Nahost-Konflikt: Israel meldet Tötung von iranischem Marine-Kommandeur

Iran - Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.

Trumps Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28) schickte mahnende Worte in Richtung Iran.
Trumps Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28) schickte mahnende Worte in Richtung Iran.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

"Wenn sie nicht begreifen, dass sie militärisch besiegt wurden und dies auch weiterhin sein werden, wird Präsident (Donald) Trump dafür sorgen, dass sie härter getroffen werden als je zuvor", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28).

Zwar gebe es weiterhin "produktive" Gespräche auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen.

Israel rechnet nach Medienberichten damit, dass Trump bereits am Wochenende im Alleingang eine Waffenruhe mit dem Iran verkünden könnte. Der israelische TV-Sender N12 nannte als möglichen Zeitpunkt diesen Samstag, das Nachrichtenportal "ynet" spätestens Mitte kommender Woche.

Mehr als 40 Schiffe betroffen: Reeder von Merz-Absage zu Hormus-Einsatz enttäuscht
Israel Krieg Mehr als 40 Schiffe betroffen: Reeder von Merz-Absage zu Hormus-Einsatz enttäuscht

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

26. März, 15.13 Uhr: Iran übermittelt Antwort auf 15-Punkte-Plan der USA

Der Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seine Antwort auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs übermittelt.

Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, erklärte die Agentur unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf eine Antwort aus Washington.

Das iranische Präsidialamt und die mächtigen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, der Plan sei zurückgewiesen worden.

Der Iran sendet ein Signal nach Washington. Was in der Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs steht, ist jedoch nicht bekannt.
Der Iran sendet ein Signal nach Washington. Was in der Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs steht, ist jedoch nicht bekannt.  © Vahid Salemi/AP/dpa

26. März, 14.48 Uhr: Trump droht dem Iran - Raketenalarm in Israel und am Golf

Vor dem Ende des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump reichen die Prognosen zum Iran-Krieg von einer schnellen Waffenruhe bis zu Angriffen mit Bodentruppen.

Trump warnte den Kriegsgegner auf seiner Plattform Truth Social erneut vor Konsequenzen, sollte es zu keiner Einigung kommen. Der Iran müsse ernsthaft verhandeln, es gebe keinen Weg zurück. Die Folgen würden sonst "nicht schön" sein.

Wer für die Konfliktparteien jeweils mit wem spricht, bleibt völlig unklar. Trump hatte am Montag weitere hoffnungsvolle Gespräche angekündigt verbunden mit der Anordnung, Irans Energieinfrastruktur für fünf Tage nicht anzugreifen. Die politische und militärische Führung in Teheran dementiert bislang jegliche Verhandlungen. In Versalien schrieb Trump zu der iranischen Darstellung: "Falsch!!!"

Pakistans Außenminister Ishaq Dar bestätigte am Donnerstag Vermittlungsbemühungen seines Landes. In diesem Kontext sei auch ein 15-Punkte-Plan der USA geteilt und vom Iran erwogen worden, schrieb der Minister auf X.

26. März, 13.55 Uhr: Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile

In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind zwei Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer Rakete getötet worden.

Wie das Medienbüro der Stadt mitteilte, wurde eine ballistische Rakete durch das Luftabwehrsystem abgefangen. Dabei seien die Trümmerteile abgefallen.

Drei weitere Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Außerdem wurden den Angaben zufolge mehrere Autos beschädigt.

26. März, 13.47 Uhr: Trump spricht davon, dass Iran um Deal "fleht"

US-Präsident Donald Trump (79) hat Aussagen aus dem Iran widersprochen, wonach es keine laufenden Verhandlungen mit Washington über ein Kriegsende geben soll.

"Sie 'flehen' uns an, einen Deal abzuschließen", behauptete Trump am Donnerstag auf Truth Social und bezeichnete die iranischen Verhandlungsführer als "seltsam". Gleichwohl drohte er: "Sie sollten besser bald ernst werden, bevor es zu spät ist, denn sobald das geschieht, gibt es KEIN ZURÜCK, und das wird nicht schön werden!"

Nach Aussage von US-Präsident Donald Trump (79) "fleht" der Iran um einen Deal.
Nach Aussage von US-Präsident Donald Trump (79) "fleht" der Iran um einen Deal.  © Alex Brandon/AP/dpa

26. März, 13.47 Uhr: Pakistan setzt sich laut informierten Kreisen für Schutz von Araghtschi und Ghalibaf ein

Pakistan hat sich Sicherheitskreisen zufolge für den Schutz zweier Spitzenvertreter des iranischen Machtapparats eingesetzt.

