Nahost-Konflikt: Kreuzfahrtschiff durchfährt Straße von Hormus

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Israel/Iran - Nach wochenlanger Blockade wegen des Iran-Kriegs will die Staatsführung in Teheran die Straße von Hormus wieder für die Durchfahrt von Öltankern und Handelsschiffen öffnen.

Die Straße von Hormus ist laut iranischen Angaben wieder für Öltanker und Handelsschiffe geöffnet. (Archivbild)
Die Straße von Hormus ist laut iranischen Angaben wieder für Öltanker und Handelsschiffe geöffnet. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Umgekehrt wollen die USA aber ihre eigene Seeblockade aufrechterhalten, die nur für Schiffe mit Start- oder Zielhafen im Iran gilt, wie Präsident Donald Trump (79) betonte.

Auf einer Konferenz in Paris machten sich unterdessen rund 50 am Konflikt nicht beteiligte Länder unter Führung von Frankreich und Großbritannien für eine neutrale Marine-Mission in der für den Welthandel wichtigen Meerenge nahe der iranischen Küste stark.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) erklärte auf X, Handelsschiffe könnten während der laufenden Waffenruhe durch die Meerenge fahren. Die Schiffe müssten jedoch auf einer von der Islamischen Republik vorgegebenen Route bleiben.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

18. April, 17.48 Uhr: Kreuzfahrtschiff durchfährt Straße von Hormus

Wie Daten von Tracking-Webseiten zeigen, hat das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 4" des Anbieters "TUI" die Straße von Hormus durchfahren.

Vier weitere Kreuzfahrtschiffe haben zudem ihre Durchfahrt begonnen. Zudem haben Schifffahrtsdaten zufolge während der vorübergehenden Öffnung der Straße von Hormus mehrere Tanker die Meerenge passiert.

Der Iran hatte die Durchfahrt für eine begrenzte Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen auf Basis vorheriger Vereinbarungen erlaubt, teilten die iranischen Revolutionsgarden mit.

Ein Kreuzfahrtschiff des Anbieters "TUI" hat die Straße von Hormus durchquert. (Symbolfoto)
Ein Kreuzfahrtschiff des Anbieters "TUI" hat die Straße von Hormus durchquert. (Symbolfoto)  © Lana Dörrer/privat/dpa

18. April, 17.46 Uhr: Vertriebene im Libanon kehren weiter in Häuser zurück

Im Libanon kehren durch Kämpfe vertriebene Anwohner im Zuge der aktuell geltenden Waffenruhe weiter in ihre Häuser zurück.

Unter anderem im besonders stark zerstörten Süden würden Familien zurückkehren, berichtete der Fernsehsender LBC. Armee und Rettungskräfte versuchten dort, Straßen von Trümmern zu befreien.

Eine schnelle Entspannung deutet sich aber nicht an. Im Süden gibt es weiter Gefahren wegen Landminen und nicht explodierten Sprengsätzen. In einem Ort im Süden wurde nach offiziellen Angaben eine zuvor vertriebene Frau samt ihrem Kind getötet, als sie die Schäden an ihrem Haus prüfen wollte.

Auch in Beirut können viele Menschen trotz der Waffenruhe nicht zurück, weil ihre Häuser stark beschädigt sind oder weil es keinen Strom gibt.

18. April, 16.25 Uhr: Trump zeigt sich unbeeindruckt - "Damit können sie uns nicht erpressen"

US-Präsident Donald Trump lässt sich nach eigenen Angaben nicht von der iranischen Blockade der Straße von Hormus unter Druck setzen.

Teheran gehe seit Jahren so vor – "damit können sie uns nicht erpressen", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Trump betonte, dass beide Seiten weiterhin verhandelten.

"Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut", sagte er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben.

