Nahost-Konflikt: Israels Präsident setzt Konsultationen über Regierungsbildung fort

Nahost - Nach der Parlamentswahl in Israel und den Midterms in den USA hat der ehemalige israelische Militärchef Gadi Eisenkot für eine Erneuerung der Partnerschaft zwischen beiden Ländern plädiert.

Ex-Militärchef Gadi Eisenkot unterstreicht nach der Parlamentswahl in Israel seinen Führungsanspruch - und wendet sich an den wichtigsten Verbündeten.  © Gil Cohen-Magen/dpa

"Israel wird weiterhin einer der verlässlichsten und leistungsfähigsten strategischen Partner Amerikas im Nahen Osten bleiben – eine Partnerschaft, die für beide Völker in jeder Hinsicht von gegenseitigem Nutzen ist", schrieb Eisenkot, dessen Mitte-Partei Jaschar bei der Wahl 21 Mandate in der Knesset erhalten hatte, am Mittwochabend auf der Plattform X.

"Das israelische Volk hat für einen Wandel gestimmt und dafür, die derzeitige Regierung abzulösen", schrieb Eisenkot.

Die Verbindung zwischen Israel und den Vereinigten Staaten sei mehr als nur ein Bündnis zwischen Regierungen, sondern auch eine Partnerschaft zwischen Völkern. 

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Neue Luftangriffe im Iran bringen laut Demokraten keinen Durchbruch

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5. November, 11.08 Uhr: Israels Präsident setzt Konsultationen über Regierungsbildung fort

Der israelische Präsident Izchak Herzog setzt seine Beratungen mit Vertretern der Parteien über eine Regierungsbildung fort.

Während die ultraorthodoxe Gruppe Vereinigte Tora-Judentum keine Empfehlung für einen Regierungschef aussprach, empfahl die rechtsextreme Partei Ozma Jehudit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Regierungsbildung. Die Demokraten hingegen sprachen sich für Ex-Militärchef Gadi Eisenkot aus.

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Israels Präsident Izchak Herzog (r.) sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

5. November, 6.17 Uhr: Erneut Brände an Schiffen in der Straße von Hormus

In der Straße von Hormus sind nach iranischen Angaben erneut Schiffe in Brand geraten.

Zwei Tanker und ein Schlepper seien in der Nacht von den Zwischenfällen betroffen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Iranischen Revolutionsgarden.

Ein Tanker sei auf eine Miene aufgefahren, hieß es. Zur Ursache des Brandes auf dem zweiten Tanker gab es in dem Bericht keine Informationen. Der Schlepper habe sich ursprünglich zur Brandbekämpfung genähert und sei dann selbst in Brand geraten.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist weiterhin ein zentraler Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran. Jetzt sollen nach iranischen Angaben dort wieder Schiffe brennen. (Archivfoto)  © Altaf Qadri/AP/dpa

4. November, 20.09 Uhr: Trump verteidigt Iran-Krieg trotz Wahlniederlage

US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass die durch den Iran-Krieg gestiegenen Spritpreise ein Grund für die Niederlage seiner Republikaner bei den Parlamentswahlen waren.

Er halte die Einschätzung seines Vizepräsidenten JD Vance, der den Krieg als Grund für die Wahlniederlage bezeichnet hatte, für weitgehend zutreffend, sagte Trump vor Journalisten in Washington. Der Krieg habe die Preise kurzfristig "ein wenig" in die Höhe getrieben. 

Gleichzeitig verteidigte er seine Entscheidung zum Krieg gegen den Iran. Wenn er noch einmal vor der Wahl stünde, würde er genauso handeln, sagte der Republikaner. Man dürfe nicht zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme. Auf die Frage, ob der Krieg es wert gewesen sei, antwortete er mit Ja

US-Präsident Donald Trump verteidigte seine Entscheidung zum Krieg gegen den Iran.  © Alex Brandon/AP/dpa

4. November, 16.24 Uhr: Huthi-Miliz attackiert offenbar erneut Flughafen Riad

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat erneut einen Angriff auf den Flughafen in der saudischen Hauptstadt Riad für sich beansprucht.

