Nahost-Konflikt: US-Präsident Trump beleidigt Iran-Führer als "verrückte Bas*****"

Iran - Das zweite Besatzungsmitglied des über dem Iran abgeschossenen Kampfjets ist laut US-Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit. "Wir haben ihn", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social in Großbuchstaben.

US-Präsident Donald Trump (79) hat am Ostersonntag erneut mit einem umstrittenen Post auf seiner Internet-Plattform Truth Social für Aufsehen gesorgt.
US-Präsident Donald Trump (79) hat am Ostersonntag erneut mit einem umstrittenen Post auf seiner Internet-Plattform Truth Social für Aufsehen gesorgt.  © Alex Brandon/AP Pool/dpa

Es sei demnach eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA gewesen. Dutzende Kampfflugzeuge waren im Einsatz. Der Soldat sei verletzt worden, aber es werde ihm gut gehen, schrieb Trump.

Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es bei dem nächtlichen Rettungseinsatz des zweiten Besatzungsmitglieds zu einem "heftigen Feuergefecht" gekommen sei.

Die den Revolutionsgarden nahestehende iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte von starken Luftangriffen in dem Gebiet berichtet, in dem sich der Vermisste befunden habe.

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Trump beschrieb den Einsatz mit dramatischen Worten: Der US-Soldat sei von "unseren Feinden gejagt worden", sie seien ihm stündlich näher gekommen. "Doch er war nie wirklich allein", schrieb Trump weiter.

Die Militärführung hätte seinen Standort in den Bergen "rund um die Uhr" überwacht und seine Rettung akribisch geplant.

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5. April, 16.04 Uhr: Israel meldet Tötung eines weiteren Öl-Kommandeurs im Iran

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge einen hochrangigen Kommandeur des für die Revolutionsgarden wichtigen "Öl-Hauptquartiers" bei einem Luftangriff getötet. Mohammad Resa Aschrafi Kahi sei bereits am Freitag bei einem Bombardement der Luftwaffe in der Gegend der iranischen Hauptstadt Teheran ums Leben gekommen, heißt es in einer Mitteilung der Armee am Sonntag. Er sei innerhalb des Öl-Hauptquartiers der Revolutionsgarden der Leiter des Handels gewesen.

Diese Abteilung ermögliche den Revolutionsgarden die Fortsetzung ihrer Aktivitäten und ihres militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen, teilte das israelische Militär weiter mit. Gleiches gelte für Irans Verbündeten in der Region, darunter die libanesische Hisbollah und die Huthi-Miliz im Jemen, die ebenfalls Geld aus den Ölverkäufen erhielten.

Vor einigen Tagen hatte Israels Armee laut eigenen Angaben bereits den Kommandeur des Öl-Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte getötet. Dieses hat einen ähnlichen Zweck wie die gleichnamige Abteilung der Revolutionsgarden. Die Armee sprach deshalb nun von "einem weiteren schweren Schlag gegen die wirtschaftlichen Grundlagen des iranischen Sicherheitsapparats".

5. April, 15.28 Uhr: Iran führt Angriffe fort: Chemiefabrik in Emiraten in Brand

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind nach einem iranischen Angriff drei Brände in einer Fabrik ausgebrochen. Die Einsatzkräfte hätten rasch darauf reagiert und die Situation unter Kontrolle gebracht, teilte das Medienbüro der Hauptstadt Abu Dhabi auf der Plattform X mit.

Am Morgen hatte es über die Brände in der petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge informiert. Diese seien durch herabfallende Trümmer nach erfolgreichen Abfangaktionen durch die Flugabwehr verursacht worden, hieß es. Der Betrieb der Anlage sei umgehend eingestellt worden. Es habe keine Verletzten gegeben, allerdings seien Schäden entstanden. Die Begutachtung laufe, hieß es. 

Auch im Golfemirat Bahrain meldete das staatliche Öl- und Gasunternehmen Bapco Energies einen Brand in einem Lager infolge eines iranischen Drohnenangriffs am Morgen. Das Feuer sei vollständig gelöscht worden, man begutachte nun die Schäden. Verletzte habe es keine gegeben.