Geheimdienste des Landes sollen demnach bei den USA dafür geworben haben, den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) sowie den Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf ()64 nicht anzugreifen. Hintergrund soll demnach sein, dass die beiden iranischen Vertreter mögliche Friedensgespräche anführen könnten, hieß es.

26. März, 13.43 Uhr: Laut Iran mehr als 1900 Tote seit Kriegsbeginn

Im Iran sind seit Beginn der israelischen und US-Luftangriffe Ende Februar dem stellvertretenden Gesundheitsminister Ali Dschafarian (68) zufolge mehr als 1900 Menschen getötet worden.

Unter den Opfern seien 240 Frauen und mehr als 200 Kinder, sagte Dschafarian dem arabischen Sender Al Jazeera. Mehr als 24.800 Menschen seien verletzt worden.

26. März, 13.39 Uhr: Trump kritisiert ausbleibende Hilfe der Nato-Länder

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich erneut verärgert über die seiner Meinung nach ausbleibende Hilfe anderer Nato-Länder im Krieg gegen den Iran gezeigt.

"Die Nato-Staaten haben absolut nichts unternommen, um gegen den wahnsinnigen Iran zu helfen, der nun militärisch dezimiert ist", schrieb er am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Versalien auf seiner Plattform Truth Social.

Zudem drohte er indirekt, diese fehlende Unterstützung nicht zu vergessen: "Die USA brauchen nichts von der Nato, aber "vergessen Sie niemals" diesen äußerst wichtigen Zeitpunkt!". Was genau er erwartet, ging aus dem Post nicht hervor.

US-Präsident Donald Trump (79) kritisiert eine ausbleibende Hilfe der Nato-Länder.
US-Präsident Donald Trump (79) kritisiert eine ausbleibende Hilfe der Nato-Länder.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

26. März, 13.39 Uhr: Iran kontrolliert Straße von Hormus mit "Mautstellen"-System

Die iranischen Revolutionsgarden haben einer Analyse zufolge in der Straße von Hormus eine Art "Mautstellen"-System zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt eingeführt.

Dabei müssten Schiffe vollständige Unterlagen vorlegen, Freigabecodes einholen und eine von den Revolutionsgarden begleitete Durchfahrt durch einen einzigen kontrollierten Korridor akzeptieren, heißt es in einer Publikation des Schifffahrts-Magazins "Lloyd's List". Das Magazin beruft sich dabei unter anderem auf Schifffahrtsdaten und mehrere mit dem neuen System vertraute Quellen.

26. März, 13.35 Uhr: Pakistan bestätigt Vermittlung zwischen Iran und den USA

Pakistan hat erstmals die Vermittlung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bestätigt.

Sein Land habe Nachrichten zwischen beiden Ländern weitergeleitet, teilte Pakistans Außenminister Ishaq Dar (75) auf der Plattform X mit. In diesem Kontext sei auch ein 15-Punkte-Plan von den Vereinigten Staaten geteilt und vom Iran erwogen worden, so der Minister weiter. Auch die Türkei und Ägypten sowie weitere nicht benannte Staaten, unterstützten die Initiative.

26. März, 13.30 Uhr: Israel meldet Tötung von iranischem Marine-Kommandeur

Israel hat nach Angaben des Verteidigungsministers den Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden gezielt getötet.

Israel Katz (70) teilte nach Angaben seines Büros mit, die Armee habe Admiral Aliresa Tangsiri "ausgeschaltet, zusammen mit hochrangigen Offizieren des Marinekommandos". Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.

Einem israelischen Militärsprecher zufolge wurde Tangsiri bei einem Luftangriff am Mittwochabend getötet. In der Mitteilung von Katz hieß es, Tangsiri sei "der unmittelbar Verantwortliche für die Terroroperation der Verminung und Blockade der Straße von Hormus für die Schifffahrt".

Das Büro von Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) hat den Tod des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden verkündet.
Das Büro von Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) hat den Tod des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden verkündet.  © Christoph Soeder/dpa

26. März, 11.33 Uhr: Sieben Raketenangriffe Irans auf Israel binnen Stunden

Intensiver Raketenbeschuss Israels aus dem Iran: In mindestens sieben Wellen binnen weniger Stunden flogen am Morgen nach Militärangaben iranische Geschosse auf den jüdischen Staat.

In zahlreichen Gebieten Israels - darunter im Großraum Tel Aviv, Jerusalem sowie im Norden des Landes - gab es Raketenalarm. Nach Angaben von Armee und Rettungskräften kam es an mehreren Orten zu Einschlägen. Es gab Berichte zu Verletzten in Tel Aviv sowie in einer arabischen Ortschaft östlich der Küstenmetropole.

Auch vom Libanon aus gab es in der Nacht und am Morgen erneut Beschuss des israelischen Nordens.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

Mehr zum Thema Israel Krieg: