Nahost-Konflikt: Trump will Schiffsverkehr gemeinsamen mit Iran schützen

Iran - Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an.

US-Präsident Donald Trump (79) will die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen.  © Alex Brandon/AP/dpa

In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung. US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Straße kurz zuvor zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.

Trump hatte damit gedroht, andernfalls den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen.

Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt. Auch Israel will sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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8. April, 16.10 Uhr: Trump will Schiffsverkehr gemeinsamen mit Iran schützen

Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump (79) gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden.

Es gebe die Überlegung, es als Gemeinschaftsprojekt umzusetzen, sagte er dem Sender ABC News zufolge. "Das ist eine Möglichkeit, sie abzusichern – auch vor anderen Leuten", sagte er, ohne weiter ins Detail zu gehen.

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US-Präsident Donald Trump (79) dürfte mit seiner neuesten Idee für weitere Verwunderung sorgen.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

8. April, 15.37 Uhr: Israel setzt Attacken gegen Hisbollah im Libanon fort

Ungeachtet der Iran-Waffenruhe hat Israel nach Armeeangaben am Mittwoch im Libanon den "größten koordinierten Angriff" auf die Hisbollah-Miliz seit Kriegsbeginn geflogen.

Angegriffen wurden demnach Ortschaften im Süden des Libanon und südliche Vororte der Hauptstadt Beirut, das libanesische Gesundheitsministerium schrieb von Dutzenden Toten. Libanons Präsident Joseph Aoun (62) erklärte sich unterdessen bereit, einem Abkommen über eine dauerhafte Friedensordnung in der Region beizutreten. Die Bundesregierung rief Israel zur Mäßigung auf.

Beirut: Feuerwehrleute löschen ein Feuer am Ort eines israelischen Luftangriffs.  © Hussein Malla/AP/dpa

8. April, 15.17 Uhr: Iran kann laut Hegseth keine Raketen mehr bauen

Die US-Streitkräfte bleiben nach den Worten von Kriegsminister Pete Hegseth (45) weiterhin bereit für schnelle militärische Schläge. "Wir gehen nirgendwo hin. Wir stellen sicher, dass Iran sich an die Waffenruhe hält", sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz in Washington. Die Streitkräfte seien bereit, jederzeit wieder loszulegen, mit welchen Zielen auch immer.

Den Krieg im Iran erklärte Hegseth für gewonnen. In weniger als sechs Wochen hätten die USA einen "historischen Sieg" errungen. "Wir haben die Verteidigungsindustrie des Iran vollständig zerstört – ein zentrales Ziel unserer Mission." Es sei zwar möglich, dass der Iran noch vereinzelt in der Lage sei zurückzuschießen. Hegseth zufolge kann Teheran aber keine weiteren Raketen oder Drohnen mehr herstellen.

Kriegsminister Pete Hegseth (45) deklariert nach der von Experten ausgerufenen Niederlage gegen den Iran einen "historischen Sieg".  © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

8. April, 14.59 Uhr: Europäer und Kanada fordern rasches Ende des Iran-Kriegs

Deutschland fordert in einer gemeinsamen Erklärung mit europäischen Partnern und Kanada, in den nächsten Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs auszuhandeln.

"Dies kann nur auf diplomatischem Wege erreicht werden", heißt es in dem Papier, das Bundeskanzler Merz (70) mit mehreren Partnern veröffentlichte. "Wir drängen nachdrücklich auf rasche Fortschritte hin zu einer substanziellen Verhandlungslösung." Dies werde entscheidend sein, um die Zivilbevölkerung im Iran zu schützen und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten, heißt es weiter.

8. April, 14.11 Uhr: Bundesregierung erwartet gebührenfreie Hormus-Passage

Die Bundesregierung fordert für die Straße von Hormus einen unbehinderten Schiffsverkehr auf Grundlage internationaler Abkommen.

Die Meerenge sei nicht nur iranisches Seegebiet, sondern es gelte auch das UN-Seerechtsübereinkommen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. "Und deswegen ist es erforderlich, dass bei der Wiederaufnahme ein freier, sicherer und auch gebührenfreier Seeschiffsverkehr sichergestellt wird. Das ist die deutsche Position, die sich aus dem internationalen Recht, was hier anwendbar ist, herleitet", sagte er weiter.

8. April, 14.08 Uhr: Trump droht Iran-Unterstützern mit dicken Zöllen

US-Präsident Donald Trump (79) droht Ländern, die den Iran mit Waffen beliefern, mit Strafzöllen von 50 Prozent.

Ein entsprechender Zollsatz solle mit sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

US-Präsident Donald Trump (79).  © Kay Nietfeld/dpa

8. April, 14.05 Uhr: US-Vize Vance bezeichnet Iran-Waffenruhe als "fragil"

US-Vizepräsident JD Vance (41) hat die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe als "fragil" bezeichnet.

Die Öffnung der Straße von Hormus und die beidseitige Einstellung der Kampfhandlung seien "die Grundlage für die fragile Waffenruhe, die wir haben", sagte er in der Veranstaltung eines Politik-Instituts in Budapest. "Fragil" sei die Lage deshalb, weil es im Machtzentrum des Irans sowohl Kreise gebe, die konstruktiv an mögliche Friedensverhandlungen herangingen, als auch solche, die diese torpedieren möchten, führte er weiter aus.

"Wenn die Iraner dazu bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, dann können wir zu einer Übereinkunft gelangen." Würden sie jedoch lügen, betrügen und die gegenwärtige brüchige Waffenruhe sabotieren, "würden sie damit nicht glücklich werden".

US-Vizepräsident JD Vance während seines Besuchs in Ungarn.  © Jonathan Ernst/Pool Reuters/AP/dpa

8. April, 12.52 Uhr: Stimmen in Israel nach Waffenruhe - "Sind wieder beim Ausgangspunkt"

Trotz der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg herrscht bei einigen Israelis Ernüchterung.

"40 Tage Krieg und wir sind wieder beim Ausgangspunkt", sagt ein 34-Jähriger der Deutschen Presse-Agentur in Tel Aviv. Seit Beginn der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar sei kaum etwas erreicht worden.

8. April, 12.27 Uhr: Trotz Waffenruhe - Kuwait und Emirate melden Beschuss aus Iran!

Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet.

Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen.

Iran greift laut Kuwait weiter an. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa

8. April, 11.20 Uhr: Israels Armee - "Feuer im Einsatz gegen den Iran eingestellt"

Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat auch Israels Armee bestätigt, die Angriffe auf Ziele im Iran ausgesetzt zu haben.

"Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben das Feuer im Einsatz gegen den Iran eingestellt", teilte das Militär am Vormittag mit. Dies erfolge auf Anweisung der politischen Führung. Die Armee sei aber darauf vorbereitet, auf Verstöße gegen die Vereinbarung "defensiv zu reagieren".

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