Nahost-Konflikt: Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an

Iran - Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben große Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen "Terrorregimes" attackiert.

Trümmer von Gebäuden, die bei einem israelischen Luftangriff in Dahija, einem südlichen Vorort von Beirut, beschädigt wurden, liegen auf einer Straße.  © Bilal Hussein/AP/dpa

Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst noch nicht.

In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstag mindestens zweimal Sirenen. Nach kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben.

Die USA und Israel führen seit mehr als zwei Wochen Krieg gegen den Iran und haben in dem Land Tausende Ziele aus der Luft angegriffen.

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Der Iran greift im Gegenzug sowohl Israel als auch mit den USA verbündete Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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17. März, 18.01 Uhr: Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an

Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran.

"In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basisch-Einheit ausgeführt", teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht.

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Die israelischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf Ziele der iranischen Basidsch-Miliz in Teheran fort. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

17. März, 18 Uhr: Israels Armeesprecher - Greifen Hisbollah mit Entschlossenheit an

Der israelische Militärsprecher Effie Defrin hat angesichts erwarteter Raketenangriffe durch die proiranische Hisbollah-Miliz die Bevölkerung zur Ruhe aufgerufen.

"Der Feind versucht, Angst und Panik zu verbreiten. Es ist wichtig, dass Sie Ruhe bewahren", sagte er in einer Videobotschaft. Das israelische Militär beobachte die Hisbollah und alle ihre Kommandeure "von Beirut bis zum Südlibanon", betonte Defrin. "Wir greifen die Hisbollah in diesem Moment mit voller Entschlossenheit an."

17. März, 16.19 Uhr: Hisbollah und Israel greifen weiter gegenseitig an

Im Libanon und in Israel sind erneut Angriffe gemeldet worden.

Bei einem israelischen Angriff auf die Flughafenstraße in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mensch getötet und neun weitere verletzt worden. Auch im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA erneut mehrere Angriffe gemeldet.

Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.

In Israel heulen die Warnsirenen. Es gibt neue Angriffe aus dem Libanon. Auch im Libanon werden erneut Angriffe gemeldet. (Archivbild)  © Ariel Schalit/AP/dpa

17. März, 15 Uhr: Anzeichen für ethnische Säuberung im Westjordanland

Die israelischen Siedleraktivitäten im besetzten Westjordanland sind nach einem Bericht des UN-Menschenrechtsbüros deutlich ausgeweitet worden.

Die Aktivitäten deuteten auf koordinierte Aktionen und eine israelische Politik mit Massenvertreibungen hin, "was Befürchtungen einer ethnischen Säuberung aufkommen lässt", heißt es in dem Bericht. Die unrechtmäßige Umsiedlung geschützter Personen stelle ein Kriegsverbrechen dar.

Im Westjordanland häufen sich Übergriffe: Siedler zerstören Felder, Palästinenser werden vertrieben. Ein UN-Bericht warnt vor Kriegsverbrechen – und gibt drastische Zahlen preis. (Archivbild)  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

17. März, 13.38 Uhr: Polen will keine Soldaten in den Iran schicken

Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. "Das gilt sowohl für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch im Aufbau befinden", sagte Ministerpräsident Donald Tusk.

Sein Land habe im Rahmen der Nato andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe nicht unmittelbar Polens Sicherheit. "Und unsere Verbündeten, auch die Amerikaner, verstehen das."

Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Es fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet massiv auf.

17. März, 12.26 Uhr: Polizei untersucht Einschlagsorte im Großraum Tel Aviv

Israelische Polizisten und Bombenexperten untersuchen im Großraum Tel Aviv die Einschlagsorte von Raketentrümmern.

Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es zunächst keine Informationen über Tote oder Verletzte. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Einschlagstellen fernzubleiben und keine Trümmerteile zu berühren, die möglicherweise explodieren könnten.

Am Vormittag hatte es bereits zweimal Alarm gegeben, als der Iran Raketen in Richtung Israel startete.

17. März, 11 Uhr: Libanon - Fünf Soldaten bei israelischem Angriff verletzt

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind nach Armeeangaben fünf Soldaten der libanesischen Streitkräfte verletzt worden.

Zwei von ihnen seien schwer verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit. Sie seien in einem Auto und auf einem Motorrad in der Gegend bei Nabatija unterwegs gewesen. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, den Fall zu prüfen.

Die libanesische Armee ist im Krieg zwischen der proiranischen Hisbollah und dem israelischen Militär keine aktive Kriegspartei und verhält sich neutral. Nach Berichten lokaler Medien waren die getroffenen Soldaten in einem Zivilauto und einer von ihnen auf einem Motorrad unterwegs. Sie seien in Uniform gekleidet gewesen.

Über Khiam, einem südlibanesischen Dorf etwa 6 km von der israelischen Grenze entfernt, steigt Rauch auf, nachdem die Hisbollah Raketen auf vorrückende israelische Truppen abgefeuert hat.  © Stringer/dpa

17. März, 10.59 Uhr: Iran feuert neue Welle an Raketen auf Israel

Irans Streitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel gefeuert.

Darüber berichtete der staatliche iranische Rundfunk.In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.

17. März, 10.46 Uhr: Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten laut Israel getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, gezielt getötet.

Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee.

17. März, 10.43 Uhr: Wichtiger iranischer Funktionär Laridschani getötet

Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Laridschani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden.

Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben.

Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Eine Bestätigung von iranischer Seite gab es zunächst nicht.

Der iranische Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Ali Laridschani.  © Bilal Hussein/AP/dpa

17. März, 10.42 Uhr: Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels Norden

Aus dem Libanon sind erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert worden. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen.

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.

Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanons, hieß es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.

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