Nahost-Konflikt: Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im Gazastreifen

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Israel/Iran - Die fragile Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon wird um eineinhalb Monate verlängert.

Unter Vermittlung der USA wurde in Washington eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon ausgehandelt.
Unter Vermittlung der USA wurde in Washington eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon ausgehandelt.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Unter Vermittlung der Vereinigten Staaten sollen Vertreter Israels und des Libanons währenddessen weiter an einer Lösung des Konflikts arbeiten, wie das US-Außenministerium mitteilte.

Die aktuell geltende Waffenruhe war in den vergangenen Wochen allerdings von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.

Die abermalige Verlängerung der Ende April schon einmal ausgedehnten Feuerpause um weitere 45 Tage wurde nach einer dritten Gesprächsrunde zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in Washington bekanntgegeben.

Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan
Israel Krieg Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan

"Die Friedensgespräche verliefen offen und konstruktiv und sollen nun auf zwei Ebenen vorangetrieben werden: auf sicherheitspolitischer und auf politischer Ebene", schrieb der israelische Botschafter in den USA, Jechiel Leiter, auf der Online-Plattform X. "Es wird Höhen und Tiefen geben, doch die Erfolgsaussichten sind groß."

Auch die libanesischen Unterhändler zeigten sich optimistisch. "Die Verlängerung des Waffenstillstands und die Einrichtung eines von den USA unterstützten Sicherheitsprozesses verschaffen unseren Bürgern eine dringend benötigte Atempause, stärken die staatlichen Institutionen und ebnen den Weg für dauerhafte Stabilität", zitierte die Nachrichtenseite "Naharnet" aus einer Stellungnahme der Delegation.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

16. Mai, 12.44 Uhr: Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im Gazastreifen

Das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben den Tod des Militärchefs der Hamas im Gazastreifen, Iss al-Did al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff am Vortag bestätigt.

Al-Haddad wurde in einer Mitteilung als einer der Architekten des Terrorangriffs am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Bei dem Angriff töteten Terroristen der Hamas und andere Islamisten rund 1200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den Gazastreifen.

Al-Haddad war nach der Tötung von Mohammed Sinwar zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgerückt. Nach israelischen Militärangaben gehörte er zu den dienstältesten Kommandeuren der Hamas. Er habe sich der Terrororganisation in ihrer Gründungsphase angeschlossen, hieß es. Israel hat eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.

Eine offizielle Bestätigung des Todes durch die Hamas gibt es bisher nicht. Seine Familie bestätigte hingegen, dass al-Haddad, seine Frau und eine seiner Töchter bei dem israelischen Angriff in einem Stadtteil von Gaza am Freitag ums Leben gekommen sei.

Das israelische Militär griff am Freitag Gaza-Stadt an. Dabei soll der militärische Führer der Hamas, Iss al-Did al-Haddad, ums Leben gekommen sein.
Das israelische Militär griff am Freitag Gaza-Stadt an. Dabei soll der militärische Führer der Hamas, Iss al-Did al-Haddad, ums Leben gekommen sein.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

16. Mai, 11.10 Uhr: Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an

Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon angegriffen. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht.

Vor dem Angriff hatte das Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften im Südlibanon aufgefordert, wegen der bevorstehenden Attacke ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Angriffe wurden mit Verstößen der Hisbollah gegen die bestehende Feuerpause begründet.

16. Mai, 7.14 Uhr: Tote und Verletzte bei israelischem Angriff im Libanon

Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden.

Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.

Die USA hatten erst am Freitag die Verlängerung der aktuell geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.

Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon am Freitag kam es erneut zu einem Angriff. (Archivfoto)
Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon am Freitag kam es erneut zu einem Angriff. (Archivfoto)  © --/dpa

16. Mai, 7.11 Uhr: Trump über den Iran: "Ich habe nichts unterschätzt"

US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: "Ich habe nichts unterschätzt."

Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.

Die USA hätten den Iran "unglaublich hart" getroffen, betonte Trump nun. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen", sagte Trump. Der US-Präsident hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.

Der Iran-Krieg dauert schon deutlich länger, als von der US-Regierung ursprünglich anberaumt. Den Gegner falsch eingeschätzt haben, will US-Präsident Donald Trump aber nicht.
Der Iran-Krieg dauert schon deutlich länger, als von der US-Regierung ursprünglich anberaumt. Den Gegner falsch eingeschätzt haben, will US-Präsident Donald Trump aber nicht.  © Evan Vucci/Pool Reuters/AP/dpa

15. Mai, 22.23 Uhr: Indien erhöht erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise

In Indien sind erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise erhöht worden.

Seit dem Freitagmorgen (Ortszeit) hätten die Mineralölunternehmen die Preise für Benzin sowie für Diesel um 3 Rupien (0,02 Euro) pro Liter angehoben, berichteten die Zeitung "The Hindu" und andere indische Medien.

