Nahost-Konflikt: Minen in der Straße von Hormus? Trump droht dem Iran

Iran - Inmitten heftiger israelischer Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht.

Der US-Präsident Donald Trump (79).
Der US-Präsident Donald Trump (79).  © Kay Nietfeld/dpa

"Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview.

Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan." Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

10. März, 22.29 Uhr: UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon

Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen.

Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr (MEZ) in New York tagen.

Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hieß es aus Diplomatenkreisen. 

10. März, 22.19 Uhr: Minen in der Straße von Hormus? Trump droht dem Iran

Nach Berichten über in der Straße von Hormus vom Iran verlegte Minen hat US-Präsident Donald Trump (79) Teheran mit Vergeltung gedroht.

"Sollten aus irgendeinem Grund Minen ausgelegt worden sein und diese nicht unverzüglich entfernt werden, wird dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Gleichzeitig machte der Präsident klar, dass ihm bisher keine eigenen Erkenntnisse über Minen in der Meeresenge vorlägen.

Der US-Präsident Donald Trump (79) droht dem Iran erneut via Truth Social.
Der US-Präsident Donald Trump (79) droht dem Iran erneut via Truth Social.  © SAUL LOEB / AFP

10. März, 21.29 Uhr: Neue Explosionen in Teheran

AFP-Journalisten hörten am Dienstagabend eine neue Serie von Explosionen in Teheran.

Journalisten der AFP hörten die Detonationen im Norden und Westen Teherans.

10. März, 21.15 Uhr: Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische Ölfelder

Israels Staatspräsident Izchak Herzog (65) verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Es handele sich um Öl, das vom Militär gelagert und von der iranischen Regierung nutzt werde, um damit auch seine Terror-Operationen zu finanzieren, sagte Herzog der BILD.

Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt.

Vor wenigen Tagen wurden die Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran beschädigt.
Vor wenigen Tagen wurden die Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran beschädigt.  © AFP

10. März, 20.50 Uhr: Mehr als 5000 Ziele im Iran getroffen

Die USA haben nach Angaben des Weißen Hauses mittlerweile mehr als 5000 Ziele im Iran attackiert.

Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt (28), in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent.

"Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben", sagte Leavitt.

10. März, 20.22 Uhr: Iranische Parlamentspräsident strebe keinen Waffenstillstand an

Der iranische Parlamentspräsident erklärte am Dienstag, der Iran strebe keinen Waffenstillstand im Krieg gegen die Vereinigten Staaten und Israel an und fügte hinzu, der "Aggressor" müsse bestraft werden.

"Wir streben ganz sicher keinen Waffenstillstand an", schrieb Mohammad Bagher Ghalibaf (64), ein ehemaliger hochrangiger Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden und Schlüsselfigur nach der Ermordung des ehemaligen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, in einem Beitrag auf X.

10. März, 20.15 Uhr: Irans Verbandschef denkt über möglichen Verzicht der WM nach

Nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft während des Asien-Cups in Australien hat der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI) erneut einen möglichen Verzicht der Männer-Weltmeisterschaft ins Spiel gebracht.

"Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien", sagte Mehdi Tadsch (66) der Nachrichtenagentur Isna.

Nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup waren fünf Spielerinnen in Australien geblieben und hatten humanitäre Visa erhalten

10. März, 19.41 Uhr: US-Sondergesandter warnt vor nuklearer Bedrohung

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) hat die Notwendigkeit der US-Angriffe auf den Iran mit Blick auf dessen Atomanlagen betont.

Das "Heimtückische" sei, dass der Iran fast alle nötigen Komponenten zur Urananreicherung selbst herstellen könne, sagte er dem US-Sender CNBC.

Witkoff reagierte damit auf die Frage, wie es zusammenpasse, dass die USA im Sommer die Zerstörung iranischer Atomanlagen verkündeten und nun erneut wegen der nuklearen Bedrohung in den Krieg ziehen.

Witkoff unterstrich die Darstellung des Weißen Hauses, die USA hätten nahezu sämtliche Kapazitäten zur Anreicherung und Umwandlung von Uran zerstört. Allerdings verfüge der Iran über ein riesiges Programm zur Herstellung hochentwickelter Zentrifugen, die für die Urananreicherung entscheidend sind.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) warnt vor dem Iran.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) warnt vor dem Iran.  © Brendan Smialowski / AFP

10. März, 18.56 Uhr: 15 Rettungskräfte von israelischen Militär getötet

Das der Hisbollah nahestehende Islamische Gesundheitskomitee teilte am Dienstag mit, dass seit Beginn des jüngsten Krieges im Libanon am 2. März 15 seiner Retter bei israelischen Angriffen getötet worden seien.

In einer Erklärung gaben die Sanitäter an, ihre Einsatzkräfte seien seit Beginn der Aggression "einer Reihe direkter Angriffe ausgesetzt gewesen, die zum Märtyrertod von 15 Menschen und zur Verwundung von mehr als 30 Sanitätern führten, die ihrer humanitären Pflicht nachkamen, Verwundete zu retten und Zivilisten Hilfe zu leisten".

10. März, 18.46 Uhr: Drei Explosionen erschüttern Teheran

AFP-Journalisten hörten am Dienstagabend drei Explosionen in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Die Explosionen ließen die Fenster der Wohnung eines AFP-Journalisten im Norden Teherans erzittern. Über die beabsichtigten Ziele lagen zunächst keine Informationen vor.

Die Angriffe auf Teheran gehen weiter.
Die Angriffe auf Teheran gehen weiter.  © AFP

10. März, 18.34 Uhr: Sinkender Ölpreis lässt Aktienkurse steigen

Hoffnung auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs samt einer Entspannung am Ölmarkt haben den Dax am Dienstag phasenweise wieder über die 24.000-Punkte-Marke katapultiert.

Letztlich ging der deutsche Leitindex dann mit einem Plus von 2,39 Prozent auf 23.968,63 Punkte aus dem Tag. 

Weiterhin bewegte sich der Dax, der tags zuvor auf ein Tief seit Mai 2025 abgesackt war, konträr zum Auf und Ab der Ölpreise. Am Montagmorgen war der Preis für die Rohöl-Sorte Brent zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (ca. 103 Euro) je Fass geklettert.

Titelfoto: SAUL LOEB / AFP

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