Nahost-Konflikt: Trump kündigt Spitzentreffen zwischen Israel und Libanon an

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Israel/Iran - Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) am Donnerstag zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen.

US-Finanzminister Scott Bessent (63) erwägt neue Sanktionen gegen den Iran.
US-Finanzminister Scott Bessent (63) erwägt neue Sanktionen gegen den Iran.  © Alex Brandon/AP/dpa

Die "Anführer" beider Nachbarländer hätten seit langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social und fügte anschließend noch hinzu: "Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!"

Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Wen genau Trump mit den "Anführern" beider Länder meint, geht aus seinem Post nicht hervor.

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Libanons Ministerpräsident ist Nawaf Salam, sein israelischer Kollege Benjamin Netanjahu. Die Präsidenten? Joseph Aoun und Izchak Herzog.

Es gehe darum, zu versuchen, "etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen", schrieb Trump. Vertreter beider Staaten waren bereits am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene entsprechend zusammengekommen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

16. April, 6.20 Uhr: Israel fordert Entwaffnung der Hisbollah

Man führe Verhandlungen mit dem Libanon, sagte Israels Regierungschef Netanjahu (76) laut Angaben seines Büros vom Mittwochabend.

Dabei gehe es um zwei zentrale Ziele, erklärte der Ministerpräsident: Die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz "und zweitens einen dauerhaften Frieden. Frieden durch Stärke." Die libanesische Regierung, die keine Partei in dem andauernden Krieg zwischen Israelund der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden Libanons erreichen.

Der Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauert an. Nach ersten Gesprächen zwischen Vertretern beider Nachbarländer kündigt US-Präsident Trump (79) jetzt ein Spitzentreffen an. (Archivbild)
Der Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauert an. Nach ersten Gesprächen zwischen Vertretern beider Nachbarländer kündigt US-Präsident Trump (79) jetzt ein Spitzentreffen an. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

16. April, 6.19 Uhr: Trump kündigt Spitzentreffen zwischen Israel und Libanon an

Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) heute zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen.

Die "Anführer" beider Nachbarländer hätten seit langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social und fügte hinzu: "Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!" Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

16. April, 6.17 Uhr: Auch während Kriegs Rüstungsexporte nach Israel genehmigt

Die Bundesregierung hat auch in den ersten Wochen des Iran-Kriegs Rüstungsexporte nach Israel genehmigt – allerdings in verhältnismäßig geringem Umfang.

Vom 28. Februar, dem Tag des Angriffs israelischer und US-amerikanischer Streitkräfte auf den Iran, bis zum 27. März gab die schwarz-rote Regierung grünes Licht für Ausfuhren im Wert von 6,6 Millionen Euro, wie aus Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf mehrere Anfragen des Linken-Abgeordneten Ulrich Thoden hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. 

Die Rüstungsexporte nach Israel waren zuletzt ein extrem heikles Thema für die Bundesregierung – erst wegen des Gaza-Kriegs, jetzt wegen des Iran-Kriegs. Es gibt nun neue Zahlen dazu.
Die Rüstungsexporte nach Israel waren zuletzt ein extrem heikles Thema für die Bundesregierung – erst wegen des Gaza-Kriegs, jetzt wegen des Iran-Kriegs. Es gibt nun neue Zahlen dazu.  © Robert Michael/dpa

16. April, 6.15 Uhr: Sicherheitszone im Libanon wird ausgeweitet

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lässt im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz eine Sicherheitszone im nördlichen Nachbarland ausweiten.

Er habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Sicherheitszone im Süden des Libanons weiter auszudehnen, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Parallel dazu führe man Verhandlungen mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medien am Mittwochabend über eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb "Axios"-Reporter Barak Ravid auf X.

15. April, 20.59 Uhr: 26 Millionen Menschen melden sich laut Iran für Kriegsdienst

Trotz einer Waffenruhe melden sich nach Angaben des staatlichen Senders Irib immer mehr Iraner freiwillig für den Kriegsdienst.

Demnach sollen sich mehr als 26 Millionen Menschen für die Kampagne "Leben opfern" registriert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist derzeit nicht möglich. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.

15. April, 20.20 Uhr: USA erwägen zweite Verhandlungsrunde mit Iran in Pakistan

Nach dem Scheitern einer ersten Runde von Friedensgesprächen mit dem Iran in Pakistan erwägt die US-Regierung eine zweite Verhandlungsrunde.

"Es gibt diese Diskussionen", sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump (79), Karoline Leavitt, am Mittwoch über die Möglichkeit neuer Gespräche. Die US-Regierung sei guter Dinge, dass es zu einem "Deal" kommen könne. Eine zweite Gesprächsrunde würde "sehr wahrscheinlich" wieder in Pakistans Hauptstadt Islamabad stattfinden, sagte Leavitt.

