Nahost-Konflikt: Nato-Staaten stemmen sich gegen Einsatz vor Irans Küste

Iran - US-Präsident Donald Trump (79) drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.

Die Straße von Hormus spielt eine bedeutende Rolle beim internationalen Transport von Öl und Flüssiggas.
Die Straße von Hormus spielt eine bedeutende Rolle beim internationalen Transport von Öl und Flüssiggas.  © Altaf Qadri/AP/dpa

Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview der "Financial Times". Sollte es "keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein", wurde Trump zitiert.

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, die sehr wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.

Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf US-Beamte, die Regierung in Washington werde voraussichtlich schon in dieser Woche bekanntgeben, dass mehrere Länder sich zur Bildung einer Koalition bereit erklärt hätten, die Schiffe durch die Meerenge eskortieren soll.

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Israel Krieg Partnersuche im Schutzbunker: Israelische Singles trotzen Raketenalarm

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

16. März, 15.07 Uhr: Bedrohung für den Weltraum? Israel zerstört Anlage in Teheran

Bei Angriffen auf Ziele in Teheran hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge eine Anlage ins Visier genommen und zerstört, in der der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll.

Die von Irans Regierung genutzte Einrichtung sei deshalb "eine Bedrohung für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder" gewesen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Über sein eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass es keinerlei militärische Ziele verfolge. Da es jedoch faktisch von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird, gibt es international Zweifel an dieser Darstellung.

16. März, 15.05 Uhr: Nato-Staaten stemmen sich gegen Einsatz vor Irans Küste

Deutschland und wichtige Verbündete lehnen Forderungen von US-Präsident Donald Trump ab, auch Kriegsschiffe anderer Nato-Staaten zum Schutz von Öltankern in die umkämpfte Straße von Hormus zu schicken.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte: "Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen. Wir wollen diplomatische Lösungen und ein schnelles Ende, aber weitere Kriegsschiffe in der Region tragen dazu im Zweifel nicht bei."

Deutschland lehnt Trumps Forderung nach Nato-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus ab. (Archivbild)
Deutschland lehnt Trumps Forderung nach Nato-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus ab. (Archivbild)  © Virginia Mayo/AP/dpa

16. März, 15.01 Uhr: Angriff auf US-Militärstützpunkt im Irak

Eine mit dem Iran verbündete Miliz griff unterdessen nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt im Irak an und tötete dabei sechs US-Soldaten.

Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden, teilte die Miliz Saraja Aulija al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall.

16. März, 15.00 Uhr: Berichte über zahlreiche Opfer bei Luftangriffen auf Teheran

Bei Luftangriffen seien neben städtischer Infrastruktur auch Wohngebiete bombardiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Es sei eine "beträchtliche Zahl von Menschen" getötet oder verletzt worden. Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran wurde iranischen Angaben zufolge auch ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert. Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben.

Bei Luftangriffen seien neben städtischer Infrastruktur auch Wohngebiete in Teheran bombardiert worden.
Bei Luftangriffen seien neben städtischer Infrastruktur auch Wohngebiete in Teheran bombardiert worden.  © Stringer/dpa

16. März, 14.59 Uhr: Raketenbeschuss im Iran-Krieg hält an - Offensive im Libanon

Zu Beginn der dritten Kriegswoche im Nahen Osten bleibt der Iran Zielscheibe massiver Angriffe von Israel und den USA, ohne dass auf diplomatischer Ebene sichtbar Bewegung in den Konflikt kommt.

Der Iran nahm seinerseits erneut Israel und Ziele in den Golfstaaten unter Beschuss.

Israels Armee sprach von einer "großangelegten Angriffswelle", die in den Städten Teheran, Schiras und Tabris die Infrastruktur der Führung ins Visier nehme. Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Millionenmetropole seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.

16. März, 14.28 Uhr: Nato geht vorerst nicht auf Trump-Drohung ein

Die Nato hat sich zurückhaltend zu den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Bündniseinsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel geäußert.

Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen, sagte ein Sprecher in Brüssel. Es sei zudem bekannt, dass einzelne Alliierte mit den USA und anderen darüber sprächen, was sie darüber hinaus tun könnten - auch im Zusammenhang mit der Sicherheit in der Straße von Hormus.

Zu der Frage, ob in Nato-Gremien bereits über einen möglichen Bündniseinsatz in der für weltweite Öl- und Gastransporte wichtigen Meerenge gesprochen wurde, äußert sich der Sprecher nicht. Auch gab es keine Antwort auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine solche "Out-of-area"-Operation denkbar sein könnte.

Die Nato hat sich zurückhaltend zu den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Bündniseinsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel geäußert.
Die Nato hat sich zurückhaltend zu den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Bündniseinsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel geäußert.  © - / SEPAH NEWS / AFP

16. März, 13.15 Uhr: EU schickt über 450 Millionen Euro Hilfe in den Nahen Osten

Die Europäische Union gibt mehr als 450 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Nahen Osten. Sie soll Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, im Libanon und in den Palästinensischen Gebieten helfen, wie die Europäische Kommission mitteilte.

Europa müsse weiterhin zu den Menschen in Krisengebieten halten, teilte die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, mit. "Wir werden weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, solange sie benötigt wird."

16. März, 10.26 Uhr: Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger

Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll.

"Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen", hieß es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.

16. März, 9 Uhr: Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab

Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen.

Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen. Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit dem Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden.

Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes "verdächtige Aktivitäten am Himmel" melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.

16. März, 6.32 Uhr: Trump drängt Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus - und droht

US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.

Die Nato werde vor einer "sehr schlechten" Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der "Financial Times". Sollte es "keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein", wurde Trump zitiert.

In dem Zusammenhang erwähnte Trump in einem achtminütigen Gespräch demnach auch China. Peking sei wie Europa stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, anders als die USA, wurde Trump weiter zitiert. Er könne ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping verschieben. Es sei "nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert", sagte Trump demnach weiter.

US-Präsident Donald Trump (79) drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.
US-Präsident Donald Trump (79) drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.  © Jose Luis Magana/AP/dpa

16. März, 6.10 Uhr: Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus

Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht.

Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.

Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung "einiger europäischer Länder" und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. "Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen", sagte er.

Titelfoto: Virginia Mayo/AP/dpa

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