Eine Rakete habe den Flughafen direkt getroffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Reisende sowie Fluggesellschaften und deren Mitarbeiter warnte er erneut davor, den saudischen Flugraum zu nutzen, weil dieser nicht vor Angriffen der Huthi sicher sei. 

4. November, 16.21 Uhr: Iran gibt sich nach US-Wahlen kämpferisch

Am Tag nach den Zwischenwahlen mit der herben Niederlage für die Republikaner von US-Präsident Donald Trump gibt sich der Iran kämpferisch.

"Den Iran anzugreifen bringt keinen Sieg", schrieb Außenamtssprecher Ismail Baghai auf der Plattform X auf Englisch. Der Iran könne nicht durch Drohungen eingeschüchtert werden, hieß es weiter.

Zuvor wurde auch eine Rede, die Irans oberstem Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei zugeschrieben wird, veröffentlicht. Darin hieß es, Washingtons Ziel sei die bedingungslose Kapitulation des iranischen Volkes - daran ändere auch ein "Parteiwechsel" nichts. Jegliche Zugeständnisse und Schritte zur Kapitulation könnten die Erfolge des Landes gefährden. Iranische Medien transportierten den Redetext, der anlässlich von Feierlichkeiten veröffentlicht wurde, übereinstimmend.

Frauen sitzen unter einem Porträt des iranischen Obersten Führers Ayatollah Modschtaba Chamenei.  © Vahid Salemi/AP/dpa

4. November, 16.17 Uhr: Israels Opposition hofft auf Neustart mit den USA

Die oppositionellen Demokraten in Israel haben der Demokratischen Partei in den USA zu ihrem Sieg bei den Zwischenwahlen gratuliert.

In einer Stellungnahme verband die linksliberale Partei dies mit der Hoffnung auf eine rasche Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern, die unter dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu stark gelitten hätten. 

4. November, 6.14 Uhr: Vier Tanker in Straße von Hormus durch Minen zerstört

In der Straße von Hormus sind nach iranischen Angaben vier Tanker auf Minen gefahren und zerstört worden.

Der regierungsnahe Sender Press TV zitierte auf Telegram die mächtigen Revolutionsgarden, wonach die Schiffe versucht hätten, in der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge eine vom Iran nicht genehmigte Route zu nehmen. Teheran verlangt, dass Schiffe eine vom Iran festgelegte Strecke entlang seiner Küste nehmen.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wurden in der Straße von Hormus und der weiteren Golfregion immer wieder Schiffe angegriffen. Der Iran hatte zuletzt seine Attacken auf Schiffe insbesondere entlang einer südlichen Route in der Meerenge intensiviert. Laut "Wall Street Journal" schützt das US-Militär dort seit Monaten mit fast kontinuierlicher Luftunterstützung kommerzielle Frachter.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

4. November, 6.09 Uhr: Sorgen vor Rückkehr zum offenen Krieg

Mehrere Medien hatten zuletzt über Pläne Washingtons berichtet, nach der US-Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.

Der "Financial Times" sagte Trump nun: "Ich bin bereit, wir sind bereit. Wir sind schussbereit, falls wir zuschlagen müssen, aber vielleicht gibt es gar keinen Grund dafür." Am Vortag hatte er bereits dem US-Nachrichtenportal "Axios" am Telefon gesagt, er habe "keine Eile", eine Entscheidung dazu zu fällen. 

Angesichts der Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg bemüht sich der Golfstaat Katar weiter um Vermittlung. "Wir bleiben hoffnungsvoll, dass es noch eine Chance gibt für eine Einigung und um Bedingungen zu schaffen für zukünftige Verhandlungen", sagte Außenamtssprecher Madschid al-Ansari.

3. November 20.54 Uhr: Trump kündigt Ende milliardenschwerer Hilfen an Israel an

US-Präsident Donald Trump hat überraschend die Einstellung milliardenschwerer Hilfen an Israel zum Jahresende verkündet.

