Iran - Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue "Welle" an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht zum Freitag mit.
Ziel sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes", hieß es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten.
Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) hatte zuvor noch laut der Zeitung "Times of Israel" gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen.
Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist", sagte Netanjahu.
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.
20. März, 12.07 Uhr: Israels Armee beginnt neue Luftangriffe im Iran
Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an.
Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hieß es in einer Mitteilung am Mittag.
Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.
20. März, 10.12 Uhr: Iran meldet Tod des Pressesprechers der Revolutionsgarden
Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini (†69).
Nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim ist der General bei einem Angriff getötet worden, für den sie Israel und die USA verantwortlich machen.
Die Garden würdigten Naini als langjährigen Kommandeur, der mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der islamischen Revolution gestanden habe.
20. März, 9.56 Uhr: Teile von Ölraffinerie in Kuwait abgeschaltet
In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.
KPC erklärte demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begannen und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden.
20. März, 9.43 Uhr: Irans Führung appelliert an Geheimdienst
Die iranische Führung hat die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den "Feinden im In- und Ausland" die Sicherheit zu entziehen.
In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei (56), hieß es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die "übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums" diese Lücke ausgleichen.
Geheimdienstminister Chatib wurde nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch getötet.
20. März, 8.57 Uhr: Iranische Raketenproduktion wird trotz des Krieges fortgesetzt
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Islamische Republik produziere trotz des Krieges mit Israel und den Vereinigten Staaten weiterhin Raketen.
"Unsere Raketenindustrie verdient die Bestnote… und es gibt diesbezüglich keinen Grund zur Sorge, denn selbst unter Kriegsbedingungen setzen wir die Raketenproduktion fort", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Ali Mohammad Naini, laut der Nachrichtenagentur Fars.
20. März, 6.39 Uhr: Vereinigten Arabischen Emirate verhaften Mitglieder eines "Terrornetzwerks"
Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben mindestens fünf Mitglieder eines "terroristischen Netzwerks" festgenommen, das Verbindungen zum Iran und zur libanesischen Hisbollah-Miliz unterhält, wie staatliche Medien am Freitag mitteilten.
Das mutmaßliche Netzwerk habe versucht, "in die nationale Wirtschaft einzudringen und externe Machenschaften durchzuführen, die die Finanzstabilität des Landes gefährden", so die offizielle Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf den Staatssicherheitsapparat der VAE.
Dies sei Teil eines "vorab festgelegten strategischen Plans in Abstimmung mit externen Parteien, die Verbindungen zur Hisbollah und zum Iran unterhalten".
20. März, 6.21 Uhr: Drohnenangriff verursacht Brand in kuwaitischer Ölraffinerie
Bei Drohnenangriffen auf die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait am Freitag kam es zu mehreren Bränden, jedoch zu keinen Opfern, wie staatliche Medien unter Berufung auf die nationale Ölgesellschaft berichteten.
"Die Raffinerie Mina Al-Ahmadi wurde heute früh Ziel mehrerer feindlicher Drohnenangriffe, die in einigen Anlagen Brände verursachten“, teilte die offizielle kuwaitische Nachrichtenagentur mit und fügte hinzu, dass "mehrere Raffinerieanlagen abgeschaltet wurden"
20. März, 3.58 Uhr: Golfstaaten erneut unter iranischem Beschuss
Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat der Iran in der Nacht zum Freitag seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt.
Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei dabei, die Geschosse abzufangen. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab.
Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs.
19. März, 21.33 Uhr: Iran kann laut Netanjahu kein Uran mehr anreichern
Nach knapp drei Wochen Krieg kann der Iran laut israelischem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. "Der Iran ist schwächer denn je", sagte er in Jerusalem nach Angaben der Times of Israel. Die Angriffe auf den Mullah-Staat würden aber weitergehen, "so lange dies notwendig ist".
Netanjahu bekräftigte auf der Pressekonferenz die Ziele der Militärkampagne, die Israel und die USA gestartet haben. Es gehe darum, die Bedrohung auszuschalten, die von den nuklearen Ambitionen und von den ballistischen Raketen des Irans ausgehen würden. Damit werde man die Bedingungen dafür schaffen, dass sich das iranische Volk die Freiheit nehmen kann, "sein Schicksal selbst zu gestalten".
19. März, 21 Uhr: Internationale Energieagentur beginnt mit Freigabe ihrer Öl-Notvorräte
Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben mit der wegen des Iran-Kriegs beschlossenen Freigabe eines Teils ihrer Ölreserven begonnen.
Die freigegebenen Reserven werden "größtenteils aus Rohöl bestehen", die Beiträge in Europa "vorrangig in Form raffinierter Produkte", teilte die IEA am Donnerstag mit.
19. März, 20.39 Uhr: Vertrauen zum Iran muss laut Katar wiederhergestellt werden
Katar sieht die Beziehungen zum Iran nach dessen wochenlangen Angriffen am Golf als stark beschädigt an. "Nach diesem feindlichen Akt ist es notwendig, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen", sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman (45). "Das iranische Volk und uns verbinden Geografie, Nachbarschaft und Geschichte."
Der Regierungschef rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen "gefährlichen Strudel" gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit "für alle Länder in der Region" gefährden.
19. März, 19.32 Uhr: Moskau wirft Israel "gezielten" Angriff auf russisches TV-Team vor
Russland wirft Israel einen "gezielten" Angriff auf ein russisches Fernsehteam im Südlibanon vor. Ein Reporter und ein Kameramann seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte die zum Staatssender RT gehörende Videoagentur Ruptly am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa schrieb bei Telegram, das als Presse gekennzeichnete Team sei "vorsätzlich und gezielt" angegriffen worden. Der israelische Botschafter in Moskau werde einbestellt.
Die israelische Armee erklärte, auf veröffentlichtem Filmmaterial sei ein Journalist in einem Gebiet zu sehen, für das "eine ausdrückliche Warnung ausgegeben" worden sei. Der Angriff in dem Gebiet sei erfolgt, "nachdem seit den Warnungen ausreichend Zeit verstrichen war". Die israelische Armee geht derzeit massiv gegen die pro-iranische Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon vor.
19. März, 19.14 Uhr: Trump-Forderung an Kongress könnte Ukraine-Kosten übersteigen
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) könnte seine Regierung den Kongress um deutlich mehr Geld bitten als der Iran-Krieg kostet. Der Finanzbedarf gehe "über das hinaus, worüber wir im Zusammenhang mit dem Iran sprechen, denn wir leben in einer äußerst instabilen Welt", sagte Trump am Donnerstag in Washington. Die "Washington Post" hatte berichtet, seine Regierung wolle vom Kongress 200 Milliarden Dollar (rund 174 Milliarden Euro) fordern. Das wäre mehr als die gesamten bisherigen Ukraine-Hilfen der USA.
"Es ist ein kleiner Preis, um sicherzustellen, dass wir ganz oben bleiben", sagte Trump bei einem Auftritt mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi im Oval Office weiter. Er antwortete damit auf die Frage einer Journalistin, ob der Bericht der "Washington Post" zutreffe und warum die USA so viel Geld bräuchten, wenn der Iran-Krieg nach Trumps Worten doch so gut wie beendet sei.
19. März, 18.13 Uhr: Weltschifffahrtsorganisation (IMO) arbeitet an Evakuierungsplänen für Straße von Hormus
Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) arbeitet an Evakuierungsplänen für die durch den Iran-Krieg in der Straße von Hormus festsitzenden Schiffe und Seefahrer. Der erste Ansprechpartner seien nun die Länder der Region, um Gespräche darüber zu beginnen, wie eine Evakuierungsroute eingerichtet werden könnte, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez nach einer Dringlichkeitssitzung.
"Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen", sagte Dominguez. "Wir sprechen von der Straße von Hormus, die etwa 30 Kilometer breit ist."
19. März, 17.25 Uhr: Katar warnt nach iranischem Angriff auf Gaskomplex vor Folgen für weltweite Energieversorgung
Katar hat nach dem iranischen Angriff auf den größten Gaskomplex des Landes vor massiven Folgen für die gesamte Welt gewarnt. Der Angriff auf das Erdgas-Industriegebiet in Ras Laffan habe "erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung", sagte der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am Donnerstag vor Journalisten.
Dass der Iran Anlagen in Ras Laffan attackiert habe, sei zudem ein "eindeutiger Beleg" dafür, dass Teheran - anders als behauptet - nicht nur US-Interessen in der Golfregion ins Visier nehme. "Es gab immer wieder Behauptungen seitens des Iran, diese Angriffe richteten sich gegen amerikanische Interessen", sagte Regierungschef al-Thani und fügte an: "Diese Behauptung wird zurückgewiesen und kann nicht akzeptiert werden."
19. März, 17.19 Uhr: Reaktion auf Israel laut Iran "nur ein Bruchteil" der Schlagkraft
Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnt vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen.
Auf der Plattform X erklärte er, Irans Reaktion auf den israelischen Angriff habe nur einen Bruchteil der Schlagkraft ausgeschöpft. "Der EINZIGE Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation", so Araghtschi.
19. März, 17.15 Uhr: Laut Libanon mehr als 1000 Tote nach israelischen Angriffen
Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1000 Tote.
Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1001 Menschen getötet und 2584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon.
19. März, 17.11 Uhr: Offenbar Raffinerie von Haifa in Israel bei iranischem Angriff getroffen
Im Norden Israels ist die Öl-Raffinerie von Haifa laut israelischen Medienberichten bei einem iranischen Angriff getroffen worden.
Über der Anlage in der Hafenstadt stieg dicker dunkler Rauch auf, wie Bilder zeigten, die von dem Sender Kan 11 am Donnerstag verbreitet wurden. Im Onlinedienst X schrieb der Sender, dass es aber keinen Anlass zur Sorge wegen eines möglichen Austritts gefährlicher Stoffe gebe. Zuvor hatte die israelische Armee vor einem Angriff mit iranischen Raketen gewarnt.