US-Präsident Donald Trump (79) will verhandeln - oder nicht?
US-Präsident Donald Trump (79) will verhandeln - oder nicht?  © Alex Brandon/AP/dpa

15. April, 18.39 Uhr: Israels Generalstabschef ordnet Tötung aller Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon an

Die im Süden des Libanon stationierten israelischen Soldaten haben den Befehl zur Tötung jedes Hisbollah-Kämpfers im Gebiet südlich des Litani-Flusses erhalten.

"Ich habe angeordnet, dass das ganze Gebiet im Südlibanon bis zur Litani-Linie zu einer Tötungszone für Hisbollah-Terroristen wird", sagte der israelische Generalstabschef Ejal Samir am Mittwoch bei einem Truppenbesuch in dem Gebiet.

15. April, 18.06 Uhr: Kein Schiff passiert laut USA Sperre – Handel mit Iran gestoppt

Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. Während der ersten 48 Stunden der US-Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, sei keines der Schiffe an US-Streitkräften vorbeigekommen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

Zusätzlich hätten neun Schiffe der Aufforderung von US-Streitkräften entsprochen, umzukehren und zu einem iranischen Hafen oder einer Küstenzone zurückzukehren.

Centcom-Kommandeur Admiral Brad Cooper hatte in einem weiteren X-Beitrag erklärt, die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet und den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht. Rund 90 Prozent der Wirtschaft der Islamischen Republik seien vom Seehandel abhängig.

15. April, 17.56 Uhr: Mindestens drei Rettungskräfte bei israelischen Angriffen im Libanon getötet

Bei mehreren israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens drei Rettungskräfte getötet worden.

Israel habe "dreimal hintereinander Rettungsteams angegriffen", teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Ein vierter Rettungshelfer werde nach den Angriffen in der Ortschaft Maifadun vermisst. Zudem seien sechs Menschen verletzt worden.

Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff auf das Dorf Qlaileh auf, fotografiert von der südlichen Hafenstadt Tyrus aus.
Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff auf das Dorf Qlaileh auf, fotografiert von der südlichen Hafenstadt Tyrus aus.  © Hussein Malla/AP/dpa

15. April, 15.49 Uhr: Starmer will Trumps Drohungen wegen Iran-Krieg nicht nachgeben

Der britische Premierminister Keir Starmer (63) will sein Land trotz neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump (79) nicht in den Iran-Krieg hineinziehen lassen.

"Ich werde meine Meinung nicht ändern. Ich werde nicht nachgeben", sagte Starmer am Mittwoch vor dem Parlament in London. Trump hatte zuvor wegen aus seiner Sicht mangelnder britischer Unterstützung für den Krieg der USA gegen den Iran das Handelsabkommen zwischen beiden Ländern in Frage gestellt.

"Wir werden uns nicht in diesen Krieg hineinziehen lassen. Das ist nicht unser Krieg", sagte Starmer. Auf ihn sei "starker Druck ausgeübt" worden. Dem werde er sich nicht beugen.

Der britische Premierminister Keir Starmer (63) will sich von Trump nicht unter Druck setzen lassen.
Der britische Premierminister Keir Starmer (63) will sich von Trump nicht unter Druck setzen lassen.  © Simon Dawson/No 10 Downing Street/dpa

15. April, 15.45 Uhr: Merz reist am Freitag zu Gesprächen über mögliche Hormus-Mission nach Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) reist am Freitag zu Beratungen über einen möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus nach Paris.

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin. Zu den Gesprächen haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) und der britische Premier Keir Starmer (63) eingeladen.

Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region. Die Gespräche in Paris sollen am Freitagnachmittag beginnen. Macron und Starmer wollen sie gemeinsam von Paris aus leiten, die meisten Teilnehmer sollten per Videokonferenz zugeschaltet werden.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) reist am Freitag nach Paris.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) reist am Freitag nach Paris.  © Kay Nietfeld/dpa

15. April, 15.08 Uhr: Iran beharrt auf Recht auf Urananreicherung - Ausmaß jedoch "verhandelbar"

Der Iran beharrt darauf, dass er das "unanfechtbare" Recht auf Urananreicherung habe. Das Recht auf eine zivile Nutzung der Atomenergie dürfe nicht "unter Druck oder durch Krieg entzogen werden", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai am Mittwoch vor Journalisten in Teheran. "Wir insistieren darauf, dass der Iran die Anreicherung entsprechend seinem Bedarf fortsetzen können sollte".

Zugleich betonte Baghai jedoch, "das Ausmaß und die Art der Anreicherung" seien "verhandelbar".

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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