Er und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seien übereingekommen, dass Israel nicht mehr auf die Zuschüsse in Höhe von vier Milliarden US-Dollar (knapp 3,6 Mrd. Euro) angewiesen sei, sagte Trump in einem Telefonat mit dem US-Sender Fox News. 

Benjamin Netanjahu (l.) und Donald Trump.  © Alex Brandon/AP/dpa

3. November 17.01 Uhr: Opposition will Eisenkot als Regierungschef empfehlen

Vor Beginn der Konsultationen zur Regierungsbildung hat Israels Opposition ihren Willen bekräftigt, die rechtsreligiöse Regierung von Benjamin Netanjahu (77) abzulösen.

Dessen Hauptrivale, der ehemalige Militärchef Gadi Eisenkot, traf sich nach Angaben seines Büros bei Tel Aviv mit den Vorsitzenden der Oppositionsparteien Bejachad, Israel Beitenu und Demokraten. Sie wollten dem Präsidenten Izchak Herzog gemeinsam empfehlen, Eisenkot zuerst mit der Regierungsbildung zu beauftragen.

Ziel sei es, so schnell wie möglich eine neue Regierung zu bilden und eine weitere Wahl zu verhindern. Die Parteichefs kritisierten zugleich, dass Netanjahu und seine Likud-Partei das Wahlergebnis infrage stellten. Sie kündigten an, sich gegen Versuche zu wehren, den Wahlausgang und den demokratischen Prozess anzuzweifeln. Es handle sich um eine "gefährliche und haltlose Kampagne".

Gadi Eisenkot (66) ist ehemaliger Militärchef und könnte neuer Präsident in Israel werden.  © Gil Cohen-Magen/dpa

3. November, 12.50 Uhr: Iran meldet Explosionen an Tankern in Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben Explosionen an drei Tankern in der Straße von Hormus gemeldet.

Die Schiffe seien in den frühen Morgenstunden auf Seeminen aufgefahren, hieß es in einer Erklärung der IRGC. Die Angaben ließen sich nicht verifizieren. Stellungnahmen von unabhängigen Stellen blieben zunächst aus. 

Wieder berichtet der Iran von Explosionen an Schiffen in der Straße von Hormus.  © Altaf Qadri/AP/dpa

3. November, 8.43 Uhr: Iran richtet erneut zwei Männer nach Massenprotesten hin

Im Iran sind im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres abermals zwei Männer exekutiert worden.

Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massendemonstrationen an der Tötung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.

Die Männer, Amirhossein Maleki und Amirhossein Ebrahimi, seien am frühen Morgen gehängt worden, hieß es weiter. Am späten Montagabend sollen die Angehörigen der beiden Männer zu einem letzten Besuch in ein Gefängnis der Stadt Isfahan berufen worden sein, berichtete die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO).

Laut iranischer Justiz sollen die Männer Teil einer Gruppe gewesen sein, die an der Tötung der Polizeibeamten beteiligt gewesen sein sollen. Im August waren bereits andere angebliche Mitglieder dieser Gruppe öffentlich gehängt worden. Menschen hatten damals spontan dagegen protestiert. 

Der oberste iranische Richter Gholamhossein Mohseni-Esche’i (70).  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

3. November, 7.45 Uhr: Angriffe in Saudi-Arabien: Asien-Cup wird verschoben

Wegen der Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien hat der asiatische Fußballverband AFC den geplanten Asien-Cup verschoben.

Statt vom 7. Januar bis 5. Februar 2027 soll das Turnier vom 23. Dezember 2027 bis 21. Januar 2028 in Saudi-Arabien stattfinden, wie die AFC mitteilte.

"Das Organisationskomitee des Asien-Cups hat beschlossen, das Turnier angesichts der aktuellen außergewöhnlichen Umstände zu verlegen, die sich aus den Entwicklungen in der Region ergeben - darunter erhebliche logistische Schwierigkeiten und Reisebeeinträchtigungen", erklärte der Verband. 

Die Verschiebung sei im "Interesse aller teilnehmenden Mannschaften, Offiziellen, Zuschauer und sonstigen Beteiligten notwendig", hieß es weiter. Der Zeitplan werde dem Weltverband FIFA zur Genehmigung vorgelegt.

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