19. März, 16.53 Uhr: Iran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen
Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmaßliche Spione festgenommen. Ihnen würden "Vaterlandsverrat" sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr.
Die Festgenommenen sollen demnach "Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten" an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden. Zudem seien mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter.
19. März, 16.50 Uhr: EZB erwartet höhere Inflation durch Iran-Krieg
Der Iran-Krieg lässt die Inflation in der Eurozone nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) kurzfristig steigen - die mittelfristigen Folgen sind aber noch ungewiss.
Angesichts dieser Ausgangslage beließ der EZB-Rat am Donnerstag die Leitzinsen wie im Vorfeld erwartet vorerst unverändert.
19. März, 16.44 Uhr: USA könnten laut Finanzminister Ölsanktionen gegen den Iran lockern
Die USA könnten ihre Ölsanktionen gegen den Iran nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent (63) lockern.
Bessent sagte am Donnerstag dem Sender Fox News, bereits auf Tankern befindliches Öl könne von den Strafmaßnahmen ausgenommen werden, um den Ölpreisschock abzumildern. Zudem erwägen die USA nach seinen Angaben, weiteres Öl aus ihren strategischen Reserven freizugeben.
19. März, 16.36 Uhr: Pistorius schließt deutschen Hormus-Einsatz nicht aus
Für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende der aktuellen Kriegshandlungen hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) Bedingungen genannt. "Wir schließen nichts aus, aber das hängt von der Situation nach einem Waffenstillstand ab", sagte Pistorius am Donnerstag in Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hatte sich am Mittwoch im Bundestag offen für eine deutsche Beteiligung gezeigt.
Die Entscheidung für einen möglichen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus hänge neben der militärischen und der Sicherheitslage in der Region auch davon ab, "dass wir im Rahmen eines internationalen Mandats oder einer internationalen Kooperation dann uns beteiligen könnten, wenn alle Parameter stimmen und der Bundestag zustimmt", sagte Pistorius.
19. März, 16.06 Uhr: Drohne stürzt über Ölraffinerie in Saudi-Arabien ab
Über der saudischen Ölraffinerie Samref am Roten Meer ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde begutachtet, teilte das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit.
Der Hafen Janbu in Nähe der Raffinerie wurde dem Ministerium zufolge zudem von einer Rakete angegriffen, diese sei abgefangen und zerstört worden. Auch nahe Riad und im Osten des Landes wurden demnach erneut Drohnen abgefangen.
19. März, 16.04 Uhr: US-Kriegsminister spricht es aus: "Es kostet Geld, Bösewichte zu töten"
US-Kriegsminister Pete Hegseth (45) hat einen Finanzierungsantrag seines Hauses zur Fortführung des Iran-Kriegs verteidigt.
"Es kostet Geld, Bösewichte zu töten", rechtfertigte er sich bei einer Pressekonferenz. Er wolle sich erneut an den Kongress wenden, um so für ausreichende Munitionsvorräte sowie die Finanzierung "für das, was wir in Zukunft möglicherweise tun müssen", Sorge zu tragen.
19. März, 15.28 Uhr: Nahost-Konflikt bedroht laut WTO den Welthandel
Der Krieg gegen den Iran und die wachsenden Spannungen im Nahen Osten bedrohen nach Angaben der WTO das Wachstum des globalen Handels. Wenn der Konflikt anhält, die Energiepreise hoch blieben und damit Transportkosten steigen, dürfte dies das Wachstum in diesem Jahr um 0,5 Prozentpunkte senken, wie die Welthandelsorganisation (WTO) berichtet.
Ein möglicher Lichtblick: "Die Aussichten könnten sich noch verbessern, wenn der Konflikt schnell beendet wird und der Boom bei den Ausgaben für künstliche Intelligenz anhält", schreibt die WTO in ihrem halbjährlichen Handelsausblick.
19. März, 15.27 Uhr: Wird Gas jetzt auch für Haushalte teurer?
Nach wechselseitigen Angriffen auf die Gasindustrie Irans und Katars sind die Erdgaspreise im europäischen Großhandel erneut stark gestiegen. Unter anderem waren bei einem iranischen Raketenangriff in Katar wichtige Flüssiggasanlagen schwer beschädigt worden.
In der Folge stiegen am Handelsplatz TTF die Preise. Am Donnerstagnachmittag lag der Preis für im April zu lieferndes Gas bei 65 Euro je Megawattstunde. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor Beginn des Iran-Kriegs.
Energieexperte Andreas Fischer vom Institut der deutschen Wirtschaft geht trotz der aktuellen Preisanstiege im Großhandel davon aus, dass ein Großteil der Haushaltskunden zunächst keine spürbar höheren Erdgaspreise bezahlen muss. "Die aktuellen Steigerungen dürften bei vielen Verbrauchern noch nicht ankommen, vor allem, wenn sie Festpreisverträge haben. Das sichert sie gegen kurzfristige Anstiege ab", sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa.
19. März, 15.23 Uhr: Deutschland und fünf andere Staaten: Iran soll Angriffe auf Schiffe sofort stoppen
Deutschland und fünf andere Staaten haben den Iran zum sofortigen Stopp von Angriffen auf Schiffe in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans vom Donnerstag hieß es, die Angriffe auf Schiffe und Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die "faktische Sperrung der Straße von Hormus durch iranische Kräfte" werde "auf das Schärfste" verurteilt.
Die sechs Staaten riefen den Iran auf,"seine Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Versuche", die Meerenge für die Handelsschifffahrt zu blockieren, "sofort einzustellen". Ein derartiger Eingriff in die internationale Schifffahrt und die Störung weltweiter Energieversorgungsketten stelle "eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit" dar.
19. März, 14.23 Uhr: Vergeltung Irans gegen Golfstaaten
Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump (79) wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg.
Das US-Militär werde das bedeutende Gasfeld "South Pars" massiv attackieren, sollte der Iran weiter Katars Gasindustrie angreifen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
19. März, 13.33 Uhr: Trump wusste vorab von Israels Angriff auf Gasfeld
US-Medienberichte legen nahe, dass Präsident Donald Trump (79) vor dem israelischen Angriff auf das bedeutende Gasfeld "South Pars" informiert war.
Das "Wall Street Journal" berichtet, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormus freizugeben.
19. März, 12.50 Uhr: Nato-Chef erwartet Einigung von Alliierten
Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) rechnet im Streit um eine mögliche militärische Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus mit einer Einigung zwischen den USA und anderen Alliierten.
"Was die Straße von Hormus betrifft, so sind sich alle einig, dass diese Meerenge nicht geschlossen bleiben darf", sagte Rutte am Rande eines Treffens mit dem rumänischen Präsidenten Nicusor Dan (56) in Brüssel.
Dies sei entscheidend für die Weltwirtschaft. In seinen Kontakten mit den Verbündeten sehe er, dass intensiv über den besten Weg nach vorn beraten werde.
Rutte fügte hinzu, er sei zuversichtlich, dass wie immer alles zur Unterstützung der gemeinsamen Interessen getan werde. "Wir werden einen Weg nach vorn finden", sagte er.
19. März, 11.51 Uhr: Macron verurteilt Energiestreiks im Nahen Osten
Der französische Präsident Emmanuel Macron (48) warnte am Donnerstag vor einer "rücksichtslosen Eskalation".
Bei seiner Ankunft zu den EU-Gesprächen in Brüssel sagte Macron, dass dieser Krieg "weitaus nachhaltigere Auswirkungen haben wird, wenn die Energieproduktionskapazitäten im Nahen Osten selbst zerstört werden"
Er forderte "direkte Gespräche zwischen den Amerikanern und den Iranern zu diesem Thema".
19. März, 8.17 Uhr: Bei Luftangriffen im Nordirak wurden zwei Kämpfer getötet
Bei Luftangriffen im Nordirak wurden am frühen Donnerstagmorgen zwei Kämpfer der ehemaligen paramilitärischen Koalition Hashed al-Shaabi getötet, wie aus zwei Erklärungen der Gruppe hervorgeht.
Laut Angaben der Volksmobilisierungskräfte (PMF), die heute Teil der regulären irakischen Streitkräfte sind, richteten sich die beiden Angriffe gegen ihre Stellungen in der Region Ninive, wo sich die Stadt Mosul befindet, sowie gegen einen Militärflughafen in der Provinz Salah al-Din.
Die Gruppe machte Israel und die Vereinigten Staaten für den Anschlag verantwortlich.
19. März, 7.57 Uhr: Iran richtet drei Männer nach Protesten hin
Der Iran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt.
Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein.
Ihr Urteil sei wegen "Mord und operativer Handlungen" seitens der USA und Israel gefallen, hieß es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile im Iran durch Erhängen vollstreckt.
19. März, 5.40 Uhr: Große Schäden an Flüssiggasanlage nach iranischem Raketenangriff
Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden.
Am frühen Donnerstagmorgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu "bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden" führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte.
Das Innenministerium erklärte wenig später, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden.
19. März, 5.25 Uhr: Neue Angriffe auf Schiffe im Nahen Osten
Vor der Küste von Katar und im Golf von Oman ist jeweils ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden.
Nach dem Angriff im Persischen Golf rund acht Kilometer vor dem wichtigen katarischen Gashafen Ras Laffan seien alle Besatzungsmitglieder wohlauf und in Sicherheit, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.
Bei dem Vorfall südlich des Eingangs zur Straße von Hormus im Golf von Oman brach infolge des Beschusses an Bord ein Feuer aus, wie UKMTO mitteilte.
Der Angriff ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
19. März, 4.08 Uhr: Abu Dhabi schließt Öl- und Gasanlage nach Angriff wegen Trümmerteilen
Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen.
Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu "Vorfällen" geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit.
Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten.
