Nahost-Konflikt: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet

Nahost - Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen haben die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen.

Nach dem Tod Chameneis kündigen Irans Revolutionsgarden Vergeltung an.
Nach dem Tod Chameneis kündigen Irans Revolutionsgarden Vergeltung an.  © Vahid Salemi/AP/dpa

"In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen", heißt es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik.

Die Regierung kündigte 40 Tage öffentliche Trauer und 7 Feiertage an. Die gegenseitigen Angriffe gingen derweil in der Nacht weiter.

Der Iran feuerte Raketen Richtung Israel ab und griff US-Verbündete sowie amerikanische Stellungen in Nahost an. In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv starb laut Medien eine Frau beim Einschlag einer Rakete in einem Wohnblock. Dutzende Menschen seien verletzt worden.

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1. März, 18.05 Uhr: Merz spricht von einem Dilemma

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sich zur völkerrechtlichen Einordnung der Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran zurückhaltend geäußert. Es sei jetzt "nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren", sagte der CDU-Politiker in Berlin. "Bei allen Zweifeln teilen wir viele ihrer Ziele, ohne selbst imstande zu sein, sie auch tatsächlich zu erreichen."

Man habe innerhalb der Bundesregierung ausführlich über "die völkerrechtliche Einordnung dessen, was da gegenwärtig geschieht", diskutiert. "Wir sehen das Dilemma, dass mit völkerrechtlichen Maßnahmen und Schritten, die wir ja in den letzten Jahrzehnten immer wieder auch versucht haben, gegen ein Regime, das atomar aufrüstet und das eigene Volk brutal unterdrückt, offensichtlich nichts zu bewirken ist." Appelle aus Europa, die Verurteilung iranischer Rechtsbrüche und selbst umfangreiche Sanktionspakete hätten über Jahre und Jahrzehnte wenig ausgerichtet.

Sie stehen hinter Trump und Israel: Menschen nehmen an einem Jubel-Protest unter dem Motto "Freiheit für Iran" am Brandenburger Tor teil.
Sie stehen hinter Trump und Israel: Menschen nehmen an einem Jubel-Protest unter dem Motto "Freiheit für Iran" am Brandenburger Tor teil.  © Christoph Soeder/dpa

1. März, 17.55 Uhr: Wohl 43 Sicherheitskräfte bei Angriff im Westen des Iran getötet

Bei einem Angriff auf das Hauptquartier eines Grenzregiments in der westiranischen Stadt Mehran nahe der irakischen Grenze sind iranischen Medienberichten zufolge 43 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden.

"Dieser Angriff, der von Bombardierungen begleitet war, hat leider zum Märtyrertod von 43 Sicherheitskräften geführt, bei denen es sich zumeist um Grenzschützer handelte", berichtete die Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. 21 weitere Menschen seien verletzt worden.

1. März, 17.40 Uhr: Vermittler Oman ruft zu Deeskalation im Nahen Osten auf

Der Außenminister des Vermittlerstaats Oman, Badr al-Bussaidi, hat im aktuellen Iran-Krieg zur Deeskalation aufgerufen. Eine Fortsetzung der militärischen Eskalation trage nicht zur Lösung des Konflikts bei, hieß es aus dem Außenministerium in Maskat. Al-Bussaidi forderte eine sofortige Waffenruhe und die Rückkehr zu diplomatischen Gesprächen.

Er habe bereits mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi telefoniert. Dieser habe betont, dass Teheran Frieden wolle und diplomatische Bemühungen zur Beendigung der durch die amerikanisch-israelische Militärkampagne ausgelösten Krise unterstütze.

1. März, 17 Uhr: Netanjahu kündigt Intensivierung von Angriffen an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt.

Die israelische Armee greife bereits mit "zunehmender Stärke" im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen jedoch noch weiter verstärken.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) erhöht den Druck auf den Iran noch einmal.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) erhöht den Druck auf den Iran noch einmal.  © Gil Cohen Magen/Pool SIPA via AP/dpa

1. März, 16.45 Uhr: Merz: "Erleichterung" über absehbares Ende des Mullah-Regimes im Iran

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat Unterstützung für das Vorgehen Israels und der USA gegen die Führung des Iran geäußert.

Die Bundesregierung teile "die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt", sagte Merz am Sonntag in Berlin. "Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört."

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) stellt sich an die Seite Israels und der USA.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) stellt sich an die Seite Israels und der USA.  © Christoph Soeder/dpa

1. März, 16.45 Uhr: Chamenei-Nachfolge binnen zwei Tagen möglich?

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hält es für möglich, dass ein neuer geistlicher Führer im Iran innerhalb von Tagen feststeht.

"Es könnte schon in einem oder zwei Tagen zur Wahl eines obersten Führers kommen", sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al-Jazeera in einem exklusiven Interview.

1. März, 16.30 Uhr: Drei US-Soldaten tot, fünf schwer verletzt

Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden.

"Einige andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen – und befinden sich auf dem Weg zurück in den Dienst", teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Umfangreiche Kampfhandlungen dauerten an.

1. März, 15.35 Uhr: Laut Iranischen Revolutionsgarden US-Flugzeugträger von vier Raketen getroffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger im Persischen Golf angegriffen und getroffen.

"Der US-Flugzeugträger 'USS Abraham Lincoln' wurde von vier ballistischen Raketen getroffen", teilten die Revolutionsgarden am Sonntag laut örtlichen Medien mit. "Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der terroristischen Aggressoren", warnten sie demnach.

1. März, 14.53 Uhr: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet

Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden.

Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ilna.

Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden.
Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden.  © Vahid Salemi/AP/dpa

1. März, 14.41 Uhr: Sechs Tote bei iranischen Raketenangriffen in Israel

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden.

Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.

Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. "Wir hören immer wieder laute Knallgeräusche, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen", sagte ein Einwohner Tel Avivs. "Es nimmt einfach kein Ende."

Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt.

Rettungskräfte und Militärangehörige arbeiten an dem Ort, an dem mehrere Menschen bei einem iranischen Raketenangriff in Beit Schemesch getötet wurden.
Rettungskräfte und Militärangehörige arbeiten an dem Ort, an dem mehrere Menschen bei einem iranischen Raketenangriff in Beit Schemesch getötet wurden.  © Leo Correa/AP/dpa

1. März, 14.38 Uhr: Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland

Nach der Eskalation im Nahen Osten wächst nun die Sorge, dass der neue Iran-Krieg auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland haben könnte.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte vor der Gefahr von Anschlägen auf jüdische und israelische Einrichtungen. Insbesondere nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei sei damit zu rechnen, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge nutze.

Titelfoto: Vahid Salemi/AP/dpa

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