Nahost-Konflikt: Schah-Sohn Pahlavi mit Tomate beworfen

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges.

US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Teheran sieht sich jedoch mit der Blockade der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus in einer Position der Stärke.

Vermittlerstaaten, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bemühen sich nach Informationen des "Wall Street Journal" fieberhaft, ein neues Treffen der beiden Seiten zu arrangieren, möglicherweise für diesen Freitag.

Die USA wie auch der Iran warnten, sie seien bereit, die Kämpfe wieder aufzunehmen.

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Trump sei willens, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, melden das US-Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten des Weißen Hauses.

Trumps am Dienstag verkündete Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

23. April, 13.07 Uhr: Schah-Sohn Pahlavi mit Tomate beworfen

Der iranische Exilpolitiker Reza Pahlavi ist bei seinem Berlin-Besuch mit einer Tomate beworfen worden. Danach wurde ein Mann festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Der Zwischenfall ereignete sich, nachdem der Sohn des 1979 gestürzten Schahs in der Bundespressekonferenz zu Gast war. Weitere Details nannte die Polizei nicht. Die soßenartige Flüssigkeit war auf der Schulter und am Hals Pahlavis zu sehen.

Reza Pahlavi wurde im Nacken von einer Tomate getroffen.
Reza Pahlavi wurde im Nacken von einer Tomate getroffen.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Beim Besuch des Schah-Sohns Pahlavi in Berlin ereignete sich ein Zwischenfall.
Beim Besuch des Schah-Sohns Pahlavi in Berlin ereignete sich ein Zwischenfall.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

23. April, 11.36 Uhr: Teheran meldet erste Einnahmen aus Maut-Gebühr für Straße von Hormus

Teheran hat laut einem hochrangigen Vertreter erstmals Einnahmen aus seinen für die Durchfahrt der blockierten Straße von Hormus erhobenen Gebühren erhalten.

"Die ersten Einnahmen aus den Mautgebühren für die Straße von Hormus wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt", erklärte der stellvertretende Parlamentspräsident Hamidresa Hadschibabaei am Donnerstag, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

23. April, 11.34 Uhr: Minenräumung in Straße von Hormus könnte halbes Jahr dauern

Die Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus könnte nach Einschätzung des US-Militärs einige Zeit dauern.

Eine Einschätzung des Pentagons, über die am Mittwoch die "Washington Post" berichtete, nennt einen Zeitraum von sechs Monaten, die es dauern könnte, bis vom Iran platzierte Minen geräumt sind.

Ein Pentagonsprecher sagte der Zeitung zwar, dass die Angaben "ungenau" seien, das US-Ministerium machte aber auch auf AFP-Anfrage zunächst keine näheren Angaben.

Die Frage der Minenräumung und damit der Passierbarkeit der Straße von Hormus hat bedeutende Auswirkungen auf die Ölpreise. Die Meerenge, durch die im Normalfall rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft, ist seit Beginn des Iran-Krieges faktisch gesperrt.

Laut US-Militär könnte die Minenräumung in der Straße von Hormus ein halbes Jahr lang dauern.
Laut US-Militär könnte die Minenräumung in der Straße von Hormus ein halbes Jahr lang dauern.  © Altaf Qadri/AP/dpa

23. April, 6.12 Uhr: Erneute Gespräche zwischen Israel und dem Libanon

Israel und der Libanon kommen heute in Washington erneut zu Gesprächen auf Botschafterebene zusammen.

Es geht um den militärischen Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Die libanesische Regierung, die selbst keine Kriegspartei ist, will, dass die am Freitag in Kraft getretene zehntägige Waffenruhe in eine dauerhafte Beilegung der Kämpfe mündet.

Zudem will sie einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. Israel strebt laut Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon sowie eine Entwaffnung der Hisbollah an.

23. April, 6.09 Uhr: Leavitt spielt iranische Angriffe auf Frachter herunter

Nach iranischen Angriffen auf Frachter in der Straße von Hormus hat das Weiße Haus die Bedeutung der Vorfälle heruntergespielt.

Die Medien würden das Thema aufbauschen, um die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Marine durch das US-Militär zu hinterfragen, sagte Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, dem Sender Fox News. Einen Verstoß gegen die Waffenruhe sehe sie nicht, weil die Schiffe weder unter US- noch unter israelischer Flagge gefahren seien.

Leavitt sagte, die Frachter seien von Schnellbooten attackiert worden. "Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt." Eine Kontrolle über die Straße von Hormus habe Teheran nicht.

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses, spielte die iranischen Angriffe auf Frachter herunter.
Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses, spielte die iranischen Angriffe auf Frachter herunter.  © Alex Brandon/AP/dpa

22. April, 21.43 Uhr: Zwei Tote bei Luftangriff im Libanon - Journalistin verletzt

Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben zwei Menschen getötet und mindestens eine Journalistin verletzt worden.

Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, der Vorfall habe sich in dem Ort al-Tiri ereignet. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden zunächst zwei Menschen bei einem israelischen Luftangriff in al-Tiri getötet. Die israelische Armee teilte dazu mit, es seien zwei Fahrzeuge identifiziert worden, die aus einem von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzten Gebäude gekommen seien.

22. April, 19.45 Uhr: Iran wirft USA Verstoß gegen Waffenruhe vor

Angesichts der einseitig von US-Präsident Donald Trump verlängerten Waffenruhe bekräftigt der Iran, die US-Seeblockade sei ein Verstoß gegen die Feuerpause.

Die Öffnung der Straße von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen "schweren Verstößen gegen die Waffenruhe" komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.

Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben.

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA. (Archivbild)
Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA. (Archivbild)  © Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

22. April, 19.44 Uhr: Netanjahu - Israel bereit für Verteidigung und Angriff

Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Konflikt mit dem Iran ist Israelnach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu "auf jedes Szenario vorbereitet".

Dies gelte "in der Verteidigung und im Angriff", sagte der 76-Jährige bei einem Treffen mit Soldaten der israelischen Raketenabwehr in der Nähe von Jerusalem. Er besuchte die Soldaten im Rahmen des 78. Unabhängigkeitstag Israels.

Auch der israelische Generalstabschef Ejal Zamir sagte, die israelischen Streitkräfte seien "bereit, an allen Fronten sofort und mit großer Stärke wieder zum Kampf zurückzukehren." US-Präsident Donald Trump hatte eine Waffenruhe im Iran-Krieg vorerst verlängert. Ob der Konflikt dennoch fortgesetzt wird, ist ungewiss.

22. April, 19.43 Uhr: Palästinenser bei Konfrontationen mit Siedlern getötet

Bei Konfrontationen mit israelischen Siedlern ist im besetzten Westjordanland erneut ein Palästinenser getötet worden.

Ein 25-Jähriger sei Schussverletzungen erlegen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Nach Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes Roter Halbmond schossen ihm Siedler bei einem Angriff in Deir Dibwan in den Rücken.

Nach palästinensischen Medienberichten durchsuchte die Armee das Dorf und nahm mehr als 30 Personen fest. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

Erneut gibt es einen Toten bei einem Vorfall im besetzten Westjordanland. (Archivbild)
Erneut gibt es einen Toten bei einem Vorfall im besetzten Westjordanland. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

22. April, 19.42 Uhr: Trump will Iran nur wenige Tage für Antwort geben

US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung Medienberichten zufolge nur wenige Tage geben, um sich auf einen geeinten Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen.

Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten aus dem Weißen Haus. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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