19. März, 2.49 Uhr: Saudischer Außenminister betont, dass iranische Angriffe aufhören müssen
Saudi-Arabien hat den Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten aufgefordert.
Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan (51) laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Außenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad.
Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. "Ich hoffe, dass sie die Botschaft des heutigen Treffens verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen", wurde der saudische Minister zitiert.
19. März, 2.26 Uhr: Iran greift wichtiges Gas-Industriegebiet in Katar an
Der Iran hat nach katarischen Angaben erneut ein Industriegebiet in dem Golfstaat angegriffen, in dem sich wichtige Anlagen zur Produktion und Verschiffung von Flüssiggas befinden.
Der Zivilschutz bekämpfe einen Brand im Industriegebiet Ras Laffan, teilte das Innenministerium auf der Plattform X mit. Es gebe keine Verletzten.
Das Verteidigungsministerium in Doha erklärte am frühen Morgen, der Iran habe Ras Laffan mit ballistischen Raketen angegriffen. Es gebe Schäden. Die Behörde nannte zunächst keine Einzelheiten zur Zahl der vom Iran eingesetzten Raketen und zu möglicherweise von der Flugabwehr abgefangenen Projektilen.
Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend mit Raketen angegriffen worden. Betreiber Qatar Energy sprach daraufhin auf der Plattform X von Bränden und großen Schäden.
19. März, 1.25 Uhr: Katar weist Irans Militärattaché aus
Der Golfstaat Katar hat die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen.
Sie seien aufgefordert, Katar innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, teilte das Außenministerium mit. Es verwies auf wiederholte "Aggressionen" des Irans gegen Katar.
19. März, 0.46 Uhr: Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf Energieanlagen in Nahost
Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump (79) und dem Emir von Katar (45) zum Iran-Krieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors.
Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron (48) auf der Plattform X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden.
"Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden", erklärte er weiter.
18. März, 22.30 Uhr: Israelische Armee greift nach eigenen Angaben erstmals Ziele im Nordiran an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs Ziele im Nordiran angegriffen.
"Die israelischen Streitkräfte (...) haben damit begonnen, erstmals Ziele im Norden des Irans anzugreifen", erklärte die Armee am Mittwochabend. Israelischen Medienberichten zufolge wurden unter anderem iranische Marineschiffe in der Hafenstadt Bandar Anzali am Kaspischen Meer angegriffen.
18. März, 22.23 Uhr: EU fordert von Israel Einstellung der Militäreinsätze im Libanon
Die Europäische Union (EU) hat Israel zur Einstellung der Militäreinsätze im Libanon aufgefordert.
"Die EU ist zutiefst besorgt über die andauernde israelische Offensive im Libanon, die bereits verheerende humanitäre Folgen hat", erklärte am Mittwochabend ein Sprecher. Außerdem berge das Vorgehen die Gefahr, einen "langwierigen Konflikt" auszulösen. "Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen", hieß es in der Erklärung weiter.
18. März, 21.48 Uhr: Israel greift laut Bericht erstmals iranische Marineschiffe an
Israels Luftwaffe hat israelischen Berichten zufolge erstmals Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer ins Visier genommen.
Der TV-Sender N12 sprach von einem "ungewöhnlichen Angriff" in der nordiranischen Hafenstadt Bandar Ansali und berief sich auf israelische Sicherheitskreise. Auch die Nachrichtenseite "ynet" und der Sender Kan 11 meldeten einen Angriff auf Ziele der iranischen Marine. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.
18. März, 20.09 Uhr: Iran sieht "neue Eskalationsstufe"
Irans Präsident Massud Peseschkian (71) warnt nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur vor einer weiteren Eskalation.
Auf der Plattform X schrieb er, diese "aggressiven Handlungen" würden Israel, den USA sowie deren Verbündeten keinen Vorteil bringen, sondern die Lage verschärfen. Sie könnten "unkontrollierbare Folgen" haben, die sich weltweit auswirken.
18. März, 19.34 Uhr: Iran-Krieg blockiert medizinische Hilfslieferungen
Wegen des Iran-Kriegs verzögert sich nach Angaben einer Hilfsorganisation derzeit der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400.000 Kinder.
Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation Save the Children mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen. Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und Afghanistan bestimmt, hieß es weiter
18. März, 19.02 Uhr: Nato-Staaten beraten "gemeinsam" über Vorgehen in Straße von Hormus
Die Nato berät nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte (59) derzeit über den besten Weg zur Öffnung der Straße von Hormus, die vom Iran derzeit de facto für den Schiffsverkehr geschlossen gehalten wird.
"Ich stehe in Kontakt mit vielen Verbündeten. Wir sind uns natürlich alle einig, dass die Straße wieder geöffnet werden muss", sagte Rutte am Mittwoch beim Besuch einer Nato-Übung in Norwegen.
18. März, 18.59 Uhr: US-Geheimdienstanalyse stellt Trumps Begründung für Iran-Krieg infrage
Eine aktuelle US-Geheimdienstanalyse stellt die Begründung von US-Präsident Donald Trump für den Iran-Krieg infrage. Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard (44) erklärte am Mittwoch, der Iran habe seine Nuklearanlagen seit den vernichtenden US-israelischen Luftangriffen vom vergangenen Juni nicht wieder aufgebaut. Trump hatte den Krieg unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit "bald" sogar die USA angreifen.
Durch den US-israelischen Einsatz "Mitternachtshammer" vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm "vernichtet" worden, bekräftigte Gabbard in ihrer schriftlichen Erklärung vor einer Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats. "Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen", heißt es darin unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste.
18. März, 18.54 Uhr: Israel greift Tankstellen und Brücken im Südlibanon an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mit der Hisbollah-Miliz verbundene Tankstellen angegriffen. Die Tankstellen werden von Al-Amana betrieben, einer mit der Hisbollah verbundenen Organisation. Sie befinden sich vorwiegend in Gebieten mit großer Unterstützung für die Hisbollah, dazu gehören die südlichen Vororte Beiruts, der Südlibanon und die Bekaa-Ebene im Osten des Landes.
Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate geschaffen. Die Tankstellen sind Teil des parallelen Wirtschaftssystems. In Zeiten von Treibstoffmangel im Zuge der Wirtschaftskrise konnte die Hisbollah über Al-Amana beispielsweise ihre Anhänger bevorzugt versorgen und so ihre Basis stärken, während staatliche Tankstellen leer blieben.
18. März, 17.47 Uhr: Iran dämmt Brände nach Angriff auf Gasanlagen ein
Nach Luftangriffen auf Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf ist die Lage nach iranischen Angaben unter Kontrolle. Laut Nachrichtenagentur Fars erklärte der Gouverneur der Provinz Asalujeh, dadurch ausgelöste Brände seien eingedämmt worden.
Das Feuer, das noch brenne, stehe mit verbliebenen Gasen in den Leitungen in Zusammenhang, hieß es weiter. Sobald diese geleert seien, würden die Flammen von selbst erlöschen. Für die Bevölkerung umliegender Städte bestehe keine Gefahr.
18. März, 16.41 Uhr: Pakistan verkündet Feuerpause in Afghanistan
Pakistan will die Angriffe im Nachbarland Afghanistan pausieren.
Angesichts der Feierlichkeiten zu Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gelte eine sechstägige Pause des Militäreinsatzes, teilte Informationsminister Attaullah Tarar auf X mit.
18. März, 16.15 Uhr: Irans Präsident bestätigt Tötung von Geheimdienstminister
Der Iran hat die Tötung von Geheimdienstminister Esmail Chatib bestätigt.
Präsident Massud Peseschkian erklärte am Mittwoch im Onlinedienst X, der Tod des Ministers erfülle die Führung in Teheran mit Trauer, er machte jedoch keine Angaben dazu, wer den "feigen Mord" ausgeführt habe.
18. März, 15.25 Uhr: Trump: Könnte Verbündete bei Sicherung der Straße von Hormus alleine lassen
US-Präsident Donald Trump (79) hat den Verbündeten gedroht, sie mit der Absicherung der Straße von Hormus alleine zu lassen.
Er schrieb am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social, er könne die Länder, welche die Meerenge für den Schiffsverkehr nutzten, selbst eine Lösung finden lassen. Er reagierte damit auf die Weigerung Deutschlands und zahlreicher anderer Länder, die USA militärisch in dem Seegebiet zu unterstützen.
"Ich frage mich, was passieren würde, wenn wir den Rest des iranischen Terrorstaates 'fertigmachen' und die Länder, die (die Straße von Hormus) nutzen - wir tun es nicht - für die sogenannte 'Straße' verantwortlich sein lassen würden?", schrieb Trump. "Das würde einige unserer reaktionsschwachen 'Verbündeten' auf Trab bringen, und zwar schnell!!!"
18. März, 15.06 Uhr: Merz offen für Engagement in Straße von Hormus - unter dieser Bedingung
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sich offen für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende der aktuellen Kriegshandlungen gezeigt.
"Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann werden wir uns einer Debatte über freie Schifffahrt etwa in der Straße von Hormus nach Kriegsende nicht verschließen", sagte Merz am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag. Abermals distanzierte sich der Kanzler aber von der Entscheidung der USA und Israels zu einem Angriff auf den Iran.
"Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist", sagte Merz. Allerdings habe Washington "uns nicht zu Rate gezogen und die europäische Hilfe nicht für notwendig erklärt"
18. März, 14.53 Uhr: Schwedischer Staatsbürger im Iran wegen Spionage für Israel hingerichtet
Im Iran ist am Mittwoch ein wegen Spionage für Israel zum Tode verurteilter schwedischer Staatsbürger hingerichtet worden.
Die iranischen Justizbehörden teilten auf ihrer Website Misan Online mit, das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden. Der "Spion" habe "Bilder und Informationen über wichtige Orte des Landes" an Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes Mossad weitergegeben. Er sei in "sechs europäischen Ländern und in Tel Aviv" ausgebildet worden.
18. März, 14.02 Uhr: Iranische Öl- und Gasindustrie wieder Ziel von Angriffen
Der Iran hat im Krieg mit den USA und Israel neue Angriffe auf Teile seiner Öl- und Gasindustrie gemeldet.
Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr. Nähere Details gab es zunächst nicht. Ob Israel für die Luftangriffe verantwortlich war oder die USA, blieb zunächst unklar.
18. März, 13.59 Uhr: Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran erneut Abwehr
Nach dem Abschuss von drei Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei erneut ihre Flugabwehr.
In der südtürkischen Provinz Adana werde zusätzlich ein Patriot-Raketenabwehrsystem stationiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik in Adana mit.
Es soll demnach vom US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz dorthin verlegt werden. Es war zunächst unklar, welches Land das System zur Verfügung stellt.
18. März, 11.54 Uhr: Tötung jedes ranghohen Vertreters des Iran von Israels Führung genehmigt
Israels Führung hat nach Angaben des Verteidigungsministers die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreter genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde.
Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert.
Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien "bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten". Diese würden den Krieg gegen den Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz "auf eine neue Stufe heben". Die Intensität der Angriffe im Iran nehme noch zu, sagte er demnach.
18. März, 11.35 Uhr: Irans Geheimdienstminister laut Israel getötet
Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden.
Ismail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie "Bedrohungen nach außen" verantwortlich gewesen.
18. März, 11.34 Uhr: Rettungswagen im Iran angegriffen
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen ist im Iran nach Angaben der Rothalbmond-Gesellschaft ein Rettungswagen gezielt angegriffen worden.
Der Vorfall ereignete sich in der südlichen Stadt Lar in der Provinz Fars, wie die humanitäre Organisation auf Telegram mitteilte. Ein Bild zeigte ein fast vollständig zerstörtes Fahrzeug.
Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen.
18. März, 9.50 Uhr: Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Iran
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind nach Angaben aus dem Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.
56 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Luftangriff traf ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud, wie es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan hieß.
18. März, 9.47 Uhr: Laut iranischem Außenminister besteht System trotz gezielter Tötungen weiter
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hält das politische System seines Landes im Krieg weiterhin für überlebensfähig.
Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle, sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al Jazeera in einem heute veröffentlichten Interview. "Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur. (...) Entscheidend ist, dass das politische System im Iran eine sehr solide Struktur ist."
Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran, sagte Araghtschi. "Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anders getötet wird." Auch im Fall, dass der Außenminister getötet würde - also er selbst -, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araghtschi.
17. März, 9.44 Uhr: Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin
Irans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.
Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden.
Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben.
Angeworben sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden.
18. März, 7.11 Uhr: Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz
Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden.
Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.
Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz.
Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Anwohner berichteten von mehreren deutlich vernehmbaren Explosionen.
18. März, 6.19 Uhr: Saudi-Arabien lädt Außenminister zu Beratungen ein
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat Saudi-Arabien Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen.
Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilte das Außenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.
18. März, 6.17 Uhr: Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele im Südlibanon
Die israelische Luftwaffe greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Süden des Libanons an.
Die Angriffe gelten der Infrastruktur der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah, wie das Militär mitteilte. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte Bürger in der südlibanesischen Stadt Tyros zur Flucht aufgefordert, nachdem laut Armeeangaben Raketen aus der Region auf Israel abgefeuert worden waren.
18. März, 6.15 Uhr: Iranische Rakete nahe Militärflugplatz in den Emiraten eingeschlagen
Eine iranische Rakete ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes eingeschlagen.
Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Bei dem Angriff seien keine australischen Soldaten verletzt worden, sagte Premierminister Anthony Albanese vor Journalisten. Die Rakete habe eine Zufahrtsstraße getroffen, zitierten ihn australische Medien weiter.
Durch einen von der Rakete verursachten Brand habe es auf dem Stützpunkt lediglich geringfügigem Schaden an Unterkünften und einer medizinischen Einrichtung gegeben, sagte Albanese demnach weiter.
18. März, 6.13 Uhr: Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen.
Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben.
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
18. März, 6.11 Uhr: USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen.
"Mehrere" der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien "erfolgreich eingesetzt" worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.
Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten "eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge" dargestellt.
17. März, 22.29 Uhr: Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani
Der Iran hat den Tod des Spitzenfunktionärs, Ali Laridschani, bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherhetsrates zum "Märyrer" geworden sei.
Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hieß es, "ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt."
17. März, 21.54 Uhr: Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani
Die iranischen Revolutionsgarden haben den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani (†62), bestätigt.
Die den Garden nahestehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte einen Nachruf, in dem die Revolutionsgarden Soleimani würdigten und "zum ehrenvollen Märtyrer-Tod" gratulierten. Zugleich erklärten sie, die "Basidsch-Kämpfer" würden niemals die Blutrache für ihren getöteten Führer aufgeben.
Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, Soleimani am Montag getötet zu haben. Unter dessen Führung seien die Basidsch-Milizen für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich. Soleimanis Tötung sowie die jüngsten Angriffe fügten den Fähigkeiten der Miliz "erheblichen und anhaltenden Schaden" zu, hieß es weiter.
17. März, 21.50 Uhr: Israel meldet neue Angriffe aus dem Libanon
Die proiranische Hisbollah im Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen.
Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.
17. März, 21.49 Uhr: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten.
Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.
17. März, 21.48 Uhr: Berlin und Paris - Plan für Golf-Region nach Iran-Krieg
Deutschland und Frankreich bieten den USA und Israel Unterstützung für eine politische Lösung in der Region nach Ende der Kämpfe im Iran-Krieg an.
Es müssten Gespräche vorbereitet werden, in denen zusammen mit den Golf-Staaten Wege für eine neue Sicherheitsarchitektur gefunden werden könnten, forderte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einer Podiumsdiskussion mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot in Berlin. Die Konferenz "Europe 2026" wurde von "Zeit", "Handelsblatt", "Tagesspiegel" und "Wirtschaftswoche" organisiert.
17. März, 21.47 Uhr: Netanjahu spottet über Spekulationen über sein Ableben
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) spottet über Spekulationen über seinen Tod, die in sozialen Netzwerken kursieren.
In einem Video ist er zusammen mit dem US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, zu sehen. Dieser sagt herzhaft lachend, US-Präsident Donald Trump habe ihn gebeten, sich zu versichern, dass es Netanjahu gut gehe. "Ja, Mike, ja, ich lebe", antwortet der israelische Regierungschef lächelnd.
17. März, 21.46 Uhr: Israels Präsident sieht Tötung Laridschanis als Chance für Proteste
Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat die von Israel verkündete Tötung des einflussreichen iranischen Generalsekretärs des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, als "sehr wichtigen Schritt" gelobt.
Dies eröffne den Menschen im Iran den Freiraum für Proteste, sagte Herzog laut Angaben seines Büros.
Israel hat bereits mehrfach das Ziel eines Machtwechsels in Teheran genannt und die Bevölkerung zum Sturz der politischen Führung aufgerufen. Experten sehen diese Aufforderung unter den derzeitigen Bedingungen kritisch.
17. März, 18.01 Uhr: Israels Luftwaffe greift iranische Elite-Milizen in Teheran an
Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran.
"In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basisch-Einheit ausgeführt", teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht.
17. März, 18 Uhr: Israels Armeesprecher - Greifen Hisbollah mit Entschlossenheit an
Der israelische Militärsprecher Effie Defrin hat angesichts erwarteter Raketenangriffe durch die proiranische Hisbollah-Miliz die Bevölkerung zur Ruhe aufgerufen.
"Der Feind versucht, Angst und Panik zu verbreiten. Es ist wichtig, dass Sie Ruhe bewahren", sagte er in einer Videobotschaft. Das israelische Militär beobachte die Hisbollah und alle ihre Kommandeure "von Beirut bis zum Südlibanon", betonte Defrin. "Wir greifen die Hisbollah in diesem Moment mit voller Entschlossenheit an."
17. März, 16.19 Uhr: Hisbollah und Israel greifen weiter gegenseitig an
Im Libanon und in Israel sind erneut Angriffe gemeldet worden.
Bei einem israelischen Angriff auf die Flughafenstraße in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mensch getötet und neun weitere verletzt worden. Auch im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA erneut mehrere Angriffe gemeldet.
Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.
17. März, 15 Uhr: Anzeichen für ethnische Säuberung im Westjordanland
Die israelischen Siedleraktivitäten im besetzten Westjordanland sind nach einem Bericht des UN-Menschenrechtsbüros deutlich ausgeweitet worden.
Die Aktivitäten deuteten auf koordinierte Aktionen und eine israelische Politik mit Massenvertreibungen hin, "was Befürchtungen einer ethnischen Säuberung aufkommen lässt", heißt es in dem Bericht. Die unrechtmäßige Umsiedlung geschützter Personen stelle ein Kriegsverbrechen dar.
17. März, 13.38 Uhr: Polen will keine Soldaten in den Iran schicken
Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. "Das gilt sowohl für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch im Aufbau befinden", sagte Ministerpräsident Donald Tusk.
Sein Land habe im Rahmen der Nato andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe nicht unmittelbar Polens Sicherheit. "Und unsere Verbündeten, auch die Amerikaner, verstehen das."
Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Es fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet massiv auf.
17. März, 12.26 Uhr: Polizei untersucht Einschlagsorte im Großraum Tel Aviv
Israelische Polizisten und Bombenexperten untersuchen im Großraum Tel Aviv die Einschlagsorte von Raketentrümmern.
Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es zunächst keine Informationen über Tote oder Verletzte. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Einschlagstellen fernzubleiben und keine Trümmerteile zu berühren, die möglicherweise explodieren könnten.
Am Vormittag hatte es bereits zweimal Alarm gegeben, als der Iran Raketen in Richtung Israel startete.
