Nahost-Konflikt: Trump droht Iran mit schneller Zerstörung von Infrastruktur

Iran - Fünf Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter.

Die Angriffe in der Golfregion halten auch nach fünf Wochen Krieg unvermindert an.  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde nach einem Angriff auf eine Industrieanlage eine Person durch Trümmerteile eines abgeschossenen Geschosses verletzt. auch in der Küstenstadt Fudschairah wurde das Gebäude eines Telekommunikationsunternehmens angegriffen.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte am Montag mit, an diesem Tag bislang zwölf ballistische Raketen, zwei Marschflugkörper und 19 Drohnen abgefangen zu haben. Dabei seien insgesamt vier Personen verletzt worden.

In Kuwait wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Norden des Landes Geschosse aus dem Iran abgefangen und sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt. Auch Saudi-Arabien meldete Angriffe.

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Jordanien meldete darüber hinaus, neun Vorfälle, die in Verbindung mit Angriffen standen. Das Militär habe mindestens zwei Drohnen abgefangen, eine dritte sei auf jordanischem Boden gelandet.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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6. April, 22.23 Uhr: Trump sagt, Iraner seien "bereit, für die Freiheit zu leiden"

Präsident Donald Trump (79) argumentierte am Montag, die Iraner seien "bereit, für ihre Freiheit zu leiden".

Er sagte, die Vereinigten Staaten hätten Kommunikationen abgefangen, in denen dazu aufgefordert wurde, sie weiter zu bombardieren.

"Sie wären bereit, das zu ertragen, um Freiheit zu erlangen", sagte Trump auf einer Pressekonferenz, einen Tag vor seiner Fristsetzung, die iranische Energieinfrastruktur und Brücken zu zerstören, falls die iranische Führung den US-Forderungen nicht nachkommt.

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6. April, 20.59 Uhr: Trump droht Iran mit schneller Zerstörung von Infrastruktur

US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran mit einer schnellen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte Teheran nicht rechtzeitig einlenken.

Der Republikaner sagte im Weißen Haus, dass die USA nach Ablauf seines Ultimatums innerhalb von vier Stunden eine "völlige Zerstörung" herbeiführen könnten.

Die von ihm gesetzte Frist läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.

US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran erneut gedroht.  © Kent Nishimura / AFP

6. April, 20.55 Uhr: Iran lehnt Waffenstillstand ab und fordert dauerhaftes Kriegsende

Der Iran hat einen Waffenstillstand im Krieg gegen die USA und Israel abgelehnt und stattdessen unter anderem ein dauerhaftes Kriegsende gefordert.

Das berichtete der Staatssender Irib. Demnach hat Teheran Vermittlern ein zehn Punkte umfassendes Forderungspapier übergeben. Teheran lehne darin einen Waffenstillstand unter Verweis auf "frühere Erfahrungen" ab.

Damit ist gemeint, dass sowohl die aktuellen Angriffe der USA und Israels als auch der Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Jahr begannen, obwohl Teheran weitere Verhandlungen mit Washington erwartet hatte.

Das Papier wiederholt demnach bekannte Positionen Irans: Der Iran fordert etwa eine dauerhafte Beendigung des Krieges, Kriegsreparationen zum Wiederaufbau sowie die vollständige Aufhebung von Wirtschaftssanktionen gegen das Land.

Zudem verlangt Teheran ein verbindliches Protokoll zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus.

6. April, 19.27 Uhr: Griechenland kauft israelische Raketenwerfer

Griechenland treibt die Modernisierung seiner Streitkräfte voran und hat ein israelisches Raketenartilleriesystem gekauft.

Der entsprechende Vertrag zur Beschaffung des Systems PULS (Precise & Universal Launching System) wurde am Montag in Athen unterzeichnet, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. 

Nach Angaben aus griechischen Militärkreisen sollen Raketen unterschiedlicher Reichweiten von 35 bis zu 300 Kilometern geliefert werden.

Auch Lenkwaffen sind Teil des Pakets. Angaben zum Gesamtwert des Geschäfts wurden zunächst nicht gemacht.

