Nahost-Konflikt: Israel will Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in Gaza stoppen

Nahost - US-Präsident Trump (79) hat Teheran mit Militärschlägen gedroht. Er werde kein Atomwaffenprogramm im Iran tolerieren. Nun gibt es Hinweise auf mögliche Verhandlungen. Irans Präsident will Krieg vermeiden.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian (71).
Der iranische Präsident Massud Peseschkian (71).  © Vahid Salemi/AP/dpa

Irans Präsident Massud Peseschkian (71) hat sich nach erneuten militärischen Drohungen des US-Präsidenten für eine friedliche Lösung des Konflikts mit Washington ausgesprochen.

In einem Telefonat mit Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi (71) habe Peseschkian die "Notwendigkeit betont, diplomatische Prozesse einzuleiten", berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Der Iran habe "niemals einen Krieg angestrebt" und strebe auch jetzt keinen Krieg an, sagte Peseschkian. Die Islamische Republik sei "zutiefst davon überzeugt, dass ein Krieg weder dem Iran noch den Vereinigten Staaten oder der Region nützen würde", hieß es.

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Israel Krieg "Die Waffen schweigen": Hunderte Menschen feiern in München die Freilassung der Hamas-Geiseln

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

1. Februar, 20.15 Uhr: Israel will Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in Gaza stoppen

Israel will Einsätze von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Gazastreifen unterbinden. Das Diaspora-Ministerium teilte mit, man habe "Schritte zur Beendigung der Tätigkeit von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen" eingeleitet.

Anlass sei der Verstoß gegen ein neues Registrierungsverfahren: MSF habe keine Listen palästinensischer Ortskräfte vorgelegt. Die Organisation müsse den Gazastreifen deshalb bis zum 28. Februar verlassen, heißt es in der Mitteilung.

Das Registrierungsverfahren ziele darauf ab, "legitime humanitäre Arbeit zu ermöglichen und zugleich den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus zu verhindern". Diese Vorschrift gelte für alle in der Region tätigen humanitären Organisatione

Zahlreiche Menschen in Gaza sind verletzt.
Zahlreiche Menschen in Gaza sind verletzt.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

1. Februar, 13.06 Uhr: Wadephul - Lassen uns vom Iran nicht einschüchtern

Außenminister Johann Wadephul (62) hat die Bezeichnung europäischer Armeen als terroristische Gruppen durch den Iran als "haltlos und propagandistisch" zurückgewiesen.

"Wir lassen uns in unserer Haltung nicht einschüchtern", sagte Wadephul vor dem Start zu einer Reise nach Südostasien und in die Pazifik-Region.

1. Februar, 11 Uhr: Irans oberster Führer warnt USA vor regionalem Krieg

Irans oberster Führer hat im Falle eines US-Angriffs vor einem regionalen Krieg gewarnt.

"Die Amerikaner sollen wissen, wenn sie einen Krieg vom Zaun brechen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein", sagte Ajatollah Ali Chamenei der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

1. Februar, 7.35 Uhr: Iran erklärt EU-Streitkräfte zu "terroristischen Gruppen"

Der Iran hat die Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten zu "terroristischen Gruppen" erklärt.

Dies gab der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf am Sonntag vor dem Parlament in Teheran bekannt, ohne weitere Folgen der Entscheidung zu erklären. Der Schritt erfolgte wenige Tage nachdem die EU-Außenminister die Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft hatten.

Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten sind für den Iran jetzt "terroristische Gruppen". (Symbolfoto)
Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten sind für den Iran jetzt "terroristische Gruppen". (Symbolfoto)  © Markus Lenhardt/dpa

1. Februar, 7.22 Uhr: Übergang zwischen Ägypten und Gaza soll begrenzt öffnen

Der seit fast einem Jahr geschlossene Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen soll am Sonntag wieder begrenzt für den Personenverkehr öffnen.

Damit könnten nach langer Wartezeit wieder Palästinenser über Rafah aus dem Kriegsgebiet aus- und unter bestimmten Bedingungen auch einreisen. Israels zuständige Cogat-Behörde sowie die Armee hatten den Schritt am Freitag angekündigt. Hilfslieferungen sollen aber unverändert über andere Grenzübergänge nach Gaza kommen.

31. Januar, 14.53 Uhr: Dutzende Tote bei israelischen Luftangriffen in Gaza

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach Angaben des palästinensischen Zivilschutzes mindestens 29 Menschen getötet worden.