17. März, 11 Uhr: Libanon - Fünf Soldaten bei israelischem Angriff verletzt
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind nach Armeeangaben fünf Soldaten der libanesischen Streitkräfte verletzt worden.
Zwei von ihnen seien schwer verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit. Sie seien in einem Auto und auf einem Motorrad in der Gegend bei Nabatija unterwegs gewesen. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, den Fall zu prüfen.
Die libanesische Armee ist im Krieg zwischen der proiranischen Hisbollah und dem israelischen Militär keine aktive Kriegspartei und verhält sich neutral. Nach Berichten lokaler Medien waren die getroffenen Soldaten in einem Zivilauto und einer von ihnen auf einem Motorrad unterwegs. Sie seien in Uniform gekleidet gewesen.
17. März, 10.59 Uhr: Iran feuert neue Welle an Raketen auf Israel
Irans Streitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel gefeuert.
Darüber berichtete der staatliche iranische Rundfunk.In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.
17. März, 10.46 Uhr: Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten laut Israel getötet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, gezielt getötet.
Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee.
17. März, 10.43 Uhr: Wichtiger iranischer Funktionär Laridschani getötet
Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Laridschani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden.
Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben.
Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Eine Bestätigung von iranischer Seite gab es zunächst nicht.
17. März, 10.42 Uhr: Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels Norden
Aus dem Libanon sind erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert worden. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen.
Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.
Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanons, hieß es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.
17. März, 6.17 Uhr: Angriff auf Tanker im Golf von Oman
Unterdessen meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt, ein Tanker sei vor der Küste des Emirats Fudschaira im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden.
Es sei niemand verletzt worden. Das Schiff habe gut 40 Kilometer vor der Küste vor Anker gelegen, hieß es.
Das kleine Emirat Fudschaira, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, liegt südlich der Straße von Hormus - einer strategisch bedeutsamen Meerenge, die den Zugang zum Persischen Golf bildet.
17. März, 6.14 Uhr: Neue iranische Angriffe auf Ziele in Golfstaaten
Der Iran griff in der Nacht auch erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien an. Die Emirate schlossen wegen laufender Angriffe kurzzeitig ihren Luftraum.
Die Behörden in Dubai erklärten, dass es sich bei dem Lärm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um Abfangeinsätze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden.
Im Irak gab es unbestätigten Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens.
17. März, 6.10 Uhr: Bundesregierung warnt vor Bodenoffensive
Mehrere Staaten, darunter Deutschland, warnten Israel vor einer großen Bodenoffensive.
"Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen", teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer Erklärung mit. "Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage im Libanon einschließlich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äußerst alarmierend."
Durch die jüngste Eskalation des Konflikts sind im Libanon offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Bisher seien rund 1.050.000 Vertriebene registriert worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. Rund 130.000 Menschen seien in Notunterkünften untergekommen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mehr als 880 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien.
17. März, 6.08 Uhr: Israel verstärkt Vorgehen gegen Hisbollah-Ziele
Israels Militär geht inzwischen auch massiv gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im nördlichen Nachbarland Libanon vor.
Der Einsatz begann infolge von Raketenangriffen aus dem Libanon und beschränkte sich zunächst auf Luftangriffe, inzwischen gibt es aber auch Einsätze am Boden.
Ein Militärsprecher kündigte am Montagabend an, den Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Im Libanon besteht die Sorge vor einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes.
16. März, 22.07 Uhr: EU setzt neue Iran-Sanktionen in Kraft
Die EU hat neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran verhängt.
Betroffen sind 16 Personen und 3 Einrichtungen, wie aus einem Beschluss der Außenminister der Mitgliedstaaten hervorgeht. Ihnen wird vorgeworfen, eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Straßenproteste im Januar gespielt zu haben. Schätzungen zufolge wurden mehr als 17.000 Menschen getötet.
16. März, 22.06 Uhr: Brand nach mutmaßlichem Drohnenangriff in Bagdad
In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll.
In dem betroffenen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Videos in sozialen Medien zeigten Flammen und dichten Rauch, die aus dem 18-stöckigen Gebäude des Hotels aufstiegen. Zunächst war nicht klar, wer für den mutmaßlichen Drohnenangriff verantwortlich war.
16. März, 22.04 Uhr: Irans Parlamentssprecher - Sind auf langen Krieg vorbereitet
Der Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet.
Ghalibaf sagte der arabischen Tageszeitung "al-Arabi al-Dschadid", aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden.
"Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen", sagte Ghalibaf.
16. März, 22 Uhr: Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus
Ein israelischer Militärsprecher hat angekündigt, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin.
Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.
16. März, 19.05 Uhr: Brand in Gebäude im Norden Israels nach Hisbollah-Angriff
Nach einem Angriff mit Raketen und Drohnen durch die libanesische Hisbollah-Miliz ist in einem Wohnort in der israelischen Küstenstadt Naharija ein Brand ausgebrochen.
"Es handelt sich um eine Einschlagstelle zwischen zwei Gebäuden, die einen großen Brand verursacht hat", berichtete ein israelischer Sanitäter. Es seien drei Menschen verletzt worden.
16. März, 18.05 Uhr: Raketenteile in Jerusalems Altstadt niedergegangen
Nach einem iranischen Raketenangriff sind nahe der heiligen Stätten der drei Weltreligionen in Jerusalem nach Polizeiangaben Trümmerteile niedergegangen.
Polizeikräfte und Sprengstoffexperten seien gegenwärtig an mehreren Einschlagorten in der Altstadt im Einsatz, hieß es in einer Polizeimitteilung.
Betroffen seien unter anderem der Tempelberg, die Grabeskirche und das jüdische Viertel. Auch an weiteren Orten in Jerusalem sei es zu Einschlägen gekommen. Es gab zunächst keine Informationen zu möglichen größeren Schäden an den heiligen Stätten, die im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems liegen.
16. März, 18.03 Uhr: Laridschani bekräftigt Irans Widerstandskurs
Der iranische Spitzenfunktionär Ali Laridschani hat angekündigt, dass Teheran seinen Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen will.
In einem Schreiben an Muslime weltweit und an islamische Staaten erklärte er, der Iran verfolge weiterhin seinen "Weg des Widerstands gegen den großen und den kleinen Satan". Zugleich kritisierte Laridschani eine fehlende Solidarität aus anderen islamischen Ländern. Abgesehen von wenigen Ausnahmen - und auch dann nur auf politischer Ebene – sei kein Staat zu Hilfe gekommen.
16. März, 17.55 Uhr: Merz - Kein Militäreinsatz in Straße von Hormus - Kritik an Trump-Kurs
Bundeskanzler Friedrich Merz (70) hat einer deutschen militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Straße von Hormus eine Absage erteilt und in scharfen Worten den Kurs von US-Präsident Donald Trump (79) kritisiert.
Die Nato sei ein Verteidigungsbündnis und kein Interventionsbündnis, sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten im Kanzleramt in Berlin. "Deswegen wünsche ich mir, dass wir auch mit dem notwendigen Respekt im Bündnis hier miteinander umgehen." Der Iran-Krieg sei keine Angelegenheit der Nato.
16. März, 15.07 Uhr: Bedrohung für den Weltraum? Israel zerstört Anlage in Teheran
Bei Angriffen auf Ziele in Teheran hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge eine Anlage ins Visier genommen und zerstört, in der der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll.
Die von Irans Regierung genutzte Einrichtung sei deshalb "eine Bedrohung für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder" gewesen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Über sein eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass es keinerlei militärische Ziele verfolge. Da es jedoch faktisch von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird, gibt es international Zweifel an dieser Darstellung.
16. März, 15.05 Uhr: Nato-Staaten stemmen sich gegen Einsatz vor Irans Küste
Deutschland und wichtige Verbündete lehnen Forderungen von US-Präsident Donald Trump ab, auch Kriegsschiffe anderer Nato-Staaten zum Schutz von Öltankern in die umkämpfte Straße von Hormus zu schicken.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte: "Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen. Wir wollen diplomatische Lösungen und ein schnelles Ende, aber weitere Kriegsschiffe in der Region tragen dazu im Zweifel nicht bei."
16. März, 15.01 Uhr: Angriff auf US-Militärstützpunkt im Irak
Eine mit dem Iran verbündete Miliz griff unterdessen nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt im Irak an und tötete dabei sechs US-Soldaten.
Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden, teilte die Miliz Saraja Aulija al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall.
16. März, 15.00 Uhr: Berichte über zahlreiche Opfer bei Luftangriffen auf Teheran
Bei Luftangriffen seien neben städtischer Infrastruktur auch Wohngebiete bombardiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.
Es sei eine "beträchtliche Zahl von Menschen" getötet oder verletzt worden. Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran wurde iranischen Angaben zufolge auch ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert. Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben.
16. März, 14.59 Uhr: Raketenbeschuss im Iran-Krieg hält an - Offensive im Libanon
Zu Beginn der dritten Kriegswoche im Nahen Osten bleibt der Iran Zielscheibe massiver Angriffe von Israel und den USA, ohne dass auf diplomatischer Ebene sichtbar Bewegung in den Konflikt kommt.
Der Iran nahm seinerseits erneut Israel und Ziele in den Golfstaaten unter Beschuss.
Israels Armee sprach von einer "großangelegten Angriffswelle", die in den Städten Teheran, Schiras und Tabris die Infrastruktur der Führung ins Visier nehme. Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Millionenmetropole seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.
16. März, 14.28 Uhr: Nato geht vorerst nicht auf Trump-Drohung ein
Die Nato hat sich zurückhaltend zu den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Bündniseinsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel geäußert.
Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen, sagte ein Sprecher in Brüssel. Es sei zudem bekannt, dass einzelne Alliierte mit den USA und anderen darüber sprächen, was sie darüber hinaus tun könnten - auch im Zusammenhang mit der Sicherheit in der Straße von Hormus.
