Nahost-Konflikt: Pistorius schließt deutschen Hormus-Einsatz nicht aus

Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds "South Pars" gedroht.

Der US-Präsident Donald Trump (79) drohte dem Iran erneut.
Der US-Präsident Donald Trump (79) drohte dem Iran erneut.  © JIM WATSON / AFP

Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls der Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff "mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat".

Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde - solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

Israel habe das "South Pars"-Gasfeld am Mittwoch "aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten" angegriffen, schrieb Trump weiter. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er.

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Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen. Leider habe der Iran "ungerechtfertigt und unfair" Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

19. März, 17.25 Uhr: Katar warnt nach iranischem Angriff auf Gaskomplex vor Folgen für weltweite Energieversorgung

Katar hat nach dem iranischen Angriff auf den größten Gaskomplex des Landes vor massiven Folgen für die gesamte Welt gewarnt. Der Angriff auf das Erdgas-Industriegebiet in Ras Laffan habe "erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung", sagte der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am Donnerstag vor Journalisten.

Dass der Iran Anlagen in Ras Laffan attackiert habe, sei zudem ein "eindeutiger Beleg" dafür, dass Teheran - anders als behauptet - nicht nur US-Interessen in der Golfregion ins Visier nehme. "Es gab immer wieder Behauptungen seitens des Iran, diese Angriffe richteten sich gegen amerikanische Interessen", sagte Regierungschef al-Thani und fügte an: "Diese Behauptung wird zurückgewiesen und kann nicht akzeptiert werden."

19. März, 17.19 Uhr: Reaktion auf Israel laut Iran "nur ein Bruchteil" der Schlagkraft

Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnt vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen.

Auf der Plattform X erklärte er, Irans Reaktion auf den israelischen Angriff habe nur einen Bruchteil der Schlagkraft ausgeschöpft. "Der EINZIGE Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation", so Araghtschi.

19. März, 17.15 Uhr: Laut Libanon mehr als 1000 Tote nach israelischen Angriffen

Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1000 Tote.

Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1001 Menschen getötet und 2584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon.

Beirut: Nach einem israelischen Angriff im Zentrum von Beirut, Libanon, ist vor einem Gebäude eine Explosion zu sehen.
Beirut: Nach einem israelischen Angriff im Zentrum von Beirut, Libanon, ist vor einem Gebäude eine Explosion zu sehen.  © Hussein Malla/AP/dpa

19. März, 17.11 Uhr: Offenbar Raffinerie von Haifa in Israel bei iranischem Angriff getroffen

Im Norden Israels ist die Öl-Raffinerie von Haifa laut israelischen Medienberichten bei einem iranischen Angriff getroffen worden.

Über der Anlage in der Hafenstadt stieg dicker dunkler Rauch auf, wie Bilder zeigten, die von dem Sender Kan 11 am Donnerstag verbreitet wurden. Im Onlinedienst X schrieb der Sender, dass es aber keinen Anlass zur Sorge wegen eines möglichen Austritts gefährlicher Stoffe gebe. Zuvor hatte die israelische Armee vor einem Angriff mit iranischen Raketen gewarnt.

19. März, 16.53 Uhr: Iran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen

Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmaßliche Spione festgenommen. Ihnen würden "Vaterlandsverrat" sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr.

Die Festgenommenen sollen demnach "Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten" an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden. Zudem seien mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter.

19. März, 16.50 Uhr: EZB erwartet höhere Inflation durch Iran-Krieg

Der Iran-Krieg lässt die Inflation in der Eurozone nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) kurzfristig steigen - die mittelfristigen Folgen sind aber noch ungewiss.

Angesichts dieser Ausgangslage beließ der EZB-Rat am Donnerstag die Leitzinsen wie im Vorfeld erwartet vorerst unverändert.

19. März, 16.44 Uhr: USA könnten laut Finanzminister Ölsanktionen gegen den Iran lockern

Die USA könnten ihre Ölsanktionen gegen den Iran nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent (63) lockern.

Bessent sagte am Donnerstag dem Sender Fox News, bereits auf Tankern befindliches Öl könne von den Strafmaßnahmen ausgenommen werden, um den Ölpreisschock abzumildern. Zudem erwägen die USA nach seinen Angaben, weiteres Öl aus ihren strategischen Reserven freizugeben.

US-Finanzminister Scott Bessent (63) spielt mit dem Gedanken, die Ölsanktionen gegen den Iran zu lockern.
US-Finanzminister Scott Bessent (63) spielt mit dem Gedanken, die Ölsanktionen gegen den Iran zu lockern.  © Benedikt von Loebell/World Ecomonic Forum/dpa

19. März, 16.36 Uhr: Pistorius schließt deutschen Hormus-Einsatz nicht aus

Für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende der aktuellen Kriegshandlungen hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) Bedingungen genannt. "Wir schließen nichts aus, aber das hängt von der Situation nach einem Waffenstillstand ab", sagte Pistorius am Donnerstag in Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hatte sich am Mittwoch im Bundestag offen für eine deutsche Beteiligung gezeigt.

Die Entscheidung für einen möglichen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus hänge neben der militärischen und der Sicherheitslage in der Region auch davon ab, "dass wir im Rahmen eines internationalen Mandats oder einer internationalen Kooperation dann uns beteiligen könnten, wenn alle Parameter stimmen und der Bundestag zustimmt", sagte Pistorius.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) will erst nach dem Iran-Krieg helfen.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) will erst nach dem Iran-Krieg helfen.  © Michael Kappeler/dpa

19. März, 16.06 Uhr: Drohne stürzt über Ölraffinerie in Saudi-Arabien ab

Über der saudischen Ölraffinerie Samref am Roten Meer ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde begutachtet, teilte das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit.

Der Hafen Janbu in Nähe der Raffinerie wurde dem Ministerium zufolge zudem von einer Rakete angegriffen, diese sei abgefangen und zerstört worden. Auch nahe Riad und im Osten des Landes wurden demnach erneut Drohnen abgefangen.

19. März, 16.04 Uhr: US-Kriegsminister spricht es aus: "Es kostet Geld, Bösewichte zu töten"

US-Kriegsminister Pete Hegseth (45) hat einen Finanzierungsantrag seines Hauses zur Fortführung des Iran-Kriegs verteidigt.

"Es kostet Geld, Bösewichte zu töten", rechtfertigte er sich bei einer Pressekonferenz. Er wolle sich erneut an den Kongress wenden, um so für ausreichende Munitionsvorräte sowie die Finanzierung "für das, was wir in Zukunft möglicherweise tun müssen", Sorge zu tragen.

US-Kriegsminister Pete Hegseth (45) nimmt viel Geld in die Hand, um den Iran zu schlagen.
US-Kriegsminister Pete Hegseth (45) nimmt viel Geld in die Hand, um den Iran zu schlagen.  © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

19. März, 15.28 Uhr: Nahost-Konflikt bedroht laut WTO den Welthandel

Der Krieg gegen den Iran und die wachsenden Spannungen im Nahen Osten bedrohen nach Angaben der WTO das Wachstum des globalen Handels. Wenn der Konflikt anhält, die Energiepreise hoch blieben und damit Transportkosten steigen, dürfte dies das Wachstum in diesem Jahr um 0,5 Prozentpunkte senken, wie die Welthandelsorganisation (WTO) berichtet.

Ein möglicher Lichtblick: "Die Aussichten könnten sich noch verbessern, wenn der Konflikt schnell beendet wird und der Boom bei den Ausgaben für künstliche Intelligenz anhält", schreibt die WTO in ihrem halbjährlichen Handelsausblick.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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