US-Präsident Trump zeigt sich in der Öffentlichkeit unbeeindruckt, dass der Iran die Öffnung der Straße von Hormus rückgängig gemacht hat.
US-Präsident Trump zeigt sich in der Öffentlichkeit unbeeindruckt, dass der Iran die Öffnung der Straße von Hormus rückgängig gemacht hat.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

18. April, 14.57 Uhr: US-Streitkräfte setzen Seeblockade weiter durch

Das US-Militär setzt nach eigenen Angaben die Seeblockade in der Straße von Hormus und in der Nähe der Meerenge weiter durch.

Seit Beginn der Maßnahme hätten 23 Schiffe auf Anweisung der US-Streitkräfte ihren Kurs geändert oder seien umgekehrt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Seeblockade richtet sich gegen Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel.

18. April, 14.54 Uhr: Französischer Soldat bei UN-Mission im Libanon getötet

Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) bestätigte den Tod des Soldaten bei X und teilte mit, dass drei weitere Kameraden verwundet und evakuiert worden seien. "Alles deutet darauf hin, dass die Hisbollah für diesen Angriff verantwortlich ist", schrieb Macron. Er forderte die libanesische Regierung auf, die Verantwortlichen sofort festzunehmen.

Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden. (Symbolbild)
Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden. (Symbolbild)  © Ali Hashisho/XinHua/dpa

18. April, 14.27 Uhr: Israels Armee meldet Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Waffenruhe mit dem Libanon mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen.

Sie hätten gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär am Nachmittag mit. Demnach gab es mehrere solcher Vorfälle.

Israels Armee hat mehrere Zwischenfälle im Libanon gemeldet. (Archivbild)
Israels Armee hat mehrere Zwischenfälle im Libanon gemeldet. (Archivbild)  © Ariel Schalit/AP/dpa

18. April, 14.14 Uhr: Revolutionsgarden stoppen Tanker in der Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist es nach Angaben eines Schiffsverfolgungsdienstes zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen.

Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert.

Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) gab auf der Plattform X bekannt, dass sich zwei Schnellboote der Revolutionsgarden-Marine einem Tanker genähert und Schüsse abgegeben hätten, teilte UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Besatzungsmitglieder seien nicht verletzt worden. Auch Sachschäden seien nicht entstanden.

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild)
Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

18. April, 10.15 Uhr: Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig.

Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt.

18. April, 9.41 Uhr: Schifffahrt misstraut Politik

In der für den globalen Energiehandel wichtigen Straße von Hormus ist eine rasche Normalisierung des Schiffsverkehrs nach Einschätzung von Datenanbietern und Branchenbeobachtern nicht in Sicht.

Wie der Sender CNN unter Berufung auf Verkehrsdaten berichtet, passierten seit der offiziellen Freigabe durch Teheran lediglich fünf Frachtschiffe und ein leeres Kreuzfahrtschiff die Meerenge, jedoch keine Öltanker. Nach Einschätzung von John-Paul Rodriguez, Experte für Seeschifffahrt an der Texas A&M University, halten widersprüchliche Statusmeldungen Reedereien von der Durchfahrt ab.

Rodriguez sagte dem Sender Al Jazeera: "Seit der Ankündigung haben Schiffe versucht, die Meerenge zu passieren … aber es sieht so aus, als würden viele von ihnen umkehren, weil die Lage unklar ist." Große Reedereien würden sich wahrscheinlich nicht wohl dabei fühlen, die Meerenge zu durchfahren, bis die "derzeitige iranische Sperre vollständig aufgehoben" sei.

18. April, 7.10 Uhr: Iran droht USA für Fall andauernder Seeblockade

Der Iran hat den USA für den Fall gedroht, dass sie an ihrer Seeblockade in der Straße von Hormus für Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel festhalten.

"Die sogenannte Seeblockade stellt einen Verstoß gegen die Waffenruhe dar und wird eine angemessene Reaktion des Irans zur Folge haben", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

Titelfoto: Lana Dörrer/privat/dpa

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