Nahost-Konflikt: Trump schickt US-Delegation nicht nach Pakistan

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Israel/Iran - Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche in Pakistan ab.

US-Präsident Donald Trump (79) hofft auf einen Deal mit dem Iran.
US-Präsident Donald Trump (79) hofft auf einen Deal mit dem Iran.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Das Weiße Haus kündigte eine Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen nach Islamabad an.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi traf bereits am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt ein. Sein Ministeriumssprecher Ismail Baghaei betonte jedoch, es sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant - nur mit den Pakistanern werde gesprochen.

Auch eine angebliche Bitte des Irans um ein persönliches Treffen, von der US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach, bezeichnete die Nachrichtenagentur Tasnim als falsch.

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Sie gilt als Sprachrohr der Revolutionsgarden, der iranischen Elitestreitmacht. Wegen der abweichenden Darstellungen beider Seiten ist letztlich nicht klar, ob die Konfliktparteien wirklich bloß Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen oder vielleicht doch direkte Verhandlungen führen werden.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

25. April, 18.17 Uhr: Trump schickt Witkoff nicht nach Pakistan

Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner nach Pakistan zunächst abgesagt.

Er habe seiner Delegation gesagt, sie sollten nicht fliegen, zitierte der US-Sender Fox News Trump. "Axios"-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X ebenfalls, Trump habe ihn in einem Telefoninterview über die Absage der Reise informiert.

US-Präsident Donald Trump hat die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner nach Pakistan abgesagt.
US-Präsident Donald Trump hat die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner nach Pakistan abgesagt.  © Jacquelyn Martin/Pool AP/dpa

25. April, 18.15 Uhr: Irans Außenminister reist aus Pakistan ab

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge wieder aus Islamabad abgereist. Araghtschi verließ die Stadt, ohne US-Vertreter zu treffen.

Es war zunächst unklar, ob die Reise des US-Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, nach Pakistan dennoch wie geplant stattfindet. Das Weiße Haus hatte ihren Abflug am Freitag für Samstagmorgen (Ortszeit Washington) angekündigt. Bis zum frühen Mittag gab es keine offizielle Mitteilung dazu.

Im Rahmen der Gespräche zur Beilegung des Konflikts mit den USA war Aragthschi am Freitagabend nach Islamabad gereist, um sich mit Vertretern des Vermittlers Pakistan zu treffen. Araghtschi wollte pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge mit den Vermittlern einen Gegenvorschlag in den Verhandlungen mit den USA besprechen.

Die iranische Seite hatte dabei stets betont, sie habe bei dieser Reise nicht vor, Vertreter Washingtons zu sehen. Es gab Spekulationen darüber, ob es möglicherweise zu indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA kommen könnte, beide Seiten also Botschaften austauschen würden.

Araghtschi traf sich am Samstag zunächst mit dem pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt. Später sprach der iranische Minister auch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shebaz Sharif, wie dessen Büro mitteilte. Nach Angaben des pakistanischen Außenministers Ishaq Dar dauerte das Gespräch mit Sharif rund zwei Stunden.

25. April, 16 Uhr: Irans Präsident ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen aufgerufen.

Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Peseschkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. "Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein – was spricht dagegen?"

Peseschkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer "Belagerung". Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.

Fachleute der Internationalen Energieagentur (IEA) und unabhängige Analysten weisen darauf hin, dass die Ursachen der Krise vielschichtig sind. Demnach gelten seit Jahren eine marode Infrastruktur, staatlich subventionierte Niedrigpreise und gravierende Managementfehler als Haupttreiber des Energiemangels.

Dass sich der Präsident nun persönlich mit Details wie der Anzahl von Glühbirnen an die Öffentlichkeit wendet, werten Beobachter als Zeichen für den Ernst der Lage. Die Führung in Teheran versucht offensichtlich, einem Aufflammen neuer sozialer Unruhen vorzubeugen, da Energiemangel bereits in der Vergangenheit landesweite Proteste befeuert hatte.

Angesichts massiver Versorgungsengpässe ruft Irans Präsident Massud Peseschkian die Bevölkerung zum Stromsparen auf.
Angesichts massiver Versorgungsengpässe ruft Irans Präsident Massud Peseschkian die Bevölkerung zum Stromsparen auf.  © Bildmontage: Francisco Seco/AP/dpa / Vahid Salemi/AP/dpa

25. April, 15.27 Uhr: Tote im Libanon bei Angriffen der israelischen Armee

Im Libanon hat es trotz Waffenruhe libanesischen Angaben zufolge wieder einen tödlichen israelischen Angriff gegeben. Vier Menschen seien in einem Ort nahe der Grenze zu Israel getötet worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.

Demnach traf Israels Armee einen Lastwagen sowie ein Motorrad. Die Umstände des Vorfalls waren zunächst unklar. Auch über die Identität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Das israelische Militär äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall.

Israels Armee hatte zuvor erneut Einwohner etlicher Orte im Süden des Nachbarlandes davor gewarnt, dorthin zurückzukehren.