Zu der Frage, ob in Nato-Gremien bereits über einen möglichen Bündniseinsatz in der für weltweite Öl- und Gastransporte wichtigen Meerenge gesprochen wurde, äußert sich der Sprecher nicht. Auch gab es keine Antwort auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine solche "Out-of-area"-Operation denkbar sein könnte.
16. März, 13.15 Uhr: EU schickt über 450 Millionen Euro Hilfe in den Nahen Osten
Die Europäische Union gibt mehr als 450 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Nahen Osten. Sie soll Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, im Libanon und in den Palästinensischen Gebieten helfen, wie die Europäische Kommission mitteilte.
Europa müsse weiterhin zu den Menschen in Krisengebieten halten, teilte die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, mit. "Wir werden weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, solange sie benötigt wird."
16. März, 10.26 Uhr: Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger
Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll.
"Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen", hieß es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.
16. März, 9 Uhr: Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab
Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen.
Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen. Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit dem Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden.
Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes "verdächtige Aktivitäten am Himmel" melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.
16. März, 6.32 Uhr: Trump drängt Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus - und droht
US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.
Die Nato werde vor einer "sehr schlechten" Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der "Financial Times". Sollte es "keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein", wurde Trump zitiert.
In dem Zusammenhang erwähnte Trump in einem achtminütigen Gespräch demnach auch China. Peking sei wie Europa stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, anders als die USA, wurde Trump weiter zitiert. Er könne ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping verschieben. Es sei "nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert", sagte Trump demnach weiter.
16. März, 6.10 Uhr: Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus
Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht.
Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.
Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung "einiger europäischer Länder" und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. "Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen", sagte er.
16. März, 5 Uhr: Blauhelmsoldaten im Libanon wieder unter Beschuss
Wieder sind im Libanon Friedenstruppen unter Beschuss geraten. Es habe sich um voneinander getrennte Vorfälle an drei verschiedenen Orten gehandelt, teilte die UN-Beobachtermission Unifil mit.
Die Blauhelmsoldaten seien auf Patrouille in der Nähe ihrer Stützpunkte im Süden des Landes gewesen, als sie mutmaßlich von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen beschossen worden seien. Verletzt worden sei niemand. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern machte Unifil nicht.
15. März, 21.07 Uhr: Israel - Rafah-Übergang von Gaza nach Ägypten wird geöffnet
Israel hat die Öffnung des mit Beginn des Iran-Krieges geschlossenen Grenzübergangs Rafah vom Gazastreifen nach Ägypten für kommenden Mittwoch angekündigt.
Es werde dann wieder in Absprache mit Ägypten und unter Aufsicht einer EU-Mission ein begrenzter Personenverkehr in beide Richtungen erlaubt, teilte die für Palästinenserangelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat mit.
Israel hatte mit dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar zunächst alle Übergänge in den Küstenstreifen geschlossen - "aufgrund der Bedrohung durch Raketen", erklärte Cogat damals.
15. März, 17.30 Uhr: Berichte über elf Tote im Gazastreifen durch Angriffe Israels
Bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben elf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden.
Acht Polizisten seien am Ortseingang von Al-Sawaida im Zentrum des Küstenstreifens getötet worden, als ihr Fahrzeug von einer Drohne mit einer Rakete beschossen worden sei, berichteten Augenzeugen und das von der Terrororganisation Hamas kontrollierte Innenministerium. Unter den Toten sei auch ein Polizeioberst.
Bei einem weiteren israelischen Drohnenangriff auf eine Gruppe von Palästinensern in der Gegend von Sawarha ebenfalls im Zentrum des Gazastreifens wurde ein Ehepaar und ihr Kind getötet, wie medizinische Kreise des Al-Awda-Krankenhauses mitteilten.
15. März, 15.21 Uhr: Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein
Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch "Tausende Ziele" im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.
"Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt", sagte Defin dem US-Sender CNN. "Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus."
15. März, 14.24 Uhr: Iran bestreitet Verletzung von Religionsführer Chamenei
Der iranische Außenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers seines Landes, Modschtaba Chamenei, zurückgewiesen. Chamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.
Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der Regierung oder des Militärs.
Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Chamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Modschtaba Chamenei nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel.
15. März, 10.17 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle im Westen des Irans
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte Angriffswelle im Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.
Seit Beginn des Krieges vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört.
15. März, 9.14 Uhr: Saudi-Arabien meldet Drohnenangriffe - Iran dementiert
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht.
Der Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. "Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken", hieß es.
15. März, 8.56 Uhr: Pentagon veröffentlicht Namen von Todesopfern
Das Verteidigungsministerium der USA hat die Namen der sechs Besatzungsmitglieder veröffentlicht, die beim Absturz eines Tankflugzeugs im Irak vor wenigen Tagen ums Leben gekommen sind. Demnach waren drei der Opfer (31 bis 34 Jahre) Teil der US-Luftwaffe, die drei anderen (28 bis 38) Teil der Air National Guard.
Das Flugzeug war am Donnerstag unter bislang unklaren Umständen abgestürzt. Die Zahl der Toten Amerikaner im Nahost-Konflikt stieg damit auf insgesamt 13.
Während das US-Militär mitteilte, der Absturz sei nicht auf feindlichen Beschuss oder sogenanntes Friendly Fire zurückzuführen, proklamierte die pro-iranische Allianz Islamischer Widerstand im Irak, den Flieger mit einer Rakete abgeschossen zu haben.
15. März, 8.44 Uhr: Iran nimmt Emirate unter Beschuss
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.
Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die "terroristische Aggression" zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen.
Die Emirate übten Zurückhaltung und suchten gleichzeitig nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die gesamte Region, fügte Gargasch hinzu.
15. März, 7.24 Uhr: Iran richtet sich an seine "brüderlichen Nachbarn"
Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in der Nacht auf X, Teheran rufe "seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist."
Zuvor hatte bereits das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung die Golfstaaten aufgefordert, US-Stützpunkte zu schließen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, die jedoch für den Krieg gegen den Iran genutzt würden.
14. März, 22.23 Uhr: Iran meldet Raketenangriff auf US-Militär in Saudi-Arabien
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben am Samstagabend einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen, auf dem US-Streitkräfte stationiert sind. Auf dem Stützpunkt in der Nähe der Hautstadt Riad seien unter anderem US-Kampfjets stationiert, erklärten die Revolutionsgarden. Zudem lagere das US-Militär dort große Mengen an Treibstoffvorräten für seine Flugzeuge.
Von Saudi-Arabien wurde der Angriff offiziell nicht bestätigt. Das Verteidigungsministerium hatte jedoch kurz zuvor mitgeteilt, dass sechs ballistische Raketen mit Ziel al-Chardsch abgefangen worden seien. Dort befindet sich der Stützpunkt Prinz Sultan.
14. März, 22.13 Uhr: Schweiz lehnt zwei Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge ab
Die Schweiz hat mit Verweis auf ihre Neutralität zwei im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gestellte Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge abgelehnt.
"Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen", erklärte die Regierung am Samstagabend. Deshalb seien "zwei Gesuche im Kontext des Kriegs im Iran" abgehlehnt worden. Im Gegenzug seien auf Antrag der USA ein Wartungsflug sowie zwei Überfluggesuche für Transportflugzeuge genehmigt worden.
14. März, 22.02 Uhr: Bodentruppen töten laut Israel Dutzende Hisbollah-Milizionäre
Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung Times of Israel zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.
Die Einsätze hätten bereits vergangene Woche in der Region von Rab El Thalathine westlich der israelisch besetzten Golanhöhen begonnen. In dem Ort sollten militärische Anlagen der Hisbollah zerstört und Bewaffnete der Miliz vertrieben werden, schrieb die Zeitung.
14. März, 21.13 Uhr: Erneut Drohnenangriffe auf den Flughafen von Kuwait
Der internationale Flughafen in Kuwait ist am Samstagabend erneut mit Drohnen angegriffen worden.
Wie die Luftfahrtbehörde des Golfstaates mitteilte, wurde der Flughafen "von mehreren Drohnen ins Visier genommen, die sein Radarsystem trafen". Es sei niemand verletzt worden.
14. März, 19.32 Uhr: Irans Außenminister nach US-Angaben über Verletzung: "Kein Problem" mit Chamenei
Nach US-Angaben über eine Verletzung des neuen obersten Führers des Irans hat der Außenminister des Landes betont, dass es "kein Problem" bei Modschtaba Chamenei (56) gebe.
"Es gibt kein Problem mit dem neuen obersten Führer", sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag dem US-Sender MS Now. "Er erfüllt seine Pflichten gemäß der Verfassung und wird dies auch weiterhin tun."
14. März, 19.08 Uhr: Türkei warnt Israel vor "neuem Völkermord" im Libanon
Angesichts des militärischen Vorgehens Israels im Libanon hat die Türkei vor einem "neuen Völkermord" gewarnt.
"Wir sind offen besorgt, dass (der israelische Ministerpräsident Benjamin) Netanjahu unter dem Vorwand des Kampfes gegen die Hisbollah auf einen neuen Völkermord zusteuert", sagte am Samstag der türkische Außenminister Hakan Fidan (57). Die internationale Gemeinschaft müsse "so schnell wie möglich handeln" und Israel Einhalt gebieten.
14. März, 18.17 Uhr: Israel meldet 400 Angriffswellen gegen Iran in zwei Wochen
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in den ersten beiden Wochen des Iran-Krieges rund 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen beteiligten Kampfjets geflogen. Hauptziele im Zentrum und Westen des Irans seien Anlagen für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen.
Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei seien Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet gewesen sein sollen. Zudem seien Luftverteidigungssysteme und Waffenlager angegriffen worden.
Bei einem Angriff in Teheran seien am Freitag zwei hochrangige Geheimdienstoffiziere des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija getötet worden. Dieses übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
14. März, 16.05 Uhr: Trump drängt andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen
US-Präsident Donald Trump (79) hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt.