Das Unternehmen Gulf Petrochemical Industries Company (GPIC) in Bahrain bestätigte indes, dass mehrere ihrer Betriebsanlagen am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) Ziel eines iranischen Drohnenangriffs wurden, wie die Staatsagentur BNA berichtete. Der Angriff habe Brände in den betroffenen Anlagen ausgelöst, die inzwi

5. April, 15.10 Uhr: US-Präsident Trump beleidigt Iran-Führer als "verrückte Bas*****"

Langsam aber sicher läuft das von US-Präsident Trump (79) an den Iran gestellte Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus aus. Seinem Zorn darüber lässt er in einem neuen Post auf seiner Internet-Plattform Truth Social freien Lauf.

"Öffnet die verdammte Straße [von Hormus, Anm. d. Red.], ihr verrückten Bas*****, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag und ergänzte: "Am Dienstag ist im Iran gleichzeitig Tag des Kraftwerks und Tag der Brücke. Das wird ein unvergessliches Erlebnis!" schrieb Trump in Anspielung auf drohende Angriffe auf Kraftwerke und Brücken. Bereits am Samstag hatte er einen inhaltlich ähnlichen, aber bei weitem nicht so beleidigend formulierten Post abgesetzt. 

Trump hatte dem Iran schon einmal ein Ultimatum für die Öffnung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus gesetzt, es vergangene Woche aber noch einmal verlängert. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, 02.00 Uhr MESZ 7. April) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, sagte er seinerzeit unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche. 

5. April, 13.23 Uhr: Israel und Hisbollah greifen einander weiter an

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut an.

Augenzeugen meldeten fünf heftige Bombardements in den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts. Die erste Angriffswelle begann demnach kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Rauchwolken seien wiederholt in dem Gebiet aufgestiegen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuerte derweil wieder Geschosse auf Nordisrael. In einer Gegend in Galiläa gab es Berichten zufolge am frühen Nachmittag (Ortszeit) gleich mehrfach Raketenalarm. Auch in anderen Gebieten im Norden des Landes heulten nach Beschuss der libanesischen Miliz die Warnsirenen. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht.

In Beiruts südlichen Vororten melden Augenzeugen schwere Bombardements.
In Beiruts südlichen Vororten melden Augenzeugen schwere Bombardements.  © Emilio Morenatti/AP/dpa

5. April, 13.21 Uhr: Bericht über Tote nach israelischen Angriffen im Südlibanon

Bei israelischen Luftangriffen hat es laut einem Medienbericht erneut Tote im Südlibanon gegeben.

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen sechs Todesopfer in dem Ort Kfar Hatta. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um eine vertriebene Familie gehandelt haben.

Bei einem weiteren Luftangriff - ebenfalls im Südlibanon - seien am frühen Morgen mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur in einer weiteren Meldung.

5. April, 7.16 Uhr: Kuwait meldet starke Schäden durch iranischen Drohnenangriff

Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus dem Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden.

Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausgefallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es.

Beim Einschlag einer weiteren Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium.

Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben.

Der Iran hat Kuwait erneut mit Drohnen angegriffen. Dabei wurden nach amtlichen Angaben unter anderem Strom- und Entsalzungsanlagen getroffen.
Der Iran hat Kuwait erneut mit Drohnen angegriffen. Dabei wurden nach amtlichen Angaben unter anderem Strom- und Entsalzungsanlagen getroffen.  © --/XinHua/dpa

5. April, 7.14 Uhr: Chemiewerk für Raketenbau im Iran attackiert

Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach Armeeangaben einen Industriekomplex zur Herstellung von Chemikalien für die Waffenproduktion bombardiert.

Es sei in Mahschahr im Südwesten ein Gelände mit einer von zwei zentralen Anlagen zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe, ballistische Raketen und andere Waffensysteme attackiert worden, teilte die Armee mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf das Gouverneursamt von drei Einschlägen berichtet.

Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir, hieß es. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe.

4. April, 22.21 Uhr: Laut Behörden fünf Tote nach US-israelischem Angriff auf Petrochemie-Zentrum im Iran

Bei US-israelischen Angriffen auf ein petrochemisches Zentrum im Südwesten des Iran sind am Samstag nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. Dies meldete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf den Vize-Gouverneur der Provinz Chusestan, Valljollah Hajati. Zuvor hatten Staatsmedien von fünf Verletzten gesprochen.