Gepanzerte Mannschaftstransporter der israelischen Armee bei einem Einsatz im Südlibanon.
Gepanzerte Mannschaftstransporter der israelischen Armee bei einem Einsatz im Südlibanon.  © Ariel Schalit/AP/dpa

25. April, 14.16 Uhr: Erste Auslandsflüge starten wieder in Teheran

Der internationale Flughafen in Teheran hat Auslandsflüge wieder aufgenommen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der Staatssender Irib bestätigten den Abflug der ersten Maschinen vom Imam-Khomeini-Flughafen nach Istanbul (Türkei), Maskat (Oman) und Medina (Saudi-Arabien). Insbesondere die Verbindung nach Medina ermöglicht gläubigen Muslimen wieder die Pilgerreise in die heilige Stadt Mekka.

Zuvor war der iranische Luftraum für den zivilen internationalen Verkehr faktisch gesperrt, nachdem am 28. Februar direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran ausgebrochen waren.

25. April, 10.19 Uhr: Irans Außenminister beginnt Krisendiplomatie in Pakistan

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Pakistan Gespräche für eine Beilegung des Konflikts mit den USA aufgenommen.

Laut Angaben des Staatssenders Irib traf sich Araghtschi in Islamabad mit dem pakistanischen Verteidigungsminister, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt.

Im weiteren Verlauf werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ebenfalls zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghaei ist bislang jedoch kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.

25. April, 7.22 Uhr: Miersch - Im schlimmsten Fall neue Schulden wegen Iran-Krise

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat das Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel gebracht, falls die Iran-Krise mit massiven wirtschaftlichen Auswirkungen für Deutschland anhält.

"Der Staat hat die Aufgabe, einen Zusammenbruch unserer Wirtschaft zu verhindern", sagte Miersch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich will keinen Teufel an die Wand malen, aber natürlich müssen im schlimmsten Fall alle Optionen auf den Tisch." Dazu könne auch zählen, eine Haushaltsnotlage auszurufen, also einen Überschreitensbeschluss zu fassen und womöglich neue Schulden aufzunehmen, sagte der Sozialdemokrat.

Ein solcher Beschluss bedeutet, dass der Bundestag die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse im Grundgesetz nutzt. Diese ermöglicht es, dass der Bund in "außergewöhnlichen Notsituationen" mehr Kredite aufnimmt, als normalerweise erlaubt.

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch (57) hat das Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel gebracht, falls die Iran-Krise mit massiven wirtschaftlichen Auswirkungen für Deutschland anhält.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch (57) hat das Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel gebracht, falls die Iran-Krise mit massiven wirtschaftlichen Auswirkungen für Deutschland anhält.  © Kay Nietfeld/dpa

25. April, 6 Uhr: Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich ins Mittelmeer

Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus hat Verteidigungsminister Boris Pistorius angekündigt, deutsche Marineeinheiten ins Mittelmeer zu verlegen.

"Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Wann genau sie aufbrechen sollen, sagte er nicht.

24. April, 20.47 Uhr: Witkoff und Kushner reisen für Iran-Gespräche nach Pakistan

Im Ringen um eine Beendigung des Iran-Kriegs reisen der US-Sondergesandte Steve Witkoff (69) und der Trump-Schwiegersohn, Jared Kushner (45), nach US-Angaben nach Pakistan zu Verhandlungen mit Vertretern Teherans.

Beide fliegen am Samstagmorgen (Ortszeit Washington) ab, wie US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28) auf Fox News sagte. Die Iraner hätten darum gebeten, persönlich sprechen, sagte sie wenig später vor Reportern.

Laut dem Sender CNN und dem Nachrichtenportal "Axios" sollen sich die beiden US-Vertreter mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) treffen. Dieser traf laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim bereits in Islamabad ein. Laut der den Revolutionsgarden nahe stehenden Agentur wird es keine Verhandlungen in Islamabad geben.

Trump-Schwiegersohn Jared Kushner (45, l.) und der US-Sondergesandte Steve Witkoff (69) brechen am Samstagmorgen nach Pakistan auf. (Archivbild)
Trump-Schwiegersohn Jared Kushner (45, l.) und der US-Sondergesandte Steve Witkoff (69) brechen am Samstagmorgen nach Pakistan auf. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

24. April, 16.41 Uhr: Israel meldet Drohnenbeschuss der Hisbollah

Trotz der Verlängerung der Feuerpause im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah bleibt die Lage unruhig.

Israels Armee meldete am Nachmittag einen Drohnenangriff der vom Iran unterstützten Miliz auf Israel. Das Fluggerät sei abgeschossen worden, ehe es Israel erreicht habe. In mehreren Gegenden im Norden des Landes wurden dennoch Warnsirenen ausgelöst.

Mit Sprengstoff beladene Drohnen der Hisbollah seien zudem in der Nähe eines israelischen Soldaten im Südlibanon detoniert, teilte Israels Armee weiter mit. Es habe keine Verletzten in den Reihen des israelischen Militärs gegeben. Israels Armee sprach von einem "eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe-Vereinbarung".

Titelfoto: Jacquelyn Martin/Pool AP/dpa

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