "Sie müssen die Straße von Trump öffnen - ich meine Hormus." Im Publikum wurde daraufhin gelacht.

Trump ergänzte dann: "Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler." Er schob nach, dass die "Fake News" berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: "Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele." Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.

Trump kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um. So heißt das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington inzwischen Trump Kennedy Center. Er verfügte auch die Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika".

Titelfoto: Osamah Abdulrahman/AP/dpa

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