"In der Sonderzone für Petrochemie in Mahschahr haben sich Explosionen ereignet", berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Morgen unter Berufung auf das Gouverneursbüro der Provinz. Bei "US-israelischen Angriffen" wurden den Angaben zufolge drei Unternehmen in dem Gebiet getroffen.

Auch hier haben die USA und Israel angegriffen: Ein Mann betrachtet ein zerstörtes Gebäude innerhalb des Grand Hosseiniyeh-Komplexes, der nach offiziellen Angaben bei US-israelischen Luftangriffen getroffen wurde.
Auch hier haben die USA und Israel angegriffen: Ein Mann betrachtet ein zerstörtes Gebäude innerhalb des Grand Hosseiniyeh-Komplexes, der nach offiziellen Angaben bei US-israelischen Luftangriffen getroffen wurde.  © Francisco Seco/AP/dpa

4. April, 19.55 Uhr: Israelischer Soldat bei Gefecht im Süden des Libanon getötet

Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist erneut ein israelischer Soldat getötet worden. Die israelischen Streitkräfte gaben den Tod des 21-jährigen Oberfeldwebels am Samstag bekannt.

Damit sind seit Beginn der Bodenoffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im vergangenen Monat elf israelische Soldaten im Südlibanon getötet worden.

4. April, 16.49 Uhr: Trump erzählt erneut, dass Ultimatum bald ablaufen werde

US-Präsident Donald Trump (79) hat am Samstag mit martialischen Worten darauf verwiesen, dass ein von ihm dem Iran gesetztes Ultimatum in 48 Stunden ablaufe. Zugleich drohte er Teheran mit der "Hölle", wenn es sich einer Einigung verweigere. "Die Zeit läuft ab."

"Erinnern Sie sich daran, wie ich dem Iran zehn Tage Zeit gegeben habe, einen Deal zu machen oder die Straße von Hormus zu öffnen", schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. "48 Stunden, bevor die Hölle über sie niederregnen wird."

US-Präsident Donald Trump (79) spielt erneut die "Ultimatum-Karte", die den Iran schon die ersten Male kalt gelassen hat.
US-Präsident Donald Trump (79) spielt erneut die "Ultimatum-Karte", die den Iran schon die ersten Male kalt gelassen hat.  © Alex Brandon/AP Pool/AP/dpa

4. April, 15.25 Uhr: Erneut Schäden nach Raketenbeschuss aus dem Iran in Israel

Nach neuem Raketenbeschuss aus dem Iran hat es im Großraum Tel Aviv in Israel am Nachmittag erneut Einschläge gegeben. In israelischen Medien verbreitete Videos zeigten Rauchschwaden, die über Häuser in zwei Tel Aviver Vororten aufstiegen.

Medienberichten zufolge gab es bei dem iranischen Angriff Schäden unter anderem an Gebäuden. Der israelische Rettungsdienst verbreitete zudem Aufnahmen, auf denen brennende Autos zu sehen waren. Den Angaben zufolge wurde ein Mann durch eine Druckwelle leicht verletzt.

Bnei Brak: Israelische Rettungskräfte reagieren auf den Schaden an einem Wohnhaus, das von einer iranischen Rakete getroffen wurde.
Bnei Brak: Israelische Rettungskräfte reagieren auf den Schaden an einem Wohnhaus, das von einer iranischen Rakete getroffen wurde.  © Oded Balilty/AP/dpa

4. April, 13.29 Uhr: Erneuter Angriff nahe Irans Atomkraftwerk Buschehr

Der Iran meldet einen weiteren Luftangriff in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna schlug ein Geschoss nahe dem Grenzzaun ein. Als Folge der Explosion und herumfliegender Splitter sei ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals getötet und ein Nebengebäude des Kraftwerks beschädigt worden. Die Internationale Energieagentur (IAEA) teilte auf der Plattform X mit, sie sei vom Iran entsprechend informiert worden.

Titelfoto: Alex Brandon/AP Pool/dpa

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