Nahost-Konflikt: EU-Chefdiplomatin fordert Angriffs-Ende auf Libanon

Iran - Gut eine Woche nach dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran wachsen in dem Land teils Verunsicherung und Frust.

Die Angriffe im Iran lassen Verunsicherung und Frust in der Bevölkerung des Landes größer werden.
Die Angriffe im Iran lassen Verunsicherung und Frust in der Bevölkerung des Landes größer werden.  © Vahid Salemi/AP/dpa

Die jüngsten Luftschläge auf Öldepots sowie Einschläge in Wohngebieten, historischen Stätten und einer Mädchenschule in Minab im Südiran hätten die Menschen spürbar verunsichert und vielerorts Unbehagen ausgelöst, schilderten Beobachter die Stimmung im Land.

Ihren Angaben zufolge beunruhigt auch viele Personen, dass in dem Krieg zunehmend die Nachbarstaaten aus dem Iran beschossen werden.

Die Rechtfertigung der iranischen Regierung, dass die Attacken ausschließlich auf US‑Militärbasen zielten, verfängt auch im Iran längst nicht bei allen. "Wenn auch die uns noch angreifen, dann wandere ich aus", so Taxifahrer Behsad.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

9. März, 18.37 Uhr: Trump prüfe Optionen bezüglich der Ölpreise

Der US-Präsident Donald Trump (79) prüfe "alle glaubwürdigen Optionen" zur Kontrolle der Ölpreise inmitten der gemeinsamen US-israelischen Operation gegen den Iran, teilte das Weiße Haus mit.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses betonte, dass der aktuelle Preisanstieg "kurzfristig" sei.

"Präsident Trump und sein gesamtes Energieteam hatten schon lange vor Beginn der Operation Epic Fury einen soliden Plan, um die Energiemärkte stabil zu halten, und sie werden auch weiterhin alle glaubwürdigen Optionen prüfen", erklärte sie gegenüber der AFP.

9. März, 18.16 Uhr: EU-Chefdiplomatin fordert Angriffs-Ende auf Libanon

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon.

Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärte sie in Brüssel. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich.

Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei - mit schwerwiegenden humanitären Folgen.

Kaja Kallas (48) ist seit Dezember 2024 die EU-Außenbeauftragte.
Kaja Kallas (48) ist seit Dezember 2024 die EU-Außenbeauftragte.  © AFP

9. März, 18.01 Uhr: Israel bezeichnet Irans neuen Obersten Führer als "Tyrannen"

Nach Angaben der AFP bezeichnete Israel Irans neuen Obersten Führer als "Tyrannen".

Dieser würde die "Brutalität des Regimes" fortsetzen.

9. März, 17.43 Uhr: WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Iran-Krieg

Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus (61), vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt.

Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet. 

9. März, 17.27 Uhr: Russland bietet Europa Energie-Lieferung an

Russland würde Öl und Gas an europäische Abnehmer liefern, vorausgesetzt, diese Zusammenarbeit sei "langfristig" und übe keinen politischen Druck auf Moskau aus, sagte Präsident Wladimir Putin (73).

"Wenn europäische Unternehmen und europäische Käufer sich plötzlich dazu entschließen, sich neu auszurichten und uns eine langfristige, nachhaltige Zusammenarbeit ohne politischen Druck zu bieten, dann nur zu. Wir haben uns noch nie geweigert", sagte Putin in einer Fernsehansprache.

"Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen von ihnen Signale, dass sie bereit und willens sind, mit uns zusammenzuarbeiten und diese Nachhaltigkeit und Stabilität zu gewährleisten", fügte er hinzu.

9. März, 17.17 Uhr: Klingbeil sieht Preistreiberei an Tankstellen

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD, 48) sieht den aktuellen Anstieg der Spritpreise als ungerechtfertigt an und will ein schnelles Handeln der Bundesregierung.

Wie der SPD-Politiker in Brüssel bei einem EU-Finanzministertreffen sagte, könnten etwa die Transparenzpflichten für Mineralölkonzerne erhöht werden, um den Nachweis von Preistreiberei zu vereinfachen.

Zudem warb er dafür, festzulegen, dass die Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöht werden dürften. Dies könne sehr schnell ohne langwierigen Gesetzgebungsprozess umgesetzt werden, erklärte er.

9. März, 17.02 Uhr: Israel meldet Tötung eines Hisbollah-Anführers

Israel gab bekannt, dass sein Militär den Anführer der Nasr-Einheit der Hisbollah bei erneuten Kämpfen getötet habe.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) wurde über die Eliminierung des Kommandeurs der Nasr-Einheit, Abu Hussein Ragheb, bei einem nächtlichen Angriff unterrichtet, hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) bestätigte den Tod des Nasr-Anführers.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) bestätigte den Tod des Nasr-Anführers.  © John THYS / AFP

9. März, 16.48 Uhr: Iran-Krieg lässt Ölpreis in die Höhe schnellen

Der Iran-Krieg ließ die Ölpreise am Montag auf über 100 Dollar (ca. 86 Euro) pro Barrel steigen, nachdem Teheran unter dem neuen Präsidenten Khamenei (56) eine neue Salve von Raketen auf Israel und seine Nachbarn am Golf abgefeuert hatte.

Am ersten Tag seiner Machtübernahme nahm der Iran seine Raketen- und Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel wieder auf.

9. März, 16.26 Uhr: Trump "nicht erfreut" über neuen iranischen Führer

US-Präsident Donald Trump (79) erklärte gegenüber der New York Post, er sei "nicht erfreut" über die Ernennung von Ayatollah Mujtaba Khamenei (56) zum Nachfolger seines ermordeten Vaters als iranischen Obersten Führer.

"Ich bin nicht zufrieden mit ihm", erklärte er.

9. März, 16.22 Uhr: Noch keine Einigung in Gesprächen über Ölnotreserven

Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen.

"Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure (59) in Brüssel. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."

Titelfoto: AFP

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