Nahost-Konflikt: Mehrere Explosionen in Teheran!

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Israel/Iran - Die USA haben nach den Worten von Präsident Donald Trump (79) keine Eile, den Iran-Krieg zu beenden - im Gegensatz zu Teheran. "Ich habe alle Zeit der Welt", erklärte Trump am Donnerstag in Onlinediensten. Der Iran dagegen steht aus seiner Sicht viel stärker unter Druck. Teheran habe diese Zeit "nicht", schrieb Trump weiter und fügte hinzu: "Die Uhr tickt."

US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Trump verwies unter anderem darauf, dass das iranische Militär zerstört worden sei. "Ihre Führer weilen nicht mehr unter uns; die Blockade ist lückenlos und stark, und von dort aus wird es nur noch schlimmer", erklärte er.

Über eine mögliche Vereinbarung mit dem Iran sagte er, es werde "erst dann ein Abkommen geben, wenn es sinnvoll und gut für die Vereinigten Staaten, unsere Verbündeten und tatsächlich den Rest der Welt ist".

Trump hatte am Dienstag eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg auf vorerst unbestimmte Zeit verlängert. Die Waffenruhe gelte so lange, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlege und "die Gespräche in der einen oder anderen Form abgeschlossen werden", sagte Trump.

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Ob es demnächst neue Verhandlungen zwischen Teheran und Washington gibt, ist unklar.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

23. April, 21.47 Uhr: Dritter Flugzeugträger der USA in Nahost-Region eingetroffen

Fast zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs haben die USA einen dritten Flugzeugträger in die Region verlegt.

Die "USS George H.W. Bush" habe im Indischen Ozean den Verantwortungsbereich des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos Centcom erreicht, teilte Centcom am Donnerstag im Onlinedienst X mit und veröffentlichte ein Foto des Flugzeugträgers mit zahlreichen Kampfflugzeugen an Deck.

23. April, 21.27 Uhr: Trotz Waffenruhe wieder tödliche Zwischenfälle im Südlibanon

Kurz vor einem weiteren Treffen auf Botschafterebene zwischen den verfeindeten Nachbarländern Israel und Libanon hat es erneut tödliche Zwischenfälle im Südlibanon gegeben.

Ein israelischer Luftangriff habe auf einer Straße nahe der Stadt Nabatija drei Menschen getötet, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Abend mit. Demnach gab es bei israelischem Artilleriebeschuss in einem Ort unweit der israelischen Grenze zudem zwei Verletzte. Das israelische Militär teilte auf Anfrage mit, den Vorwürfen nachzugehen.

Im Libanon kommt es weiter zu tödlichen Zwischenfällen. (Archivbild)
Im Libanon kommt es weiter zu tödlichen Zwischenfällen. (Archivbild)  © Hassan Ammar/AP/dpa

23. April, 20.42 Uhr: Israel greift den Iran im Moment offenbar nicht an

Nach Explosionen in Teheran haben israelische Sicherheitskreise erklärt, dass Israel den Iran derzeit nicht angreife.

"Israel greift den Iran im Moment nicht an", hieß es am Donnerstagabend aus den Sicherheitskreisen. Zuvor hatten iranische Medien berichtet, dass in der Hauptstadt Explosionen zu hören gewesen und das Luftabwehrsystem aktiviert worden seien.

23. April, 20.26 Uhr: Hapag-Lloyd sieht noch keine Möglichkeit für Hormus-Passage

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd sieht derzeit keine Option, ihre im Persischen Golf festsitzenden Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu leiten.

Es gebe derzeit keine Möglichkeit einer Durchfahrt und man warte auf eine Gelegenheit, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. Weitere Details nannte er nicht.

23. April, 20.17 Uhr: Ölpreise legen wieder deutlich zu

Der Preis für Rohöl ist nach einem Medienbericht über den Rückzug eines wichtigen iranischen Politikers aus dem Verhandlungsteam deutlich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni wurde bei 105,56 US-Dollar gehandelt und damit 3,6 Prozent höher als am Vortag. Die Entwicklung beim Preis für das US-Öl WTI verlief ähnlich.

Dem israelischen Nachrichtensender N12 zufolge hat Irans Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf das Verhandlungsteam seines Landes verlassen. Damit sei dieser einer Intervention der Revolutionären Garden gefolgt. Qalibaf hatte in den Verhandlungen zwischen den USA und Teheran im Iran-Krieg eine Schlüsselrolle inne.

Der Rücktritt könnte laut Experten ein Zeichen sein, dass sich die eine harte Linie fahrenden Garden einem Dialog mit den Vereinigten Staaten verweigern. Das würde die Wiedereröffnung der Straße von Hormus in einer Vereinbarung beider Seiten erschweren.

Die Spritpreise dürften bald wieder weiter anziehen.
Die Spritpreise dürften bald wieder weiter anziehen.  © Patrick Pleul/dpa

23. April, 20.07 Uhr: Mehrere Explosionen in Teheran!

Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe mit den USA sind in Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran Medienberichten zufolge Explosionen zu hören gewesen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Donnerstag zudem, dass im Westen Teherans "das Geräusch von Luftabwehrfeuer" zu hören gewesen sei. Die Nachrichtenagentur Mehr meldete, das Abwehrsystem sei in mehreren Teilen der Hauptstadt gegen "feindliche Ziele" aktiviert worden.

