Nahost-Konflikt: Trump kündigt an, den Iran heute mit voller Wucht treffen zu wollen

Iran - Auch eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran feuert die Islamische Republik weiter Raketen auf Israel.

Flammen und Rauch steigen vom Mehrabad International Airport in Teheran auf. Auch der Flughafen soll in der Nacht zu Samstag Ziel israelischer Angriffe geworden sein.
Flammen und Rauch steigen vom Mehrabad International Airport in Teheran auf. Auch der Flughafen soll in der Nacht zu Samstag Ziel israelischer Angriffe geworden sein.  © ATTA KENARE / AFP

In der Nacht zum Samstag meldete die israelische Armee einen weiteren Angriff aus dem Iran, die Luftabwehr war im Einsatz.

Bald darauf gab die Armee wieder Entwarnung, die Bevölkerung dürfe die Schutzräume wieder verlassen, hieß es.

Bereits zuvor hatte die Armee wiederholt Raketenangriffe des Irans gemeldet. Israels Luftwaffe begann in der Nacht ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran.

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Israel Krieg Wegen Nahost-Konflikt: Landespolizei verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen

Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von gewaltigen Bränden an Teherans internationalem Flughafen Mehrabad.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

7. März, 14.22 Uhr: Saudi-Arabien warnt Iran vor "Fehlkalkulation"

Saudi-Arabien hat den Iran nach einer Reihe von Raketen- und Drohnenangriffen vor einer "Fehlkalkulation" gewarnt.

Der saudi-arabische Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman (1988) erklärte im Kurzbotschaftendienst X, er habe bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir (58) über "die Angriffe des Iran auf das Königreich und die notwendigen Maßnahmen, um sie zu stoppen" gesprochen.

"Wir haben betont, dass solche Handlungen die regionale Sicherheit und Stabilität untergraben, und haben die Hoffnung geäußert, dass die iranische Seite Weisheit walten lässt und eine Fehlkalkulation vermeidet", fügte der Verteidigungsminister hinzu.

7. März, 13.51 Uhr: Im Ostlibanon sind 41 Menschen getötet worden

Bei den Angriffen des israelischen Militärs auf den Osten des Libanon wurden 41 Menschen getötet, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.

"Bei den Angriffen des israelischen Feindes auf die Stadt Nabi Sheet und umliegende Ortschaften im Bezirk Baalbek wurden insgesamt 41 Bürger getötet und 40 weitere verletzt", erklärte das Ministerium in einer Stellungnahme.

Eine frühere Zählung hatte 16 Tote und 35 Verletzte gemeldet. Unter den Toten befinden sich vier Kinder.

7. März, 13.12 Uhr: Libanesische Armee meldet drei getötete Soldaten

Das libanesische Militär teilte mit, dass drei Soldaten gekommen seien.

Das Unglück ereignete sich bei einem israelischen Beschuss während einer Kommandoaktion der israelischen Armee im Ostlibanon.

7. März, 12.52 Uhr: Trump kündigt an, den Iran heute mit voller Wucht treffen zu wollen

"Der Iran, der gnadenlos geschlagen wurde, hat sich bei seinen Nachbarn im Nahen Osten entschuldigt, sich ihnen ergeben und versprochen, nicht mehr auf sie zu schießen", schrieb der US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social .

Des Weiteren warf Trump Iran vor, die östlichen Regionen "übernehmen und beherrschen" zu wollen. Doch nun, im Zuge der Angriffe auf den Iran und deren Entschuldigung per Videobotschaft, habe man das tyrannische Land zur Kapitulation gezwungen.

"Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden!", betonte er unter seinem Post. Zudem drohte der US-Präsident dem Iran mit weiteren Angriffen.

"Aufgrund des schlechten Verhaltens des Iran werden Gebiete und Bevölkerungsgruppen, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht als Ziele in Betracht kamen, ernsthaft für eine vollständige Zerstörung und den sicheren Tod in Betracht gezogen", erklärte er.

Donald Trump (79) drohte dem Iran auf seiner Plattform Truth Social und schrieb dazu unter anderem, dass der Iran nicht mehr der "Tyrann des Nahen Ostens", sondern "DER VERLIERER DES NAHEN OSTENS" sei.
Donald Trump (79) drohte dem Iran auf seiner Plattform Truth Social und schrieb dazu unter anderem, dass der Iran nicht mehr der "Tyrann des Nahen Ostens", sondern "DER VERLIERER DES NAHEN OSTENS" sei.  © Kay Nietfeld/dpa

7. März, 12.15 Uhr: Israel bombardiert Hisbollah im Libanon - 26 Tote

Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon in der Nacht zu Samstag fortgesetzt.

Es seien Raketenwerfer, Waffenlager und andere militärische Anlagen der Schiiten-Miliz im Süden des Landes und in der östlichen Bekaa-Ebene bombardiert worden, schrieb die Armee.

Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von insgesamt 26 Toten.

Die Hisbollah-Miliz im Libanon wurde von der israelischen Armee erneut bombardiert. (Symbolfoto)
Die Hisbollah-Miliz im Libanon wurde von der israelischen Armee erneut bombardiert. (Symbolfoto)  © Hassan Ammar/AP/dpa

7. März, 11.59 Uhr: Israelisches Militär findet keine Überreste des vermissten Fliegers in Libanon

Das israelische Militär gab bekannt, dass es im Libanon eine Operation zur Suche nach den Überresten des Fliegers Ron Arad durchgeführt habe, jedoch keine Spur des seit 1986 vermissten Navigators gefunden habe.

"Im Rahmen der Aktivitäten der israelischen Streitkräfte im Libanon führten Spezialeinheiten der israelischen Streitkräfte in der Nacht eine Operation durch, um Hinweise auf den vermissten Navigator Ron Arad zu finden. Es wurden keine Verletzungen auf Seiten der israelischen Streitkräfte gemeldet", teilte die israelische Armee mit.

Am Suchort seien keine Gegenstände gefunden worden, die mit ihm in Verbindung stehen.

7. März, 11.09 Uhr: 20.000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest.

Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die "erhebliche psychische Belastung" hin.

Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.

7. März, 10.56 Uhr: Iran meldet Schäden an Kliniken und Flughafen

Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land.

Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt.

7. März, 10.28 Uhr: Hunderte Kreuzfahrtgäste in Frankfurt gelandet

Weitere in der Nahost-Region gestrandete Urlauber sind zurück in Deutschland.

Weitere 640 Gäste des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 4" seien am Flughafen Frankfurt/Main gelandet, teilte ein Sprecher von Tui Cruises am Samstag Vormittag mit.

Demnach hat das Unternehmen zwei Maschinen gechartert, die die Urlauber aus Omans Hauptstadt Maskat ausgeflogen haben.

"Mittlerweile sind über 2000 Gäste in der Heimat", sagte der Sprecher. Ihm zufolge sind rund 2500 Menschen an Bord des Schiffes gewesen.

7. März, 10.17 Uhr: Flughafen in Dubai nimmt Betrieb "teilweise" wieder auf

Der Flughafen Dubai gab vor wenigen Minuten bekannt, dass er den Betrieb teilweise wieder aufnimmt, nachdem er ihn kurz zuvor eingestellt hatte.

"Wir haben den Betrieb ab heute, dem 7. März, teilweise wieder aufgenommen, wobei einige Flüge vom Flughafen DXB und vom Flughafen DWC aus starten", hieß es.

Gemeint sind damit der Hauptflughafen von Dubai sowie der internationale Flughafen Dubai World Central – Al Maktoum.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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