Es ist demnach der höchste Anstieg seit vier Jahren. Im März 2022 seien die Kraftstoffpreise um rund 9 Rupien gestiegen. Damals hätten die Unternehmen auf die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine reagiert. Laut "The Hindu" gab es seitdem nur winzige Erhöhungen unter einer Rupie.

15. Mai, 20.21 Uhr: USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon

Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll um 45 Tage verlängert werden.

Dies teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. Die Waffenruhe war in den vergangenen Wochen von beiden Seiten mehrfach verletzt worden.

Pigott kündigte ferner eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern beider Seiten unter der Vermittlung des Ministeriums am 2. und 3. Juni an. Zuvor solle am 29. Mai noch im Pentagon ein militärischer Dialog zwischen Delegationen beider Länder stattfinden.

Im Libanon soll die Waffenruhe verlängert werden. (Archivbild)
Im Libanon soll die Waffenruhe verlängert werden. (Archivbild)  © Bilal Hussein/AP/dpa

15. Mai, 19.03 Uhr: Erneut Seeleute von festgesetzten Schiffen frei

Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten holt Pakistan eigene und iranische Seeleute heim.

Die 20 Iraner und elf Pakistaner seien "an Bord von Schiffen gewesen, die auf hoher See von den Vereinigten Staaten festgesetzt wurden", schrieb der pakistanische Außenminister Ishaq Dar (76) auf X. Sie seien wohlauf und an Bord eines Flugzeugs nach Islamabad. Die iranischen Seeleute würden dann von Pakistan in den Iran überstellt.

Pakistan hat die Seeleute demnach in Vermittlung mit Singapur zurückgeholt. Bereits Anfang Mai hatte Pakistan die Rückführung von iranischen Seeleuten bekanntgegeben.

Laut Pakistans Außenminister Ishaq Dar (76) konnten über 30 Seeleute heimgeholt werden.
Laut Pakistans Außenminister Ishaq Dar (76) konnten über 30 Seeleute heimgeholt werden.  © Shamil Zhumatov/Pool Reuters/dpa

15. Mai, 18.53 Uhr: Iran-Krise spaltet Brics-Staaten - Außenminister uneins

Ein Treffen von Außenministern und Sonderbeauftragten des Staatenbündnisses Brics in Neu-Delhi hat ohne gemeinsame Abschlusserklärung geendet.

Zwar hieß es unter anderem in einer Erklärung des Vorsitzlandes Indien, die Teilnehmer hätten ihre tiefe Besorgnis wegen der Entwicklung im Nahen Osten und in der Region Nordafrika geäußert. Doch hieß es zugleich, es habe "abweichende Ansichten unter einigen Mitgliedern hinsichtlich der Situation in Westasien/Nahost-Region" gegeben.

Die Abkürzung Brics steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Auch Saudi-Arabien, der Iran, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Indonesien sind Mitglieder. Eines der Ziele der Gruppe, die sich auch als Gegengewicht zum Westen versteht, ist es, sich in geopolitischen Fragen abzusprechen.

Zwei Tage lang trafen sich die Außenminister der Brics-Staaten – so etwa Sergej Lawrow (76, l.) aus Russland und Subrahmanyam Jaishankar (71) aus Indien.
Zwei Tage lang trafen sich die Außenminister der Brics-Staaten – so etwa Sergej Lawrow (76, l.) aus Russland und Subrahmanyam Jaishankar (71) aus Indien.  © Manish Swarup/AP/dpa

15. Mai, 18.30 Uhr: Gespräche zwischen Israel und Libanon

Israelische und libanesische Unterhändler setzen Medienberichten zufolge ihre Gespräche in Washington fort. Das berichteten übereinstimmend der arabischsprachige Sender Al-Jazeera und die israelische Zeitung "Haaretz".

Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Eine weitere Gesprächsrunde begann am Donnerstag. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon, die nicht mit am Tisch sitzt.

Mit Spannung wurde erwartet, ob die beiden Regierungen sich auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen werden. Die bisherige Vereinbarung läuft an diesem Sonntag (17. Mai) aus.

15. Mai, 14.22 Uhr: Iran - Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten

Russland hat iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe angeboten.

"Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen", sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankte der russischen Regierung für ihren "Vorschlag".

Araghtschi bestätigte damit am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63). (Archivbild)
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63). (Archivbild)  © Dmitri Lovetsky/Pool AP/dpa

15. Mai, 12.48 Uhr: Straße von Hormus aus Irans Sicht nur für Feinde gesperrt

Die Straße von Hormus ist aus Sicht der iranischen Regierung nur für ihre Feinde gesperrt.

"Die Straße von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen", sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe in Neu-Delhi.

Titelfoto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

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