Nahost-Konflikt: Trump äußert sich zu möglichen neuen Angriffen im Iran

Nahost - Der israelische Präsident Izchak Herzog (66) wird den Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot (66) offiziell mit der Regierungsbildung beauftragen.

Die Zeit für den Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot (66) rennt: Wird er rechtzeitig eine Regierungskoalition formen können?  © JACK GUEZ / AFP

Ein Sprecher des Präsidialamtes teilte mit, Herzog habe den Vorsitzenden der Mitte-Partei Jaschar für Sonntag 16 Uhr (MEZ) in seine Residenz in Jerusalem eingeladen.

Eisenkot ist der wichtigste Gegenspieler des langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (77), der nach der Parlamentswahl vor zwei Wochen um sein Amt bangen muss.

Vorausgegangen waren Konsultationen des Präsidenten mit allen in der Knesset vertretenen Parteien. Dabei empfahlen Fraktionen, die zusammen auf 67 der 120 Sitze im Parlament kommen, Eisenkot für eine Regierungsbildung.

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit

Eisenkot hat zunächst 28 Tage Zeit, eine Regierungskoalition zu formen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24 -Newsticker.

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8. November, 20.39 Uhr: Trump äußert sich zu möglichen neuen Angriffen im Iran

US-Präsident Donald Trump (80) hat neue großangelegte US-Angriffe im Iran als "höchst unwahrscheinlich" bezeichnet, solange es Fortschritte in den Verhandlungen gibt.

"Es hängt davon ab, ob sie ein sehr starkes Abkommen unterzeichnen oder nicht", sagte Trump in einem Telefoninterview des Nachrichtensenders CNN mit Bezug auf die Führung des Iran. Bei Bedarf werde er aber weitere Attacken anordnen. Zugleich glaube er auch wegen wirtschaftlicher Probleme des Iran, dass dies nicht notwendig sein werde: "Sie gehen finanziell zugrunde."

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US-Präsident Donald Trump (80) steht nach den Midterms im Regen. Wie es im Iran weitergehen soll, scheint er selbst nicht so genau zu wissen.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

8. November, 20.33 Uhr: Hisbollah-Waffenlager im Libanon entdeckt?

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge bei Einsätzen im Süden des Libanon mehrere Waffenlager der schiitisch-islamistischen Hisbollah-Miliz entdeckt.

Im Gebiet von Mais al-Dschabal fanden israelische Truppen Waffenbestände in einem zivilen Wohnhaus sowie in einem Lagerraum, wie das Militär mitteilte. Unter anderem seien Gewehre, Raketen, Splittergranaten, Sprengsätze, Munition sowie Kommunikations- und Überwachungsausrüstung gefunden worden. 

Im Gebiet von al-Tiri seien ebenfalls Ausrüstungsgegenstände sowie Lebensmittelvorräte in einer Wohnung gefunden worden. Die Fundorte lagen demnach unweit von UN-Posten in der Region. 

8. November, 16.34 Uhr: Netanjahu am Ende? Ex-Militär soll Regierung in Israel bilden

Der israelische Präsident Izchak Herzog (66) hat dem Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot (66) offiziell den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung erteilt.

Eisenkots Mitte-Partei Jaschar lag bei der jüngsten Parlamentswahl zwar hinter der rechtskonservativen Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77), der 66-jährige Ex-Militärchef erhielt aber im Rahmen von Konsultationen mit allen Parteien zur Regierungsbildung die meisten Empfehlungen. Herzog erteilte den Auftrag bei einem Treffen in seiner Residenz in Jerusalem. 

Der israelische Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot (66) soll in Israel die neue Regierung bilden.  © Gil Cohen-Magen/dpa

8. November, 13.47 Uhr: Verteidigungsminister betont, Mission gegen Iran sei noch nicht beendet

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (71) sieht den Konflikt mit dem Iran noch nicht als beendet an. Die Mission sei nicht abgeschlossen, sagte er bei einer Gedenkfeier in Jerusalem.

