Nahost-Konflikt: Israels Armee beginnt neue Luftangriffe im Iran

Iran - Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue "Welle" an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht zum Freitag mit.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) äußerte sich vor wenigen Stunden zu dem Krieg im Nahen Osten.  © RONEN ZVULUN / POOL / AFP

Ziel sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes", hieß es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten.

Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) hatte zuvor noch laut der Zeitung "Times of Israel" gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen.

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Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist", sagte Netanjahu.

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20. März, 13.37 Uhr: Trotz Krieg im Iran, Frankreich unterstützt weiterhin die Ukraine

Der Präsident Emmanuel Macron (48) erklärte am Freitag, Frankreich werde seine Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine fortsetzen.

Er äußerte sich, nachdem die französische Marine einen aus Russland kommenden Öltanker abgefangen hatte.

"Wir bleiben bei unserem Kurs", sagte Macron auf X. "Der Krieg im Iran wird Frankreich nicht davon abhalten, die Ukraine zu unterstützen, wo Russlands Angriffskrieg weitergeht".

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20. März, 12.07 Uhr: Israels Armee beginnt neue Luftangriffe im Iran

Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an.

Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hieß es in einer Mitteilung am Mittag.

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Israel kündigte erneute Angriffe auf den Iran an.  © JALAA MAREY / AFP

20. März, 10.12 Uhr: Iran meldet Tod des Pressesprechers der Revolutionsgarden

Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini (†69).

Nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim ist der General bei einem Angriff getötet worden, für den sie Israel und die USA verantwortlich machen.

Die Garden würdigten Naini als langjährigen Kommandeur, der mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der islamischen Revolution gestanden habe.

20. März, 9.56 Uhr: Teile von Ölraffinerie in Kuwait abgeschaltet

In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.

KPC erklärte demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begannen und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden.

Infolge eines Drohnenangriffes mussten nun einige Teile der Ölraffinerie in Kuwait abgeschaltet werden.  © Uncredited/AP/dpa

20. März, 9.43 Uhr: Irans Führung appelliert an Geheimdienst

Die iranische Führung hat die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den "Feinden im In- und Ausland" die Sicherheit zu entziehen.

In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei (56), hieß es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die "übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums" diese Lücke ausgleichen.

Geheimdienstminister Chatib wurde nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch getötet.

20. März, 8.57 Uhr: Iranische Raketenproduktion wird trotz des Krieges fortgesetzt

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Islamische Republik produziere trotz des Krieges mit Israel und den Vereinigten Staaten weiterhin Raketen.

"Unsere Raketenindustrie verdient die Bestnote… und es gibt diesbezüglich keinen Grund zur Sorge, denn selbst unter Kriegsbedingungen setzen wir die Raketenproduktion fort", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Ali Mohammad Naini, laut der Nachrichtenagentur Fars.

20. März, 6.39 Uhr: Vereinigten Arabischen Emirate verhaften Mitglieder eines "Terrornetzwerks"

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben mindestens fünf Mitglieder eines "terroristischen Netzwerks" festgenommen, das Verbindungen zum Iran und zur libanesischen Hisbollah-Miliz unterhält, wie staatliche Medien am Freitag mitteilten.

Das mutmaßliche Netzwerk habe versucht, "in die nationale Wirtschaft einzudringen und externe Machenschaften durchzuführen, die die Finanzstabilität des Landes gefährden", so die offizielle Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf den Staatssicherheitsapparat der VAE.

Dies sei Teil eines "vorab festgelegten strategischen Plans in Abstimmung mit externen Parteien, die Verbindungen zur Hisbollah und zum Iran unterhalten".

20. März, 6.21 Uhr: Drohnenangriff verursacht Brand in kuwaitischer Ölraffinerie

Bei Drohnenangriffen auf die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait am Freitag kam es zu mehreren Bränden, jedoch zu keinen Opfern, wie staatliche Medien unter Berufung auf die nationale Ölgesellschaft berichteten.

"Die Raffinerie Mina Al-Ahmadi wurde heute früh Ziel mehrerer feindlicher Drohnenangriffe, die in einigen Anlagen Brände verursachten“, teilte die offizielle kuwaitische Nachrichtenagentur mit und fügte hinzu, dass "mehrere Raffinerieanlagen abgeschaltet wurden"

Die Angriffe auf zahlreiche Ölraffinerien im Nahen Osten nehmen weiter zu.  © AFP

20. März, 3.58 Uhr: Golfstaaten erneut unter iranischem Beschuss

Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat der Iran in der Nacht zum Freitag seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt.

Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei dabei, die Geschosse abzufangen. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab.

Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs.

19. März, 21.33 Uhr: Iran kann laut Netanjahu kein Uran mehr anreichern

Nach knapp drei Wochen Krieg kann der Iran laut israelischem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. "Der Iran ist schwächer denn je", sagte er in Jerusalem nach Angaben der Times of Israel. Die Angriffe auf den Mullah-Staat würden aber weitergehen, "so lange dies notwendig ist".

Netanjahu bekräftigte auf der Pressekonferenz die Ziele der Militärkampagne, die Israel und die USA gestartet haben. Es gehe darum, die Bedrohung auszuschalten, die von den nuklearen Ambitionen und von den ballistischen Raketen des Irans ausgehen würden. Damit werde man die Bedingungen dafür schaffen, dass sich das iranische Volk die Freiheit nehmen kann, "sein Schicksal selbst zu gestalten".

Benjamin Netanjahu (76) sieht den Iran extrem geschwächt. Aber nicht geschwächt genug, um den Krieg zu beenden.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/AP/dpa

19. März, 21 Uhr: Internationale Energieagentur beginnt mit Freigabe ihrer Öl-Notvorräte

Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben mit der wegen des Iran-Kriegs beschlossenen Freigabe eines Teils ihrer Ölreserven begonnen.

Die freigegebenen Reserven werden "größtenteils aus Rohöl bestehen", die Beiträge in Europa "vorrangig in Form raffinierter Produkte", teilte die IEA am Donnerstag mit.

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