Griechenland rüstet sein Militär mit einem israelischen Raketenartilleriesystem aus. (Archivfoto)  © Thanassis Stavrakis/AP/dpa

6. April, 19.20 Uhr: Elf Tote bei neuer Gewalt im Gazastreifen

Bei Gefechten und einem israelischen Drohnenangriff im Gazastreifen sind nach Krankenhausangaben mindestens elf Palästinenser getötet worden.

Den Angaben zufolge wurden bei dem Vorfall in dem Flüchtlingsviertel Al-Maghasi im zentralen Abschnitt des Gazastreifens weitere Menschen verletzt. Die Verletzten und die Todesopfer seien in die Al-Aksa-Klinik in der Stadt Deir al-Balah gebracht worden.

Der Drohnenangriff erfolgte nach Augenzeugenberichten während Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Mitgliedern der islamistischen Terrororganisation Hamas und Bewaffneten, die im Gazastreifen verdächtigt werden, mit Israel zusammenzuarbeiten.

6. April, 16.57 Uhr: Israel beschleunigt Produktion von Abfangraketen

Angesichts fortwährender Raketenangriffe des Irans und seiner Verbündeten will Israel die Produktion von Abwehrraketen des Typs Arrow deutlich beschleunigen.

Ein entsprechender Plan sei gebilligt worden, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Ziel sei "eine deutliche Erhöhung sowohl der Produktionsrate als auch des Vorrats an Arrow-Abfangraketen". 

Arrow 3 wurde gemeinsam von Israel und den USA entwickelt. Der "Pfeil" kann feindliche Flugkörper außerhalb der Atmosphäre im beginnenden Weltraum durch einen direkten Treffer zerstören. Das System bildet damit die oberste Schicht eines Verteidigungssystems.

Das System habe "seine Leistungsfähigkeit während des aktuellen Krieges unter Beweis gestellt, indem es erfolgreich zahlreiche ballistische Raketen abgefangen hat, die aus dem Iran und dem Jemen abgefeuert wurden", hieß es in der Mitteilung. Nach Militärangaben liegt die Abfangrate bei mehr als 90 Prozent.

Ein Modell einer Rakete des Arrow-3-Luftverteidigungssystems.  © Sebastian Gollnow/dpa

6. April, 16.13 Uhr: Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1500

Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1500 Menschen getötet worden.

Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass seit dem 2. März 1497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4639 Personen seien verletzt worden. 

6. April, 16.10 Uhr: Angriffe von drei Seiten auf Israel

Israel ist gleichzeitig aus dem Iran, dem Libanon und dem Jemen angegriffen worden.

Im Großraum Tel Aviv heulten bei Raketenangriffen aus dem Iran erneut die Warnsirenen, Menschen hielten sich in Schutzräumen auf.

Die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes wurde derweil nach Medienberichten von Drohnen angegriffen, die aus dem Jemen geschickt worden waren.

Dabei sei niemand verletzt worden. Zudem habe es auch im Norden des Landes Angriffe durch die libanesische Hisbollah-Miliz gegeben. 

6. April, 15.58 Uhr: Iran meldet Angriffe auf Industrie im Landeszentrum

Der Iran hat nach israelischen Luftangriffen auf die Gasindustrie am Persischen Golf weitere Bombardierungen im Landeszentrum gemeldet.

Ziel sei ein petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber bereits unter Kontrolle, hieß es.

Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) Angriffe auf Anlagen in der Küstenstadt Asalujeh bestätigt. Ein Iran-Experte schrieb auf X, die Angriffe der USA und Israels auf iranische Infrastruktur zielten auf eine "Deindustrialisierung" des Landes.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) bestätigte Angriffe auf Asalujeh.  © AGGELOS NAKKAS / AFP

6. April, 15.43 Uhr: Iran verkündet Tod von ranghohem General

Der Iran hat im Krieg gegen Israel und die USA den Tod eines ranghohen Generals verkündet.

In einer Mitteilung erklärten die mächtigen Revolutionsgarden, dass der Leiter ihrer Geheimdienstabteilung, Generalmajor Madschid Chademi, in den früheren Morgenstunden getötet worden sei. Weitere Details nannten die Revolutionsgarden nicht. 

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) teilte mit, er sei vom Generalstabschef darüber informiert worden, dass die israelische Armee Chademi "ausgeschaltet" habe.

Dieser sei unmittelbar verantwortlich für tödliche Raketenangriffe auf israelische Zivilisten.

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