Nahost-Konflikt: Trump drängt Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus - und droht

Iran - US-Präsident Donald Trump (79) drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.

Die Straße von Hormus spielt eine bedeutende Rolle beim internationalen Transport von Öl und Flüssiggas.
Die Straße von Hormus spielt eine bedeutende Rolle beim internationalen Transport von Öl und Flüssiggas.  © Altaf Qadri/AP/dpa

Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview der "Financial Times".

Sollte es "keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein", wurde Trump zitiert.

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, die sehr wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.

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Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf US-Beamte, die Regierung in Washington werde voraussichtlich schon in dieser Woche bekanntgeben, dass mehrere Länder sich zur Bildung einer Koalition bereit erklärt hätten, die Schiffe durch die Meerenge eskortieren soll.

Die USA und potenzielle Koalitionsländer diskutierten noch darüber, ob diese Einsätze vor oder nach Kriegsende beginnen sollen, berichtete die Zeitung.

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16. März, 6.32 Uhr: Trump drängt Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus - und droht

US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.

Die Nato werde vor einer "sehr schlechten" Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der "Financial Times". Sollte es "keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein", wurde Trump zitiert.

In dem Zusammenhang erwähnte Trump in einem achtminütigen Gespräch demnach auch China. Peking sei wie Europa stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, anders als die USA, wurde Trump weiter zitiert. Er könne ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping verschieben. Es sei "nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert", sagte Trump demnach weiter.

US-Präsident Donald Trump (79) drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.
US-Präsident Donald Trump (79) drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus.  © Jose Luis Magana/AP/dpa

16. März, 6.10 Uhr: Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus

Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht.

Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.

Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung "einiger europäischer Länder" und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. "Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen", sagte er.

16. März, 5 Uhr: Blauhelmsoldaten im Libanon wieder unter Beschuss

Wieder sind im Libanon Friedenstruppen unter Beschuss geraten. Es habe sich um voneinander getrennte Vorfälle an drei verschiedenen Orten gehandelt, teilte die UN-Beobachtermission Unifil mit.

Die Blauhelmsoldaten seien auf Patrouille in der Nähe ihrer Stützpunkte im Süden des Landes gewesen, als sie mutmaßlich von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen beschossen worden seien. Verletzt worden sei niemand. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern machte Unifil nicht.

15. März, 21.07 Uhr: Israel - Rafah-Übergang von Gaza nach Ägypten wird geöffnet

Israel hat die Öffnung des mit Beginn des Iran-Krieges geschlossenen Grenzübergangs Rafah vom Gazastreifen nach Ägypten für kommenden Mittwoch angekündigt.

Es werde dann wieder in Absprache mit Ägypten und unter Aufsicht einer EU-Mission ein begrenzter Personenverkehr in beide Richtungen erlaubt, teilte die für Palästinenserangelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat mit.

Israel hatte mit dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar zunächst alle Übergänge in den Küstenstreifen geschlossen - "aufgrund der Bedrohung durch Raketen", erklärte Cogat damals.

15. März, 17.30 Uhr: Berichte über elf Tote im Gazastreifen durch Angriffe Israels

Bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben elf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden.

Acht Polizisten seien am Ortseingang von Al-Sawaida im Zentrum des Küstenstreifens getötet worden, als ihr Fahrzeug von einer Drohne mit einer Rakete beschossen worden sei, berichteten Augenzeugen und das von der Terrororganisation Hamas kontrollierte Innenministerium. Unter den Toten sei auch ein Polizeioberst.

Bei einem weiteren israelischen Drohnenangriff auf eine Gruppe von Palästinensern in der Gegend von Sawarha ebenfalls im Zentrum des Gazastreifens wurde ein Ehepaar und ihr Kind getötet, wie medizinische Kreise des Al-Awda-Krankenhauses mitteilten.

Nach palästinensischen Angaben wurden bei Angriffen im Gazastreifen elf Menschen getötet, darunter acht Polizisten. (Archvibild)
Nach palästinensischen Angaben wurden bei Angriffen im Gazastreifen elf Menschen getötet, darunter acht Polizisten. (Archvibild)  © Hatem Moussa/AP/dpa

15. März, 15.21 Uhr: Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein

Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch "Tausende Ziele" im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.

"Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt", sagte Defin dem US-Sender CNN. "Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus."

Menschen inspizieren Häuser, die durch ein aus dem Libanon abgeschossenes Projektil beschädigt wurden.
Menschen inspizieren Häuser, die durch ein aus dem Libanon abgeschossenes Projektil beschädigt wurden.  © Baz Ratner/AP/dpa

15. März, 14.24 Uhr: Iran bestreitet Verletzung von Religionsführer Chamenei

Der iranische Außenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers seines Landes, Modschtaba Chamenei, zurückgewiesen. Chamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.

Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der Regierung oder des Militärs.

Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Chamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Modschtaba Chamenei nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel.

15. März, 10.17 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle im Westen des Irans

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte Angriffswelle im Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

Seit Beginn des Krieges vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört.

15. März, 9.14 Uhr: Saudi-Arabien meldet Drohnenangriffe - Iran dementiert

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht.

Der Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. "Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken", hieß es.

15. März, 8.56 Uhr: Pentagon veröffentlicht Namen von Todesopfern

Das Verteidigungsministerium der USA hat die Namen der sechs Besatzungsmitglieder veröffentlicht, die beim Absturz eines Tankflugzeugs im Irak vor wenigen Tagen ums Leben gekommen sind. Demnach waren drei der Opfer (31 bis 34 Jahre) Teil der US-Luftwaffe, die drei anderen (28 bis 38) Teil der Air National Guard.

Das Flugzeug war am Donnerstag unter bislang unklaren Umständen abgestürzt. Die Zahl der Toten Amerikaner im Nahost-Konflikt stieg damit auf insgesamt 13.

Während das US-Militär mitteilte, der Absturz sei nicht auf feindlichen Beschuss oder sogenanntes Friendly Fire zurückzuführen, proklamierte die pro-iranische Allianz Islamischer Widerstand im Irak, den Flieger mit einer Rakete abgeschossen zu haben.

Titelfoto: Jose Luis Magana/AP/dpa

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