Der Iran versuche erneut, an Atomwaffen zu gelangen und verfolge weitere Ziele, "die den Staat Israel in konkrete Gefahr bringen". Katz rief die Israelis mit Blick auf die "großen Aufgaben", die noch bevorstünden, zur Einheit auf.

Israel sei heute mehr denn je entschlossen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, möglichen Angriffen zuvorzukommen und seinen Feinden gegenüber eine proaktive und offensive Politik zu verfolgen.

"Wir können diese Bedrohungen nicht hinnehmen", sagte Katz. "Es ist unsere Pflicht, auf jedes Szenario vorbereitet zu sein und alles zu unternehmen, was erforderlich ist, um die Bürger Israels zu schützen."

Verteidigungsminister Israel Katz (71) sieht Israel weiterhin durch das iranische Atomprogramm bedroht und mahnt angesichts möglicher weiterer Herausforderungen zur Geschlossenheit.  © Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa

8. November, 12.37 Uhr: Huthi greifen Wolkenkratzer im Zentrum von Riad an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat im Zentrum der saudischen Hauptstadt Riad einen bekannten Wolkenkratzer angegriffen.

Das Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco sei getroffen worden, teilte das saudische Energieministerium mit. Trümmerteile seien auf das Gebäude gefallen und hätten "begrenzten Schaden" verursacht, hieß es. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.

8. November, 8.28 Uhr: Iran richtet drei weitere Männer nach Massenprotesten hin

Die iranischen Behörden haben drei weitere Männer im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hinrichten lassen.

Ihnen sei zur Last gelegt worden, im Auftrag Israels, der USA sowie "feindseliger Gruppen" gegen die nationale Sicherheit und Interessen des Irans agiert zu haben, berichtete das Justizportal Misan. 

Die Männer, Hassan Divband, Hamid Kazemi und Reza Zanganeh, seien während der Massenproteste gegen die iranische Führung im Januar in der westiranischen Stadt Karadsch festgenommen worden.

Die Justiz warf ihnen Misan zufolge weiter vor, während der Proteste an Angriffen auf Regierungsgebäude beteiligt gewesen zu sein und öffentliches Eigentum in Brand gesetzt sowie andere dazu angestiftet zu haben.

8. November, 7.20 Uhr: Vorfall mit Frachter im Golf von Oman

Im Golf von Oman ist es zu einem Vorfall gekommen, an dem ein Massengutfrachter und militärische Kräfte beteiligt waren. Das berichtete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht zum Sonntag.

Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 18 Seemeilen östlich der Küste von Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zur Nationalität der involvierten Militärkräfte machte die Behörde keine Angaben.

Der Zustand der Schiffsbesatzung, das Ausmaß der Schäden und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt waren den Angaben zufolge zunächst nicht bekannt. Die zuständigen Behörden seien informiert, und die entsprechenden Ermittlungen dauerten an, hieß es weiter.

Immer wieder kommt es in der Region zu Zwischenfällen mit Schiffen. Nun ist ein Massengutfrachter betroffen.  © Uncredited/AP/dpa

7. November, 22.10 Uhr: Explosionen nahe Straße von Hormus - sind es die USA?

Iranischen Medienberichten zufolge sind auf der iranischen Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie in der Hafenstadt Dschask, die ebenfalls an der Meerenge liegt, Explosionen zu hören gewesen. Das berichteten unter anderem die staatliche Nachrichtenagentur Irna sowie die Agentur Fars, die als Sprachrohr der iranischen Revolutionsgarden gilt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht bestätigen. Unklar war auch die Ursache der mutmaßlichen Explosionen.

Das zuständige Regionalkommando Centcom des US-Militärs teilte wenig später mit, man habe mit Präzisionsmunition ein Frachtschiff im Golf von Oman lahmgelegt, das versucht habe, iranische Hoheitsgewässer zu verlassen. Zunächst blieb unklar, ob die Attacke für eine der mutmaßlichen Explosionen verantwortlich war.

Beobachter hatten immer wieder spekuliert, dass die USA und Israel nach den US-Zwischenwahlen erneut den Iran angreifen könnten. 

Greifen die USA nahe der Straße von Hormus an? (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

7. November, 13.47 Uhr: Mehrere Tote bei Luftangriffen auf Jemens Hauptstadt Sanaa

Bei Luftangriffen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind nach Angaben der Huthi mindestens 22 Menschen getötet worden.

Der Huthi-nahe TV-Sender Al-Masirah berichtete, dass es sich bei den meisten der Opfer um Frauen und Kinder handele. Mindestens 30 weitere Personen seien verletzt worden.

Der Sender berief sich auf einen Vertreter eines örtlichen Krankenhauses und schrieb die Angriffe Saudi-Arabien zu.

Auch die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete von erneuten Angriffen auf Wohnhäuser und Rettungskräfte in dem Gebiet, nannte jedoch keine Opferzahlen. Eine Stellungnahme der Militärkoalition oder Saudi-Arabiens gab es zunächst nicht.

Im Jemen ist keine Deeskalation in Sicht. Immer wieder kommt es zu gegenseitigen Angriffen.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

7. November, 7.36 Uhr: Tote Zivilisten im Jemen - gegenseitige Schuldzuweisungen

Bei einem Angriff auf einen Markt in der umkämpften Provinz Tais im Jemen sind nach übereinstimmenden Angaben etliche Zivilisten getötet worden.

Weitere Menschen wurden demnach verletzt. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen und die international anerkannte Regierung des Landes machten sich gegenseitig für den Vorfall verantwortlich. 

Dem Huthi-kontrollierten Gesundheitsministerium in Sanaa zufolge wurden 30 Menschen getötet und acht weitere verletzt, als Kampfflugzeuge der saudischen Luftwaffe den Markt im Bezirk Wasiija in mehreren Angriffen bombardierten.

Aus Saudi-Arabien, das eine Militärkoalition gegen die Huthi anführt, gab es zunächst keine Reaktion zu den Vorwürfen.

Behörden der international anerkannten jemenitischen Regierung, die von Riad unterstützt wird, teilten mit, es habe keine Luftangriffe der Koalition in der Region gegeben und machten die Huthi-Miliz selbst für den Angriff verantwortlich.

Demnach sollen etwa fehlgeleitete ballistische Raketen auf dem Markt eingeschlagen sein, der in von der Miliz kontrolliertem Gebiet liegt.

Auf einem belebten Markt im Jemen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

6. November, 6.14 Uhr: Trump will "bald genug" über Iran-Krieg entscheiden

US-Präsident Donald Trump will über die Frage einer möglichen Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran bald entscheiden.

Erklärtes Ziel seines im Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges ist es, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. "Wollen wir noch weiter gehen" mit den Angriffen, damit "so etwas nie wieder passieren wird?", sagte Trump Reportern im Weißen Haus.

"Ich würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören, wenn möglich, aber vielleicht muss ich es tun", sagte der Präsident und fügte hinzu, das würden diese "bald genug" erfahren.

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll.  © Alex Brandon/AP/dpa

6. November, 6.13 Uhr: US-Regierung plante trotz Kriegs Abschiebungen in den Iran

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat trotz des laufenden Krieges gegen den Iran im Oktober Abschiebungen iranischer Staatsbürger in ihre Heimat vorbereitet.

Die Betroffenen sollten zunächst in ein nicht genanntes Drittland gebracht werden. Von dort aus sollte die iranische Regierung ihre Weiterreise in den Iran organisieren, wie aus inzwischen veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Bei einer Anhörung am 15. Oktober in Washington bestätigte ein Anwalt der US-Regierung, dass das Heimatschutzministerium an entsprechenden Plänen arbeitete. Ein konkreter Termin stehe noch nicht fest. Der aktuelle Stand der Überlegungen geht aus den bisher öffentlich gewordenen Gerichtsunterlagen nicht hervor. 

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