"Viele Länder, insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Sperrung der Straße von Hormus betroffen sind, werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um die Straße offen und sicher zu halten", schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er hofft demnach darauf, dass auch "China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder" Schiffe entsenden.
14. März, 15.48 Uhr: Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg in "entscheidender Phase"
Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges tritt der Konflikt nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz (70) in seine "entscheidende Phase ein".
Diese werde "so lange andauern wie nötig", sagte Katz am Samstag. Die US-Armee flog nach Angaben von US-Präsident Donald Trump massive Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg. Nach Angaben der örtlichen Behörden lief der Exportbetrieb jedoch uneingeschränkt weiter. Unterdessen erschütterten neue Explosionen die Golfregion.
Israels Verteidigungsminister Katz sagte vor Armeevertretern, der von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte "globale und regionale Kampf" gegen den Iran werde intensiver. An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, "entschlossen zu kämpfen", um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne "der Iran gerettet" werden.
14. März, 15.26 Uhr: Zwei Verletzte bei Raketenangriff aus Iran auf Südisrael
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind in der Stadt Eilat im Süden des Landes zwei Menschen verletzt worden.
Ein 12 Jahre alter Junge sei schwer verletzt, ein 39 Jahre alter Mann sei mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In der Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen.
14. März, 14.26 Uhr: Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen
Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden.
Nach dem Angriff von heute früh gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei getroffen worden. Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab es zunächst keine Bestätigung.
14. März, 14.16 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf US‑Ziele in den Emiraten
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Ein Sprecher der Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, der Iran betrachte es als sein legitimes Recht zur Verteidigung seines Hoheitsgebiets, Abschussstellen von US-Raketen in Häfen und Docks der Emirate anzugreifen. Ins Visier genommen werde auch US-Militärpersonal in Städten. Bewohner in unmittelbarer Umgebung von US-Zielen sollten sich in Sicherheit bringen.
14. März, 11.04 Uhr: Ärzte und Sanitäter bei israelischem Angriff getötet
Im Libanon sind offiziellen Angaben zufolge mindestens zwölf Mitarbeiter des Gesundheitswesens bei einem israelischen Luftangriff getötet worden.
Die Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter seien beim Angriff im Dorf Burdsch Kalauijeh im Süden getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Das Personal sei an einer Einrichtung zur medizinischen Grundversorgung im Einsatz gewesen. Die Rettungsarbeiten dauerten an und die Opferzahl steige möglicherweise noch, hieß es.
14. März, 10.32 Uhr: Iran bleibt offline – privilegierte Gruppen surfen weiter
Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege.
Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.
14. März, 8.28 Uhr: Hamas fordert Stopp der Iran-Angriffe auf Nachbarstaaten
Die islamistische Hamas hat den Iran dazu aufgerufen, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen.
Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die "Brüder im Iran" sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Iran-Kriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.
14. März, 7.27 Uhr: UN-Hilfskoordinator warnt vor Folgen des Iran-Kriegs
UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen.
"Die Auswirkungen auf unsere lebensrettende humanitäre Arbeit werden immens sein. Millionen Menschen sind in Gefahr", wurde Fletcher in einer Mitteilung seiner Organisation zitiert. Neben den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung habe der Krieg auch Folgen für Märkte, Schifffahrts- und Flugrouten sowie Lebensmittelpreise – nicht nur in der Region, sondern weltweit.
14. März, 7.26 Uhr: Marine-Eskorte in Straße von Hormus beginnt laut Trump "bald"
US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten.
Die Eskorte der US-Marine werde "bald" beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Pentagon schickt laut Medienberichten jetzt weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten.
14. März, 7.24 Uhr: US-Attacke auf iranische Öl-Insel
US-Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Donald Trump die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört.
Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Zugleich warnte er den Iran: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er die Entscheidung "sofort überdenken". Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist in dem Krieg durch eine iranische Blockade nahezu zum Erliegen gekommen.
13. März, 21.44 Uhr: Offenbar sechs Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon
Bei einem israelischen Luftangriff sind in der südlibanesischen Stadt Nabatije Berichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden.
Unter den Opfern habe sich auch ein junges Mädchen befunden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelisches Kampfflugzeug habe das Wohnhaus einer Familie angegriffen, hieß es weiter. Das israelische Militär äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.
13. März, 21.42 Uhr: USA senden weitere Soldaten und Schiffe nach Nahost
Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen nach Nahost. Das zuvor in Japan stationierte amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" sei samt Marine-Infanteristen auf dem Weg dorthin, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte.
Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten dadurch Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge des Typs F-35, schreibt das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten.
Demnach geht die Aufstockung auf eine Anfrage des für die Region zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom) zurück, die auf mehr militärische Optionen im Krieg mit dem Iran abzielt. Die Marine-Infanteristen wären laut "Axios" in der Lage, falls gewollt Bodeneinsätze durchzuführen.
13. März, 21.19 Uhr: "Aufgeben ist keine Option", so Hisbollah-Chef
Hisbollah-Chef Naim Kassim (73) hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt.
"Das Wort "Kapitulation" steht nicht in unserem Wörterbuch", sagte er in einer Fernsehansprache. "Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert."
13. März, 20.30 Uhr: Erneut heftige Explosionen in Teheran
Am 14. Tag des Iran-Kriegs haben sich in der iranischen Hauptstadt Teheran am Freitagabend erneut heftige Explosionen ereignet. Dies berichteten am Freitag Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Israel hatte zuvor eine erneute Angriffswelle auf Teheran bekanntgegeben.
Ein Nachrichtenportal der iranischen Revolutionsgarden erklärte unterdessen, seit Kriegsbeginn hätten die Streitkräfte im Land insgesamt 111 feindliche Drohnen zerstört. In dem Beitrag des Portals Sepah wurde nicht aufgeschlüsselt, um welche Arten von Drohnen es sich dabei handelte.
13. März, 20.07 Uhr: Türkei aus dem Iran-Krieg herauszuhalten ist "Priorität Nummer eins" für Erdogan
Die Türkei soll nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) unter keinen Umständen in den Iran-Krieg hineingezogen werden. Er werde sich von "Provokationen" nicht mitreißen lassen, sagte Erdogan am Freitag, nachdem kurz zuvor Abwehrsysteme der Nato nach Angaben aus Ankara die mittlerweile dritte Rakete aus dem Iran über der Türkei abgeschossen hatten.
"Zu verhindern, dass unser Land in diese Feuersbrunst hineingezogen wird, ist unsere Priorität Nummer eins", sagte Erdogan. "Wir handeln mit sehr großer Vorsicht angesichts von Komplotten, Fallen und Provokationen, die darauf abzielen, unser Land in den Krieg hineinzuziehen", sagte der türkische Präsident. Er stellte eine "angemessene und maßvolle" Reaktion in Aussicht.
13. März, 19.40: Mann im Iran wegen mutmaßlicher Bereitstellung von Internet festgenommen
Im Iran ist einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Isna zufolge ein Mann festgenommen worden, weil er Menschen Internetzugänge über das Satelliten-Netzwerk Starlink verkauft haben soll.
Der 37-Jährige habe "ein Netzwerk in mehreren iranischen Provinzen" aufgebaut, um "Zugänge zum unbeschränkten Internet über Starlink zu verkaufen", berichtete Isna am Freitag unter Berufung auf die Polizei in der südiranischen Provinz Fars. Der Zeitpunkt der Festnahme wurde zunächst nicht bekanntgegeben.
13. März, 19.12: USA setzen 10 Millionen US-Dollar zur Ergreifung Chameneis aus
Im Iran-Krieg haben die USA eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Modschtaba Chamenei (56) ausgesetzt.
Das US-Außenministerium teilte am Freitag mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Verbleib Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Chamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.
13. März, 18.35: Putin hilft dem Iran laut Trump "vielleicht ein bisschen, ja"
US-Präsident Donald Trump (79) hält es für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin (73) dem Iran im Krieg mit den USA und Israel hilft.
Auf eine entsprechende Frage sagte er Fox News in einem Radiointerview: "Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja". Putin wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. "Sie tun es. Und wir tun es", sagte er.
13. März, 18.32 Uhr: Explosionen und Rauchwolken in Tel Aviv nach neuen iranischen Angriffen
Während neuer iranischer Angriffe auf Israel sind am Freitag in Tel Aviv Explosionen zu hören gewesen. Diese waren nach Angaben von AFP-Journalisten bis ins etwa 50 Kilometer Luftlinie entfernt liegende Jerusalem hörbar. Zudem heulten in Tel Aviv Sirenen. An zwei Stellen im Großraum Tel Aviv stiegen schwarze Rauchwolken auf. Unter anderem stand ein Lager am Rand einer Autobahn in Flammen.
Die israelische Armee erklärte, die Flugabwehr sei zum Abfangen der Raketen "aus dem Iran" aktiviert worden. Der Rettungsdienst Magen David Adom gab an, nach Notrufen an drei Orten keine Verletzten gefunden zu haben.
13. März, 18.09 Uhr: Iran widerspricht Trump: Marine intakt
Der Iran hat Darstellungen von US-Präsident Donald Trump (79) über den Zustand der iranischen Marine und Luftstreitkräfte scharf zurückgewiesen. "Die USA behaupten, die iranische Marine sei zerstört (...) Dann sei die Frage erlaubt, warum die Straße von Hormus immer noch geschlossen ist und kein Tanker sie durchqueren kann", sagte Mohammed Akbarsadeh, stellvertretender Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur IRNA.
Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, die iranische Marine sei verschwunden, die Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet. "Erneut die Frage: wieso treffen Irans Raketen und Drohnen dann in regelmäßigen Abständen ihre vorgesehenen Ziele", hielt Akbarsadeh entgegen.