Sprecher Mahmud Bassal sagte der Deutschen Presse-Agentur, bei einem Angriff auf eine Polizeistation im Stadtteil Scheich Radwan im Norden der Stadt Gaza seien 14 Menschen ums Leben gekommen. Weitere sieben Todesopfer habe es unter anderem im Süden des Gazastreifens gegeben, als ein Zelt von Binnenvertriebenen beschossen worden sei.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe Kommandeure und Infrastruktur der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen angegriffen. Ziele seien unter anderem ein Waffenlager, eine Waffenwerkstatt und zwei Abschussrampen der Hamas gewesen.

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind mindesten 29 Menschen getötet worden.
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind mindesten 29 Menschen getötet worden.  © Leo Correa/AP/dpa

30. Januar, 22.08 Uhr: Mehr Kriegsschiffe in Richtung Iran unterwegs

US-Präsident Donald Trump verstärkt mit neuen Drohungen den Druck auf den Iran.

Aktuell seien weitere Kriegsschiffe in Richtung des Landes unterwegs - "und hoffentlich werden wir einen Deal machen", sagte Trump bei einem Auftritt im Weißen Haus. "Wenn es keinen Deal gibt - mal sehen, was dann passiert", fügte er hinzu.

US-Präsident Donald Trump (79) sammelt Kriegsschiffe in der Nähe des Irans. Die Machthaber in Teheran wollten einen Deal eingehen, sagt er. Wenn nicht, werde man sehen, was passiert. (Archivbild)
US-Präsident Donald Trump (79) sammelt Kriegsschiffe in der Nähe des Irans. Die Machthaber in Teheran wollten einen Deal eingehen, sagt er. Wenn nicht, werde man sehen, was passiert. (Archivbild)  © Evan Vucci/AP/dpa

30. Januar, 22.07 Uhr: USA verhängen neue Sanktionen gegen iranische Politiker

Nach dem brutalen Vorgehen gegen Demonstranten im Iran haben die USA neue Sanktionen gegen ranghohe Vertreter der iranischen Führung verhängt.

Im Fokus steht dabei Irans Innenminister Eskandar Momeni, der für die gewaltsame Niederschlagung landesweiter Proteste verantwortlich sein soll, wie es in der Pressemitteilung des US-Finanzministeriums heißt. Momeni beaufsichtigt demnach die iranischen Sicherheitskräfte, denen Washington die Tötung Tausender Demonstranten zuschreibt.

30. Januar, 19 Uhr: Frühere Geisel berichtet von sexueller Belästigung in Gaza

Der Israeli, Alexander Trufanov, hat von schrecklichen Bedingungen während seiner Geiselhaft im Gazastreifen berichtet.

Er sei unter anderem sexuell belästigt und beim Duschen von einer versteckten Kamera gefilmt worden, sagte der 30-Jährige, der auch russischer Staatsbürger ist, dem britischen Sender BBC. Seinen Angaben nach wurde er fast die gesamte Zeit allein festgehalten, darunter mehrere Wochen in einem Käfig und monatelang in einem Tunnel.

30. Januar, 18.58 Uhr: Rafah-Übergang wird am Sonntag begrenzt öffnen

Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird israelischen Angaben zufolge diesen Sonntag wieder begrenzt für den Personenverkehr geöffnet.

Dies teilten die zuständige israelische Cogat-Behörde sowie die Armee mit. Die USA hatten auf die Öffnung gedrängt. Sie ist Teil des von Washington vorangetriebenen Gaza-Friedensplans.

Die USA haben Israel zur Öffnung des Rafah-Grenzübergangs nach Ägypten gedrängt. In Kürze sollen nun Palästinenser wieder über den wichtigen Übergang in den Gazastreifen ein- und ausreisen können. (Archivbild)
Die USA haben Israel zur Öffnung des Rafah-Grenzübergangs nach Ägypten gedrängt. In Kürze sollen nun Palästinenser wieder über den wichtigen Übergang in den Gazastreifen ein- und ausreisen können. (Archivbild)  © Gehad Hamdy/dpa

30. Januar, 18.40 Uhr: Irans Armeesprecher droht USA mit sofortigem Gegenschlag

Irans Armeesprecher, Amir Akraminia, hat die USA vor einem Angriff gewarnt und mit einem sofortigen Gegenschlag gedroht.

"Bei jedem noch so kleinen Angriff wird der Iran reagieren – mit möglicherweise für die USA unerwünschten Folgen", sagte Akraminia laut der den Islamischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim.

Titelfoto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

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