Nahost-Konflikt: Trump verlängert Iran-Ultimatum erneut

Iran - Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.

Trumps Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28) schickte mahnende Worte in Richtung Iran.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

"Wenn sie nicht begreifen, dass sie militärisch besiegt wurden und dies auch weiterhin sein werden, wird Präsident (Donald) Trump dafür sorgen, dass sie härter getroffen werden als je zuvor", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28).

Zwar gebe es weiterhin "produktive" Gespräche auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen.

Israel rechnet nach Medienberichten damit, dass Trump bereits am Wochenende im Alleingang eine Waffenruhe mit dem Iran verkünden könnte. Der israelische TV-Sender N12 nannte als möglichen Zeitpunkt diesen Samstag, das Nachrichtenportal "ynet" spätestens Mitte kommender Woche.

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26. März, 22.10 Uhr: Israel droht mit Tötung weiterer Führungsfiguren im Iran

Israels Armee hat nach der Tötung des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, Admiral Aliresa Tangsiri, damit gedroht, weitere wichtige Führungsfiguren im Iran ins Visier zu nehmen.

Die Tötungen würden nicht aufhören, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Abend. "Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der Israel bedroht." Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung für den Tod des Marine-Kommandeurs.

Israels Armee teilte am Abend außerdem mit, die israelische Luftwaffe habe am Mittwoch in Kermanschah und Desful Waffenlager, Raketenabschussrampen sowie dort tätige Iraner ins Visier genommen. Zudem habe das israelische Militär am Mittwoch sowie in der Nacht zu Donnerstag in Teheran und im Zentrum des Irans Waffenproduktionsstätten angegriffen.

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Israel hat bereits mehrere ranghohe Personen des iranischen Machtapparats gezielt getötet, zuletzt auch den Marine-Kommandeur der Revolutionsgarden.  © Vahid Salemi/AP/dpa

26. März, 21.43 Uhr: Trump verlängert Iran-Ultimatum erneut

US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert.

Bis zum Abend des 6. Aprils (US-Ostküstenzeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf der Plattform Truth Social an.

US-Präsident Donald Trump (79) verlängert das Iran-Ultimatum erneut.  © Alex Brandon/AP

26. März, 21.10 Uhr: Zwei israelische Soldaten im Libanon getötet

Im Libanon sind im Laufe des Tages zwei israelische Soldaten getötet worden. Israels Armee meldete am Abend den Tod eines 21-Jährigen, am Morgen hatte sie bereits den Tod eines anderen, ebenfalls 21 Jahre alten Soldaten verkündet.

Damit kamen Militärangaben zufolge bei den kürzlich begonnenen israelischen Bodeneinsätzen im Süden des Nachbarlandes bislang vier Soldaten ums Leben.

Israelischen Medienberichten zufolge wurde einer der beiden Soldat bei einem Raketenangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz getötet. Laut Armee wurden bei dem Vorfall auch weitere Soldaten verletzt. Der andere Soldat sei bei einem Schusswechsel mit Mitgliedern der vom Iran unterstützten Schiitenorganisation getötet, berichteten lokale Medien weiter.

Seit Beginn des Iran-Kriegs feuert die Hisbollah wieder Raketen auf Israel, das Land reagiert mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Libanon. Dabei sind nun erneut Soldaten ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Ilia Yefimovich/dpa

26. März, 21.07 Uhr: Iran weist Trumps Ultimatum zurück

Der Iran wird sich laut Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf keinem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump beugen.

"Niemand kann dem Iran und den Iranern ein Ultimatum stellen", erklärte er auf der Plattform X. Die Kinder des Irans würden den Kampf bis zum endgültigen Sieg fortsetzen und diesen Teufelskreis von Krieg, Waffenruhe und wieder Krieg durchbrechen.

Trump hatte dem Iran damit gedroht, Kraftwerke und Energieanlagen zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen "sehr guter und produktiver Gespräche" für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.

Der Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf.  © Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

26. März, 21.04 Uhr: Meldung Ultimatum an den Iran - Trump schließt Verschiebung nicht aus

US-Präsident Donald schließt bei seinem Ultimatum an den Iran eine weitere Verschiebung nicht aus.

"Ich weiß es noch nicht", sagte er in Washington auf die Frage, ob die Frist aufgeschoben sei. Trump sagte, der Sondergesandte Steve Witkoff, Vizepräsident JD Vance und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden ihn über den Fortgang der Verhandlungen unterrichten. Davon hänge ab, ob es bei dem Ultimatum bleibe. "Wir haben jede Menge Zeit", sagte Trump.

