Nahost-Konflikt: Syrische Regierung übernimmt Gefängnis mit IS-Kämpfern

Nahost - US-Präsident Donald Trump hat die Verlegung einer "riesigen Flotte" in die Golfregion bekannt gegeben.

Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und Begleitschiffe sind auf dem Weg in die Golfregion.
Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und Begleitschiffe sind auf dem Weg in die Golfregion.  © Fazry Ismail/Pool EPA/AP/dpa

"Wir haben viele Schiffe in diese Richtung geschickt, nur für den Fall", sagte Trump am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten. "Mir wäre es lieber, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau", fügte er mit Blick auf das Regime in Teheran hinzu.

Im Laufe der Woche hatten US-Medien bereits berichtet, der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" sei von Manövern im Südchinesischen Meer in den Nahen Osten beordert worden.

Trump bestätigte nun die laufenden Vorbereitungen. "Wir beobachten den Iran", sagte Trump. Er sprach von einer "Armada" und einer "riesigen Flotte", fügte jedoch hinzu: "Vielleicht müssen wir sie gar nicht einsetzen."

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Zuvor hatte der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden die USA und Israel vor "Fehlkalkulationen" und folgenschweren Konsequenzen eines Angriffs auf sein Land gewarnt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

23. Januar, 15.24 Uhr: Syrische Regierung übernimmt Gefängnis mit IS-Kämpfern

Die syrische Übergangsregierung hat ein weiteres Gefängnis mit mutmaßlichen Terroristen des Islamischen Staats (IS) von der kurdisch-dominierten Miliz SDF (Syrian Democratic Forces) übernommen.

Das al-Aktan-Gefängnis nahe der einstigen IS-Hochburg al-Rakka im Nordosten Syriens gilt mit etwa 1.500 Gefangenen als eine der größten Haftanstalten für ehemalige IS-Kämpfer verschiedener Nationalitäten.

Hunderte SDF-Kämpfer, die das Gefängnis bislang bewachten, wurden nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten in die von den SDF kontrollierte Stadt Kobane an der türkischen Grenze gebracht.

Die SDF hatten die IS-Terroristen während des Bürgerkriegs mit US-Unterstützung erfolgreich bekämpft und weite Teile Nordostsyriens unter ihre Kontrolle gebracht.
Die SDF hatten die IS-Terroristen während des Bürgerkriegs mit US-Unterstützung erfolgreich bekämpft und weite Teile Nordostsyriens unter ihre Kontrolle gebracht.  © Omar Albam/AP/dpa

23. Januar, 14.08 Uhr: Aktivisten verifizieren 5000 Tote bei Irans Massenprotesten

Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen.

Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte nach eigenen Angaben bislang 5002 Tote, darunter 4714 Demonstranten, 207 Staatskräfte, 42 Minderjährige und 39 Unbeteiligte. Weitere 9787 Todesfälle würden untersucht.

Zudem seien rund 26.800 Menschen festgenommen worden, hieß es in dem Bericht bei HRANA. Auch staatliche Medien berichteten in den vergangenen Tagen über zahlreiche Festnahmen in mehreren Landesteilen. Die Justiz hatte angekündigt, ohne Nachsicht gegen "Unruhestifter" vorzugehen.

Die Proteste waren Ende Dezember ausgebrochen. Ausgelöst durch die schwere Wirtschaftskrise im Land gingen zunächst Händler auf die Straßen. Vor gut zwei Wochen kam es in den Metropolen am 8. und 9. Januar dann zu Massenprotesten, die brutal niedergeschlagen wurden.

Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen.
Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen.  © Iranian Presidency/ZUMA Press Wire/dpa

23. Januar, 11.58 Uhr: Iran - Verschwörung feindlicher Geheimdienste verhindert

Der iranische Sicherheitsapparat hat eigenen Angaben zufolge ausländische Geheimdienstnetzwerke zerschlagen. In diesem Zusammenhang seien 735 Menschen festgenommen oder vorgeladen worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung des Geheimdiensts der Revolutionsgarden.

In seiner Erklärung warf der Geheimdienst den Erzfeinden USA und Israel vor, auf eine Zersplitterung der geografischen Einheit des Irans abzuzielen. Beide Länder sollen einen Kommandoraum im Land eingerichtet haben, um ihren Plan zu verfolgen. Dieser sei eine Fortsetzung des zwölftägigen Kriegs, den Israel und die USA im Juni 2025 gegen den Iran geführt hatten. Belege für einen solchen Plan liegen nicht vor.

23. Januar, 6.47 Uhr: Riesige Flotte ist auf dem Weg Richtung Iran

US-Präsident Donald Trump schließt ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran weiterhin nicht aus.

"Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist", sagte der Republikaner vor Journalisten auf dem Rückweg aus Davos nach Washington. "Und vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen", fügte er hinzu. Viele Schiffe befänden sich nur für den Fall der Fälle auf dem Weg in die Region. "Ich würde es vorziehen, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau", sagte Trump über den Iran.

Bereits Ende der vergangenen Woche hatten US-Medien berichtet, dass der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und Begleitschiffe auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region seien. Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet.

US-Präsident Donald Trump (79) hat die Verlegung einer "riesigen Flotte" in die Golfregion bekannt gegeben.
US-Präsident Donald Trump (79) hat die Verlegung einer "riesigen Flotte" in die Golfregion bekannt gegeben.  © Evan Vucci/AP/dpa

22. Januar, 23 Uhr: Zehntausende demonstrieren gegen hohe Zahl an Morden unter arabischen Israelis

Im Norden Israels haben zehntausende Menschen gegen die zunehmende Gewalt innerhalb der arabisch-israelischen Gemeinschaft demonstriert.

Der Protestmarsch am Donnerstag in Sachnin fand parallel zu einem Generalstreik in mehreren von arabischen Israelis bewohnten Städten und Dörfern statt. Seit Anfang des Jahres wurden bereits mindestens 20 arabische Israelis getötet. Die Verbrechen, oft im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, erhalten nach Ansicht der Betroffenen nicht genügend Aufmerksamkeit der israelischen Behörden.

Die Demonstranten trugen Schilder mit hebräischen und arabischen Slogans und skandierten "Arabisches Blut ist nicht billig".

Titelfoto: Omar Albam/AP/dpa

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