13. März, 17.51 Uhr: Drohnenangriffe auf Pakistans Hauptstadt Islamabad
Die Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan haben sich nach gegenseitigen Angriffen verschärft. Am Rand der Hauptstadt Islamabad ist am frühen Abend (Ortszeit) eine Drohne in ein Gebäude eingeschlagen, bestätigten pakistanische Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur. Die Attacke habe einer Militäranlage gegolten. Zwei weitere Drohnen seien abgeschossen worden. Ein Anwohner sei verletzt worden.
Eine offizielle Bestätigung der Angriffe blieb zunächst aus. Nach Informationen des afghanischen Fernsehsenders Tolonews hatten afghanische Kämpfer den Angriff ausgeführt. Der Sender berief sich dabei auf Sicherheitskreise.
13. März, 17.16 Uhr: UN-Chef Guterres überraschend zu "Solidaritätsbesuch" im Libanon
UN-Generalsekretär António Guterres (76) ist überraschend zu einem "Solidaritätsbesuch" in den Libanon gereist.
"Ich bin gerade in Beirut gelandet für einen Solidaritätsbesuch bei den Menschen im Libanon", teilte Guterres mit. Die Menschen im Libanon hätten sich "diesen Krieg nicht ausgesucht", sagte der UN-Chef. "Sie sind da reingezogen worden."
13. März, 17.04 Uhr: Trump kündigt neue Angriffe an
Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump (79) weitere Angriffe für die kommende Woche angekündigt.
"Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen", sagte Trump am Freitag dem Radiosender Fox News. Zugleich sagte er voraus, die iranische Führung werde stürzen, aber "vielleicht nicht sofort".
Damit setzte der US-Präsident seine wechselhaften Äußerungen über die Strategie im Krieg fort. Noch am Montag hatte Trump den Iran-Krieg für "so gut wie" beendet erklärt und dies mit der militärischen Schwächung der Islamischen Republik begründet.
13. März, 17.04 Uhr: Französischer Soldat und sechs US-Soldaten im Nachbarland Irak getötet
Der Irak wird zunehmend zu einem weiteren Schauplatz im Iran-Krieg: Ein französischer Soldat und alle sechs Besatzungsmitglieder eines US-Tankflugzeugs kamen dort ums Leben, wie Armeevertreter beider Länder am Freitag mitteilten.
Der französische Soldat wurde nach Angaben aus Paris bei einem Angriff mit einer iranischen Schahed-Drohne auf einen Militärstützpunkt in der kurdischen Region Erbil im Nordirak getötet. Das US-Tankflugzeug stürzte im Westen des Irak unter ungeklärten Umständen ab.
13. März, 16.35 Uhr: Hochrangiger Militär untersucht laut Hegseth Angriff auf Schule
Die USA haben nach Angaben ihres Kriegsministers Pete Hegseth (45) einen hochrangigen Militär außerhalb des für den Iran zuständigen US-Kommandos (Centcom) mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt. Diese werde so lange dauern, wie nötig, betonte Hegseth bei einer Pressekonferenz.
Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen einer eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die New York Times und der Sender CNN jüngst unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.
13. März, 15.47 Uhr: Kanzler Merz kritisiert Trump scharf
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) verschärft den Ton gegenüber US-Präsident Donald Trump (79) und seiner Regierung im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg weiter.
Bei seinem Besuch in der norwegischen Arktis kritisierte er die befristete US-Erlaubnis für den Kauf russischen Öls mit deutlichen Worten. "Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte der CDU-Chef bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf der Insel Andoya.
Er warf Trump vor, die USA damit in der G7-Gruppe führender westlicher Wirtschaftsmächte isoliert zu haben und bemängelte erneut, dass es keine Strategie zur Beendigung des Krieges gebe.
13. März, 15.38 Uhr: USA erhöhen Zahl der Angriffe
Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der Straße von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg.
Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.
13. März, 15.20 Uhr: Israel ruft Libanons Bürger zu Hisbollah-Entwaffnung auf
Israelische Flugzeuge haben über Teilen der libanesischen Hauptstadt Beirut Flugblätter abgeworfen, in denen die Bevölkerung aufgefordert wird, sich für eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah einzusetzen.
Reporterinnen der Deutschen Presse-Agentur und Anwohnern zufolge flogen israelische Kampfflugzeuge zuvor in niedriger Höhe über der Stadt. Dabei durchbrachen sie die Schallmauer und lösten zwei laute Explosionen aus. Aus mehreren Stadtvierteln wurde berichtet, dass Flugblätter abgeworfen wurden.
In den an "Liebe libanesische Bürger" gerichteten Schreiben wird dazu aufgerufen, die Hisbollah zu entwaffnen. Sie seien der "Schild des Irans". Die Zukunft des Libanon solle von seinen eigenen Bürgern bestimmt werden und nicht von externen Akteuren.
13. März, 14.05 Uhr: Irans neuer oberster Führer ist verletzt
Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei (56), ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) verletzt.
Die USA wüssten, dass er "verwundet und wahrscheinlich entstellt" sei, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz. Um was für Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte er dabei nicht aus.
13. März, 13.26 Uhr: Fast 22.000 zivile Gebäude im Iran beschädigt
Im Iran-Krieg sind nach Angaben eines UN-Vertreters bislang fast 22.000 zivile Gebäude im Land beschädigt worden.
Darunter seien mehr als 17.000 Wohneinheiten, berichtete Salvador Gutierrez, Repräsentant der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Teheran.
Tausende Familien seien vor den Angriffen geflohen, viele davon in den Norden des Iran, hieß es in einer Stellungnahme von Gutierrez.
13. März, 13.07 Uhr: Iran feuert neue Raketensalve auf Israel ab
Der Iran hat einen weiteren Raketenangriff auf Israel gestartet, berichtete das staatliche Fernsehen.
Ohne Einzelheiten zu nennen, verkündete das Staatsfernsehen den "Beginn einer neuen Welle iranischer Raketenangriffe auf die besetzten Gebiete".
13. März, 11.54 Uhr: Erneut iranisches Geschoss von Nato abgefangen
Erneut ist ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums im Luftraum des Landes von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden.
Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit.
Das ist damit der dritte Vorfall in der Türkei dieser Art seit der vergangenen Woche. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht. Zuletzt war eine ballistische Rakete am Montag im türkischen Luftraum zerstört worden.
13. März, 11.29 Uhr: Vier Tote bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak
Beim Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks sind vier Menschen ums Leben gekommen.
Von den sechs Besatzungsmitgliedern seien vier für tot erklärt worden, während die Rettungsmaßnahmen weitergingen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.
Das US-amerikanische Tankflugzeug vom Typ KC-135 war demnach am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Die Umstände des Vorfalls würden noch untersucht.
13. März, 11.19 Uhr: Viele Tote bei Angriffen Israels
Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon hat es libanesischen Angaben zufolge seit der Nacht mehr als 20 Tote gegeben.
Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.
Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen.
13. März, 10.50 Uhr: Iranischer Fußballverband kontert gegen Trump
Der iranische Fußballverband hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump (79) zur Teilnahme an der WM in diesem Sommer zurückgewiesen.
Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass das Land bei der Weltmeisterschaft dabei sei.
"Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen. Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist eines, das lediglich den Titel 'Gastgeber' trägt, aber nicht in der Lage ist, die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten", teilte der WM-Teilnehmer auf Instagram mit.
13. März, 10.33 Uhr: Heftige Explosionen im Zentrum Teherans zu hören
Am Freitag erschütterten gewaltige Explosionen das Zentrum von Teheran, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete.
Die Angriffe hätten ein Gebiet getroffen, das nicht weit von einer regierungsfreundlichen Demonstration entfernt lag.
13. März, 9.48 Uhr: Israelische Armee warnt Bewohner vor unmittelbar bevorstehenden Angriffen
Das israelische Militär warnte am Freitag vor einem Angriff auf zwei Gebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran, Villa sowie Moniriyeh, und forderte die Bewohner zur Evakuierung auf.
"In den kommenden Stunden wird die israelische Armee, wie bereits in den letzten Tagen im gesamten Iran, in diesen Gebieten operieren, um militärische Infrastruktur des iranischen Regimes anzugreifen. Liebe Bürgerinnen und Bürger, zu Ihrer Sicherheit und Ihrem Wohlergehen bitten wir Sie, das markierte Gebiet unverzüglich zu verlassen", teilte die Armee mit.
13. März, 8.34 Uhr: Dutzende Verletzte nach iranischem Raketenangriff in Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden.
Eine Frau sei durch Granatsplitter mittelschwer, alle weiteren durch Glassplitter leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst "Magen David Adom" mit.
Alle seien in Krankenhäuser gebracht worden. Darüber hinaus behandelten Sanitäter den Angaben nach vor Ort 15 weitere Menschen wegen Angstzuständen.
13. März, 7.57 Uhr: Zwei Tote bei abgewehrtem Drohnenangriff im Oman
Zwei Menschen starben, nachdem Sicherheitskräfte im Norden Omans eine Drohne abgefangen hatten, berichteten staatliche Medien am Freitag, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Bei beiden Opfern des Vorfalls im Industriegebiet Al Awahi handelte es sich laut der omanischen Nachrichtenagentur um Ausländer.
13. März, 7.11 Uhr: "Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig", sagt Trump
US-Präsident Donald Trump (79) hat seine Drohungen gegen den Iran erneuert.
"Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig - militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump.
13. März, 6.35 Uhr: Sirenen auf einem türkischen Stützpunkt zu hören
Am frühen Freitagmorgen waren auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik, einer wichtigen NATO-Einrichtung, Sirenen zu hören, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.
Die Bewohner von Adana, das etwa zehn Kilometer vom Stützpunkt entfernt sind, wurden gegen 3:25 Uhr von Sirenen geweckt.
Zu dem Vorfall, der sich vier Tage nach dem Abschuss einer aus dem Iran abgefeuerten ballistischen Rakete durch die NATO-Luftabwehr im türkischen Luftraum ereignete, gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme.