Nahost-Konflikt: Trump drängt andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen

Iran - Die USA verstärken ihre Präsenz im Nahen Osten. Die Blockade der Straße von Hormus bedroht den weltweiten Ölexport. Der US-Präsident macht Druck - und lässt eine wichtige iranische Insel bombardieren.

Die Straße von Hormus ist weiterhin ein großes Problem im Iran-Krieg.  © Kamran Jebreili/AP/dpa

Die USA haben laut Präsident Donald Trump (79) Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.

Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er "aus Gründen der Anständigkeit" verzichtet, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, warnte die Führung in Teheran jedoch: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er diese Entscheidung "sofort überdenken". Von der Insel Kharg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.

Der Iran blockiert die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge, der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

14. März, 18.17 Uhr: Israel meldet 400 Angriffswellen gegen Iran in zwei Wochen

Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in den ersten beiden Wochen des Iran-Krieges rund 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen beteiligten Kampfjets geflogen. Hauptziele im Zentrum und Westen des Irans seien Anlagen für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei seien Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet gewesen sein sollen. Zudem seien Luftverteidigungssysteme und Waffenlager angegriffen worden.

Bei einem Angriff in Teheran seien am Freitag zwei hochrangige Geheimdienstoffiziere des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija getötet worden. Dieses übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Anzeige
Eine Straße voller Rauch nach einer Explosion in Teheran  © Mohsen Ganji/AP/dpa

14. März, 16.05 Uhr: Trump drängt andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen

US-Präsident Donald Trump (79) hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt.

"Viele Länder, insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Sperrung der Straße von Hormus betroffen sind, werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um die Straße offen und sicher zu halten", schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er hofft demnach darauf, dass auch "China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder" Schiffe entsenden.

Brauchen die USA jetzt schon Hilfe? Trump (79) hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

14. März, 15.48 Uhr: Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg in "entscheidender Phase"

Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges tritt der Konflikt nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz (70) in seine "entscheidende Phase ein".

Diese werde "so lange andauern wie nötig", sagte Katz am Samstag. Die US-Armee flog nach Angaben von US-Präsident Donald Trump massive Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg. Nach Angaben der örtlichen Behörden lief der Exportbetrieb jedoch uneingeschränkt weiter. Unterdessen erschütterten neue Explosionen die Golfregion.

Israels Verteidigungsminister Katz sagte vor Armeevertretern, der von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte "globale und regionale Kampf" gegen den Iran werde intensiver. An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, "entschlossen zu kämpfen", um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne "der Iran gerettet" werden.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) schwört seine Landsleute weiter auf den Krieg ein.  © Ariel Hermoni/Israeli Ministry of Defense/dpa

14. März, 15.26 Uhr: Zwei Verletzte bei Raketenangriff aus Iran auf Südisrael

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind in der Stadt Eilat im Süden des Landes zwei Menschen verletzt worden.

Ein 12 Jahre alter Junge sei schwer verletzt, ein 39 Jahre alter Mann sei mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In der Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen.

14. März, 14.26 Uhr: Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen

Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden.

Nach dem Angriff von heute früh gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei getroffen worden. Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab es zunächst keine Bestätigung.

Ein Blick auf die US-Botschaft in Bagdad.  © Ameer Al-Mohammedawi/dpa

14. März, 14.16 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf US‑Ziele in den Emiraten

Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Ein Sprecher der Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, der Iran betrachte es als sein legitimes Recht zur Verteidigung seines Hoheitsgebiets, Abschussstellen von US-Raketen in Häfen und Docks der Emirate anzugreifen. Ins Visier genommen werde auch US-Militärpersonal in Städten. Bewohner in unmittelbarer Umgebung von US-Zielen sollten sich in Sicherheit bringen.

14. März, 11.04 Uhr: Ärzte und Sanitäter bei israelischem Angriff getötet

Im Libanon sind offiziellen Angaben zufolge mindestens zwölf Mitarbeiter des Gesundheitswesens bei einem israelischen Luftangriff getötet worden.

Die Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter seien beim Angriff im Dorf Burdsch Kalauijeh im Süden getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Das Personal sei an einer Einrichtung zur medizinischen Grundversorgung im Einsatz gewesen. Die Rettungsarbeiten dauerten an und die Opferzahl steige möglicherweise noch, hieß es.

Rauchschwaden nach israelischen Angriffen auf Gebiete im Südlibanon. (Archivfoto)  © Stringer/dpa

14. März, 10.32 Uhr: Iran bleibt offline – privilegierte Gruppen surfen weiter

Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege.

Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.

14. März, 8.28 Uhr: Hamas fordert Stopp der Iran-Angriffe auf Nachbarstaaten

Die islamistische Hamas hat den Iran dazu aufgerufen, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen.

Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die "Brüder im Iran" sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Iran-Kriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.

14. März, 7.27 Uhr: UN-Hilfskoordinator warnt vor Folgen des Iran-Kriegs

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen.

"Die Auswirkungen auf unsere lebensrettende humanitäre Arbeit werden immens sein. Millionen Menschen sind in Gefahr", wurde Fletcher in einer Mitteilung seiner Organisation zitiert. Neben den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung habe der Krieg auch Folgen für Märkte, Schifffahrts- und Flugrouten sowie Lebensmittelpreise – nicht nur in der Region, sondern weltweit.

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

14. März, 7.26 Uhr: Marine-Eskorte in Straße von Hormus beginnt laut Trump "bald"

US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten.

Die Eskorte der US-Marine werde "bald" beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Pentagon schickt laut Medienberichten jetzt weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten.

Mehr zum Thema Israel Krieg: