Nahost-Konflikt: Deutsche Beteiligung am Iran-Krieg? Das sagt Pistorius jetzt!

Iran - In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen.

Ein Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe feuert Leuchtraketen ab.  © Ariel Schalit/AP/dpa

Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video.

Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine-Flotte zu versenken, bekräftigte er.

Seit Jahrzehnten schikaniere der Iran die internationale Schifffahrt, sagte Cooper. Nun gebe es im Persischen Golf, in der Straße von Hormus und im Golf von Oman kein einziges iranisches Schiff mehr.

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Zudem seien iranische Luftabwehrsysteme beschädigt sowie Hunderte Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen, Drohnen und auch Kommandozentren angegriffen worden. Die US-Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

In der Region seien nun mehr als 50.000 Soldaten, 200 Kampfflugzeuge, 2 Flugzeugträger und mehrere Bomber aus den USA im Einsatz, sagte Cooper.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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4. März, 17.23 Uhr: Deutsche Beteiligung am Iran-Krieg? Das sagt Pistorius jetzt!

Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) hat einen Einsatz der Bundeswehr im Iran-Krieg strikt abgelehnt.

"Deutschland ist nicht Kriegspartei. Die deutsche Bundeswehr wird sich an diesem Krieg nicht beteiligen", sagte der SPD-Politiker in einer Aktuellen Stunde des Bundestags. Oberste Priorität für die Bundesregierung habe nun der Schutz der deutschen Bürger sowie Soldatinnen und Soldaten in der Region, in der die Lage hochdynamisch und gefährlich sei.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) lehnt einen Einsatz der Bundeswehr im Iran-Krieg ab.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

4. März, 17.17 Uhr: Sieben Kinder bei israelischen Angriffen im Libanon getötet

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef innerhalb der vergangenen 24 Stunden sieben Kinder getötet worden.

Das meldete Unicef unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium. 38 weitere Kinder seien verletzt worden.

4. März, 17.16 Uhr: Wadephul kündigt zwei weitere Nahost-Evakuierungsflüge an

Die Bundesregierung kündigt zwei weitere Evakuierungsflüge für wegen des Krieges in Nahost gestrandete Deutsche an.

An diesem Donnerstag und Freitag werde jeweils ein weiterer Charterflug in Omans Hauptstadt Maskat nach Frankfurt, sagte Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) am Rande eines Besuches in der polnischen Hauptstadt Warschau.

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) gibt ein Update zu Nahost-Flügen.  © Fabian Sommer/dpa

4. März, 16.17 Uhr: US-Generalstabschef: Ändern Taktik im Iran

Nach seiner ersten Offensive gegen die Führung in Teheran will das US-Militär seine Taktik im Iran ändern. US-Generalstabschef Dan Caine erklärte auf einer Pressekonferenz in Washington, die Streitkräfte hätten die Lufthoheit über die südliche Flanke der iranischen Küste erlangt. Nun sollten US-Streitkräfte immer tiefer in iranisches Territorium eindringen.

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) wolle am vierten Tag seit Beginn der gemeinsamen US-israelischen Offensive von großen, gezielten Angriffen mit Fernkampfwaffen zu Präzisionsschlägen wechseln, sagte Caine weiter. Dabei sollen auch sogenannte Hellfire-Raketen zum Einsatz kommen und das Tempo erhöht werden.

US-Generalstabschef Dan Caine erklärte auf einer Pressekonferenz in Washington die neue Taktik.  © Konstantin Toropin/AP/dpa

4. März, 15.34 Uhr: Kurdische Gruppen im Irak unter Beschuss

Im Zuge des Kriegs mit dem Iran geraten iranisch-kurdische Gruppen im benachbarten Irak zunehmend ins Visier Teherans. Die irakische Partei der Freiheit Kurdistans (PAK), eine Partei iranischer Kurden, meldete einen Angriff mit Raketen und Drohnen, bei dem es Tote und Verletzte gegeben habe.