Trump hatte dem Iran damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen.

US-Präsident Donald Trump (79).  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

26. März, 19.18 Uhr: Trump lüftet Geheimnis um "riesiges Geschenk" aus Teheran

Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zehn Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt.

Die iranische Seite habe das angeboten, um in den Verhandlungen mit den USA ihre Zuverlässigkeit zu untermauern, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Washington. "Wir haben es wohl mit den richtigen Leuten zu tun", sagte Trump.

Vor seinen Bemerkungen fragte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe - offenbar weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. "Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt", sagte Trump in Richtung Witkoff.

Am Dienstag hatte Trump die Iraner in kryptischen Worten für ein Geschenk gelobt, das sie den USA gemacht hätten. "Es war ein riesiges Geschenk, das unglaublich viel Geld wert war", sagte er. Details wollte er zunächst nicht verraten.

26. März, 19.16 Uhr: Meldung Trump bezeichnet Kontrolle über Irans Öl als "Option"

US-Präsident Donald Trump hat es als Option bezeichnet, die Kontrolle über das iranische Öl zu übernehmen.

Während einer Kabinettsitzung im Weißen Haus von einem Journalisten darauf angesprochen, sagte er: "Ich würde nicht darüber sprechen. Aber es ist eine Option."

Die USA hatten kürzlich iranische Militärstandorte auf der für den iranischen Ölexport wichtigen Insel Charg im Persischen Golf angegriffen. Am vergangenen Montag ordnete Trump wegen laufender Gespräche mit dem Iran dann an, die Energieinfrastruktur des Landes für fünf Tage nicht anzugreifen.

Noch am Montag ordnete der US-Präsident an, die Energieinfrastruktur des Iran fünf Tage lang nicht anzugreifen.  © Alex Brandon/AP/dpa

26 März, 19.15 Uhr: Trump kritisiert Nato im Iran-Krieg: "Das war ein Test"

US-Präsident Donald Trump hat die ausbleibende Hilfe von Nato-Verbündeten bei der Sicherung der Straße von Hormus im Iran-Krieg erneut kritisiert.

Der Republikaner sagte bei einer Kabinettsitzung in Washington: "Das war ein Test für die Nato." Er sei sehr enttäuscht. Man werde sich daran erinnern und "niemals vergessen", drohte er.

Die USA hatten Nato-Verbündete um Hilfe bei der Sicherung der durch den Iran-Krieg quasi blockierten Schifffahrt durch die für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge gebeten. Dies blieb auch von deutscher Seite aus.

Donald Trump (79) ist sauer auf Nato-Verbündete, weil sie ihm nicht bei der Sicherung der Straße von Hormus im Iran-Krieg helfen.  © Alex Brandon/AP

26. März, 17.42 Uhr: Golf-Staaten sagen, Iran hat rote Linien überschritten

Die Golf-Staaten haben die iranischen Angriffe auf arabische Länder am Golf stark kritisiert.

Irans Verhalten sei destabilisierend und habe roten Linien überschritten, sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschasim al-Budaiwi, einem Bericht des saudischen Fernsehsenders Al-Arabija zufolge vor Diplomaten. Dazu gehöre, die Straße von Hormus zu schließen und Gebühren für deren Passage zu verlangen.

Im laufenden Krieg habe der Iran 85 Prozent seiner Raketen auf Golf-Staaten abgefeuert, sagte al-Budaiwi den Angaben zufolge. Seine Region übe "größtmögliche Zurückhaltung gegenüber der iranischen Aggression". Die Staaten hätten entschieden, nicht zu reagieren, um den Konflikt nicht auszuweiten.

26. März, 17.41 Uhr: Israel schickt weitere Soldaten in den Libanon

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Soldaten in den Süden des Nachbarlandes Libanon geschickt.

Soldaten einer weiteren Division hätten sich in den vergangenen Tagen den "gezielten Bodenoperationen im Südlibanon" angeschlossen, um dort die sogenannte Sicherheitszone auszuweiten, teilte das israelische Militär am Abend mit. Sie seien zuvor im Gaza-Krieg im Einsatz gewesen. Um wie viele Soldaten es sich konkret handelte, wollte die Armee auf Anfrage nicht sagen.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte kürzlich gesagt, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze.

Aus libanesische Sicherheitskreisen hieß es, Israels Soldaten drängen immer tiefer in den Libanon. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits acht bis neun Kilometer tief im Libanon vorgerückt. Israel teilt die Positionen seinen Truppen grundsätzlich nicht mit.

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