Offenbar gibt es neue Angriffe auf Teheran. Dies ist ein Foto von einem älteren Angriff. (Archivbild)
Offenbar gibt es neue Angriffe auf Teheran. Dies ist ein Foto von einem älteren Angriff. (Archivbild)  © Mohsen Ganji/AP/dpa

23. April, 19.56 Uhr: Neue Runde direkter Gespräche zwischen Israel und Libanon in Washington

Nach ihren ersten direkten Gesprächen seit Jahrzehnten treffen sich in Washington erneut Vertreter Israels und des Libanon auf Botschafterebene. Bei der zweiten Gesprächsrunde am Donnerstag wird der Libanon nach Angaben von Präsident Joseph Aoun darauf dringen, die Waffenruhe zu verlängern. Dies umfasse auch "ein Ende der Zerstörung von Häusern und der Angriffe auf Zivilisten, Gotteshäuser, Journalisten sowie den Medizin- und Bildungssektor".

Wie bereits in der vorangegangenen Gesprächsrunde wird US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag den israelischen Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, und die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Moawad in Anwesenheit des US-Botschafters im Libanon, Michel Issa, zusammenbringen. Zudem wird erwartet, dass der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, an dem Treffen teilnimmt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem US-Außenministerium erfuhr.

23. April, 19.44 Uhr: Pahlavi pocht auf Sturz der iranischen Führung und macht Druck auf Europäer

Der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi (65) hat in Berlin zum Sturz der iranischen Führung aufgerufen und von den Europäern eine entschlosseneren Haltung gegenüber Teheran gefordert. "Wenn Sie glauben, Sie könnten mit diesem Regime Frieden schließen, irren Sie sich gewaltig", sagte Pahlavi am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. "Es wird niemals Stabilität geben, wenn auch nur eine abgeschwächte Version dieses Systems überlebt."

"Das Regime war noch nie so schwach wie jetzt", sagte Pahlavi. Es bestehe die einmalige Gelegenheit, "dem ein Ende zu setzen". Europa stehe vor der Wahl "zwischen einem sterbenden Regime, das uns alle gefährdet, und einem freien Iran". Der Wandel im Iran sei im Gange. Die entscheidende Frage sei, "wie viele Iraner ihr Leben verlieren werden, während die Gemeinschaft der westlichen Demokratien weiterhin nur zusieht", sagte Pahlavi.

Reza Pahlavi (65), der Sohn des Iranischen Schah, steht mit seiner Frau Yasmine Pahlavi, auf der Bühne bei der Demonstration "Unterstützung der iranischen Revolution anlässlich der Reise von Kronprinz Reza Pahlavi nach Berlin", die anlässlich des Besuchs des iranischen Schah-Sohn Pahlavi in Berlin stattfindet.
Reza Pahlavi (65), der Sohn des Iranischen Schah, steht mit seiner Frau Yasmine Pahlavi, auf der Bühne bei der Demonstration "Unterstützung der iranischen Revolution anlässlich der Reise von Kronprinz Reza Pahlavi nach Berlin", die anlässlich des Besuchs des iranischen Schah-Sohn Pahlavi in Berlin stattfindet.  © Sebastian Gollnow/dpa

23. April, 19.29 Uhr: Israel wartet auf "grünes Licht" von Trump, um Krieg fortzusetzen

Israel ist nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz (70) "bereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen". Die Ziele seien "markiert", sagte Katz am Donnerstag in einer Videobotschaft.

"Wir warten auf grünes Licht aus den Vereinigten Staaten – in erster Linie, um die Chamenei-Dynastie vollständig zu eliminieren", fuhr er mit Blick auf den obersten Führer Modschtaba Chamenei (56) fort, der Nachfolger seines am 28. Februar getöteten Vaters Ali Chamenei ist. Darüber hinaus solle der Iran "ins dunkle Zeitalter und in die Steinzeit zurückversetzt" werden.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) will den Iran-Krieg schnellstmöglich fortsetzen.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) will den Iran-Krieg schnellstmöglich fortsetzen.  © Thanassis Stavrakis/AP/dpa

23. April, 19.11 Uhr: Irans Zentralbank bestätigt Eingang von Maut für Straße von Hormus

Die iranische Zentralbank hat den Erhalt erster Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Fars gingen die Zahlungen in bar oder Devisen ein, nicht aber in Kryptowährung.

Die Höhe der Abgaben richtet sich laut dem Bericht nach der Art und Menge der geladenen Fracht sowie dem jeweiligen "Risikograd". Konkrete Summen nannte die Bank nicht. Branchenkreise hatten zuvor von Forderungen in Höhe von bis zu zwei Millionen US-Dollar pro Durchfahrt berichtet.

Titelfoto: Mohsen Ganji/AP/dpa

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