Nahost-Konflikt: Leiche von Ali Chamenei offenbar geborgen

Nahost - Gemeinsam mit den USA hat Israel einen "Präventivschlag" gegen den Iran durchgeführt. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und umliegende Staaten.

Nach einem Angriff steigt Rauch über der iranischen Hauptstadt Teheran auf.
Nach einem Angriff steigt Rauch über der iranischen Hauptstadt Teheran auf.  © Vahid Salemi/AP/dpa

Bereits über den ganzen Samstag hinweg fliegen über dem Nahen Osten die Raketen. Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben mit 200 Kampfjets bereits über 500 Ziele im Iran angegriffen - es ist der größte Einsatz der israelischen Luftwaffe aller Zeiten.

Aus dem Iran werden unterdessen Raketensalven abgefeuert, die teilweise auf israelischem Boden einschlagen. Außerdem wurden Ziele in umliegenden Staaten, etwa in Saudi-Arabien oder Bahrain, angegriffen.

Dabei wurden nicht nur Militärstützpunkte der USA ins Visier genommen, sondern auch zivile Ziele. Infolge der iranischen Attacken wurden bereits Tote und Verletzte gemeldet.

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Unklar ist derweil der Verbleib des Oberstes Anführer des Iran, Ali Chamenei (86). Seit Beginn der Angriffe gab es bisher kein Lebenszeichen des Ober-Mullahs. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) erklärte am Abend, dass "vieles" darauf hin deute, dass Chamenei tot sei.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

28. Februar, 20.56 Uhr: Iran droht mit "unvergesslicher Lektion"

Der Iran hat nach den israelisch-amerikanischen Angriffen mit einer harten Reaktion gedroht.

"Die tapferen Soldaten und das große Volk Irans werden den höllischen, unterdrückerischen internationalen Akteuren eine unvergessliche Lektion erteilen", schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf X. Man werde die "verbrecherischen Zionisten" und die "charakterlosen Amerikaner" zur Reue bringen.

28. Februar, 20.54 Uhr: Leiche von Ober-Mullah Chamenei wohl geborgen

Nachdem israelische Beamte über den Tod des iranischen Regime-Führer Ali Chamenei (86) informiert wurden (siehe Eintrag unten), wurde nun offenbar dessen Leiche geborgen.

Ein Beweisfoto für den Tod Chameneis sei Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) bereits vorgelegt worden, berichtete "The Jerusalem Post". Die Leiche habe dabei unter den Trümmern eines Gebäudes gelegen, das im Zuge eines israelischen Luftschlags zerstört worden sei.

28. Februar, 20.45 Uhr: 90 Verletzte in Israel

Am Samstag, dem ersten Tag des neuen Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran, seien in Israel nach Angaben des Rettungsdienstes MDA ingesamt 90 Menschen verletzt worden, wie israelische Medien berichteten.

Alle Betroffenen seien dabei leicht verletzt worden.

Israelis suchen Schutz in einer Tiefgarage.
Israelis suchen Schutz in einer Tiefgarage.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

28. Februar, 20.41 Uhr: Hinweise auf Tod von Ali Chamenei verdichten sich

Nach Angaben der israelischen Nachrichtenagentur "Walla" seien hochrangige israelische Beamte über den Tod des iranischen Regime-Anführers Ali Chamenei (86) informiert worden.

Dem Bericht zufolge lag dessen Leiche in den Trümmern eines zerbombten Gebäudes.

28. Februar, 20.38 Uhr: Israel schließt Grenzübergänge nach Gaza

Aufgrund der andauernden Militäroperation gegen den Iran hat Israel die Grenzübergänge nach Gaza vorübergehend geschlossen.

"Dementsprechend wurden mehrere notwendige Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt, darunter die Schließung der Grenzübergänge in den Gazastreifen, einschließlich des Grenzübergangs Rafah, bis auf Weiteres. Der Einsatz von humanitärem Personal wird vorerst ausgesetzt", teilte die israelische Koordinierungsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT) mit.

Die Schließung habe demnach keine Auswirkungen auf die humanitäre Lage im zerbombten Gebiet, hieß es weiter: "Die seit Beginn des Waffenstillstands eingetroffenen beträchtlichen Mengen an Lebensmitteln entsprechen dem Vierfachen des Nährstoffbedarfs der Bevölkerung gemäß der UN-Methodik. Daher dürfte der vorhandene Vorrat für einen längeren Zeitraum ausreichen."

28. Februar, 20.26 Uhr: Iran schränkt Arbeit von Journalisten weiter ein

Der Iran hat die Berichterstattung ausländischer Journalisten und Fotografen weiter eingeschränkt.

Nach Angaben des Kultusministeriums dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur noch mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden. Das betrifft auch Orte, von denen Raketen abgefeuert wurden, sowie militärische Einrichtungen während eines Angriffs.

Unter die neuen Richtlinien fallen auch die "Veröffentlichung jeglicher Nachrichten, die die Stärke des Feindes im Krieg suggerieren oder das Bild des Landes gegenüber dem Feind schwächen, sowie Themen, die während des Krieges Besorgnis und Unruhe in der öffentlichen Meinung hervorrufen."

28. Februar, 20.09 Uhr: Netanjahu ruft Iraner zum Regime-Sturz auf

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat das iranische Volk in seiner Rede am Abend dazu aufgerufen, das Regime zu stürzen.

"Wir werden die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich das tapfere iranische Volk von den Fesseln der Tyrannen befreit. Ich rufe das iranische Volk auf, nicht tatenlos zuzusehen, sondern die Aufgabe zu vollenden", sagte Netanjahu.

28. Februar, 20.03 Uhr: Laut Netanjahu "viele Anzeichen" für Tod von Ali Chamenei

Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) gebe es "viele Anzeichen" dafür, dass Ober-Mullah Ali Chamenei (86) tot ist.

"Der Plan zur Zerstörung Israels ist gescheitert, und vieles deutet darauf hin, dass auch Chamenei nicht mehr da ist", sagte Netanjahu.

28. Februar, 19.59 Uhr: Netanjahu hält Rede: "Operation wird so lange fortgesetzt, wie es nötig ist"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat erstmals nach den Angriffen auf den Iran öffentlich Stellung bezogen.

In seiner Rede am Abend sagte er: "Diese schicksalhafte Operation wird so lange fortgesetzt, wie es nötig ist; Geduld ist ebenfalls erforderlich."

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76). (Archivbild)
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76). (Archivbild)  © Alex Brandon/AP/dpa

28. Februar, 19.30 Uhr: Offenbar Angehörige von Ober-Mullah Ali Chamenei getötet

Wie die israelische Nachrichtenagentur "Walla" berichtete, wurden im Zuge des US-israelischen Angriffs auf den Iran zwei Familienangehörige des Ober-Mullahs Ali Chamenei (86) getötet.

Laut einem Mitglied des Stadtrats von Teheran handle es sich bei den Opfern um einen Schwiegersohn und eine Schwiegertochter des Regime-Anführers.

Titelfoto: Bildmontage: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader via AP/dpa, Alex Brandon/AP/dpa

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