Nahost-Konflikt: Laut Trump könnte Krieg noch vier Wochen dauern

Nahost - Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen haben die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen.

Nach dem Tod Chameneis kündigen Irans Revolutionsgarden Vergeltung an.
Nach dem Tod Chameneis kündigen Irans Revolutionsgarden Vergeltung an.  © Vahid Salemi/AP/dpa

"In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen", heißt es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik.

Die Regierung kündigte 40 Tage öffentliche Trauer und 7 Feiertage an. Die gegenseitigen Angriffe gingen derweil in der Nacht weiter.

Der Iran feuerte Raketen Richtung Israel ab und griff US-Verbündete sowie amerikanische Stellungen in Nahost an. In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv starb laut Medien eine Frau beim Einschlag einer Rakete in einem Wohnblock. Dutzende Menschen seien verletzt worden.

Ex-Tagesschau-Sprecher erlebt Nahost-Eskalation aus nächster Nähe
Israel Krieg Ex-Tagesschau-Sprecher erlebt Nahost-Eskalation aus nächster Nähe

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

1. März, 22.23 Uhr: Mindestens sechs Verletzte bei iranischem Raketenangriff auf Jersualem

Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes mindestens sechs Menschen verletzt worden.

Sanitäter betreuten einen Mann mit mittelschweren sowie fünf weitere Menschen mit leichten Verletzungen, erklärte der Rettungsdienst am Sonntagabend. Die israelische Polizei war nach eigenen Angaben im Einsatz, nachdem Meldungen über Raketentrümmer eingegangen waren.

1. März, 22.11 Uhr: Iran nennt Namen sieben getöteter Generäle

Die Liste der bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen getöteten Offiziellen wird immer länger. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte am Abend die Namen von sieben Generälen, die zu "Märtyrern" wurden, wie es hieß.

Darunter sind unter anderem Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimzadeh. Wann und wo die Generäle ums Leben kamen, ging aus der Meldung nicht hervor.

Teheran: Eine Rauchwolke steigt nach einer Explosion auf.
Teheran: Eine Rauchwolke steigt nach einer Explosion auf.  © Vahid Salemi/AP/dpa

1. März, 22.06 Uhr: Israels Militär: Führungsspitze der "Achse des Terrors" ausgeschaltet

Nach Angaben des israelischen Militärs ist mit der Tötung des iranischen Staatsführers Ali Chamenei die gesamte Führungsspitze der iranischen "Achse des Terrors" ausgeschaltet worden.

Chameneis Tötung sei der Höhepunkt der Bemühungen gewesen, die Führung des vom Iran gesteuerten Terrorismus zu beseitigen, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Ihre Tötung mache den Nahen Osten "sicherer für Israel und die Welt", so das Militär.

1. März, 21.49 Uhr: Laut Trump könnte Krieg noch vier Wochen dauern

Der Krieg mit dem Iran könnte nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump (79) noch vier Wochen dauern.

Von Anfang an sei man davon ausgegangen, dass es etwa vier Wochen gehen würde, sagte Trump laut "Daily Mail" in einem Telefoninterview. Der Iran sei ein großes Land. "Es wird vier Wochen dauern - oder weniger."

1. März, 21.14 Uhr: Irans Außenminister: Können Krieg trotz Bombardierung Teherans führen

Die Fähigkeiten des Irans, Krieg zu führen, sind dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) zufolge durch die Bombardierungen der Hauptstadt Teheran nicht eingeschränkt.

"Wir hatten zwei Jahrzehnte, um Niederlagen des US-Militärs bei unseren westlichen und östlichen Nachbarn zu studieren", schrieb der Minister im Kurznachrichtdienst X. Er spielte damit auf die Kriege in Afghanistan und dem Irak an. Daraus habe man Lehren gezogen, fügte er hinzu. Dezentralisierte Verteidigungsstrukturen ermöglichten dem Land, den Krieg nach Belieben in die Länge zu ziehen.

Außenminister Abbas Araghtschi (63) droht mit einem langen Krieg.
Außenminister Abbas Araghtschi (63) droht mit einem langen Krieg.  © Vahid Salemi/AP/dpa

1. März, 21.03 Uhr: USA melden Zerstörung von Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der mächtigen iranischen Revolutionsgarden bei einem Angriff zerstört. In den vergangenen 47 Jahren hätten die Revolutionsgarden mehr als 1000 US-Bürger getötet, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Sonntag.

"Amerika hat das mächtigste Militär der Welt, und die Iranischen Revolutionsgarden haben kein Hauptquartier mehr. Gestern hat ein US-Schlag den Kopf der Schlange abgeschlagen."

Die israelische Armee meldete derweil einen "schweren Schlag" gegen "dutzende" militärische Kommando- und Kontrollzentren des Iran. Die Angriffe am Sonntag hätten sich gegen die Revolutionsgarden, den Geheimdienst, die Kommandozentralen der Luftwaffe und den Inlandsgeheimdienst gerichtet. Zudem habe es mehr als 30 israelische Angriffe auf iranische Luftverteidigungs- und Raketenstellungen gegeben.

1. März, 21 Uhr: Erdogan bedauert Tod Chameneis

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach der Tötung des iranischen Staatschefs Ali Chamenei sein Beileid bekundet.

Er bedauere den Tod Chameneis aufgrund der Angriffe am Samstag und spreche dem iranischen Volk sein Beileid aus, schrieb Erdogan auf der Plattform X.

1. März, 20.48 Uhr: 30.000 Reisende deutscher Veranstalter betroffen

Rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter sind nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) aktuell von den Luftraumsperrungen im Nahen Osten betroffen. Sie halten sich demnach entweder in der Region auf oder haben Flüge über dortige Drehkreuze gebucht.

Die Sicherheitslage sei "äußerst volatil", erläuterte der Reiseverband. Wie lange die Einschränkungen andauern, sei unklar. Gäste, die nicht wie geplant abreisen können oder auf Weiterflüge warten, würden von ihren Veranstaltern betreut und bei Bedarf "sicher untergebracht".

1. März, 20.34 Uhr: Schwere Explosionen erschüttern Teheran

Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort.

Auf Bildern waren unter anderem ein großer Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen. Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen.

Eine Explosion (M) in Teheran ist zu sehen.
Eine Explosion (M) in Teheran ist zu sehen.  © Uncredited/AP/dpa

1. März, 20.24 Uhr: Opferzahl an Mädchenschule steigt laut Iran auf 165

Die Zahl der Todesopfer an einer Mädchenschule im Iran, die nach Angaben Teherans von einem israelisch-amerikanischen Angriff getroffen wurde, soll auf 165 gestiegen sein.

Die Bergungsarbeiten seien inzwischen abgeschlossen, teilte der Gouverneur der Stadt Minab im Süden des Landes laut der Nachrichtenagentur Irna mit. Bei dem angeblichen Luftangriff auf die Schule seien zudem 95 Menschen verletzt worden.

Titelfoto: Kenny Holston/Pool The New York Times/dpa

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