Schon vor einigen Tagen hatte ein PAK-Sprecher dem Nachrichtensender Alhurra von iranischen Drohnenangriffen auf Büros von Kurdenparteien im Irak berichtet. Irans Revolutionsgarden (IRGC) stufen viele dieser Gruppen im Irak als "Terrorgruppen" ein. Auch die kurdische Minderheit im Iran wird Menschenrechtlern zufolge systematisch unterdrückt und verfolgt. Die IRGC haben in den vergangenen Jahren immer wieder kurdische Ziele im Irak angegriffen.

4. März, 15.07 Uhr: Israels Luftwaffe greift Flughafen in Teheran an

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Flughafen Mehrabad in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen.

Es seien dort "Verteidigungs- und Aufklärungssysteme" der iranischen Führung außer Gefecht gesetzt worden, hieß es in einer Mitteilung. Diese hätten eine Bedrohung für Flugzeuge der israelischen Luftwaffe dargestellt. Israels Militär setze seine Bemühungen fort, die gesamte Infrastruktur des iranischen Machtapparats zu schwächen.

Der Flughafen Mehrabad soll unter Beschuss gestanden haben. (Archivbild)  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

4. März, 15.02 Uhr: Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

In der Straße von Hormus ist ein Containerschiff von einem Geschoss getroffen worden. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt mit.

Der Frachter sei Richtung Osten durch die Meeresenge gefahren, als ein unbekanntes Geschoss knapp über der Wasserlinie eingeschlagen sei, schrieb die Behörde unter Berufung auf den Sicherheitsbeauftragten des Betreibers. Der Treffer habe ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst.

4. März, 14.55 Uhr: LNG-Lieferstopp: Katar erklärt "höhere Gewalt"

Das wichtige Förderland Katar zieht Konsequenzen aus dem Iran-Krieg - mit Folgen für die weltweiten Energiemärkte.

Das katarische Öl- und Gasunternehmen Qatar Energy rief für seine ausgesetzten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) und damit verbundenen Produkten den Zustand der "höheren Gewalt" (Force Majeure) aus. Die Erklärung entbindet einen Vertragspartner rechtlich von seinen Lieferpflichten.

4. März, 14.50 Uhr: Raketenangriff auf Türkei - Nato schaltet sich ein

Die Nato geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. "Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt", teilte Nato-Sprecherin Allison Hart mit.

Sie betonte, die Nato stehe fest an der Seite aller Bündnispartner und verwies auf die Unterstützung im Bereich der Luftverteidigung und Raketenabwehr.

Ein Nato-Abwehrsystem hatte am Nachmittag eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete in der türkischen Grenzregion abgefangen. Das ballistische Geschoss war nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara in Richtung des türkischen Luftraums unterwegs und durchquerte den Luftraum des Irak. Ein Teil der Abwehrrakete fiel demnach in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab keine Verletzten.

Die Nato äußert ihren Verdacht.  © Anna Ross/dpa

4. März, 14.43 Uhr: US-Militär versenkt laut Hegseth iranisches Kriegsschiff

Das US-Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt.

Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern auf das Schiff geschossen, sagte er bei einer Pressekonferenz. Hegseth zufolge war es der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklar war zunächst, um welches Schiff es sich genau handelte.

US-Kriegsminister Pete Hegseth (45) bei einer PK.  © Konstantin Toropin/AP/dpa

4. März, 14.05 Uhr: Paralleler Angriff auf Tel Aviv aus Iran und Libanon

Der Großraum Tel Aviv ist parallel mit Raketen aus dem Iran und aus dem Libanon angegriffen worden. Dies bestätigte ein israelischer Armeesprecher.

Es seien eine Rakete aus dem Iran und mehrere von der libanesischen Hisbollah-Miliz abgefeuert worden. Das Militär sei dabei, diese abzufangen. Ein Einwohner der Stadt Tel Aviv berichtete von massiven Explosionsgeräuschen. Die Polizei teilte mit, es seien in mehreren Gebieten in Tel Aviv Raketentrümmer niedergegangen.

Der staatliche iranische Rundfunk berichtete von einer neuen Welle von Raketen aus dem Iran in Richtung der "besetzten Gebiete" (Israel).

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